Lusaka - Ordentlich in die Hose ging der letzte ZAT für die Lusaka Dynamos. Nicht nur, dass man mit Platz 11 weit (sprich ca. 1 Platz) unter seinen Möglichkeiten steht, nein man musste sich peinlicherweise sogar der Freizeittruppe des Lokalrivalen "Power Dynamos" samt deren Trainerimitator Florian M.1:3 geschlagen geben. Trainer sind schon für geringere Anlässe fristlos gefeuert worden.
Doch Lusaka Dynamos-Coach Mandelator ist nie um eine gute Ausrede verlegen. Diesmal war "die Stadionwurst" schuld, behauptet der selbternannte Grillgourmet. "In jedem Stadion teste ich
nebenberuflich die Bratwurst und aus hauptberuflichen Gründen die Toiletten" so Mandelator. "Doch bei der verkohlten Pampe, die Markert hier als Wurst anbietet, kam es leider nicht mehr zum zweiten Teil der Testreihe. Es handelt sich, so erste Analysen, bei Markerts Stadionwurst um gut durchgevö... äh, durchgehangenen neuseeländischen Schafsmagen, und den hat mein Magen-Darm-Trakt selbstverständlich auf schnellstem Wege des Platzes verwiesen. Da war nicht mal mehr zeit, auf die Toilette zu sprinten. Tut mir ja auch leid für die Sauerei, aber dann darf man halt nicht solches Zeug zum Essen anbieten."
Lusaka - Der Bierklauskandal geht in die nächste Runde. Kalle Grabowski versucht, die Entführung den Bildungsurlaub von Kneipenwirtin Lutscherine auszunutzen und unter Verweis auf seinen leeren Keller eine unbestimmte Zeit lang auf Kosten des Hauses seinen Durst zu löschen.
Hatte Grabowski eigentlich nicht mal eine eigene Kneipe? Wie auch immer, bei Barvertretung El Dachshund scheint er mit diesem Wunsch leichtes Spiel zu haben. Problem: Bier, was oben reinläuft, drängt -selbst bei so stark wie Grabowski transpirierenden Menschen- zu einem großen Teil irgendwann unten wieder raus. Da drängt das Bedürfnis den erfahrenen Trinker natürlich periodisch in den komfortabel
ausgestatteten Nassbereich von Lutschers Lounge. Doch da bekanntlich nur die schönsten Dinge im Leben umsonst sind, heißt es auch hier: "Erst zahlen, dann strahlen", die hochwertige Ausstattung, die WC-Mandelator hier eingebaut hat, möchte schließlich refinanziert werden. Und mit seinem Wunsch, sich auch hier auf Kosten des Hauses zu vergnügen, beißt Grabowski im Gegensatz zu dem Weichspüler an der Bar bei Mandelator auf Granit bzw. Keramik.
Was also tun? Unauffällig im Vip-Bereich in Markerts Maßkrug urinieren? Sich als Kneipenbesitzer Lutscher verkleidet an Mandelator vorbeischmuggeln? Oder mit dem Trinken aufhören? Das erfahren Sie nächste Woche. Oder auch nicht.
Lusaka - Erstaunliche Neuigkeiten gibt es von einem der zahlreichen Lokalrivalen aus Lusaka. Kalle Grabowski ist das Bier ausgegangen. Soso. Angeblich ist es aus dem Keller geklaut worden. Aha. Das ist natürlich eine Schlagzeile wert, ähnlich wie letzte Woche, wo das Fahrrad in Peking umgefallen war.
Man muss hatürlich drei Dinge wissen, um solche Meldungen richtig einordnen zu können:
1. Grabowski trinkt soviel Bier, dass er jeden Abend selbst im Punjab oder in Zittau einen beliebigen Keller trockenlegen könnte.
2. Unter anderem Ersteres hat dazu beigetragen, dass es mit Grabowskis Urteils- und Erinnerungsvermögen nicht mehr so ganz zum Besten bestellt ist. (Stichwort Demenzia Zambezis). Es ist also gut möglich, dass er einfach mit 4,6 Promille in den falschen Keller gewankt ist und zwischen den Winterreifen
und Gartengeräten seines Nachbarn ("Die Flaschenöffner sind noch da, aber wo ist das Bier?") vergeblich seine Alkoholvorräte gesucht hat. Nimmt man seine Vorliebe für Selbstgebrannten noch dazu, kann es in so einem Keller auch gerne einfach am fehlenden Sehvermögen scheitern.
3. Ficken. Das hat weder mit dem Sachverhalt noch mit dem restlichen Artikel irgendwas zu tun. Wir wollen nur nicht den Trend verpassen, politisch inkorrekte Wörter in Copa-Artikeln zu verwenden.
Festzuhalten bleibt auch noch: Mandelator kann es eh nicht gewesen sein. "Ich trinke als Randfigur (Achtung Wortwitz) ja nur südafrikanisches Importbier der Marke Castle, nicht diese einheimische Zambeziplörre." so Mandelator. "Im Gegensatz zu meinen Ligakollegen will ich meinen Magen-Darm-Trakt ja noch ne Weile funktionsfähig halten."
Lusaka - Nun beginnt sie wieder, die fünfte Jahreszeit, die schönste aller Saisons, mit der Beschäftigung, auf die sich Frei- und Schöngeist Mandelator stets am meisten freut. Die Zeit der Auswärtssiege bei den Power Dynamos und den Eagle Stars? Nein, weit gefehlt. Trinkgeldzeit im WC-Bereich von Lutschers Lounge etwa? Nun, da kommen wir der Sache zumindest etwas näher: es handelt sich selbstverständlich im September alljährlich um die Zeit der Steuererklärung.
Da bleibt leider auch keine Zeit fürs Sportliche Geschehen. Also schauen wir gezwungenermaßen Mandelator beim Ausfüllen der diversen Anlagen (die einzigen Anlagen, die er hat, munkelt man übrigens) über die Schulter:
"...ja... also dann Anlage KAP. Was soll ich denn noch damit? Ich bin doch von Südafrika nach Sambia gewechselt. Weg damit. OK was kommt als nächstes? Freibier? Ach nein schade, Freibetrag. Äh... Einkünfte. Da wäre also die Kiste Zambezi, die ich als Nichtabstiegsprämie bekommen habe. Abzüglich des Pfands natürlich, das ich als Nichtabstiegsprämie an die Mannschaft weitergegeben habe. Vergebliche Liebesmüh übrigens. Die suchen bestimmt immer noch in
der Steppe einen Pfandautomaten. Und wenn sie einen finden- wenn sie sich so blöd anstellen wie vor dem Tor bringen die Flaschen die Flaschen eh nicht rein.
Wo waren wir stehen geblieben? Einkünfte, ja. Da wären also noch 34 Cent Trinkgeld aus dem WC-Nebenjob. Netter Kerl, der Abenteuer, gleich 4 Cent hat er gegeben nachdem er alles zum dritten mal vollgereihert hat. Dieses Zambezi Fun Light haut halt aber auch rein. Die 30 Cent musste ich ja selber auf den Teller legen, als Teaser. Also: Betriebsausgaben. OK, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung... macht 120 € von Jack Reacher für 12 Stunden Playboy mieten "zur Anregung des Stuhlgangs", wie er immer behauptet. Dabei ist er nur zu doof, das Centerfold in der kleinen Kabine auszuklappen. Ach ja, und noch je 100 € Bestechungsgeld von Extreme Enigma und Lutscher, dass ich sie auf die Herrentoilette bzw. ins Erwachsenenbecken pinkeln lasse. Dann wären da noch die Punkteprämien... naja, die sind ja zu vernachlässigen..."
Wir verlassen Mandelator an dieser Stelle- man soll ja immer dann aufhören, wenns am Spannendsten ist. Nächste Woche melden wir uns wieder mit einer Liveschalte, wenn er seine Buchhaltung auf Vordermann bringt!
Lusaka - Wahnsinnig witzig, diese "XY entlässt / verlässt ZX" oder "AB verpflichtet CD"- Schlagzeilen. So witzig, dass selbstredend auch der staatlich geprüfte Oberkomödiant und Humoradvokat Mandelator auf den bereits abgefahrenen Zug aufspringen muss.
Die oben genannte Schlagzeile ist somit frei erfunden- zum Leidwesen nicht nur, aber vor allem der Fans der Lusaka Dynamos. Die hätten sich schon letzte Saison gewünscht, einen vernünftigen Trainer zu verpflichten und nicht mit der Schlagzeile "Lusaka Dynamos verpflichten
Lutschers WC-Man" konfrontiert zu werden.
Insgeheim hofft man bei den Dynamo-Ultras ja noch darauf, dass Mißerfolgscoach Mandelator den immer lauter werdenden Rufen aus dessen Heimat Südafrika ("Wir brauchen mehr Kanonenfutter!") folgt und wieder ans Kap abschwirrt. Doch da Mandelator mit mehr Glück als Verstand im Saisonfinale mit undurchschaubaren Methoden gerade noch vermeiden konnte, sich ein "A" auf den A. tätowieren lassen zu müssen, stehen die Chancen dafür wohl eher schlecht. Aber wozu gibt es nun eine zweite Liga, wenn nicht, um solche Problemfälle elegant zu entsorgen!
Lusaka - Kurz vor Saisonschluss kommt sie doch noch, die schon nicht mehr erwartete Wende zum Guten bei den Lusaka Dynamos. Seit WochenMonaten Jahren im freien Tabellenfall, hat Coach Mandelator am vorletzten ZAT der Saison durch einen genialen taktischen Kniff, die sog. "Heimnull a la Lutscher" gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und die Dynamos auf eine ganz neue und erfolgsversprechende Basis gestellt.
Einerseits hat er mit dieser so seltenen wie schwierigen, nur von den ganz großen Copatadores (und eben Lutscher) beherrschten Taktikvariante im Interesse aller Sambier (zumindest derer, die Anhänger der Gewaltenteilung und einer freien Presse sind) dafür gesorgt, dass der Meisterschaftskampf nicht schon vorzeitig zugunsten des gerupften Wildgeflügels auf Platz 1 entschieden wurde.
Viel wichtiger aber das zweite Ergebnis dieses Kniffs, der erst nach nächtelangen Analysen und Auswertungen mit
modernster Technik* choreographiert werden konnte: Erstmals in der 29. Saison haben die Lusaka Dynamos nicht das wenigste TK der Liga. "Gut", mag der ein oder andere denken, "schöner Erfolg, zumindest für Mandelators Maßstäbe- und weiter?"
Nun, der eigentliche Effekt dieser Maßnahme ist natürlich langfristiger und eher psychologischer Natur. Mal abgesehen davon, dass den beiden letzten Heimgegnern nun rechnerisch jeweils die volle Ladung verpasst werden kann. Die Wirkung wird sich erst in der Zukunft voll entfalten und muss selbstredend geheim bleiben. Nur soviel kann verraten werden: Die Eagle Stars, Zesco und Chambishi sollten sich beeilen mit der Meisterschaft. es wird auf Jahre hinaus die letzte sein, die frei vergeben wird.
* es ist schwieriger als man denken möchte, einem handelsüblichen, für das Spiel mit dem Nachwuchs gezinkten Mensch- Ärgere- Dich- Nicht- Würfel eine Null abzutrotzen
Lusaka - Noch zwei Freitage, dann ist die peinlichste Mandelatorsaison aller Zeiten endlich vorbei. Vermutlich wird man sie auf einem Abstiegsplatz beenden. Für den als Überflieger angekündigten, teuer eingekauften Südafrika-Import eine bittere Erfahrung (mehr), war man doch mit großen Ambitionen ins sambische Fußballgeschehen eingestiegen.
Was bleibt davon? Ein Scherbenhaufen, ein schlecht dotierter Nebenjob als Toilettenfachkraft, ein Platz sogar hinter Florian Markert - und 9,6 TK (eine richtig beantwortete Quizfrage vorausgesetzt zumindest) für 3 Heimspiele. Macht bei Fortsetzung der seit dem gefühlt 3. ZAT durchgezogenen, äußerst originellen
Taktik "Heimsechs und alles andere egal" noch für zwei Gegner das volle Programm, und der Rest kann sich freuen.
Doch wen wird es treffen? Spekuliert Mandelator auf atemberaubende TK-Boni? Oder gilt nun vielleicht "Jetzt ists auch schon wurscht, ich verbrate alles auswärts"? Auch eine breiter angelegte TK-Streuung ist natürlich möglich. Man wird sehen. Wenn der eigene Club nicht mehr zu retten ist, gilt das Interesse ja traditionell dem Versauen der Saisonziele anderer. Und da bietet sich den Dynamos durchaus die ein oder andere Gelegenheit... wohl selten konnte so wenig TK so variabel (bzw., wie sich wohl eher herausstellen wird, mit so wenig Ertrag) eingesetzt werden!
Lusaka - Die schlechteste Mandelatorsaison aller Zeiten (sMaZ) neigt sich dem Ende zu. Heute stehen die Lusaka Dynamos überraschenderweise noch am äußersten Rand des Abgrunds der Abstiegszone, schon am Freitag wird man den entscheidenden Schritt weiter sein. Schlimmer kann es eigentlich nicht mehr kommen.
Oder doch? Es gibt Gerüchte, dass spontan noch eine zweite Liga in Sambia eingeführt werden soll. Dann könnte man immerhin perspetivisch mal
wieder einen Stern holen in Afrika- einen roten allerdings nur. Der ursprünglich mal angedachte blaue ist ... vergessen wirs. Zu allem Überfluss läufts auch in Mandelators Nebenjob als WC-Man, im Gegensatz zu seiner Kundschaft, mehr als bescheiden. Noch keinen Cent Trinkgeld gabs von den Kollegen, dafür mehr als genug zu wischen. Doch Mandelator ist zuversichtlich, noch vom ein oder anderen Gast wenigstens bescheidene 7,2 Cent Trinkgeld abkassieren zu können. Gerne auch Lire!
Lusaka- 13,7 TK sind noch übrig, neun Spiele stehen noch an für die Lusaka Dynamos. Macht pro Gegner immerhin 1,5222usw. verfügbares TK. Da dürfte sich der ein oder andere der verbleibenden Gegner schon die Hände reiben, da nun auch nach Adam R. bestätigt ist, dass Mandelator seine … äh…. außergewöhnliche „Ohne-TK-Viel-Setzen“-Taktik eher nicht bis ans Ende der Saison wird fortsetzen können.
Nun, zumindest nicht bis ganz zum Ende der Saison. Ursprünglich war ja der Plan, mit jeder Heim-5 oder 6 soviel TK-Bonus zu sammeln, dass wieder genug neues TK generiert wird für den nächsten Kantersieg. Doch leider haben Mandelator da schon in der ersten Saisonhälfte einige
unverschämte Gegner (z.B. D. Abenteuer dürfte sich noch erinnern, Anm. d. Red.) mit übertriebenen Gegentoren in die ohnehin nie aufgehende Rechnung gespuckt bzw. sie ihm versalzen. Nun sind die Dynamos genau wie ihre ungleichen Namensvettern auf dem absteigenden Ast, und es sieht alles nach einem Duell der Dynamo- und Einwandererkollegen Mandelator und Markert um den letzten Tabellenplatz aus. Dieses Duell war ja mal in leicht anderen Sphären angekündigt am Anfang der Saison. „Willst Du die Neulinge oben sehen, musst Du die Tabelle drehen!“ ist demzufolge auch das Lied, was seit Wochen permanent aus dem Transistorradio des Lutschers-Lounge- WC-Man(delator)s dudelt. Kein Wunder, dass da nichtmal mehr Nilpferde den Pott treffen.
Lusaka – Nun sind die Lusaka Dynamos endlich (fast) dort angekommen, wo sie nicht nur nach Meinung diverser Experten hingehören: Im Tabellenkeller. Doch halt- ein Team ist immer noch schlechter als die Gurkentruppe des Taktikexperten Mandelators, zugereist aus Südafrika (die nicht umsonst bei der WM in Runde eins ausgeschieden sind)
Es handelt sich natürlich um das Team des Exil-Algeriers
(ebenfalls, müßig zu erwähnen, in Runde eins raus) Markert, die so genannten Powerless Dynamos. Und just diese kommen nun zu den Dynamo-Kollegen, um sich für die Hinspiel-Heimpleite zu rächen und ihre Saison einigermaßen zu retten. Aber wie gesagt, Mandelator ist ein Taktikexperte (wie an TK-Konto und Tabellenstand abzulesen). Aber auch wenn nicht- für einen Algerier wird’s auch so reichen!
Lusaka- Nun gehts endgültig abwärts mit den Lusaka Dynamos- eine 5:6-Heimklatsche gegen eine Horde wildgewordener Büffel läutet den Abstieg der ehemaligen Tabellenführer ein.
"Erst habe ich gedacht, ich hatte da was aus dem Hinspiel übersehen" so Coach mandelator verwundert nach dem Spiel. "Aber da war ja gar nichts. Aber das dürfte so eine
interkontinentale Racheaktion sein, die sich aus einer Begebenheit aus der vergangenen Saison in einer Autowerkstatt speist. Muss es jedenfalls. Was ich ausschließen kann ist, dass wir hier einfach einen total dämliche Taktik verfolgen, die Gegner nur dazu einlädt, uns abzuschießen. Naja sagen wir mal, man kann das nahezu ausschließen... oder vielleicht auch eher gar nicht."
Lusaka - Der Migrant an sich ist ja ein vielseitiges Wesen. Gut zu beobachten ist dies an den doch sehr unterschiedlich agierenden Einwanderern in Sambias Hauptstadt Lusaka - hervorragende Bedingungen für autistische Wissenschaftler wie den Soziologieprofessor (h.c, Habilitation vom Zentralmarkt Lusaka-Süd, 349 Sambia-Dollar) D. Abenteuer, der Verhaltensweise und Erfolg der prägnantesten Einwanderergruppen aus Allergien und Südafrika eingehend untersucht hat.
"Mit ganz tollen Ergebnissen" so Abenteuer euphorisch. "Im Rahmen eines hochinteressanten Selbstversuchs haben wir das Verhalten des Migranten bei einer großen Herausforderung wie z.B. einem Heimspiel gegen den noch amtierenden CL-Sieger untersucht:
Nehmen wir erstmal den Algerier. Der bettelt so lange seine Frau an, bis sie ihm erlaubt, eine seiner drei Ziegen zu verkaufen, um den Schiri zu bestechen. Dummerweise kehrt er unterwegs in Lutschers Lounge ein, wo er sich von einem Hochstapler namens Jacky Reach-Nothing oder so ähnlich eine Flasche
selbstgebrannten Methylalkohol als sündteuren Scotch andrehen lässt. Auf sich alleine gestellt, weiß er nun nicht, was tun, überlegt hin, überlegt her, wieder zurück, bis er schließlich eine 'nicht Fisch- nicht Kamelfleisch-' Drei setzt und natürlich verliert.
Ganz anders der Südafrikaner: Wiewohl schon TK-mäßig nahezu hosenlos, fackelt er beim Lesen des Namens "Eagle Stars" nicht lange, sondern die Synapsen schalten bei diesen drei Silben automatisch auf 'H6'. Was dabei rauskommt, darauf möchte muss ich wohl nicht näher eingehen."
Soziologen, immerhin soviel hat Abenteuer auf seiner gekauften Urkunde gelesen, machen gern Statistiken und so. "Daher haben wir die soziale Rangliste Sambias in einer schönen Tabelle zusammengefasst, wo man ganz wunderbar die unterschiedlichen sozialen Stellungen der allergischen und südafrikanischen Einwanderer ablesen kann. Sie heißt "Tabelle des 12. Spieltags", und sie sehen sie hier rechts."
Lusaka - Allmählich wirds bitter für die etablierte Konkurrenz von Afrikas selbsternannter stärksten Liga. Noch immer grüßen die Lusaka Dynamos von Einwanderer Mandelator, der vor der südafrikanischen Kälte an den bzw. ins Zambezi flüchtete, frech von der Tabellenspitze.
Schade nur halt, dass die Saison noch um einiges länger als Mandelators TK-Reserven ist. Doch der lustige Migrant war noch nie einer derjenigen, die sich lange mit Gedanken über eine fernere Zukunft als sein nächstes Dosenbier aufgehalten hat. "Ich lebe lieber im hier und jetzt!" so Mandelator fröhlich. "Naja, vielleicht noch ab
und zu in der Vergangenheit, z.B. dem letzten Freitag, an dem wir dem Abenteuer... aber das erzählt er Ihnen bestimmt lieber selber. Wie auch immer, ich habe hochgerechnet, dass unser TK, wenn wir es weiterhin so gezielt einsetzen, noch 4 ZATs lang reicht. Und dann wirds ja auch schon wieder Frühling in Südafrika und wir können den Jones wieder rausschmeißen."
Bleibt nur noch die Frage: Was ist eigentlich ein Gaskolumnist? Hängt es damit zusammen, dass sich der Inquisitor diese Woche so spannend liest wie die letzte Abrechnung des regionalen Gasversorgers? Oder hat picknick während des Kolumne-Verfassens einen Topf weiße Bohnen gegessen?
Lusaka - "Deutschland, Südafrika oder Sambia - egal, Hauptsache Lusaka!" Mit solchen Geographiekenntnissen wie der Neu-Zambeziabhängige Mandelator kommt man natürlich ebenso wenig weit wie einst Andi Möller, der es dann ja statt nach Madrid oder Mailand doch nur zu den Offenbacher Kickers geschafft hat.
Die mangelnden Kenntnisse über seine neue Heimat, bzw. besser gesagt, über seinen aktuellen Aufenthaltsort im Allgemeinen, fallen auch einem Erfolgstrainer wie Mandelator erfahrungsgemäß irgendwann auf die Füße: Nach einer Serie von gefühlt 17 Siegen (verbunden mit einem TK-Verbrauch von gefühlt 90% des Saisonvorrats) war es niemand Geringeres als der Präsident Horst M. Eier, der die Siegesserie der Lusaka
Dynamos unsanft auszubremsen wußte. "Und zwar mit einem ganz gemeinen Trick!" so der integrationsunwillige Mandelator ("Toll, dass die WM im eigenen Land bald losgeht!") erbost: "Ich dachte, der Präsident wäre zurückgetreten! Das war doch auf allen TV-Kanälen zu sehen! Wie kann er dann drei Tore setzen? Da war eindeutig ein NMR fällig! Unverschämtheit, ich werde mich bei der UNO beschweren und den Sicherheitsrat einschalten müssen."
Aber letztlich ist es Mandelator auch egal, was um ihn bzw. um seine Pachttoilette herum passiert: "Eine Liga, in der ein Meister Fascetti einen Jack Reacher als Champ hochleben lässt... naja ich sag mal nur soviel dazu, ich werde mit Vinnie The Axe Jones reden müssen."
Lusaka - Das schwierigste am Einwandern ist ja nicht, dass man permanent von Unterschichtenfernsehsendern dabei gefilmt wird, wie man mit Händen und Füßen im Fischladen, dessen Ladenschild man natürlich völlig mißinterpretiert hat, versucht 2 Eimer Wandfarbe zu erwerben, sondern: Der Dreiklang aller engagierten Sozialarbeiter: Integration, Assimilation, äh... also es ist wohl doch eher ist ein Zweiklang.
Eines der zahlreichen Beispiele außerhalb des Rütlikiezes, wo Integration so überhaupt nicht funktioniert, ist Lusaka. Die Perle Sambias, das Schmuckstück der afrikanischen Städte ist nicht nur schön, aufregend und Heimat so großartiger Fußballclubs wie der Lusaka Dynamos, sondern auch Wohnort der Neu-Sambier Mandelator und Florian Markert (3).
Und bei diese beiden Problemfällen fängt für die Sambischen Einwanderungsbeauftragten der Ärger so richtig an: "Wir haben bereits kübelweise
Beschwerdebriefe aus der Premier-League- Nachbarschaft über diese beiden Migranten erhalten, die sich an keinerlei Regeln der Sambischen Gesellschaft halten" so der Sprecher der Einwanderungsbehörde, A. Bschie-Bung. "Die begreifen das nicht, sie wollen es nicht begreifen! In Sambia, dem Land der spätrömischen Dekadenz, greift man nicht zu Saisonbeginn auswärts an. Der Sambier sitzt bis mindestens ZAT 12 auf seinem fetten TK-Polster und mag es nicht, wenn er vorher Besuch bekommt. Das mag er sogar überhaupt nicht! Wenigstens nehmen diese Neulinge sich bisher weitgehend gegenseitig oder Typen wie K. Grabowski, die wir auch schon abgeschrieben haben, die Punkte ab, aber wenn sich das noch stärker auf die Einheimischen ausweitet, müssen wir da einschreiten! Den Rick haben sie auch schon angestiftet, und man sieht ja, was dabei rauskommt! Also Jungs, Füße auswärts still halten, das Motto lautet: Integration, Assimilation, oder Abschiebestation!"
Lusaka- wer, wie die Lusaka Dynamos, gefühlte 27 Wochen an der Spitze von Sambias Premier League steht, ist automatisch ein heiß gehandelter (Oddset-Quote: 4,0 % mit Tendenz zu 4,1 %) Meisterschaftsfavorit.
Diese Bürde ist Mandelators Truppe nach dem, hinterhältig in einer durchtriebenen Gemeinschaftsaktion mehrerer PL-Kollegen realisierten, Sturz von der Tabellenspitze ganz knapp vor der begehrten Herbstmeisterschaft, nun los. "Kann ich mit Leben" so Mandelator großzügig, "so lange wir am Schluss oben stehen. Und das werden wir mit Sicherheit!" Fragt sich nur: Wo ist für Mandelator oben? Vermutlich oben auf der Kloschüssel seines Arbeitsplatzes.