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Wo soll das nur enden?
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Diego A. Villareal saß um drei Uhr morgens im Presseraum des Stadions und betrachtete die Tabelle wie ein beleidigter Metzger ein verbranntes Steak.
„Null Tore“, knurrte er. „Vier Gegentore. Das ist keine Defensive mehr, das ist ein öffentlicher Parkplatz.“
Vor ihm stand eine magnetische Taktiktafel. Allerdings klebten statt Magneten acht Bierdeckel, ein Korken und ein Teebeutel darauf.
„Trainer“, fragte der Co-Trainer nervös, „sollen wir vielleicht Videos von Pachuca analysieren?“
Diego zog an seiner Augenbraue. „Wozu? Fußball ist wie Tango. Wenn du zu viel nachdenkst, trittst du nur jemandem auf die Füße.“
Dann begann die Vorbereitung.
Zuerst ließ er die Mannschaft im Stadionparkhaus trainieren. „Enge Räume! Chaos! Genau wie in meiner ersten Ehe!“
Danach mussten die Spieler mit verbundenen Augen Flanken schlagen. Der Kapitän traf dabei versehentlich den Mannschaftsbus.
„Perfekt!“, brüllte Diego begeistert. |
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„Überraschungsmoment! Pachuca rechnet niemals damit!“
Am nächsten Morgen erschien Diego mit einer alten VHS-Kassette.
„Das“, sagte er ehrfürchtig, „ist Fußballunterricht.“
„Ist das… Argentinien gegen England von 1986?“
„Nein“, antwortete Diego stolz. „Eine Dokumentation über aggressive Ziegen. Aber die Mentalität stimmt!“
Vor dem Abschlusstraining hielt er seine große Motivationsrede:
„Männer! Wir stehen am Abgrund! Aber wisst ihr, was das Gute daran ist?“
Die Spieler schwiegen.
„Wenn wir noch weiter fallen, sind wir wenigstens schneller als Santos Laguna!“
Niemand wusste genau, ob das Motivation oder Wahnsinn war. Aber zum ersten Mal seit Wochen lachte die Mannschaft wieder. Und Diego?
Der saß grummelnd auf seiner Kühlbox, nippte an seinem Mate und murmelte:
„Vielleicht brauche ich doch diese Waschmaschine aus Morelia. Die kann wenigstens verteidigen.“ |
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07.05.2026 15:04 -
Diego A. Villareal -
UNAM Pumas
(0.3 TK)
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