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Ein ungemüdliches Auf und Ab
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Kairo – Bei Al Ahly Kairo liegen die Gefühle derzeit so dicht beieinander wie die Stühle in einem ägyptischen Teeladen. Erst feierte Trainer Emanuel Ginobili einen beeindruckenden 5:0-Sieg gegen El Mansoura SC, dann folgte auswärts bei Ittihad Alexandria ein unerwartetes 0:5-Debakel. Zwei Spiele, zehn Tore – und eine Mannschaft, die offenbar beschlossen hat, Gegentore entweder vollständig zu vermeiden oder gleich im Großhandel zu bestellen.
Nach dem Kantersieg gegen Mansoura wirkte Ginobili beinahe zufrieden. „Fünf Tore sind eine gute Zahl“, erklärte er. „Sie ist größer als null. Das ist im Fußball grundsätzlich hilfreich.“ Die Fans jubelten, die Presse schrieb von einer möglichen Rückkehr zur alten Stärke – und Ginobili soll sich anschließend für mehrere Stunden in sein Büro zurückgezogen haben. Ob zum Feiern oder zum Schweigen, ist bis heute nicht geklärt.
Dann kam Ittihad Alexandria. 0:5. Die Mannschaft, die wenige Tage zuvor noch fünf Treffer erzielt hatte, fand plötzlich keinen Weg mehr zum gegnerischen Tor. Ginobili stand nach Abpfiff regungslos an der Seitenlinie. Ein Reporter fragte, ob er enttäuscht sei. „Enttäuschung ist ein Gefühl“, antwortete der |
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Trainer. „Ich bin eher eine Beobachtung.“
In der Tabelle steht Al Ahly nach 13 Spielen mit 21 Punkten auf Rang 5 – einen Platz schlechter als in der Vorwoche. Die Bilanz: sieben Siege, sechs Niederlagen, keine Unentschieden und ein Torverhältnis von 25:19. Die Spitze ist weiterhin in Reichweite, doch die Konkurrenz wartet nicht. Tabellenführer Al-Masry hat bereits 27 Punkte gesammelt.
Auf die Frage, ob der Druck der Fans wachse, soll Ginobili nur kurz auf seinen lebenslangen Vertrag gezeigt haben. „Der Vertrag ist lang. Die Geduld der Fans offenbar nicht.“ Anschließend fügte er hinzu: „Ich verstehe sie. Ich verstehe nur nicht, warum sie immer so laut verstehen.“
Nun wartet mit Aswan FC die nächste Aufgabe – auswärts und damit eine Gelegenheit, die jüngste Niederlage vergessen zu machen. Ginobili soll bereits einen taktischen Plan entwickelt haben. Der Inhalt ist geheim, doch aus Mannschaftskreisen heißt es, er bestehe aus drei Punkten: weniger Gegentore, mehr Tore und nach dem Spiel keine Fragen.
In Kairo hofft man jedenfalls, dass Al Ahly diesmal nicht wieder zwischen Fußballkunst und Fußball-Katastrophe pendelt. Ginobili selbst bleibt gelassen: „Eine Niederlage ist nur ein Sieg, der sich verspätet hat.“ |
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28.09.2026 11:03 -
Emanuel Ginobili -
Al Ahly Kairo
(0.3 TK)
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