"Genial! Aber sowas von genial, dass der nicht früher drauf gekommen ist!"
Die lokale Boulevardpresse (in Ermangelung an berichtenswerten sportlichen Leistungen und hinsichtlich der eher gesellschaftlichen Bedeutung des GGSC befasste sich noch kein namhaftes, noch überhaupt ein Sportmagazin mit den fußballerischen Gehversuchen des Akulat) scheint sich in Superlativen zu übertreffen. Selten genug kommt das vor, immerhin haben Journalisten für gewöhnlich keinen Zugang ins Rektum. Und sind darüber natürlich mehr
als ungehalten, auch in ihren Berichten über dessen Chef EJ Akulat. Liegt wohl auch an der besonderen Behandlung, welcher sich die Redaktion der D-U-S bei ihrem Besuch (jaja, wir wissen, es sind keine Journalisten erlaubt... aber wer der Redaktion der DUS journalistische Qualitäten vorwerfen will, ist selber Schuld!) erfreuen durfte. Neider halt.
Also, worum geht's? Nicht so wichtig... erst mal das noch ganz unbekannte Rampenlicht genießen, denkt der Ernst Josef. Und versinkt wieder im von den neuen neuseeländischen Eunuchen mundgeblubberten Sprudelbad.
Die Kooperation mit der lokalen Presse läuft wunderbar, EJAkulat schließt tiefgreifende neue Bekanntschaften und das Rektum erweist sich nach und nach als Druckmaschine für australischen Dollars.
Heile Welt also für den Kavalier Nummer Eins Down Under. So zumindest der Schein. Denn ein kleines Detail lässt den Ernst Josef in seiner Tätigkeit als Clubbesitzer mehr und mehr zweifeln: die andauernde Abstinenz eines speziellen Kollegen aus der A-League, welcher bisher als einer der wenigen
(aber bereits mehrfach per Gratisaktion eingeladenen) noch keine Stammsuite geordert hat. Dabei hatte es gerade der zuletzt verschickte Gutschein in sich, bewarb er doch die eigens für den "galanten Ritter" eingerichtete neue Rammelkammer: die per hellblauen (mit liebenswürdigen Kätzchen bestickten) Schmusedecken dekorierte "städtische Bruchbude an der Melbourner Straße".
Ohne die gewünschte Wirkung, so langsam gehen dem Akulat bei diesem harten Brocken die Ideen aus...
Wohligst unrasiert und auch im Gesicht mit deutlich sichtbarem Wuchs ausgestattet kehrt Australiens Freudenspenderspender pünktlich zum Auftakt der Spielereien auf seine Bühne zurück.
Was waren das Zeiten, vor der missionarischen Aufklärungsreise Akulats durch die südöstliche Provinz, als sich die ozeanische Trainerszene noch in dessen Club Rektum bei Schampus und Genitalmassage vergnügt bei Laune hielt und halten ließ. Doch mit der Zeit sorgte ein Mangel an neuen Ideen (eventuell auch die in horrende Sphären steigenden Preise durch massiv gestiegene Personalkosten, verdammte
neuseeländische Gewerkschaft!) für mehr und mehr Unmut beim Klientel. Für den EJ Akulat sollte mit der Auszeit und der Erkundungsreise durch das landschaftlich und intellektuell naturbelassene Nachbarl... Gesteinsanhängsel neben dem eigenen Horizont auch das Spektrum an Glücksgefühlen der treuen Aussiecoaches wieder erweitert werden.
Die Kollegen scheinen auf das neue Angebot ebenso gespannt zu sein wie der Chef selbst; so darf sich dieser gleich in der ersten Woche nach der Wiedereröffnung des Rektum über eine restlose Ausbuchung der Honeymoonsuite durch Walter F. und seine Floriane B. freuen. Welcum Back!