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Die Erleuchtung des Nakata Gutschi
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Der Abend über Shonan war ungewöhnlich laut. Nicht wegen der Wellen. Nicht wegen der Bambuswälder. Sondern wegen Nakata Gutschi, der auf dem Trainingsgelände stand und – und das muss man sich vorstellen – einmal kurz genickt hatte. Zweimal sogar. Hintereinander. Seine Assistenten tauschten verstörte Blicke aus.
Es hatte mit dem Kyoto-Spiel begonnen. Ein Unentschieden. Null zu Null. Nakata hatte nicht gesetzt, weil er in tiefer Meditation über die Frage nachgedacht hatte, ob ein Tor, das man nicht erzielt, nicht doch das schönste aller Tore sei. Philosophisch gesehen ein Meisterwerk. Sportlich gesehen: ein Punkt.
„Ein Punkt", hatte er hinterher am Strand gesagt und einen Kieselstein ins Wasser geworfen, „ist wie das halbe Schweigen. Vollständiger als eine Niederlage. Leerer als ein Sieg."
Sein Assistent Tanaka hatte genickt und insgeheim überlegt, ob er sich einen neuen Job suchen sollte.
Aber dann. Tokyo Verde. Zuhause. 5:0.
Fünf Tore. Fünf. Eine Zahl, die Nakata bislang nur aus der |
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Philosophie kannte – die fünf Elemente, die fünf Weisheiten des Zen, die fünf Male, die er pro Woche Tofu aß. Nicht als Fußballergebnis.
Als der Schlusspfiff ertönte, geschah etwas Historisches. Nakata Gutschi ballte die rechte Hand zur Faust. Nicht weit. Vielleicht drei Zentimeter. Aber es war eindeutig eine Faust. Zeugen bestätigten es später schriftlich. „Gut", sagte er. Tanaka fiel fast in Ohnmacht.
In der Kabine hielt Nakata eine Ansprache, die in die Vereinsgeschichte eingehen sollte: „Fünf Tore", begann er, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, den Blick ruhig wie ein Bergsee. „Das ist…" – er pausierte, suchte nach Worten, die seiner Würde entsprachen – „…statistisch gesehen eine Abweichung vom bisherigen Mittelwert."
Die Spieler jubelten.
„Ich bin…" – wieder eine Pause, diesmal länger, fast beängstigend – „…nicht unzufrieden."
Wilder Jubel. Ein Spieler weinte vor Rührung.
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27.08.2026 09:55 -
Nakata Gutschi -
Shonan Bellmare
(0.3 TK)
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