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Diego A. Villareal und das Land der Geister-Trainer
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Die Sonne brannte über Montevideo, als Diego A. Villareal – frisch aus Mexiko eingeflogen, den Duft von Tacos noch in der Trainingsjacke – zum ersten Mal die Umkleidekabine der Montevideo Wanderers betrat.
“Uruguay”, hatte ihm sein Agent versprochen, “das ist die Wiege des Weltfußballs, Diego. Hier wirst du gegen die Besten der Besten antreten!”
Spieltag 1: Das Geister-Unentschieden
Das erste Auswärtsspiel. Diego tigerte an der Seitenlinie auf und ab, die Taktiktafel unter dem Arm, die Haare perfekt gestylt für den großen Moment.
Auf der gegnerischen Bank? Niemand.
Ein leerer Stuhl. Eine halbvolle Wasserflasche. Und irgendwo in der Ferne ein Assistent, der aussah, als hätte er die Aufstellung per Würfel bestimmt.
2-2. Schlusspfiff.
Diego starrte auf den leeren Stuhl gegenüber. “Ich habe gerade gegen einen Stuhl nicht gewonnen”, murmelte er. Er rief seinen alten Kollegen in Mexiko an.
“Wie war dein erstes Spiel in Uruguay?”
“2-2. |
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Gegen niemanden.”
Kurze Pause. Dann Gelächter. Diego legte auf.
Spieltag 2: Deportivo Colonia kommt zu Besuch
Heimspiel! Endlich! Die Wanderers-Fans füllten die Tribünen, Fahnen wurden geschwenkt, Diego hatte drei neue taktische Varianten vorbereitet, Videoanalysen bis 2 Uhr nachts studiert, seinen Kaffeekonsum auf fünf Tassen täglich erhöht.
Gegnerische Bank: Wieder leer.
Diego drehte sich zu seinem Co-Trainer Ramón um.
“Ramón… sag mir, dass da jemand sitzt.”
Ramón schwieg diplomatisch.
“Ich habe für dieses Spiel eine Pressing-Raute entwickelt, Ramón. Eine Raute. Mit Diagrammen. Und Pfeilen. Bunten Pfeilen.”
Ramón nickte mitfühlend.
“Vielleicht”, sagte Diego nach langem Schweigen, “war die Ligaaufstockung doch ein Fehler.”
Er faltete seine Taktiktafel zusammen und seufzte den Seufzer eines Mannes, der gegen Windmühlen kämpft – nur dass die Windmühlen nicht mal auftauchen.
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18.08.2026 14:19 -
Diego A. Villareal -
Montevideo Wanderers
(0.3 TK)
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