der neue Trainer Philipp Lehmann feierte mit seinem neuen Team einen einstand nach mass. Foyer Richard Toll steht auf Platz 4 und ist so gut Klassiert wir schon lange nicht mehr. Kein wunder ist der Andrang auf Tickets für das nächste Wochenende immens. Ein ausverkauftes Haus dürfte erwartet werden und das wäre nach Jahren der Tristess ein Ausrufezeichen.
Es gilt jedoch die Pace hoch zu halten, damit die Gegner wie bei Roger Federer schon vor beginn der Partie die Hosen voll haben.
Hartnäckig hält sich die Mannschaft von Forces Armées Royales de Rabat in der Spitzengruppe. Und dies obwohl man in den letzten beiden Spielen nicht wirklich überzeugen konnte. Die 4 zu Null auswärts Niederlage schmerzte und schien an der Ehre so mancher arrivierter Spieler gekratzt zu haben. Dank einer starken kämpferischen Leistung konnte man so im Heimspiel die frühe eintoreführung über die Zeit bringen und den Anschluss an die Spitze halten. Es ist bestimmt kein Zauberfussball, den die Fans da jeden Freitag aufgesetzt bekommen. Doch so lange die Mannschaft in den oberen Regionen vertreten ist, werden die Anghänger von Rabat drüber hinwegsehen und sich so lange an der bideren Hauruck Taktik erfreuen.
Die Mannschaft von Forces Armées Royales de Rabat hat sich richtiggehend in der Spitzengruppe festgekrallt. Die Einstellung der Spieler auf die teils übermächtige Gegner scheint zu stimmen und der Ruf des Ober-Motivators, der dem neuen Trainer Lehmann vorausgeeilt ist, wird hiermit einmal mehr bestätigt. Es stellt sich nun die Frage, wie der Chef an der Seitenlinie seine Jungen wilden im Zaum hält und auf den Boden der Realität zurückholt, damit man bei den nächsten Spielen nicht ins offene Messer läuft. Dabei wirkt das Lob des Magistraten König Mohammed VI nicht gerade förderlich. Trotzdem winkt dem Team wohl eine Privataudienz, sollten sie die Meisterschaft auf einem der vordersten Plätze abschliessen.
Trotz einer eins zu vier Heimniederlage konnte das Team von Philipp Lehmann den Anschluss an die Tabellenspitze halten, dank einem verdienten unentschieden auswärts. Es folgen nun zwei für die Zukunft entscheidende Spiele gegen den auf Platz 3 rangierten Gegner aus Tétouan sowie Fath Union Sport de Rabat. Gerade der Gegner aus der Hauptstadt, der bis anhin seiner Favoritenrolle noch nicht gerecht wurde, gilt es paroli zu bieten. Vor allem die Verteidigung wird gefordert werden wie der Trainer auf Anfrage verlauten liess: "Mit den zwei Nationalstürmern, verfügt Rabat über den klar besten Sturm. Und gerade die Tatsache, dass es mit dem Toreschiessen noch nicht geklappt hat, mach den Gegner noch aggressiver."
Aufgrund der für die Hauptstädter miserablen letzten Saison, hat König Mohammed VI, Inhaber und inoffizieller Sportchef, die gesamte Belegschaft ausgewechselt und setzt nun auf die Erfahrung von Philipp Lehmann, welcher in Europa kein unbeschriebenes Blatt ist und der auch den Marokkanischen Fussball aus eigener Trainererfahrung kennt. Vor Jahren trainierte er Sportive de Sahel, welche in den
vergangenen Jahren aufgrund dubioser Geldmachenschafften aus der Liga ausgeschlossen wurden. Nun startet er neu mit Forces Armée Royales de Rabat, die Mannschaft der Streitkräfte, welche sich in früheren Jahren auch schon mit Spitzenplätzen aufwarten konnte und diese nun wieder anzupeilen versucht. Wir dürfen gespannt sein, wie der vielsagende Start in die neue Saison klappen wird.
Das Team von Forces Armées Royales de Rabat grüsst nach zwei Spieltagen von der Tabellenspitze. Philipp Lehmann meint zum perfekten Saisonstart: "Wir haben das Optimum herausgeholt. Gegen Agadir und Casablanca so abgeklärt aufzutreten, habe ich von meiner jungen Mannschaft nicht erwarten können. Ich bin sehr stolz auf mein Truppe und hoffe dass wir den Schwung aus diesen beiden Spielen in die nächste Runde mitnehmen können." Der Trainerfuchs aus der Schweiz hat mit seinem 4-4-1-1 System einmal mehr Erfolg und dank dem Rotationsprinzip werden die Spieler auch im nächsten Spiel erholt und top fit in die Partie steigen. Es wird sich zeigen, wer dem Geheimfavoriten zum ersten Mal ein Bein stellen kann.