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Kunta Kinte und der glorreiche Neuanfang am Nil
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Der Nil rauschte träge dahin, als Kunta Kinte mit seinem zerknitterten Koffer und einem noch zerknitterten Selbstbewusstsein in Kairo ankam. In Sambia hatte er zuletzt die Young Arrows so treffsicher in die Zweitklassigkeit manövriert, dass die Vereinsverantwortlichen ihm zur Verabschiedung sogar einen Pfeil geschenkt hatten – allerdings zeigend in Richtung Ausgang.
Und nun: Zamalek SC . Ägypten. Erstliga-Fußball.
Auf der ersten Pressekonferenz:
„Warum haben Sie sich für Kunta Kinte entschieden?", fragte ein Journalist mit der Miene eines Mannes, der die Antwort nicht hören wollte.
Der Sportdirektor räusperte sich. Dann nochmal. Dann trank er sehr langsam seinen Tee.
„Wir… hatten ein gutes Gefühl", sagte er schließlich.
Hinten im Saal kicherte jemand. Es war Klappspaten , Trainer von Olympic Alexandria, der sich |
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ebenfalls um den Posten beworben hatte und nun mit der Miene eines Mannes dasaß, der gerade erfahren hatte, dass sein Lottoschein einen Tippfehler enthielt. Er kannte Zamalek. Er liebte Zamalek. Und trotzdem hatten sie diesen… diesen Kunta genommen.
„Ich wünsche meinem geschätzten Kollegen viel Erfolg", sagte Klappspaten in die Kamera – mit einem Lächeln, das ungefähr so warm war wie ein ägyptischer Januar.
Dann kam Spieltag eins . Und Zamalek gewann 5:0 .
„5:0", murmelte er zu seinem Assistenten. „Das sind fünf Tore in einem Spiel. Wenn wir das so weitermachen, sind die Tore bis zur Rückrunde alle aufgebraucht."
Sein Assistent starrte ihn an.
„Chef… Tore sind keine begrenzte Ressource."
„Das haben sie in Sambia auch gesagt", antwortete Kunta düster. „Und dann sind wir abgestiegen."
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18.08.2026 13:51 -
Kunta Kinte -
Zamalek SC
(0.3 TK)
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