Eine genaue Begründung für die Entmachtung des Kapitäns, der zudem eine Abmahnung erhielt, wollte Sakis1 nicht nennen.
"Es sind einige Dinge passiert, einige Mosaiksteinchen zusammengefügt worden. Er hat Linie überschritten", meinte er nur.
"Ich habe mir einige Nächte um die Ohren geschlagen. Ich trage die Verantwortung für diesen Klub. Wenn ich Störungen erkenne, muss ich
handeln. Ich spüre, dass das die Mannschaft befreit."
Sogar eine baldige Trennung vom Torhüter, der erst im vergangenen Sommer bis 2009 verlängert hatte, schloss Sakis1 nicht aus. Schon im Vorjahr war er abgemahnt worden, als er auch seinen Ex-Coach kritisiert hatte.
Und vor der neuen Saison waren die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung zunächst gescheitert, ehe man sich doch noch einigte.
"Es ist fraglich, wie die Reha verläuft, und ob er überhaupt noch einmal Spitzenfußball spielen kann", hatte der Coach seine Entscheidung begründet.
Der Spieler war bereits im vergangenen August kurz nach seinem 68. und bislang letzten Länderspiel am Meniskus operiert worden und hatte daher nur zwölf Spiele für Stay Cool bestritten.
Zunächst gegen Rauswurf
gewehrt
Noch am Montag hatte sich der Spieler allerdings gegen seinen Rauswurf gewehrt.
Er hat bei Stay Cool noch einen gültigen Arbeitsvertrag bis 2009. Und so lange wird er auf keiner Transferliste erscheinen", hatte sein Berater gesagt.
"Er wird sich nun einer Nach-OP unterziehen, danach wieder für sein Comeback trainieren und anschließend für Stay Cool auflaufen."
Stay Cool will nach einer desolaten letzten Saison für den Abstiegskampf aufrüsten und Alternativen in der Abwehr und im Sturm holen.
Wir führen Gespräche, Namen nenne ich aber nicht", erklärte Sakis1.
"Bei uns allen muss sich etwas ändern"
Von allen Spielern im Kader fordert der Coach in der Rückrunde eine andere Einstellung als zuletzt.
"Bei uns allen muss sich etwas ändern. Wir dürfen Niederlagen einfach nicht mehr akzeptieren. Die Qualität ist sicher ausreichend, zwischen Platz vier und acht in der Liga mitzuspielen", sagte Sakis1.
Der Trainer erkennt in der Tatsache, dass sich Stay Cool gegen so genannte "kleine" Gegner immer wieder schwer tut, einen beunruhigenden Trend: "Wir haben keinen Killerinstinkt und legen bei einer Führung nicht aggressiv nach."
So etwas passiere anderen Mannschaften, mit denen wir auf einem Niveau spielen möchten, nicht. "Ich weiß nicht, was eine Spitzenmannschaft in so einer Situation haben soll, aber fest steht: Wir haben es nicht". Und weiter: "Sind wir eine Mannschaft, die auf den Gegner tritt, wenn er am Boden liegt? Nein. Deshalb haben wir so oft Probleme gegen Teams, die hinten drinstehen."
Der "Heimfluch" der vergangenen Spielzeit, als man nur sechs Mal den Platz als Sieger verließ, gehört der Vergangenheit an.
Wichtigen Anteil hatten vor allem die Innenverteidiger, die jeweils nach Standardsituationen trafen.
"Unsere erste Aufgabe bleibt es, keine Gegentore zuzulassen. Aber es ist schön, auch selbst zu treffen", meinte der Innenverteitiger, trat aber gleich auf die Euphoriebremse.
"Wir müssen weiter konzentriert arbeiten, von Spiel zu Spiel schauen. Uns fehlt noch die Erfahrung und Konstanz". "Es macht aber unheimlich viel Spaß, mit dieser jungen Mannschaft zu arbeiten."
"Wir liegen nun auf unserer Zielsetzung", sagte Coach Sakis1 nach der letzten Partie.
Auch der Manager glaubt, dass dies die Region ist, in der sich die Manschaft etablieren kann. "Sollten wir verletzungsfrei bleiben und uns weiterhin spielerisch festigen, dann können wir am Ende schon dort landen, wo wir jetzt stehen."
Allerdings hat das Team eine lange Tradition, die immer wieder von
Rückschlägen gepflastert wurde. Das weiß auch der Manager.
"Wir bei Stay Cool werden nicht so vermessen sein zu sagen, dass wir eine Saison spielen werden, in der wir nicht nach unten schauen müssen. Wir werden immer ein Auge auf die Plätze ganz unten werfen."
Stay Cool hat den lukrativsten TV-Vertrag eines Afrikanischen Clubs aller Zeiten unter Dach und Fach gebracht.
Sie kassieren ab der nächsten Saison insgesamt 50 Millionen Euro für einen Siebenjahresvertrag.
Der Klubchef bestätigte den Abschluss des Kontrakts, der dem Verein rund 770 Tausend Euro pro Spielzeit einbringt.
"Das ist der wichtigste Deal in der Geschichte des Afrikanischen Sports", frohlockte der Chef, der allerdings keine Vertragsdetails preisgeben wollte. "Das werde ich zu einem anderen Zeitpunkt tun".
"In der ersten Halbzeit war zwischen den beiden Mannschaften kein Unterschied zu erkennen. Einstellung, Kampfgeist und Laufbereitschaft meines Teams waren in Ordnung - bis auf die acht Minuten nach der Pause. Da hatten wir einen totalen Blackout", sagte Stay Cool-Coach Sakis1 nach der Partie.
Aber schon im nächsten Spiel kehren 5 verletzte Stammspieler zum Kader zurück.
"Wir hatten einen überragenden Start, haben unsere Chancen genutzt und die Tore gemacht. Vielleicht ist der Sieg um das ein oder andere Tor zu hoch ausgefallen", sagte hingegen der gegnerische Coach.
"Ich bin dabei erwischt worden, wie ich meinen letzten Artikel schändlicherweise ohne eigene geistige Anstrengung geklaut und hier unter meinem Namen veröffentlicht habe, um so einen Artikel-Bonus zu erschleichen
und mir einen ungerechtfertigten Vorteil meinen Mitspielern gegenüber zu verschaffen. Ich schäme mich für diesen geistigen Diebstahl und gelobe Besserung!"
"Der Gegner hat wenig zugelassen und stand kompakt mit acht Mann in der Abwehr. Da tut sich jede Mannschaft schwer", erkannte Trainer Sakis 1. Die Fans unserer Manschaft hatten da ihrem Unmut schon freien Lauf gelassen und ihre Lieblinge zur Halbzeit und nach Spielschluss mit bösen Pfiffen eingedeckt. "Ich hätte auch gepfiffen", gab ein Spieler der nicht genannt werden will, unumwunden zu. "So ist das gegen unseren nächsten Gegner nicht genug. Wenn wir am nächsten Freitag so spielen, können wir gleich daheim bleiben."
"Als Trainer ist man immer sehr sensibel, wenn man ein paar Spiele gewonnen hat", erklärte der Trainer Sakis1.
"Aber ich konnte im Training keine Überheblichkeit feststellen, nicht einmal der Ansatz von Selbstzufriedenheit war zu spüren. Das hat sie auch auf dem
Platz umgesetzt."
Abgesehen von der Schwächephase nach der Pause lief bei Stay Cool ein Rädchen ins andere.
"In der ersten Halbzeit haben wir nahezu perfekt gespielt, defensiv wie offensiv. Wir haben gar keine Torchancen zugelassen und eine sehr gute Raumaufteilung gehabt", lobte der Coach.
"Das gehört zu unserer Philosophie. Wir brauchen keine etablierten Spieler, wir wollen welche ausbilden. Sie fühlen sich wohl bei uns und spüren das Vertrauen des Trainers. Das ist die richtige Grundlage". Die vier neuen Spieler gelten zum erweiterten Stamm.
Beim Quartett wird klar: Stay Cool ist ein Recyclinghof für aussortierte oder fast vergessene Fußballer.
Für die nächsten Wochen sieht Sakis1 Steigerungsmöglichkeiten. "Man muss sehen, dass wir eine ganz neue Mannschaft zusammengestellt haben und sie noch nicht eingespielt ist. Beim letzten Spiel hat sich bereits angedeutet, dass die Neuzugänge langsam kapieren, wie das Spielsystem läuft. Deswegen bin ich zuversichtlich, für die Zukunft."
Seit Mittwoch ist die Übernahme durch eine von Mc Taler geführte Investorengruppe, die künftig 90 Prozent der Aktien hält, perfekt. Das Vermögen von US-Tycoon Mc Taler wird auf rund eine Milliarde Euro geschätzt.
Vier Unternehmen hatten seit September 2005 um die Kontrolle beim börsennotierten Traditionsverein Stay Cool, gerungen.
Bereits im August hatte der Vorstand, dem amtierenden Klubchef empfohlen, dem Verkauf der Mehrheit an die Gruppe um Mc Taler für rund 69 Millionen Euro zuzustimmen.
Mc Taler will den Klub nun zu einem Top-Verein machen.
Die Analyse des Trainers brachte den Spielverlauf auf den Punkt. Zwar waren die Hausherren, über die gesamte Spielzeit feldüberlegen, die Entschlossenheit im Abschluss ließen Sie aber vermissen.
Lediglich der eingewechselte neue Stürmerstar konnte sich einmal entscheidend durchsetzen und egalisierte die vorübergehende Führung.
Neben der Niederlage musste Stay Cool zudem einen Platzverweis hinnehmen: der Kapitän sah noch wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte.
Aber das macht nichts solange Sie das Ziel nicht aus den Augen verlieren: MEISTERSCHAFT
Die vergangene Seuchensaison scheint vergessen, Zuversicht ist wieder eingekehrt bei Stay Cool.
"Jetzt sind wir auf Tuchfühlung nach oben, dort wollen wir uns festsetzen", sagte Mittelfeld-Routinier Katongo.
In der Klubführung will man trotz des überzeugenden Starts der jungen Mannschaft von Trainer Sakis1 nicht an den Zielen rütteln.
Konsolidieren wolle man sich, hieß es zu Saisonbeginn, möglichst gar nicht erst in Gefahr geraten.
Die Meisterschaft werden wir wahrscheinlich nicht gewinnen, so der Trainer, aber das ist ja auch nicht unser Ziel.
Es richteten sich sowieso aller Augen auf einen anderen Debütanten: Katongo.
Zu sehen gab es da aber nicht allzu viel. Erst nach 16 Minuten hatte der Neu Ghanaer seine erste Begegnung mit dem runden Leder, und es dauerte bis zur 26. Minute, bis ein Pass des Mittelfeldstars den eigenen Mann fand - bis dahin standen gerade mal zwei kontrollierte Ballkontakte zu Buche.
In der zweiten Halbzeit wurde der Mittelfeldspieler stärker. Bei einem schönem Pass mit der Hacke und zwei Torschüssen, bei denen der gegnerische Torward sein Können unter Beweis stellen konnte, ließ er kurzzeitig seine Klasse aufblitzen.