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COPA NEWS

Manchester United ist keine Daily Soap!?
United verliert nach dem 0:3 bei Cardiff die Tabellenführung. Fanvertreter Eddie Palmer kritisiert die Personalpolitik von Sportdirektor Graham Whitmore und warnt vor einem Machtkampf.

Ein Kommentar von Edward „Eddie“ Palmer, United Supporters Council

Ein 1:0 gegen Arsenal, ein 0:3 bei bluebikers Cardiff City und schon steht Manchester United hinter dem punktgleichen Crystal Palace auf Platz zwei. Sportlich ist das kein Drama. Was mir Sorgen macht, ist das Theater abseits des Platzes.

Manchester United ist keine Daily Soap. Aber genau so wird der Verein inzwischen geführt.

Die Hauptverantwortung trägt Graham Whitmore. Er hat hercegi verpflichtet, dessen Eskapaden lange toleriert und ihm schließlich Hugh Lattok zur Seite gestellt. Einen 69-jährigen Ex-Meistercoach, der seit Jahren im Fernsehen erklärt, warum jüngere Trainer keine Ahnung haben. Wer glaubt ernsthaft, dass diese Konstellation dauerhaft funktioniert?

Lattok kritisiert hercegi inzwischen regelmäßig, ohne dessen Namen ausdrücklich zu nennen. Mal geht es um Neid und Missgunst in der Kabine, mal um den enorm laufintensiven Spielstil, den United seiner Ansicht nach unmöglich bis zum Saisonende durchhalten kann. Und möglicherweise hat er damit sogar recht.

Jetzt droht auch noch der Fall Bäumer zu

eskalieren.

Der 18-Jährige soll intern über die hohe körperliche Belastung geklagt haben. Whitmore soll daraufhin auf die 47 Millionen Pfund Ablöse verwiesen haben, die schließlich besondere Einsatzbereitschaft rechtfertigten. Lattok hingegen plädiert dafür, den jungen Stürmer zu schützen. Aus einer berechtigten Diskussion über Belastungssteuerung wird so der nächste Machtkampf.

Was soll Bäumer daraus lernen? Dass er sich zwischen zwei Trainern entscheiden muss? Dass seine Ablöse wichtiger ist als seine Entwicklung?

Whitmore hat eine Struktur geschaffen, in der Verantwortlichkeiten verschwimmen und jeder Misserfolg neue Schuldzuweisungen auslöst. Noch hält die Tabellensituation die Konflikte einigermaßen zusammen. Doch was passiert nach drei weiteren Niederlagen? Bilden sich Lager in der Mannschaft? Verliert hercegi endgültig seine Autorität?

Und wenn im Frühjahr einer erschöpften, zerstrittenen Mannschaft der Aufstieg entgleitet, darf Whitmore nicht einfach den nächsten Trainer präsentieren.

Dann muss auch seine eigene Zukunft zur Debatte stehen.

Wir Fans wollen über Fußball sprechen, nicht jede Woche über die nächste Intrige. Manchester United braucht keinen neuen Hauptdarsteller. Der Verein braucht endlich eine klare Führung.
09.10.2026 16:22 - hercegi - Manchester United (0.3 TK)
 


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