Nun ist es also soweit: Das erste Finale, nicht nur für Trainer Schimi Segundo, nein auch für seinen CR Monterrey. Zuhause im mexikanischen Dörfchen sind natürliche alle aus dem Häuschen. Den Kundern wurde Schulfrei gegeben, die Arbeit wurde auf Grund einer "Siesta et fiesta de Futbol" niedergelegt, und selbst die Großmütter reden nur noch über das Thema Nummer 1: Den kleinen, unerschrockenen Außenseiter im großen, internationalen Finale. Der Gegner gibt sich zwar betont dem
Understatement hin, redet davon dass er selbst schon gegen Außenseiter im Finale verloren hat, im Grunde weiß jedoch jeder wie der Hase läuft: Gleich beim ersten Anlauf das Finale zu gewinnen, noch dazu mit niedrigerem TK, das wird eine harte Sache. Schon Don Solo, der Gegner aus dem Halbfinale hat es ganz trocken zusammengefasst: Ob nun "Not oder Elend" ins Finale aufsteigen, ist auch schon egal. Doch das wiederum ist den Menschen aus Monterrey herzlich egal. Im Fußball ist schließlich alles möglich.
Schön wars, es hat mich sehr gefreut! Erhobenen Hauptes verabschiedet sich Trainer Schimi Segundo aus dem diesjährigen Copa. So kurz vor dem Ziel zu scheitern tut natürlich weh, eine solche Chance bekommt man schließlich nicht alle Tage (man verflucht jetzt schon die Idioten, die einen beim nächsten Mal durch Dummheit in der Gruppenphase mit in den Abgrund reissen werden) und der zweite ist bekanntlich der erste Verlierer. Aber mit ein bisschen Abstand muss man auch sagen, dass sich die Leistung für einen KO-Neuling doch sehen hat lassen können, und zumindest hat man auch im Finale volles Risiko genommen, auch wenn es knapp nicht sollen sein hat. So kann man sich zumindest nichts vorwerfen. Gratulation an den verdienten Sieger!
Wunderbar, zum 3. Mal seit Amtsübername vom Jähnig steht Gimnasia La Pla im Finale eines internationalen Wettbewerbes. Einmal war es auch schon der Copa Libertadores, doch dort musste man sich den Amis von Vancouver Whitecaps geschlagen geben. Und nun wieder ein Team aus dem Norden, also von Südamerika aus gesehen zumindest. Der Gegner ist CR Monterrey aus Mexico. Zum ersten Mal ist dessen Trainer schimi segundo bis in die KO-Runde vorgedrungen und konnte hier den erfahrenen Don Solo raushauen. Auch beim letzten Mal gegen die Vancouver Whitecaps hatte dessen Trainer eigentlich garkeine Erfahrung mit KO-Runden und besiegte doch den Jähnig. Hoffen wir, dass sich solch schlechte Anzeichen nicht wieder bewahrheiten.
Der unterdurchschnittlich talentierte Durchschnittstrainer mit dem scherzhaften aber auch schmerzhaften Scherenschnitt im Schritt schreitet weiter voran im Nebel der Copa-Gezeiten, im undurchsichtigen Dickicht der graumelierten internationalen Wüste und fragt sich, ob es irgendwo eine Kombination zu finden gibt, um dem Gegenüber aus Mexiko seine freche Unterhose über den Kopf zu ziehen und den eigenen voluminösen Korpus ins Finale zu hieven. Taktische Möglichkeiten liegen zwar wie weggeworfene Treibhausgase an jeder fiktiven Ecke herum,
einen mentalen Freudenschrei lösen sie, ob ihrer fragwürdig zweidimensionalen Ausrichtung, allerdings nicht aus. Aber irgendwo muss es doch eine Idee, ein Konzept, eine passende Zahlenarithmetik geben, die den Shimi zum „Segundo“ in dieser wahrlich heroischen Auseinandersetzung zwischen Dick und Doof, zwischen Laurel und Hardy, ja zwischen dem wertlosen Euro und seinem noch wertloseren Kollegen Dollar macht.
Wobei, am Ende gewinnt ja sowieso der Yen. Daher ist es unter dem Strich wohl egal, ob hier heute Not oder Elend weiterkommt.
Gimnasia La Plata kann mit den ersten beiden Spielen im Halbfinale des Copa Libertadores sehr zufrieden sein. Im 1. Spiel gegen die Peruaner von IMI International Marine Inc. gab es im heimischen Stadion einen knappen und riskanten 1:0-Sieg, ehe es in der Fremde eine 5:0-Klatsche setzte. Der große Nachteil, den man vor diesen Begegnungen hatte, ist nun schonmal ausradiert und man gilt nun sogar als
Favorit aufs Erreichen des Finales. Denn man hat noch zwei Heimspiele und die Erfahrung von internationalen KO-Runden, die dem Gegner noch fehlen. Es wäre ein wichtiger und unabdingbarer Schritt für Argentinien, schließlich droht in der kommenden Saison der Absturz auf die letzten Plätze der CONMEBOL-Wertung. Naja, ganz Letzter nun nicht, da bekommt man die Brasilianer schließlich nicht weg...
Die erste Runde im Kampf zweier alter Gegner aus Chile ist verlaufen wie erwartet: Nicht nur, dass beide Teams einen zu erwartenden Heimsieg davon getragen haben. Nein es hat sich auch gezeigt dass hier wirklich zwei große Trainer aufeinander prallen, die nicht aus Zufall im Halbfinale stehen. Beide Teams waren darauf bedacht TK zu sparen, und dadurch ist die Entscheidung noch lange nicht gefallen. Noch ist alles möglich, und das der Ausgang des Duells lässt sich nur schwer vorausahnen. In den Wettbüros werden diverse Varianten immer und immer wieder durchgespielt, doch offen bleibt bis zuletzt, mit welcher Taktik die Trainer in die Entscheidung gehen werden.
Nun hat das Warten also ein Ende, und das Halbfinale der Copa Libertadores steht endlich vor der Tür. Nicht nur für Trainer Schimi Segundo, auch für seine Mannschaft aus Monterrey wird damit völliges Neuland betreten. Auch die Fans bereiten sich bereits mit begeisterung auf dieses Jahrhundertereignis vor. Nicht ganz so Neuland ist hingegen der Gegner: Trainer Schimi, der seine Trainerkarriere einst in Chile begann, kennt sein Gegenüber Don Solo noch recht gut, spielte der doch ständig in den vorderen Reihen der chilenischen Meisterschaft mit. Nun geht es also Team gegen Team, und auch wenn Don Solo in den Medien seine Lockerheit versprüht, so leicht wird sich dieser mexikanische bunte Vogel nicht in die Pfanne hauen lassen!
Ausruf der Erschrockenen, frohlockende Selbstbetitelung des sportlichen Underdogs, des „Unterhundes“ aus dem chilenischen Hochland.
Nun ist mittlerweile gar das Halbfinale erreicht, Roesamäe, Jones und Co sind aus dem Wettbewerb gekegelt worden und der Don hat sich sein schönstes Dauerlächeln ins Gesicht fräsen lassen. Herrlich diese einfache Welt, weit weg
von der europäischen Zivilisation, fern jeder schlechten Laune, bar jeder intellektuellen Schwermütigkeit. So lässt es Solo auch locker angehen mit dem Training, dem Wechseln der eigenen Unterhose, ja, selbst mit den Ambitionen auf ein mögliches Finale. „Was kommt, das kommt. Hauptsache ich hau den mexikanischen Vogel in die Pfanne!“
In diesem Sinne, guten Appetit!
Der Trainer des uruguayischen Meisters Danubio schien das Unheil schon erahnen, dem sein Team mit der erneuten Zulosung Universidad de Concepcions in diese selbe Gruppe entgegen steuerte. Zweimal Solo geht entgegen landläufiger Meinung selten gut und falls es eines Beweises bedurfte, sei auf den heutigen ZAT in Gruppe A der Copa Libertadores verwiesen. Dort werden die letzten vier Partien dieser Pokalrunde das Tabellenbild nochmal gehörig durcheinander wirbeln, denn entgegen
dem bisherigen Turnierverlauf steht ein offensiveres Auftreten der Gästeteams in Aussicht. Leidtragender der von Solo am vergangenen ZAT gezogenen taktischen Reißleine wird als Gastgeber der Chilenen im letzten Spiel der Danubio FC sein. Roesamäe hatte nach eigenem Bekunden diese schicksalhafte Wendung bereits am vergangenen Freitag vorhergesehen, doch scheinbar leidet seine Intuition gegenüber den das Setzverhalten steuernden Hirnregionen unter dem Kassandra-Syndrom.
Nach langem hin und her kommt Cl@rk Kent zu der Einsicht, dass die kommenden beiden Spiele gegen CR Monterrey und CD Ovalle wohl mit ziemlicher Sicherheit die letzten für seine "Terremotos" in der diesjährigen Copa Libertadores sein werden. Taktisch unzulänglich gespielt, drohen den "Boys in Blue" aus San Jose jede Menge Gegentore am letzten Doppelspieltag. Womöglich zu viele für's Weiterkommen!
Die Trainer der Gruppengegner rätseln
noch, wen die San Jose Earthquakes "mit in den Abgrund reissen" werden. Die Würfel sind gefallen und zum jetztigen Zeitpunkt ist Cl@rk Kent der Einzige der weiss, wen es ausser seiner Mannschaft noch treffen wird.
Sollte alles "normal" ablaufen, werden sich die Jungs von Trainer Cl@rk Kent zumindest für diese Saison vom internationalen Parkett verabschieden müssen; ausser, Katja Ebstein hätte doch Recht mit ihrem Hit "Wunder gibt es immer wieder"...
Gimnasia La Plata hat das eigentlich unmögliche möglich gemacht. Mit zwei Siegen zum Abschluss der 2. Gruppenphase, einem 2:3-Sieg bei CD Ovalle und einem 2:0 gegen CR Monterrey, konnte doch noch das Halbfinale des Copa Libertadores erreicht werden, und das mit einem Torverhältnis von +1. Zum 4. Mal in den letzten 5 Saisons steht man damit im Halbfinale eines internationalen Wettbewerbs, wo man es mit den Peruanern von IMI International Marine Inc. zu tun bekommt. Eine sehr undurchsichtige Aufgabe, schließlich konnte dessen Trainer PLM3 weltweit noch nie eine KO-Runde erreichen.
Wer glaubt Trainer Schimi Segundo und seine Mannen aus Monterrey planen bereits fürs Halbfinale, der liegt völlig falsch. Denn auch wenn man derzeit noch bequem auf Platz eins der Tabelle liegt, so ist mathematisch doch immer noch alles möglich. Wie so oft in den Gruppenphasen lautet die Devise wieder einmal darauf hoffen zu müssen, dass nicht ein anderer Amok läuft und einen mit seinem Unnützen Rest-TK noch mit in den abgrund reisst. Insofern heisst es auch in dieser Situation: Zittern bis zum Ende, mal schaun wer hier in Gruppe B noch auf mehr als 3 Siege losgeht. Der Traum vom Halbfinale liegt für den kleinen mexikanischen Verein zum Greifen Nahe, jetzt heißt es Nerven behalten und den Sack zu machen.
Wie spottete neulich noch eine uns nicht mehr bekannte Person über Gimnasia La Plata? "Das wilde Rumballern hilft nicht immer". In der 2. Gruppenphase trifft dies definitiv auf La Plata zu. Aber das liegt nicht nur an den Heimgeballer, sonder vor allem wohl eher an den Gegentoren. 14 Stück musste man in den bisherigen 4 Spielen hinnehmen, die mit Abstand meisten von allen 8 Teams aus der 2. Gruppenphase. Die folgenden Teams mit den meisten Gegentreffern kassierten jeweils 11. Egal, die Führung in der 4-Jahres-Wertung hätte man wohl
selbst abgeben müssen, wenn man das Halbfinale erreicht hätte. Zumindest das Heimspiel gegen CR Monterrey, die sich ja quasi schon fürs Halbfinale qualifiziert haben mit ihren 3 Gegentreffern in 4 Spielen, wird noch gewonnen werden, um für Argentinien zumindest noch ein paar Punkte für die CONMEBOL-Wertung zu holen. Denn dort rutscht man leider von Saison zu Saison immer weiter ab. Es ist schon fast zu befürchten, dass man bald in der Nähe von Brasilien steht. Dies ist aber wohl eher eine übriggebliebene Halloween-Schreckgeschichte...
Tja, wenn es nach der Ankündigung vom chilenischen Lager geht, dann sind die Boca Juniors schon raus. Doch vielleicht ist doch wieder "Jones-Zeit" - nämlich dann, wenn es den Juniors und VAJ gelingen kann, trotz der ungünstigen Vorzeichen die 2. Gruppenphase der Copa Libertadores zu überstehen. Möglich scheint es, einfach wird es nicht, aber ganz ausgeschlossen ist es auch nicht. Besonders hilfreich wäre es natürlich, wenn Kollege Solo wie
nach dem Zeitungsartikel zu vermuten einfach mal die Nationen am Rio de la Plata durcheinanderbringt und statt gegen Argentinien einfach mal auswärts bei den Urus voll einschenkt. Aber letztlich muss man mal schauen, wie sich die Vorzeichen deuten lassen - und dann winkt vielleicht sogar das Ticket für einen Platz unter den ersten Acht. Das wäre dann schon das Highlight in der Jones´schen Copa Libertadores-Geschicte - und ein Dolchstoß in den Rücken vom Don.
Chile: In einem Land hoch über den Wolken, da wo der Sauerstoff rar und Lebensfreude verpönt ist, gibt es im Alltag wenig Verbindendes, wenig Aufreibendes und sportlich oft wenig Erfreuliches.
Doch ganz selten, wenn die Sternenkonstellation günstig und der internationale Los-Gott gut gelaunt ist, ergibt sich ein kleines Zeitfenster, in dem das eigentlich Undenkbare möglich wird. Ein paradoxes Schauspiel – fast wie der schwedische Mittsommer im Winter. Dann ist plötzlich alles anders. Die Chilenen verbinden sich, sind aufgewühlt und völlig von der Rolle. Nur warum? Ganz einfach, es ist „Jones-Zeit“. Zeit den berühmt berüchtigten argentinischen Kugelblitz einzufangen, ihn mit Häme, Teer und Federn zu überschütten und ganz
gekonnt aus einem internationalem Turnier zu werfen. Und genau dieses Event steht nun wieder an. Don Solo, seines Zeichens designierter Letzter seiner Gruppe, hat daher mit den besten Kartenlegern des Landes zusammengesessen, Glaskugeln ganz tief ins Auge geschaut und ist sich nun sicher, wie er handeln muss, um den kleingewachsenen argentinischen Dorn im Auge eines jeden Chilenen über die Klinge springen zu lassen. Selbst afrikanische Buschmänner aus Sambia haben ihm dafür angeblich beschriebene Toilettenpapierrollen zukommen lassen um auf die gewitzten Taktiken des Herrn Jones hinzuweisen. Der Showdown kann also beginnen. Freitag, 04.11. 18:59 Uhr: "Waaaas?" schallt es entsetzt aus dem Hintergrund "Jones trainiert gar nicht bei Danubiooo?! NEEEEIIIIIINN!"
Es ist wie früher auf dem Hühnerhof. Immer wenn es ans Eier sammeln ging, hatte Solo gerade die Fausthandschuhe an. Mehr als ein paar Dotter und Schalenreste am Stoff kam nicht bei rum. Oder dann später als es in die Pilze ging. Solo fand zwar immer reichlich Hutgewächse, die machten allerdings nur Bauchschmerzen und bei übermäßigem Verzehr auf einem Auge auch leicht blöd. So ist es nicht verwunderlich, dass
sich dieser Strang der Unfähigkeit auch in seinem heutigen Job als Cheftrainer von Universidad de Concepcion wiederfinden lässt. Egal welche taktischen Kniffe er kreiert, welche Zahlen er auf das Feld bringt, der chronische Griff ins Fettnäpfchen ist nicht zu vermeiden. Pech nennen es die einen, ganz klare Erfolgsintoleranz die anderen. Aber eigentlich egal, wie man es bezeichnet – das Ende auf dem internationalen Parkett ist nah.