Zwar präsentierte sich die Mannschaft der San Francisco Seals in den letzten Spielen sportlich nicht gerade schlecht. Einer 0:1-Niederlage beim Edmonton FC folgte zwar ein mageres 0:0 gegen Chicago Fire, dann ein atemberaubendes 3:3 bei New England Revolution und schließlich gar ein 3:0 gegen die Rochester Raging Rhinos. In Summe stehen also nach den letzten vier Spielen fünf Punkte bei 6:4 Toren zu Buche. Was also hat zur Entlassung des Trainers geführt.
Gerüchten zufolge verschwand der Trainer bei der Zwischenlandung in Las Vegas und wurde nicht mehr gesehen. Das gesamte Team musste den weiteren Flug also ohne ihren Chef antreten, von dem dann am gleichen Abend Bilder mit barbusigen Frauen in den sozialen Medien auftauchten. Garniert waren sie mit dem Schriftzug "WHAT HAPPENS IN VEGAS STAYS IN VEGAS". Der Vorstand der Seals war außer sich und sah sich in letzter
Konsequenz gezwungen, den Übungsleiter von seinen Aufgaben zu entbinden.
Dieser wiederum lancierte Bilder des Vereinspräsidenten, die diesen ebenfalls mit extrem leicht bekleideten Damen zeigen. Die Medien sprangen auf den Zug auf und berichteten großflächig darüber. Das wiederum erhöhte den Druck auf den Seals-Präsidenten, der nach zunächst allerlei Dementis schließlich vor die Presse trat und verkündete, dass jeder mal Fehler mache und er den Coach gerne wieder im Club willkommen heiße. Nach der diesbezüglich einberufenen Pressekonferenz, bei dem der geschasste Trainer wieder an Bord geholt wurde, scheinen die Wogen nun wieder geglättet.
Randnotiz: Persönlicher Sponsor des Trainers ist seit letzter Woche eine Firma namens OpenAI, die sich wiederum auf die Erstellung von Texten und Bildern (!) durch KI spezialisiert hat... ;-)
Einem 3:0 gegen Seattle Sounders folgte ein 4:3-Auswärtserfolg bei den San Jose Earthquakes und ein 3:0 gegen den Las Vegas Lights FC. Der Westen scheint den Seals also zu liegen. Mit neun Punkten aus drei Spielen erreichten sie die optimale Ausbeute und konnten sich dadurch auf Tabellenplatz 7 vorschieben.
Jetzt stehen in den nächsten drei Spielen wieder zwei Heimspiele an. Ob sich San Francisco dort wieder so stark zeigen wird? Zunächst geht es gegen Inter Miami FC, dann folgt die Reise nach Nashville, bevor Impact de Montréal nach Kalifornien kommt.
Die San Francisco Seals gewinnen zwar zu Hause gegen Houston Dynamo denkbar knapp mit 1:0, kassieren danach aber eine 0:3-Packung bei Philadelphia Union und nehmen auf der Rückreise von der Ostküste noch schnell ein 0:1 in Kansas City bei Sporting Kansas City mit. Das führt zum Abrutschen auf einen Abstiegsplatz. Und jetzt brennt der Baum an der sonnigen Westküste. Der Trainer steht gehörig unter Druck und lässt das das Team spüren. Als erste Maßnahme musste die Mannschaft die letzten Meilen von Oakland aus zu Fuß nach San Francisco zurücklegen. Und wer weiß, welch üble Gegend Oakland ist...
Einem 2:0 gegen New York Cosmos folgte nach einer Auswärtsniederlage bei den Tampa Bay Rowdies (0:5) ein weiteres 2:0 gegen die New York Red Bulls.
Die Experten waren sich im Vorfeld einig, dass die Partie San Francisco Seals gegen New York Red Bulls die wohl spannendste des Spieltags werden könnte. Die Anhänger wollten ihr Team auf tiefem Geläuf beflügeln. Würde der Referee heute Einfluss auf das Spiel haben?
Es war ein verhaltener Spielbeginn von beiden Teams. 2:0 gewann San Francisco Seals in der Major League Soccer zu Hause. Wir haben Alexander Platz (Berliner Original) gefragt, ob wir einen O-Ton haben könnten. Konnten wir: "Ich habe fertig!" Noch vor Spielende war man gespannt darauf,
wie sich beide Mannschaften in der nächsten Woche präsentieren würden. Die aufkommenden Gerüchte um eventuelle finanzielle Probleme wollte auf Seiten von San Francisco Seals niemand kommentieren. Auf dem Parkplatz ausgemacht wurde Hitmar Otzfeld (ehem. Trainer). Aufgrund eines Sponsorings konnte sich DF1 mit 1a-Sportreporter Ben Wett die Übertragungsrechte sichern.
Spielnote: 4 Ausblick
Zur kommenden Aufgabe spricht Dr. Theo Dreißiger (ehem. Verbandspräsident) zur Lage der Elf von Sportpädagoge Cobra11. "Ich mache keine Voraussagen und werde das auch niemals tun. Wenn Du jedes Spiel 1:0 gewinnst, bist Du Meister."
(Unser Spielbericht wird Ihnen präsentiert von Kreidler.)
Der nächste Spieltag stand an - für beide Mannschaften ein richtungweisendes Spiel… Die Fans von San Francisco Seals unterstützten ihre Farben bei tristem Herbstwetter zu Hause in der Arena. Die wichtige Frage vor Spielbeginn: Wer wird das Herz in beide Hände nehmen?
Zuschauer sehen 6 Tore, 3 auf jeder Seite
Von Beginn an waren beide Mannschaften hochkonzentriert. Eine Mannschaft wollte, konnte aber nicht und der Gegner konnte, wollte aber anscheinend nicht. Und so kommt dann eben ein Unentschieden zustande. Franz Wannenbauer (Fußballkaiser) diktierte den Reportern in die Blöcke: "Wer war denn hier vorher der Underdog? New England Revolution oder etwa doch San Francisco Seals?" Während des Auslaufens der Mannschaften verabschiedete sich der Trainer von San Francisco Seals in seine wohlverdiente Freizeit. Der wiedergenesene Abwehrrecke der Hausherren gab einen kleinen Einblick in die Zeit seiner Rekonvaleszenz: "Noch vor wenigen Wochen stand ich in der
Früh auf und war körperlich fertig. Ich brauchte immer eine lange Zeit, um auf Touren zu kommen, weil mein Körper so viele Reize verarbeiten musste, für die er noch nicht bereit war. Ich habe es ihm aber trotzdem zugemutet, war aber gehemmt. Deswegen war ich immer sehr niedergeschlagen. Da habe ich mir immer gedacht: Ich fühle mich alt. Das ist jetzt anders. Ich fühle mich jetzt wieder 50 Jahre jünger." Bei den Fans gesehen wurde Gerd Weizensack (ehem. Trainer). Reporter Dieter Kürten, der auch schon das letzte Spiel von San Francisco Seals begleitete, war heute bei 9Live wieder dabei.
Spielnote: 2 Ausblick
Und wieder einmal erklärt Balimir Krassakow zum Ist-Zustand der ersten Herren-Mannschaft von Trainer Cobra11. "Man hetzt die Leute auf mit Tatsachen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Meine Meinung: Die Spieler von San Francisco Seals sind mit allen Abwassern gewaschen."
(Unser ausgiebiger Spielreport wird Ihnen präsentiert von Thales.)
Der Experte Kulttrainer Peter Altrurer war sich im Vorfeld sicher, dass die Partie Chicago Fire gegen San Francisco Seals die wohl spannendste des Spieltags werden könnte. Die Hooligans von San Francisco Seals wollten ihre Truppe beflügeln. Man freute sich auf die Begegnung.
San Francisco Seals verliert ein wenig unverdient gegen Chicago Fire
Chicago Fire kam besser aus den Startlöchern und ließ San Francisco Seals keine Luft zum Atmen. Cobra11, Sportpädagoge von San Francisco Seals, schien seine Mannschaft heute überhaupt nicht gut eingestellt zu haben. Die Mikrofone waren in Richtung von Steposlav Draganovic gerichtet, der zum Spiel befragt wurde. "Wenn man eine große Party feiern will, dann darf man auf keinen Fall San Francisco Seals einladen!" Auf dem Weg in die Kabine forderte der Präsident von Chicago Fire eine Leistungssteigerung in den kommenden Wochen. Auf seinen Nebenmann angesprochen, gab der "Zehner" der Gäste eine Lobeshymne ab:
"Es ist nicht nur seine Qualität. Er ist ein Tier auf den 1000 Metern. Er hat diese Athletik, die ihm erlaubt, bis 40 zu spielen. Wir spielen jetzt schon so lange zusammen und in schwierigen Momenten habe ich einfach immer zu ihm abgegeben, denn neben ihm habe ich mich immer sicher gefühlt. Ich wusste stets, was ich machen musste, und er hat sich um den Rest gekümmert. Er hat mir in meiner Karriere weitaus mehr geholfen als ich ihm." Auf dem VIP-Parkplatz erwischt wurde Joko Winterkleid. Reporter Ben Wett, dem eine Nähe zu Chicago Fire nachgesagt wird, blieb während der Übertragung auf GIGA sachlich.
Spielnote: 6 Ausblick
Heute fragen wir Milly Willowitsch (Kölner Original) zum Ist-Zustand der ersten Mannschaft von Chefcoach Cobra11. "Ich könnte jetzt eine Reihe Floskeln raushauen, aber das ist nicht mein Ding. Am Ende einer Meisterschaft ist Meister, wer am meisten schafft."
(Diese trockene Nachlese wird Ihnen präsentiert von Kreidler.)
Die Saisonvorbereitung der San Francisco Seals, die in dieser Spielzeit in der Major League Soccer mit insgesamt zwanzig Mannschaften antreten, verlief intensiv und richtungsweisend. Im Trainingslager an der kalifornischen Küste legte das Trainerteam den Hauptfokus auf taktische Disziplin, schnelles Umschaltspiel sowie die Integration der neuen Neuzugänge aus dem In- und Ausland.
Besonderes Augenmerk lag auf der Verbesserung der körperlichen Fitness, um im dichten Spielkalender
der Liga von Beginn an konkurrenzfähig zu sein. In mehreren Testspielen gegen regionale Konkurrenten und internationale Gäste zeigte das Team bereits gute Ansätze in der Offensive, auch wenn in der Abstimmung der neuformierten Abwehrkette noch Luft nach oben ist.
Die sportliche Leitung und das Trainerteam blicken nach diesen Wochen optimistisch und hochmotiviert auf den bevorstehenden Ligaauftakt und haben sich zum Ziel gesetzt, sich in der erweiterten Tabellenspitze zu etablieren.
Eigentlich war alles für einen gemütlichen Fußballabend im America First Field angerichtet. Doch was die Zuschauer heute Abend erlebten, glich eher einer Slapstick-Einlage als einem erstklassigen MLS-Duell. Real Salt Lake verlor mit 2:4 gegen die San Francisco Seals – und das auf eine Art und Weise, die man in Utah wohl noch lange in den sozialen Medien durch den Kakao ziehen wird. Die erste Halbzeit begann für Real Salt Lake wie ein schlechter Traum. Schon nach wenigen Minuten lag die Heimmannschaft mit 0:2 hinten, weil die Abwehrreihe offenbar noch damit beschäftigt war, über das lokale Wetter zu philosophieren, anstatt die Stürmer aus San Francisco zu decken.
Das zweite Gegentor war dabei das Highlight der Absurdität: Ein Klärungsversuch eines RSL-Verteidigers traf den Rücken des eigenen Torwarts, prallte von dort gegen den Pfosten und trudelte dem Seals-Stürmer vor die Füße, der den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste. Selbst die mitgereisten Fans aus San Francisco konnten sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Nach der Pause bäumte sich Salt Lake
kurzzeitig auf. Zwei schnelle Treffer ließen das Stadion beben. Das Comeback schien in der Luft zu liegen, die Stimmung kippte von "Fassungslosigkeit" zu "euphorischer Hoffnung", doch die hielt nicht lange an...
Nachdem der Schiedsrichter auf Elfmeter für die Seals entschied (ein RSL-Verteidiger hatte versucht, den Ball per Fallrückzieher zu klären, dabei aber nur die Luft und den Gegner getroffen), verwandelten die Gäste sicher zum 3:2. Der Schlusspunktwar dann das symbolische "Sahnehäubchen" auf das Chaos: Ein Abstimmungsfehler zwischen Torwart und Innenverteidiger ermöglichte den Seals den Treffer zum 4:2-Endstand, als der Ball quasi in Zeitlupe an beiden vorbeikullerte.
Real Salt Lake hat heute bewiesen, dass man ein Fußballspiel auch verlieren kann, wenn man eigentlich besser spielt – solange man nur genügend Hilfe vom Gegner bekommt. Die San Francisco Seals nehmen die drei Punkte dankbar mit, während man in Salt Lake vermutlich erstmal eine Krisensitzung einberuft, um zu klären, warum der eigene Strafraum heute ein Ort des kollektiven Versagens war.
Bei Columbus Crew verlor die Truppe von Trainer Cobra11 mit 0:1 und konnte die Scharte mit einem 2:0 im darauffolgenden Heimspiel gegen den FC Dallas zumindest wieder auswetzen, ehe es am dritten Spieltag der Woche ein unnötiges 0:3 im Big Apple beim New York City FC gab.
Cobra11 wollte sich zur Leistung der Mannschaft nicht wirklich äußern: "Alles, was ich sage, kann und wird gegen mich verwendet werden!" Sprach's und ließ die Reporterschar einfach stehen. Es droht wohl eine ungemütliche Trainingswoche in San Francisco...
Das Auswärtsspiel bei Sporting Kansas City wird den Seals noch lange schaudernd in Erinnerung bleiben. Mit großen Ambitionen war das Team im Children's Mercy Park aufgelaufen, doch was folgte, war ein totaler Zusammenbruch. Die Seals fanden zu keinem Zeitpunkt in die Zweikämpfe und ließen den Gegner gewähren. Bereits zur Pause lagen sie aussichtslos zurück. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht: völlig Überforderung und defensiv vogelwildes Verhalten. Am Ende steht ein ernüchterndes 0:6 aus Sicht der Gäste - eine Lektion, die bitter nötig war, um in Zukunft hoffentlich konstanter zu agieren.