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Der Sake wird kalt
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Nakata stand vor der Taktiktafel. Der Pfeil zeigte noch nach oben.
Er nahm einen Stift. Drehte den Pfeil um.
Yamamoto räusperte sich. “Trainer-san… zeigt der Pfeil jetzt nach unten?”
“Nein”, sagte Nakata. “Das ist jetzt ein anderer Pfeil. Ein Pfeil der… Demut.”
Die Niederlage gegen Gamba Osaka hatte Spuren hinterlassen. Nicht nur in der Tabelle. Torwart Fujita hatte nach dem sechsten Gegentreffer seinen Handschuh ausgezogen, ihn sorgfältig gefaltet und auf den Rasen gelegt. Als stille Kapitulation. Als Kunstinstallation. Niemand wusste es genau.
“Sechs Gegentore”, murmelte Nakata beim Frühstück. |
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“Sechs.”
“Wir haben fünf geschossen”, versuchte Yamamoto aufzumuntern.
“Yamamoto.”
“Ja, Trainer-san?”
“Schweig.”
“Die leere Tafel”, sagte er schließlich, “repräsentiert unsere verbleibenden Titelchancen. Und gleichzeitig: unsere innere Freiheit.”
Yamamoto notierte etwas. Nakata lugte rüber. Es stand: „Therapeuten-Nummer suchen."
Nakata schwieg lange.
“Der Sake”, sagte er schließlich, “wird kalt.”
Der Sake stand noch immer unberührt auf dem Tisch. Nakata hatte beschlossen: Er trinkt ihn nach dem letzten Spiel. Warm oder kalt. Sieg oder Niederlage. Hauptsache: vorbei.
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08.07.2026 10:34 -
Nakata Gutschi -
Shonan Bellmare
(0.3 TK)
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