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Eine schlecht gewachsene Nackenlinie
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Im Friseursalon von Morelia saß Luminos vor dem Spiegel, während Pepe einem Kunden die Seiten rasierte. „Maestro, wie kurz?“
Luminos zeigte auf die Tabelle. „So kurz wie Herbster nach Morelia gereist ist.“
Der Salon roch nach Pomade, Kaffee und verbrannter Titelhoffnung. Vor einer Woche lag Morelia noch herum wie ein Taco unter dem Kühlschrank. Platz dreizehn, auswärts tot, daheim giftig. Dann kam Cobras. Vier zu null. Der erste Auswärtssieg. In Morelia nannte man es Wunder. Pepe nannte es: „Endlich hat jemand die Tür außerhalb der Stadt gefunden.“
Danach Monterrey. Eins zu null. Herbster kam mit weißer Fahne und ging mit Seitenscheitel der |
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Demütigung. „Er wollte ja gar nicht Meister werden“, sagte Pepe. „Sehr höflich. Dann musste Morelia ihm nur helfen.“
Jetzt warten Guadalajara, Atlante, Cruz Azul und León. Luminos betrachtete den Kalender wie ein Barbier eine schlecht gewachsene Nackenlinie. Guadalajara wurde schon 5:0 rasiert. Atlante schuldet ein 0:4. Cruz Azul ist Letzter, also gefährlich wie ein Chihuahua mit Genitalherpes. León kommt zum Abschluss.
„Unentschieden?“, fragte Pepe.
Luminos lachte. Morelia spielt keine Remis. Morelia gewinnt oder fällt dramatisch die Treppe runter. Aber diesmal steht unten ein Mariachi und spielt: Wer Morelia abschreibt, bekommt nicht die Rechnung. Er bekommt den Spiegel gezeigt. |
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10.07.2026 10:40 -
Luminos -
Monarcas Morelia
(0.3 TK)
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