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COPA NEWS

kees van edam erklärt die Niederlage von Mito – mit Quantenphysik und einer rebellischen Gießkanne
Vier Tore auswärts schießen – und trotzdem verlieren. Das schaffen nur zwei Arten von Menschen: Genies. Und Vegalta Sendai.

Beim wilden 4:5 bei Mito HollyHock erlebten die Zuschauer 90 Minuten, die selbst die japanische Wetterbehörde später als „schwer erklärbares Naturereignis“ einstufte. kees van edam dagegen hatte sofort eine Erklärung.

„Der Platz war heute eindeutig schief.“

Journalisten blickten sich irritiert um. Der Platz war nachweislich eben.

„Ja“, nickte kees. „Aber nur optisch. Physikalisch war er schief. Unsere Angriffe liefen bergauf, ihre bergab. Das merkt man nicht mit den Augen – nur mit Fußballgefühl.“

Angeblich hatte der Greenkeeper von Mito bereits vor dem Spiel verdächtig oft mit seiner Gießkanne gelächelt. Augenzeugen berichten sogar, dass er vor Anpfiff leise mit dem Rasen gesprochen habe. Die Antworten des Rasens seien allerdings nicht zu verstehen gewesen.

Dabei begann alles ganz normal. Vegalta spielte nach vorne, traf viermal und hatte zwischenzeitlich sogar das Gefühl, alles im Griff zu haben.

Leider hatte Mito dieselbe Idee.

So entwickelte sich ein Spiel, bei dem die Anzeigetafel regelmäßig überprüfen musste, ob sie nicht versehentlich auf Basketball umgestellt worden war. Nach jedem Treffer schien das nächste Tor bereits in der Warteschleife zu stehen.

Besonders kurios: Beim fünften

Gegentor wollte der Ball laut mehreren Spielern eigentlich ins Toraus. Doch ein Windstoß, zwei Schmetterlinge und vermutlich ein leicht übermotivierter Grashalm überzeugten ihn in letzter Sekunde zum Richtungswechsel.

„Kann passieren“, meinte kees philosophisch. „Der Ball ist schließlich auch nur ein Mensch.“

Dass Vegalta trotz der Niederlage mit neun Punkten aus vier Spielen weiterhin ganz oben mitmischt, beruhigt den Niederländer. Platz zwei – nur einen Punkt hinter Shonan Bellmare – klingt schließlich deutlich besser als das Ergebnis vermuten lässt.

Im Training wurden bereits Konsequenzen gezogen. kees ließ:

den Ball entschuldigen,
den Wind verwarnen,
den Schiedsrichter freundlich grüßen,
und den eigenen Torpfosten vorsorglich unter Beobachtung stellen.

Außerdem soll künftig ein Platzwart aus Sendai mitreisen, um vor jedem Auswärtsspiel nachzumessen, ob das Spielfeld heimlich wieder schief geworden ist.

Die Mannschaft nahm das Spektakel ohnehin mit Humor.

„Lieber einmal 4:5 verlieren als langweilig 0:0 spielen“, grinste kees. „Unsere Fans bekommen schließlich Unterhaltung. Andere Vereine verkaufen Fußball – wir verkaufen Abenteuer.“

Und so bleibt nach diesem verrückten Nachmittag vor allem eine Erkenntnis:

Vegalta Sendai hat zwar verloren.

Der Fußball hat allerdings haushoch gewonnen!
23.08.2026 12:53 - kees van edam - Vegalta Sendai (0.3 TK)
🏆 1


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