Sao Paulo (pas)SÉ Palmeiras auf Platz 18., Chiao Paulo FC auf Platz 14., Corinthians auf Platz 6. Eine kaum fassbare, zutiefst berührende Momentaufnahme für die in der Copa-Vergangenheit arg gebeutelten Fieles. Noch dazu deutet in Anbetracht der letzten Ergebnisse nichts darauf hin, dass einer der beiden großen Konkurrenten bis zum Saisonende noch an Corinthians vorbeiziehen sollte.
Da kann man es auch sehr gut verkraften, dass der vierte große, traditionelle Verein aus der Metropole, namentlich Santos, vor der Timao liegt - noch. Und auch der Höhenflug von Vasco da Gama Rio de Janeiro wird im Corinthians-Viertel Bom Retiro mit Gelassenheit verfolgt. "Eine Sternschnuppe, nichts weiter. Am Ende wird Vasco wie Pudding vom Himmelszelt auf den kalten Boden der Tatsachen klatschen. Der stumme Sturmlauf der letzten Tage ist aus
meiner Sicht einem hastigen, schweißüberströmten Davonlaufen, einer mutigen, aber hoffnungslosen Flucht nach vorn gleichzusetzen." So Timao-Coach Dugarry.
Doch zurück zu Sao Paulos aktuellen Sorgenkindern: Ist es für Corinthians und für uns Fans nun an der Zeit, auch ein wenig Mitleid zu zeigen gegenüber den Meistern der letzten 3 Jahre? Palmeiras bewegt sich schon seit Mitte der Hinrunde kontinuierlich nach unten, hat jetzt nur noch 3 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze und eine etwas bessere Tordifferenz. Auch für den SPFC ist es die schlechteste Platzierung der Saison - zuletzt gewann sogar das auswärtsschwache Londrina sage und schreibe mit 6:1 im Morumbi... Mitleid? Von wegen! Vielleicht am Ende der Saison, wenn auch die letzten 5*22=110 Würfel gefallen sind. Aber auch nur vielleicht.
Die Redaktion.
Sao Paulo Das letzte redaktionelle Lebenszeichen vom Tonga-Marsch leuchtete vor gut 3 Monaten in der Stadt Cuiabá, Sao Paulo, Brasilien, auf.
Damals war auch noch Hotte mit von der Partie, doch während der Ameisenbär bekannterweise im Atlantik aktiv wurde, marschierte die Meute weiter Richtung Pazifik-Küste.
Ziel war der peruianische Hafen Talara.
Und los gings...
396000 kleine Vizemeister wollten über die Grenze, bei 5000 hat es Klick gemacht, da warens nur noch 391000.
391000 kleine Vizemeister mussten durch den Urwald, wo Menschenfresser Hunger hatten - zack warens nur noch 382000.
382000 kleine Vizemeister mussten durch die Berge, die Alten haben schlapp gemacht, da warens nur noch
350000.
350000 kleine Vizemeister campierten in La Paz, nur leider gibts das 3x da unten und nur die in der richtigen Stadt durften weitergehen.
310000 kleine Vizemeister machten Schnick-Schnack-Schnuck, 2000 verlierten 5x am Stück und waren damit raus.
308000 kleine Vizemeister schauten ins Glas, ein Großteil zu tief dadadadadammm, da warens nur noch 150000. :)
150000 kleine Vizemeister mussten durch die Wüste Nazca, 20000 hörten auf Vater Morgana, der Rest hatte nen iPhone.
130000 kleine Vizemeister standen dann endlich vor Talara und weil mir überhaupt nix mehr einfällt krepierten 90000 an Fernweh.
So. Warum stehen 40000 Corinthians-Fans ausgerechnet vor Talara?
Das erfahrt ihr vielleicht wann anders.
Sao Paulo Marschbericht? Fehlanzeige. Stattdessen eine kurze Analyse:
Der Abstand der Timao zu den Rechenkünstlern vom Sao Paulo FC hat sich am vergangenen Spieltag verkleinert. Jener zu Vasco da Gama indes korrekterweise vergrößert; wie heißts so schön: Stille Wasser Lutscher liegen tief.
Am kommenden Spieltag muss die Timao überings gegen beide Teams ran;
dabei ruft als Rückrundeneröffnungsspiel das O Majestoso gegen den SPFC, danach ermpfängt man Ligaliebling Clube do Remo und abschließend gehts nach Rio.
In Sachen Oddset rutschte die Corinthians-Quote von ~25% auf 7% runter, und dass, obwohl gleich 7 Punkte am vergangenen ZAT eingefahren werden konnten. Maßlose Überschätzung erfährt derweil O Mais Querido mit 55%...tststs.
Sao Paulo Nächste Woche soll endlich der Tongamarsch-Bericht bei uns erscheinen. Das ist die wichtigste Info der dieswöchigen Ausgabe.
Ansonsten sei noch darauf hingewiesen, dass die Timao diese Saison daheim noch ungeschlagen ist - ob sich das am letzten Spieltag der Hinrunde gegen Flamengo und Gremio Porto Alegre ist fraglich. Immerhin konnten beide Teams in den vergangenen 2 Saisons schon Punkte aus dem
Pacaembu entführen.
"Das beunruhigt mich keineswegs." meinte Trainer Dugarry. "Damals saßen andere Trainer auf der Seitenbank und auch die Kräfteverhältnisse waren nicht dieselben. Zudem sollte man nicht zurückschauen, sondern immer nach vorn. Von Spiel zu Spiel. Insofern ist auch dieser 15. Tabellenplatz kein Dilemma. Die Saison ist noch lang, und der Sao Paulo FC nur 3 Punkte entfernt."
Sao Paulo Nix los in Sao Paulo. Weiterhin flieht der SPFC in der Tabelle vor der Timao davon. Sucht quasi die Flucht nach vorn. Aber wie wir alle wissen, können die Morumbianer nicht dissen und haben deswegen am Ende der Saison verschissen. Die Timao wird endlich wieder einmal vor dem Erzrivalen liegen. Und vor Palmeiras und Portuguesa sowieso, diese beiden Naturgesetze sind in der letzten Saison ja glücklicherweise wieder in Kraft getreten.
In Rio de Janeiro wurde derweil der vergangene Freitag zum
Stadtsfeiertag ausgerufen - nur weil derzeit sage und schreibe gleich drei Vereine aus der zweitgrößten Stadt Brasiliens unter den ersten 10 liegen.
Kollege Wagner ist aus dem Urlaub zurück und muss erstmal den vollkommen überraschenden, wie unverdienten 4:0-Heimerfolg seiner Ureinwohner-Truppe über unser Corinthians psychisch verarbeiten.
Und wir hier in der Redaktion warten schon seit Wochen auf die Rückkehr und den Bericht der Tonga-Marsch-Begleiter.
Lululu, *gähn* und allen einen erfolgreichen ZAT!
Sao Paulo "Archyyyyyyyyy!" rief Trainer Dugarry seinem werten Trainer-Kollegen nach, als dieser heute Nachmittag unrplötzlich seinen Rücktritt erklärte. Auch wenn Dugarry - immer noch im Schneemannskostüm - auf dem Trainingsgelände der Timao stand und Archy im ca. 100 km entfernten Bragantino auf seiner Abschieds-PK mit eiserner Miene vom Pressesprecher seinen Rücktritt erklären ließ.
Ja, ja. Hr. Mo war kein Mann der großen Worte, zuletzt noch nicht mal mehr einer der kleinen. Dabei konnte er sich durchaus sehen lassen mit seinem Copa-Jungspund CA Bragantino. Gleich in der ersten Saison schaffte die Mannschaft knapp als 8.-Platzierter die Copa Americana-Quali trotz negativer
Tordifferenz. Zuletzt sprang Platz 10 heraus - in dieser zumindest bis vor kurzem noch stark besetzten Serie A auch respektabel.
Doch bereits zu raimundischen Zeiten war Archy nicht gerade für sein loses Mundwerk bekannt. In seiner letzten Stellungnahme datiert vom 07.08.2010 wurde die Frage aufgeworfen: "Ist Archibald Mo etwa verrückt geworden?" Wir sagen: Scheinbar ja, denn er schreibt plötzlich Artikel in Brasilien wie konnte ein solch interessanter Trainer nur von uns treten - so ganz ohne Worte, so ganz ohne Vorzeichen?! Nichts deutete auf seinen Abschied hin...
Doch vielleicht wird Dugarrys Nachruf gehört, vielleicht erweist uns Archy doch noch die Ehre und treffsichert ein paar Worte zum Abschied.
Sao Paulo Auf Messers Schneide bewegte sich bislang die Mehrzahl der Ligabegegnungen von Corinthians Sao Paulo. Fast in jedem Spiel musste Trainer Dugarry bis zur letzten Sekunde zitternd und bibbernd am Seitenrand galoppieren, die Haare zu einem abstrakt-kunstvollen Buchsbaumbüschel zerrüttet.
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Hocherfreut nahm Dugarry da das vermeintlich wohlwollende Versöhnungsgeschenk von Kollege Pudding Lutscher entgegen - ein Trilobal Trainingsanzug - entgegen: Als Lutscher Dugarry das Präsent mit den Worten übergab Der gehörte mal Hotte, kann also sein, dass da noch nen paar Ameisen drin rumlaufen... War nur'n Jucks!, entgegnete Dugarry noch gut gelaunt: Und selbst wenn, das juckt mich nicht besonders. Ich kratz dann mal die Kurve...
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Und was jetzt? Während sich
die bemitleidenswerten Lokalrivalen auf langweiligen Kanter-Heimsiegen ausruhen und mit schier unfassbarer Monotonie Fantasie ihre Sticheleien und Spielanalysen in die Mikros der Reporter quasseln und während in Itaquera endlich die neue Corinthians-Heimstätte entsteht, steht Timao-Coach Dugarry wie ein Schneemann auf dem Trainingsplatz, eingewickelt in eine Ganzkörper-Bandage. Nur an seinen jucksteufelswild funkelnden, hasserfüllten Augen läßt sich ablesen, wie gegensätzlich zu dieser körperlich-oberflächlichen Ruhe das Gemüt des Franzosen am Brodeln ist.
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Rache ist süß.
Zucker ist süß.
Rio hat den Zuckerhut und Pudding Lutscher.
Sao Paulo hat Dugarry und ein Auswärtsspiel am 22. Oktober. In Rio. Gegen Lutscher.
Sao Paulo Wieder eine Niederlage bei einem großen Stadtrivalen. Wieder ein Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft von Sao Paulo, aber auch um die Meisterschaft der Serie A. Wieder 0:1. Nun gut, blicken wir nach vorn:
Es warten zwei weitere prestigeträchtige Stadtduelle auf Corinthians. Diesmal gehts gegen Santos und Portuguesa. "Drei Punkte ist absolutes Minimum. Und wir wollen auch mal wieder bei einem auswärtigen Derby als Sieger vom Platz
schreiten." so Trainer Dugarry.
Dann startet die erste Runde der diesjährigen Copa Americana und es geht gleich ins argentienische Córdoba zu Yves' Institutern. Auch hier lastet einiges an Erwartungsdruck auf dem Vizemeister. Wichtige Stunden stehen uns also bevor - mal sehen, was da am Ende bei rausspringt.
...Zugegeben: Seit der Ideengeber unserer Redaktion vor zwei Wochen ins Wach-Koma fiel, mangelt es unseren Artikeln etwas an Kreativität und Einfallsreichtum...
Sao Paulo Als der Figueirense FC vorige Woche zu einer außerordentlichen Pressekonferenz einlud, hatten die Verantwortlichen des Vorjahres-4. nicht viel zu Lachen: "Wir haben zwei Nachrichten: Eine schlechte, und eine... sehr schlechte." Die Schlechte: Über Nacht war der renommierte Chefcoach Diego A. Villarreal, seines Zeichens uruguayanischer und chilenischer Meister, ohne Grund und ohne Ziel von der Insel geflüchtet. Bis heute wartet die Copawelt vergeblich auf eine Stellungnahme des Weltenbummlers. Und die - vermeintlich - sehr Schlechte: "Mit aufgesetzter Freude möchten wir Pausenclown Publikumsliebling Don Hansen als neuen Trainer bei uns begrüßen." Der brasilianische Wandervogel , für den Florianopolis nach Sao Paulo (Santos FC), Caxias (Fc Jointville) und zuletzt Presidente Prudente nun schon die 4 Trainerstation innerhalb von 3 Saisons ist, kann im Vergleich auf drei souveräne Klassenerhalte zurückblicken. Angesichts der historischen Erfolge der letzten beiden Saisons, in denen man sich als 5. und 4. die ersten
beiden Male überhaupt für die Copa Americana qualifizieren konnte, und der damit verbundenen hohen Erwartungen sorgte Don Hansens Verpflichtung für viel Unruhe auf der Paradies-Insel. "Natürlich ist er erstmal nur übergangsweise bei uns tätig und wir werfen weiterhin einen wachsamen Blick auf den Trainermarkt!" beschwichtigten die Verantwortlichen des Figueirense FC die missmutig dreinblickenden Fans.
Zwei gute Nachrichten indes bedeutete die Verpflichtung von Don Hansen für Corinthians. Zum Einen freut man sich in Sao Paulo über die so unverhofft plötzliche Rückkehr des schreibgewandten Medienmagneten Don Hansen, zum Anderen hofft die Timao nach einer starken Auftakt-Vorstellung beim Clube do Remo auf den ersten Sieg im Orlando Scarpelli Stadium. Zuvor reichte es bei 5 Versuchen nur zu zwei Unentschieden, die aber auch schon lange, lange zurückliegen. Ein Sieg in Florianopolis würde der Truppe von Chefcoach Dugarry wichtiges Selbstvertrauen geben für die darauf folgenden Partien gegen die Top-Clubs Londrina und Erzfeind Palmeiras.
Welch eine fulminante Saison liegt da hinter uns?
Vollkommen unerwartete Trainerwechsel, kometenhafte Favoriten-Abstürze in der ersten Hälfte der Saison, Sternchen und Sternschnuppen, dazu der frisch gekürte „Beste Trainer Amerikas“ als Last-Minute-Meister und CL-Halbfinalist - und nicht zu vergessen die Wiederentdeckung der Staatsmeisterschaften! Sportlich hatte die Serie A diese Saison jede Menge Sensationen zu bieten.
Noch ein paar Worte zu den Zu- und Abgängen an der Seitenlinie:
Im Laufe der vergangenen Spielzeit heuerten mit Jenny84, Pudding Lutscher, Carlos Santana, Horsti, Picknick, Aniello Zaino und Emanuel Forlan gleich 7 neue Trainer bei 6 Vereinen an. Dabei wurde Jenny, die anschließend ihrem Bruder Felix zur englischen Meisterschaft mit Chelsea London verhalf, beim Goias EC noch während der Saison durch Horsti ersetzt; der Abstieg konnte von ihm letztlich trotzdem nicht mehr verhindert werden. Die alten Hasen Forlan (Flamengo) und Zaino (GPA) ereilte übrigens das gleiche Schicksal. Zaino kratzte deswegen zusammen mit Horsti vor wenigen Tagen die Kurve. Ersterer wurde von der Luschenliga Mexiko aufgefangen, wo auch schon die brasilianischen Ex-Serien-MeisterRoberto Carlos und Alex ein unterwürfiges Dasein fristen. Horsti dagegen scheint sich immer noch nicht von dem Abstiegs-Schock erholt zu haben und tingelt vereinslos umher.
Als die Sensation der Saison kann man indes den 3.Platz von Neuling Pudding Lutscher mit Aufsteiger(!) Vasco da Gama bezeichnen. Von Beginn an umkurvte er mit dem drittniedrigsten Budget der Liga den Zuckerhut der Tabelle, lag drei Spieltage vor Schluss sogar ganz vorne und darf jetzt auch international für Furore sorgen!
Auf der anderen Seite gab es aber auch erschreckend spontane, kommentarlose Abgänge zu verzeichnen. So verschwand Peter Finger, der zu seinen Waltzeiten ein belebendes Element der Presselandschaft darstellte und 2x den 3. Platz belegte,
urplötzlich in Uruguay.
In der Saisonpause sorgte dann Don Hansen, Übungsleiter bei Presidente Prudente, für wutentbrannte und schmerzverzerrte Gesichter, indem er lapidar seinen Rücktritt von allen Ämtern verkündete.. Wohl aus Angst vor bösen Nachspielen setzte „Udo“ sich anschließend nach China ab - Yamamoto formulierte treffend: Mist, keine chinesischen Zeichen erlaubt XD.
Zur neuen Saison wollen wir nun herzlich drei weitere Newcomer begrüßen:
Puddings Sohn Putschi (als 7. Goiás-Trainer innerhalb von nur einem Jahr), Zaino-Nachfolger Fitch (bei GPA) und für die Frauenquote Dixie (bei Presidente Prudente). Allen Dreien wünschen wir viel Erfolg in ihrer Debüt-Saison!
Aber auch neben dem Platze ging es munter zu Gange. Neuling Knuddling Rutscher machte mit seiner Zucker-Manie auf sich aufmerksam und kümmerte sich zusammen mit Vizemeister Dugarry mehr oder weniger liebevoll um Ameisenbär Hotte. Pausenclown Don Hennes liebäugelte mit dem verantwortungsvollen Posten des Kolumnisten, beschränkte sich aber bis zuletzt auf den statistischen Lokal-Teil. Und wir, die Corinthians-Supporter, organisierten zwei verrückte Fan-Märsche, von denen einer nach nunmehr 4 Monaten Marschzeit immer noch nicht an seinem Ziel angelangt ist (aber dazu in den nächsten Wochen mehr). Für die kommende Spielzeit wünschen wir allen internationalen Vertretern ein glückliches Händchen und viel Erfolg! Ganz besonders viel Glück sei - leider nur auf nationaler Ebene - der Sternschnuppe der letzten Saison (Natal) gewünscht. Jolebeaus niederländischer Bruder sollte nicht soviel kiffen und die Meisterschaft geht wieder nach Sao Paulo.
In Sachen Copa-WM wird die Seleceao wohl von einem Japaner (Yamamoto) und einem Franzosen (Dugarry) nach Namibia geführt. Für die musikalische Begleitung sorgt der Mexikaner Carlos Santana - Chaos vorprogrammiert ;)
Sao Paulo Corinthians ist wieder vor dem SPFC! Dank eines überzeugenden vorletzten ZATs mit 9 Punkten aus 3 Spielen und einem beeindruckenden 6:1-Auswärtserfolg beim Santos FC rangiert die Timao so kurz vor Schluss mit einem Zähler Vorsprung auf den Erzfeind auf Rang 3. Die Meisterschaft ist nun auch wieder in Sichtweite gerückt.
Nachdem wir letzte Woche noch groß propagierten, die Elf von Chef-Coach Dugarry sei diese Saison nicht reif genug für den Titel, bewies uns die Truppe nun das Gegenteil! Nur zwei Punkte trennen das Team vom Führenden, Vasco da Gama. Das jedoch
zeigte am vergangenen Spieltag seine Klasse, indem es gleich zwei Meisterschaftsfavoriten - Londrina und Natal - aus dem Rennen warf.
Wo wir gerade bei Natal sind: Das Team von Trainer Flemme war wohl die Enttäschung des letzten ZATs. Gleich 6 Plätze runter ging's für die Natalisten. Drei herbe Niederlagen mit insgesamt 15 Gegentoren in direkten Duellen mit Konkurrenten um die internationalen Plätze warfen unseren Meisterschaftsfavoriten weit zurück. 5 Punkte müsste der Underog jetzt noch aufholen, um unter die ersten 5 zu kommen - War am Ende der Druck zu groß?
Sao Paulo Der letzte Spieltag, ein entscheidender, machte unmissinterpretierbar deutlich, dass die junge unerfahrene Corinthians-Elf von Trainer Dugarry noch nicht reif genug ist. Nicht reif genug für Titel, nicht reif genug für den Platz an der Sonne - wie paradox.
Im Meisterschaftskampf musste die Timao das direkte Duell gegen den América FC Natal für sich entscheiden, wollte sie ihre Titelchancen wahren - so die einhellige Meinung der Presse. Was folgte war eine Machtdemonstration sondergleichen; ein Klassenunterschied, wie er deutlicher nicht hätte präsentiert werden können:
Mickrige 45% Ballbesitz. Ernüchternde 3 Schüsse aufs Tor. Denunzierende 6 Gegentore.
Erneut brannte Natal ein Fußball-Feuerwerk nieder, fertigte nach dem Sao Paulo FC nun den nächsten Traditionsverein mit 6 Toren
ab. Doch auch Natal ist nicht das Maß aller Dinge, verloren die Flemministen doch nur wenige Stunden später mit 1:6 gegen Portuguesa, das noch am letzten Spieltag eine 0:6-Pleite hinnehmen musste - gegen Corinthians, wie paradox.
Obgleich Natal noch immer als heißester Kandidat auf den Titel gehandelt wird, hat das Verfolgerfeld um den Sao Paulo FC (5:3-Auswärtssieg bei GPA), Figueirense (5:4 bei Londrina) und Vasco da Gama zu Flemme aufgeschlossen oder zumindest seine Reserven auffüllen können. „Wir dürfen den Kopf jetzt nicht in die Schlinge stecken!“ meinte Timao-Coach Dugarry. „Noch sind nur Hopfen und Malz verloren! Aller Tage Abend ist auch schon rum, aber man soll ja die Nacht nicht vor dem Tage loben - also: Die Hoffnung währt am längsten. Und morgen wird’s bestimmt besser als draußen.“
Sao Paulo Die aktuelle Tabellensituation und die Ergebnisse der letzten Woche ließen den Tonga-Marsch, die Problembär-Affäre, die paulistanische (und neuerdings auch die FluFlaVaBota-) Meisterschaft zur Nebensache werden. Flemme, the stage is Yours! titelte eine renomierte, wenn nicht sogar die renomierteste Fußballfachzeitschrift Brasiliens.
Der unscheinbare, introvertierte Fußballlehrer steht nun auf einmal mitten im Rampenlicht der brasilianischen Fußballbühne. Sein Team, der Provinzclub America FC Natal, wird seit dem letzten Spieltag als der Topfavorit auf den Titel gehandelt. Punktgleich mit Tabellenführer Londrina auf Platz 2 liegend, werden Mecão mit die größten Kraftreserven bescheinigt. Zudem darf sein Team 5 der noch ausstehenden 9 Partien in der heimischen Machadão-Festung austragen...
Wie nuttige Nattern nischelten sisch die Natalisten nach und nach nummerisch ins Sonnenlischt. Von Saisonbeginn an flatterte Flemme kontinuierlich im oberen Drittel der Tabelle, immer auf Tuchfühlung mit den internationalen Rängen.
Dabei vermied er es tunlichst, durch protzige Heimsiege oder Siegesserien auf sich aufmerksam zu machen. Natal bildete stets das Schattengewächs, das Efeu, welches sich im Schutze des Blätterwerks am Stamm hoch bis in die Krone schlängelt - wie nuttige Nattern eben. Die Bühne überließ man indes anfangs den altbekannten Extrovertierten (Showaffe Mungoo und Cowboy Archy),
anschließend den Barrikadisten Chris und Costa.
Am letzten Spieltag begann Flemme dann mit dem ersten Teil seiner Abrechnung. Stolze 6 Tore hämmerte er im Morumbi vom Putz, gewann das Spitzenduell spektakulär mit 6:5 und entführte so die ersten Punkte aus dem Stadion des spfc. Und nicht nur das: Durch diese Heimniederlage stolperte Chris' Truppe vom Thron und vorerst aus den internationalen Rängen und hat nun 3 Punkte Rückstand auf Flemme.
Wenn Flemmes Team nun seine Heimstärke bis zum Schluss beibehalten kann, sei ihm der Titel nicht mehr zu nehmen, munkelt man. Das jedoch ist einfacher gesagt, als getan. Denn wie es A Mao der Zufall will, muss Natal daheim nun noch gegen seine drei ärgsten Konkurrenten im Kampf um den Titel antreten:
Zunächst erwartet man daheim die Dugarry-Elf, die zuletzt mit einem 6:0 über Stadtrivale Portuguesa und einem 5:0 über Tabellenführer Londrina mächtig Selbstbewusstsein tankte und nur 2 Punkte Rückstand auf die Spitze aufzuholen hat. Dann wird Baumkronensitzer Londrina im Machadão vorstellig und anschließend reist noch das erfolgs-lutschige Überraschungsteam aus Rio de Janeiro nach Natal...
Noch dazu prallt jetzt der ungewohnte Druck der Öffentlichkeit auf die Natalisten. Der Meisterschaftskampf ist trotz des 6:5-Meilensteins im Morumbi noch lange nicht entschieden. Kampfansage Nr.1 kommt aus Sao Paulo: "Wir sind heiß auf das Match!" wird Dugarry, der Corinthians-Coach, zitiert.
Sao Paulo Zwei deftige Klatschen gabs am vergangenen Spieltag für die Timao. Mit einem schmerzenden 5:2 rächte sich Pudding Lutscher mit Vasco da Gama für die 4:5-Hinrundenpleite und diverse andere Dinge neben dem Spielfeld.
Anschließend machte Diego A. Villarreal seinem Unmut über die zunehmende pressemäßige Isolation der Fußball-Insel Florianopolis mit einem 5:0-Sieg über Corinthians Luft.
Damit ging's wieder ein paar Plätze runter in derTabelle. Trotzdem hat sich der Abstand auf den/die Führenden seit Beginn der Rückrunde verringert! Aktuell sind es nur 2 Punkte zur 5-Team-Spitze um Tabellenführer spfc. Nach Abschluss der
Hinrunde hatte man als Zweitplatzierter noch 3 Punkte auf Hinrundenmeister Londrina aufzuholen.
So hat es sich für die Timao zwar erstmal ausgehöht, doch ist noch lange nicht das letzte Wort im Meisterschaftskampf gesprochen. Schon am kommenden Spieltag warten drei immens wichtige Partien auf die Corinthians-Elf: Daheim muss man sich gegen keinen Geringeren, als Dauerbrenner Londrina erwehren und hat die Portuguesa zu bezwingen - eine Mannschaft mit unheimlichen Kraft-Reserven. Zwischendurch gehts nach Bragantino - das aktuell auf Platz 6 liegt und sich auch noch berechtigte Hoffnungen auf einen internationalen Startplatz macht.
Wir dürfen einen überaus spannenden Freitag Abend erwarten.
Sao Paulo Es regnete. Ein schwüler Montag Nachmittag. Der Schweiß tropfte mir von der Kinnlade und den Ohrläppchen, wie Sojaöl aus dem Zapfhahn auf das heiße Pflaster der Stadt. Mungoo und Starbulls, die neuen Torwächter im Sao Jorge, betrachteten uns argwöhnisch.
"Sehen wir etwa aus, wie blutrünstige Ameisenbären oder unter Zucker- und Erfolgsentzug leidende Lutscher?!" platzte es aus mir heraus. Dabei vergaß ich die Marlboro zwischen meinen Lippen. Der Sündenstängel brannte sich erbarmungslos durch meine hellgrüne Leinenhose und fusionierte anschließend mit einem Muttermal knapp oberhalb der linken Kniescheibe. Mit verbissener Miene hielt ich den Blicken der beiden verblüfften Wächter diszipliniert, mit höschter Konzentration und absolut fokussiert - letztendlich - stand. man ließ uns passieren.
Zwei Meter weiter schrie ich mit Kopf- und Bassstimme zugleich ein schmerzerlösendes "FUCK YOU!" in den Rückspiegel. Leandro, mein Fahrer, ist nun Experte in Sachen Tinitus; Mungoo und Starbulls schienen mir in Sekunden-Bruchteilen um 2 Köpfe geschrumpft zu sein - soweit ich das durch den vollgespuckten Rückspiegel erkennen konnte. Soviel zum ersten, vielleicht auch letzten Arbeitstag der beiden Torwächter.
Im Presseraum des Estadio Schürig war es angenehm kühl. Dugarry nahm auf dme Podium Platz, blickte ernst und würdevoll, beinahe pathetisch, in die Runde, testete das Mikrofon. "test?!" tropfte es kaum vernehmbar aus den Boxen. Der Coach betätigte ein paar Regler an seinem Mikro. Noch einmal: "TEST?!"
Die werten Kollegen aus der ersten Reihe katapultierte die Schallwelle kopfüber nach hinten; eine Kettenreaktion wurde ausgelöst. Ich liebe Stehplätze.
Eine
langweilige PK. Fragen mit "Wie sehr...", "Wie stark..." und "Wie wichtig...", über Heimsiege und Auswärtspleiten, kommende Gegner und Lokalderbys... Kurzangebundene Antworten im Wechsel mit "Wie war die erste Frage nochmal...?" oder verständnisloses Kopfschütteln...
Vielleicht bringt die Frage nach der Meisterschaft was interessantes. Ich meldete mich: "Hr. Dugarry, wer, glauben Sie, wird dieses Jahr die Meisterschale holen? Geht sie wieder nach Sao Paulo oder wird ein anderer Bundesstaat jubeln dürfen?"
"Na der Sao Paulo FC dürfte jedenfalls die geringsten Chancen im Kampf um die Meisterschaft haben. Nach der desolaten Leistung am letzten..." Das übliche Gekeife... "...sehe ich uns spielerisch, taktisch, mental, ..." Leandro warf mit einen vielsagenden Blick zu. Einige Journalisten schauten auf die Uhr, andere rücken ihre Kopfbandage zurecht. "... und nicht zuletzt konditionsmäßig ganz klar vor dem Morumbi-Team!... Wie war die Frage noch gleich?"
Ein letzter Versuch:
"Hr. Dugarry, als wie stark schätzen Sie die neuen Gesichter der Serie A, Picknick bei Santos, Zaino bei Porto Alegre und E. Forlan bei Flamengo, ein? Sind es potentielle Titelkandidaten für die kommende Saison?"
"Hm... Noch nie was von denen gehört... Als Roberto Carlos zwischenzeitlich bei Flamengo ein Thema war, da wurde mir schon a bisserl mulmig zu Mute... Aber... Die neuen Kollegen werden sicherlich auch neue Herausforderungen darstellen, doch sich in Brasilien zu etablieren ist bei Gott kein leichtes Unterfangen... Wir werden sehen."
Und ich werde was schreiben müssen. Mich überkam ein Seufzer der Zeitvergeudung. Das wird verdammt bittere Kost, ... kein Aufreißer. Ein Lückenfüller, mehr nicht.
Sao Paulo Der paulistanische Problembär hat einen Namen: Hotte der Schleckliche! Alles passt perfekt zusammen: Da ist auf der einen Seite das strahlende Sao Paulo, angeführt von der radio-hyperaktiven Corinthians-Elf, die zusammen mit dem spfc als heißester Kandidat auf den Titel gehandelt wird. Nur ein Punkt trennt die Timao noch vom schwankenden Tabellenführer Londrina. Aber auch die Fieles, wie die treuen Paulista-fans genannt werden, beeindrucken momentan die Weltöffentlichkeit mit ihrem einzigartigem Marsch nach Tonga.
Und da wären auf der anderen Seite die mal wieder chronisch unterlegenen Vereine aus Rio de Janeiro: Das FluFlaVasco-Trio, mit zwei frischen Absteigern bestückt, stauchelt im Niemandsland der Tabelle herum und bringt es im Oddsetvergleich auf sage und schreibe 2,8% aller Stimmen (zum Vergleich: Sao Paulo kann 71,4% der Gläubiger für sich verbuchen). Gerade Vasco da Gama mit Ex-CocaCola-Coach Cuddling Kutscher kehrte kürzlich komplett krematiert mit einer beachtlichen Torbilanz (0:17 aus 4 Spielen) von seiner Sao Paulo-Tournee zurück. Allen Grund also für Ex- Cocococuku, ziemlich sauer zu sein - Zucker hin oder her.
Und - welch Zufall - in dieser Situation entläuft ihm plötzlich sein als Haustier deklariertes hässliches, rasiertes Vieh mit langer Schnauze - liebevoll Hotte genannt! und wurde bisher noch nirgens in Rio de Janeiro gesichtet, trotz umfangreicher Suchaktionen.
"Die Sache liegt doch ganz klar auf der Hand: Hotte wurde mit dem spfc*-Virus infiziert und jagt seitdem hinter unseren Fieles her. Hotte ist der Problembär! Hotte. ist. die. Bestie. von. Florenz Sao Paulo." schlussfolgerte ein fassungsloser Dugarry.
Wenn dem so ist, hat der Ameisenbär Hotte schon mehr
als 13.900 Fieles auf dem Gewissen. "Na wenigstens hat Ex-Cocococuku mit Carlos Eduardo jetzt einen Spieler mit ähnlichen Verhaltensmerkmalen in seinen Reihen..." witzelte der gleiche Dugarry nur wenige Minuten nach seiner Schlussfolgerung die ihn fassungslos machte.
Eine andere echt krasse Theorie: Unseriös-unappetitlichen Kressegerichten aus Rio de Janeiro zur Folge soll Dugarry sogar mit Hotte unter einer Decke stecken. Gleich einem Todesritter reite Dugarry auf Hotte, würde ihn mit seiner Gerte gefügig machen. Fühlte sich Hotte etwa von seinem bisherigen "Herrchen" sexuell unbefriedigt? War das der eigentliche Grund, weshalb Lutscher nicht mit(reiten) durfte?
Jedenfalls ist die Angelegenheit nicht zu unterschätzen. Selbst das CIA soll sich schon eingeschaltet haben. Das Pentagon sieht Parallelen zu den Terroranschlägen vom 11/09. Denn: Auch damals kamen Menschen ums Leben!
Tom Cruise sieht in Hotte einen Vorboten der Apokalypse und Erich von Däniken will in einem Buch erläutern, warum die geheimnisvollen Zeichen in der Nasca-Wüste NICHT von Hotte errüsselt wurden. Letztlich stellt sich uns die Frage:
Wer hat hier ne Meise? Hotte, der Ameisenbär? Dugarry, in dessen Namen mit etwas Fantasie das Wort Berry steckt, und weil Berry auf deutsch Beere heißt und Beere ähnlich klingt wie Bären und wir es hier mit einem Problembären zu tun haben und Blaumeisen bestimmt auch gerne Beeren essen? Oder doch der Ex-Cocococuku, dessen Abkürzung zugleich ein Mix aus dem Gehämmer des Buntspechts und dem Ruf des Kuckucks darstellt und beides Vögel sind und es hier auch um Vögeln geht und Meisen auch Vögel sind?
Und: Was haben die Illuminaten damit zu tun?