Die Überraschungssaison Copas Numero 43 steht vor der Tür und Bergamos Überraschungstrainer, nachdem man sich Heinzie13 nicht zwölf Jahre lang warm halten konnte, ist Mattisco. Die Fans murren schon. Denn wer ist dieser Mattisco eigentlich? Gerüchten zufolge lebte besagter Mattisco die letzten 12 Jahre in einer Jurte in der Steppe -
oder unter einem Stein. Auch sein Bart sieht zwölf Jahre länger aus und die usbekische Tracht tut ihr übriges zu seiner seltsamen Erscheinung. "Nach meinem geplanten Wechsel nach Usbekistan ging alles den Bach runter. Wir haben dort nie auch nur eine Partie Fußball gespielt", ließ Mattisco verlautbaren. Wir sind gespannt, was er an neuer Wirkungsstätte zu vollbringen vermag.
Dieser Artikel erscheint freilich nur, um diejenigen zu beruhigen, die befürchten, man könne sich bei United Sikkim toremäßig keine zwei 6:6 leisten. Kann man nämlich doch und das sei hiermit unterstrichen. "Nicht auszuschließen, daß es Miccele I und Arçil Arveladze in den Kram paßt unentschieden zu spielen. Wir sind darauf vorbereitet. Wenn am Ende doch Tore
übrig bleiben sollten, werde ich sie mir wohl in Holz oder Aluminium ausbezahlen lassen", so Mattisco.
Auf die Frage, ob er denn diesen letzten ZAT ausnahmsweise top vorbereitet angehen würde, antwortete Mattisco: "Wir ziehen einfach unser Ding durch und sehen dann ja, was letztlich dabei rumkommt. Da bringt es auch nichts sich anderer Leute Spielpläne anzuschauen. Die Karten liegen auf dem Tisch."
Schon wenige Stunden nach seiner Antrittsrede will Mattisco von seinem proklamierten Saisonziel, das TK restlos auszuschöpfen, offenbar nichts mehr wissen. Dem Vorwurf er hätte mit seiner apokalyptischen Ausverkaufsrede die Mannschaft verunsichert, können seine Kritiker nunmehr die Vorwürfe hinzufügen, er sei schlecht vorbereitet gewesen und hätte nichtmal die Ligengröße berücksichtigt oder einen Blick auf den Spielplan
geworfen. Mit letzteren hätten sie sicherlich recht, gibt Mattisco doch selbst zu: „Das wird gar nicht so leicht – kann sein, daß am Ende ein paar Tore übrig bleiben.“ Und formuliert einen Atemzug später das Saisonziel neu: „Wir werden nun die copaweit beliebte und vielerorts erprobte Hamsterstrategie fahren und uns nach der Saison daran berauschen, was alles möglich gewesen wäre, hätten wir alle Tore rausgehauen.“
Wie bekannt wurde, hat Thilerto Peres, Trainer des algerischen Erstligisten CS Constantine, in Anbetracht der akut von der Schließung bedrohten algerischen ersten Liga (s)ein Alter Ego Mattisco nach Indien geschickt, um – wie gemutmaßt wird – seinen Absprung schon mal vorzubereiten. Mattisco soll einen Vertrag bis Saisonende beim krisengeschüttelten United Sikkim FC unterzeichnet haben und bereits diesen ZAT auf der Bank sitzen.
Ob eine Weiterbeschäftigung in Aussicht steht wird wohl maßgeblich davon abhängen, ob United Sikkim in der I-League verbleibt oder doch den Rückzug antritt, wie vereinsnahe Greise zu berichten wissen. Mattisco wurde in seiner Antrittsrede indes deutlicher: „Es ist ja ein offenes Geheimnis, daß hier schon eine Art Ausverkauf stattfindet: Alles muß raus! Und ich garantiere, Ich werde das TK restlos auf den Kopf hauen!“
Nachdem diese Woche Geldtransporterfahrten von Turin nach Siena bekannt wurden, kamen kurz darauf Gerüchte auf, dass man in Bergamo mit dem Polizeipräsidium in Kontakt stehe und einen 50/50-Split vereinbart habe, um diese Fahrten künftig nach Bergamo umzuleiten. Doch der Verein dementiert und veröffentlichte heute ein Video, in dem Mattisco einen goldenen Wasserhahn öffnet um seine Hände in Unschuld zu waschen. Später verkündete dieser noch, als er seine Pfeife mit einem hundert Euroschein anzündete: "Mich interessiert nur aufm Platz!" Damit ist wohl alles klar.