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Issa Konate und die gefährliche Langeweile des Heimvorteils
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Bei Wydad Casablanca herrscht inzwischen ein ernstes Problem. Die Heimspiele verlaufen einfach viel zu ruhig. Erst das 3:0 gegen Moghreb Tétouan, dann auswärts ein gemütliches 0:1 gegen Olympic Safi, nun ein entspanntes 4:0 gegen Renaissance de Settat. Die Zuschauer jubeln, die Gegner fahren heim – und Issa Konate sitzt da und gähnt.
Journalisten fragten vorsichtig, ob Wydad vielleicht etwas an seiner Spielweise ändern müsse.
Issa verschluckte sich beinahe an seinem Minztee.
„Ändern? Warum denn? Das klingt nach Arbeit!“
Stattdessen gründete er das Komitee gegen unnötige Veränderungen. Die erste Sitzung dauerte fünf Stunden und endete mit dem einstimmigen Beschluss, dass man auch künftig nichts beschließen werde.
Aus lauter Langeweile verbringt Issa inzwischen jede freie Minute im Teehaus. Dort diskutiert er mit den Stammgästen über wirklich wichtige Fragen: Kann ein Kamel |
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Heimweh haben, wenn es nur Heimrennen gewinnt? Warum schmeckt der dritte Minztee immer taktischer als der zweite? Und darf ein Teeglas offiziell als Ersatzpokal verwendet werden?
Ein älterer Herr schlug tatsächlich vor, Wydad solle aus Gründen der Spannung einmal absichtlich unentschieden spielen.
Issa stand wortlos auf, bezahlte die komplette Teerunde, verließ empört das Teehaus und murmelte: „Mit solchen Revolutionären trinkt man keinen Tee.“
Zur Sicherheit kehrte er am nächsten Morgen zurück, bestellte dieselbe Kanne, setzte sich auf denselben Stuhl und blickte zufrieden aus dem Fenster.
„Perfekt“, sagte er lächelnd. „Genau wie unsere Heimspiele. Langweilig? Vielleicht. Aber solange wir zuhause gewinnen, wird hier absolut gar nichts verändert.“
Die Kamele vor dem Teehaus nickten zustimmend. Oder sie warteten einfach auf Zucker. Bei Issa weiß das bis heute niemand so genau. |
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20.09.2026 08:25 -
Issa Konate -
Wydad de Casablanca
(0.3 TK)
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