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bora milutinovic und der große Freibad-Notfall
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Während sich ganz Fußball-Schweiz fragte, wie der FC St. Gallen trotz des kuriosen 0:3 in Aarau immer noch die Tabelle anführt, gab bora milutinovic auf der Pressekonferenz endlich die Wahrheit preis.
„Das war gar kein Fußball.“
Verwirrte Blicke.
„Es war ein Samstagnachmittag im Freibad.“
Wie bora erklärte, habe er den kompletten Spieltag nicht als Meisterschaft, sondern als Badebetrieb organisiert.
Der FC Sion erschien ohne Badelatschen und rutschte bereits beim Aufwärmen mehrfach auf dem nassen Fliesenboden aus.
Der FC Zürich wollte erst ins Wasser, nachdem ein Rettungsschwimmer die Wassertemperatur gemessen hatte.
Nur in Aarau lief alles schief.
„Dort war das Freibad wegen Wartungsarbeiten geschlossen“, erklärte bora mit ernster Miene.
„Kein Wasser. Keine Rutsche. Nicht einmal ein Planschbecken.“
Die Spieler seien völlig orientierungslos gewesen.
„Ein Bademeister kann ohne Becken eben nur sehr wenig ausrichten.“
Nur im St. Galler Espenmoos hatte man seine Hausaufgaben gemacht.
„Jeder Spieler hatte sein Bronze-Schwimmabzeichen“, erklärte bora stolz.
Während andere Trainer über Pressing und Umschaltspiel sprachen, kontrollierte bora gewissenhaft, ob überall genug Sonnencreme nachgefüllt war.
„Ein verbrannter Außenverteidiger verliert Konzentration.“
Das sei wissenschaftlich erwiesen.
Zumindest in boras Wissenschaft.
Kurz vor Anpfiff ertönte plötzlich dreimal die Trillerpfeife.
Die gegnerischen Trainer erschraken.
„Was ist passiert?“
bora blieb völlig ruhig.
„Zehn-Minuten-Pause. Das Nichtschwimmerbecken ist überfüllt.“
Als das Spiel weiterlief, wollte Sions Trainer reklamieren.
Doch bora zeigte nur auf |
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das große Schild hinter dem Tor.
„Nicht rennen!“
„Regeln sind Regeln.“
Nach dem 3:0 gegen Sion versuchte der Gegner noch einmal alles.
Doch bora stellte kurzerhand den Bademeisterstuhl direkt an die Seitenlinie und pfiff jede gefährliche Situation mit den Worten ab:
„Nicht springen! Erst eine Minute nach dem Essen!“
Selbst der Schiedsrichter wusste irgendwann nicht mehr, ob er ein Fußballspiel oder einen Familientag im Freibad leitete.
Nach Abpfiff fragte ein Reporter:
„Herr milutinovic , was war heute der Schlüssel zum Sieg?“
bora nickte zufrieden.
„Die meisten Trainer wollen Tore verhindern.“
„Und Sie?“
„Ich verhindere Badeunfälle.“
Dann meldete sich ein Reporter aus Aarau.
„Und das 0:3 auswärts?“
bora seufzte.
„Da hatte jemand das Wasser abgelassen.“
Herbie - der mittlerweile die 3-0-Theorie verinnerlicht hat - schrieb sich alles gewissenhaft auf und kündigte bereits eine achtseitige Analyse über den Zusammenhang zwischen Chlorgehalt und Heimvorteil an.
Nouri hingegen erschien am nächsten Morgen mit einem Aufsitzrasenmäher am Beckenrand.
Er kündigte sich bereits für die kommende Woche an den St. Galler Rasen schön kurz zu halten - oder er fährt einfach im 6-sten Gang drüber.
„Das muss doch irgendwo zusammenhängen.“
bora lächelte nur.
„Nein.“
„Was dann?“
„Die Pfeife.“
„Welche Pfeife?“
„Die des Bademeisters.“
Und seit diesem Tag munkelt man in der Schweiz, dass der FC St. Gallen gar keinen Trainer besitzt.
Sondern den einzigen Bademeister Europas, der mit einer Trillerpfeife, Sonnencreme und einem Erste-Hilfe-Kasten die Super League anführt. |
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05.09.2026 11:57 -
bora milutinovic -
FC St. Gallen
(0.3 TK)
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