Peter Clark, seines Amtes bei den YoungHeart Manawatu als Trainer, Manager, Zeitungsschreiber, Ballaufpumper und -einfetter, Kabinentüraufhalter und Duschkabinenreiniger beschäftigt, hat nun noch eine neue Aufgabe übernommen. Ab sofort stellt er den Hauptamtlichen Kiwi-Pflücker in der vereinseigenen Plantage und bessert sein Gehalt gehörig auf. Wie dem auch sei, mal sehen wer im Ozonloch "Herbst-Meister" wird. Als Ligazweiter trifft man zu hause auf Tabellenführer Glenfield Rovers und auswärts auf den aktuellen Dritten Waitakere United. Da ist Spannung vorprogrammiert.
Die Präsidentinnen der beiden Clubs YoungHeart Manawatu (Miss Verständnis) und North Shore United (Ma Ori) scheinen irgendwie ein Verständigungsproblem zu haben. Das ist ja nichts aussergewöhnliches, denn Peter Clark wird von seinem Trainerkollegen Fubininio auch irgendwie immer wieder missverstanden. Zum Karnevalsfest bei den Younghearts kam der NSU Trainer als
Sckgesicht (Foto) verkleidet zum Empfang, doch auf die Frage im Vorfeld an die Präsidentin Miss Verständnis, wie er den kommen solle - sagte sie einfach nur:"Tu Dir doch'n Sack über's Gesicht". Das machte dann Fubinio auch irgendwie, mehr oder weniger...
Nach dem letzten ZAT hat sich das Team von YoungHeart Manawatu um einen Platz auf Rang vier verbessern können. Zwar verlor man auswärts wiederholt und ohne Torerfolg mit 0:2 gegen Mangere United. Dafür konnte man sich aber wieder daheim gegen den Tabellenzweiten Team Wellington mit 4:2 Toren durchsetzen. Peter Clark ist nun seit 5 Spieltagen Trainer im Kiwiland und ist wegen der Ausgeglichenheit und Spielstärke der Liga beeindruckt. Jedoch wird sich seiner Meinung nach an den nächsten Spieltagen die Spreu vom Weizen trennen.
Derzeit weilen die YoungHeart Manawatu mit 6 Punkten (zwei Siege und eine Niederlage) auf einem guten vierten Tabellenplatz in Neuseelands Premier Division. Die Siege konnte Peter Clark, den man trotz seines Dialektes hier ganz gut verstehen kann, in den beiden Heimspielen gegen Waikato FC und Auckland City eingefahren werden. Auswärts gab es bisher nur eine Begegnung die man auch äußerst unglücklich mit 0:1 Toren bei Otago United verlor. An den nächsten Spieltagen treffen die jungen Herzen dann auf Mangere United und Team Wellington
"Wer seid das Ihr !?", fragte sich Peter Clark nach dem letzten Interview mit der Pressesprecherin von NSU. Clark hat ein wenig Zeit benötigt um zu checken, das sich hinter "NSU" in diesem Falle der Liga-Konkurrent North Shore United verbirgt - oder etwa doch nicht ?! Zumindest glaubte Peter Clark bis
gestern noch das es sich hierbei um den An- und Verkauf von Autos dreht, denn immerhin fährt der Engländer einen NSU Prinz (siehe Fote) von 1959. Mit diesem 20 PS-Brüller rast er täglich über die Kiwi-Plantagen zum Training.
Das war für den neuen Manager Peter Clark bei den YoungHeart Manawatu ein gelungener Einstand nach Mass, denn am ersten Spieltag gab es auch den ersten Saisonsieg im eigenen Stadion zu feiern. Mit 3:0 Toren wurde das Team von Auckland City wieder nach Hause geschickt. Prter Clark ist glücklich, endlich versteht man ihn, denn man spricht englisch und das ist für den Engländer viel wert. Am nächsten Spieltag muss man beim Aufstiegsaspiranten Otago United antreten und da wird man sehen ob der Neue auch wirklich verstanden worden ist.
Endlich kann der neue Manager der YoungHeart Manawatu wieder in seiner Heimatsprache kommunizieren. Nach den letzten erfolglosen Jahren in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat es ihn nun ins KIWI-Land verschlagen. "Das war ein guter Entschluss", sagte Peter Clark. "In den VAE gibt es zu viele Verrückte und debile Trainer. Zuletzt habe sogar einer der Nationaltrainer aufgrund seiner Schizophrenie den Namen gewechselt, obwohl er noch immer die gleiche Person wie vorher zu sein scheint". Aber das ist jetzt egal denn Clark konzentriert sich nun vollends auf seine neue Aufgabe.