In Gruppe L der ersten Europa League-Runde deutet alles auf eine klassische Entscheidung über das Torverhältnis hin, wie sie sich seit der Pokalreform bei Copa-Neustart eingebürgert hat. Dabei profitieren in gutem Copa-Deutsch die größten „Heimscheißer“ von der stillschweigenden Vereinbarung, die eigenen Kräfte auf möglichst hohe Heimsiege zu konzentrieren, um mit der Trefferdifferenz bei dem dabei zu erwartenden Punktegleichstand am Ende die Nase vorn zu behalten.
Eben diese Strategie demonstrierten am ersten
ZAT in Gruppe L die nordischen Vertreter HJK Helsinki und Atvidabergs FF in Perfektion, wobei den finnischen Hauptstädtern die vorsichtige Herangehensweise des griechischen PAOK Saloniki entgegenkam und man mit positivem Torverhältnis momentan die Spitzenposition innehält. Nun wartet der eben noch aus Finnland ausgewanderte broTiger mit dem niederländischen FC Volendam zum doppelten Aufeinandertreffen und steht mit 3:5-Toren auf dem Konto schon unter einem gewissen Zugzwang. In solchen Situationen mag der ein oder andere sein Heil in einer neuen Taktik suchen.