Lusaka - "Ein Esel schimpft den anderen Langohr". So lässt sich treffend die aktuelle Situation im sambischen Präsidentschaftswahlkrampf zusammenfassen. Ein Algerier streitet einem Südafrikaner die Berechtigung ab, in Botswa... äh, Sambia zu kandidieren, und verwechselt gleichzeitig den Suda... nein, Sambia mit irgendeiner arabischen Bananenrepublik. Wem dann nach diesen Defiziten auch noch Jack Reacher zu Hilfe eilen muss, kann sein Wahlkapfbudget auch gleich beim Madoff Bernd anlegen.
Um das ein ums andere Mal klarzustellen: Wir sind hier in
Sambia und nicht in Ägypten soder sonstwelchen Weichspülerstaaten, wo sich "Demokratiebewegungen" und ähnlicher Blödsinn Luft verschaffen können. Sambia hingegen, das ist unter dem Softiepräsidenten Meier leider etwas in Vergessehheit geraten, ist eine Diktatur, war immer eine Diktatur und muss immer eine Diktatur bleiben. Garantieren kann das selbstredend nur der Klobama von Lusaka, der Liebling der Massen, der Mann, der in Sambia mal so richtig saubermachen wird, wenn er gewählt ist. Wichtig ist auf dem Platz, aber nicht auf dem Tahrir-Platz.
Lusaka - Die Wahlkampfmaschine von Lusaka- Dynamos- Coach Mandelator läuft auf Hochtouren. Ganz nach dem Vorbild des letzten US-Präsidentschaftswahlkampfs wird das Land übersät mit Plakaten, Slogans, Fundraising-Orgien und Blogbeiträgen, dass es eine wahre Freude ist. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis Mandelator nicht mal mehr in den von Massai Uno, Markert & Co. manipulierten Umfragen von Platz 1 ferngehalten werden kann.
Es ist halt alles eine Frage der Medienarbeit, hier werden heute Wahlkämpfe entschieden. Und da lässt die von Hinten bis Hinten
durchgeplante Kampagne des Klobama von Lusaka keine Wünsche offen. So bleibt auch Medien wie Konkurrenzen letztlich nur, zu konstatieren: "Klobama spült Hauptrolle im Wahlkampf", "Klobama hat neue Rolle gefunden", "Alle Scheiße außer Klobama (besonders Uno)" lauten die Schlagzeilen.
Logisch, dass die ersten Konkurrenten bereits aufgeben und sich als Vize-Kandidaten bei Mandelator einschleimen wollen. Im Präsidentenpalast soll dem Vernehmen nach der Präsidententrohn bereits durch einen goldenen WC-Sitz (selbstreinigend) ausgetauscht worden sein.
Lusaka – Der sambische Präsidentschaftswahlkampf ist kaum zwei Wochen alt, schon hat er ein Niveau erreicht, gegen das einem das Dschungelcamp vorkommt wie ein Arte-Themenabend. Und das wohlgemerkt, obwohl der Niveauloseste von Allen als Presse-Monopolist nicht aktiv teilnehmen darf, um wenigstens das Deckmäntelchen der angeblichen Gewaltenteilung in unserer Bananenrepublik zu wahren.
So wird nun allerorts gezickt und getreten, das es eine wahre Freude ist. Mancher chancenlose Konkurrent geht allerdings selbst für hiesige Verhältnisse zu weit, z.B. durch die schamlose Ausnutzung körperlicher Defizite (multiple Leberzirrhose) zur Begründung einer Klage auf Teilnahme am Präsidentschaftsrennen. Natürlich handelt es sich um
einen Migranten, wodurch sich die Frage stellt, wer diese seltsamen Leute eigentlich immer aus allen Randgruppenstaaten Afrikas in unser schönes Botswa….nein, Sene… äh, Sambia lässt. Das wäre ja auch ein Standardthema für einen Wahlkampf.
Wie auch immer, Präsidentschaftsfavorit Mandelator ist des Gezanke um die Plätze hinter ihm auf der Liste reichlich egal. Der „Klobama von Lusaka“ sieht das Rennen ganz entspannt, kein Wunder, hat er doch schlicht die beste Kampagne. Mit dem unglaublich kreativen, von Mandelator höchstpersönlich selbst ohne Hilfe erfundenen Slogan seiner Kampagne kann wirklich nichts mehr schiefgehen: „Yes we Man (delator)! And U (no) can’t!“.
Die gerade erst gegründete MLPD (Massais Luxus Partei de Luxe) musste kurz nach ihrer Gründung bereits wieder aufgelöst werden. Als Grund wurde angegeben, dass sich ihr Parteizweck erübrigt hat, nachdem Parteigründer und Ex-Präsidentschaftskandidat Massai Uno von Wahlleiter Abenteuer die Sambische verfassung eingeprügelt zur Kenntnis gebracht wurde. Dort heißt es bekanntlich in § 15987 b):
"Alle Sambier sind aufgerufen... zu kandidieren. Als Sambier gilt eine Person (...) mit mindestens einer Saison Aufenthalt im Lande.".
Also ist der hergelaufene Exilsüdafrikaner aus dem Rennen, in dem er ohnehin keine Chance gehabt hätte. Erste Reaktionen dazu: Florian M., selbsternannter Favoritenkandidat: "Na und? Präservativ... äh, Präsident werde eh nur
ICH!" Mandelator, Sanitärreferatsleiter des Präsidentenpalastes: "Wenn Uno seine Bewerbung das Klo runterspült, stehe ich gern beratend zur Verfügung. Abgesehen davon: Geschieht Uno recht. Wäre ja noch schöner, wenn jeder hergelaufene Südafrikaner sich hier wichtig machen würde! Wo kämen wir den da hin, das Boot ist voll!" Kalle Grabowski, Ex-Antialkoholiker: "Ich wähl den, der am meisten Freibier verspricht. A propos. Wo sind eigentlich meine geklauten Biervorräte?" Extreme Enigma, Kaiserin: "Was erlaubt sich der Grabowski eigentlich, mir nur 4 Tore einzuschenken?" Lutscher, äh... Liga-Faktotum*: "War ein Schnäppchen, das Lutschermobil. Womit der Papst jetzt fährt? Mir doch egal. Wird der Präsident oder ich?" * Die Humanistengymnasiumsangeber unserer Liga müssten es wissen; Gibt es eigentlich eine weibliche Form von Faktotum?
Lusaka - nachdem Präsident Meier den Köhler gemacht hat, ist der Stuhl im Präseidentenpalast wieder frei. Naja, wirklich besetzt war er vorher auch nicht, aber das ist irgendwann keinem mehr aufgefallen. Nun steht also eine Neuwahl vor der Tür, und wie üblich, kommt zu allererst das Geschmeiß der Liga aus seinen dunkeln Ecken gekrochen und meint, sich mit der Kandidatur zum Staatsoberhaupt a la Berlusconi eine weiße Weste erkaufen und sich eine schöne Altersvorsorge organisieren zu können.
Doch typen wie Uno, Dalton oder Markert haben in einer hocheffektiven und intellektuellen Demokratie wie Sambia natürlich keine Chance- man sehe sich nur mal die bisherigen Präsidenten an. (...) Na gut, den letzten Halbsatz streichen wir wohl mal wieder. Einen neuen Präsidenten
brauchen wir allerdings schon, denn wie man sieht, ist die kurze, aber dennoch zu lange Ära der Kaiserin auch vorbei. Wer soll es also werden? "Mir ist das egal" so der Lusaka Dynamos-Coach und Preisträger der silbernen Klobürste am Band, Mandelator dazu. "Mir ist doch wurscht, wer unter mir Präsident ist. Muss ein Staatsoberhaupt etwa keinen täglichen Bierschiss loswerden? Also, auch der Weg in den Präsidentenpalast führt nur über meinen WC-Bereich. Und wer sich da schlecht benimmt, ist aus dem Rennen. Könnte nataürlich schon sein, dass am Ende gar keiner übrigbleibt und ich die sache selber in die Hand... nein, das ist jetzt vielleicht mißverständlich..., also dass ich den Gang auf den Präsidentenstuhl selber machen muss. Mit Stuhlgang kenn ich mich schließlich aus!"
Lusaka - Eine Nacht in den Tropen. Die Sonnenuhr zeigt 3:45 h morgens. Es ist finster wie im Bärenarsch. Und es riecht auch so. Moskitos summen unheilvoll in der Dunkelheit. Irgendwo draußen brüllt ein Löwe. Oder ist es Kalle Grabowski, dem in der LuLo der 23. Absacker verwehrt wurde? Schweißgebadet schreckt der sambische Startrainer und WC-Mogul Mandelator inmitten seiner über eine XXL-Spielwiese verteilten Gespielinnen hoch. Mandelator denkt kurz nach, schüttelt sich dann angewidert. Jetzt erstmal einen Jägermeister. An Weiterschlafen ist nicht zu denken. Was ist passiert, was erregt ihn so? Ein schlimmer Albtraum?
Ja und leider nein. Es ist der Gedanke an Sambias jüngsten Trainertransfer, der Mandelator den Schlaf raubt. Dieser (der neue Trainer, nicht der Schlaf, Anm. d. Red.) ist zwar sehr wohl ein Albtraum, aber einer aus (virtuellem) Fleisch und Blut: Massai Uno hat als alter Fährtenleser vom Stamm der Massai nur zwei Jahre gebraucht, um erst Mandelators Weggang aus Südafrika zu bemerken (die Meisterschaft von Mandelators Ex-Club Arcadia Shepherds hatte ihn darauf aufmerksam gemacht, wird gemunkelt) und Mandelators
nach Klosteinen duftende Spur bis nach Sambia zu verfolgen.
Nun hat die süd- bzw. ostafrikanische Filzlaus sich den abgehalfterten Verein des Ex- Präsidenten geschnappt und lechzt nach der nächsten Pleite für die Vlad-Paulo-Wertung. ("Am liebsten ganz knapp, ist am Besten für die Fuxx-Wertung"). Die Frage, die Mandelator schlaflose Nächte bereitet, ist nun: Ist ein Uno wirklich gleich zwei Auswärtstore wert? Schließlich ist die Saison noch lang, und gegen den Exilallergiker Markertfloh musste man bereits überraschend tief in die TK-Sparbüchse greifen, um den ersten Dreier einzufahren.
Überhaupt, komisch was sich inzwischen so alles in Sambia herumtreibt: Flöhe, Filzläuse, kläffende Dackel, notgeile Omas... . Seit Mandelator vor zwei Jahren nach Sambia gezogen ist, hat sich das Land kontinuierlich zu seinem Nachteil verändert. Ob da ein Zusammenhang besteht? Wie ist eigentlich das Gegenteil von Gentrifizierung? Wie auch immer, eine Sorge ist man los: Nach seinem Interview im Inquisitor wird Uno bestimmt Ruhe geben, was weitere Pressestatements angeht. Nach dem nächsten Spieltag sowieso.
Lusaka - 2010 war aus Sicht von Lusaka Dynamos-Coach schon ein Jahr zum vergessen. 12. und 13. wurde man in der Sambischen Premier League, der Exclub wurde hingegen souverän Meiszer, dazu erwiesen sich die Sambier beim WC-Trinkgeldgeben als knausriger als schwäbische Schotten auf Hartz IV, und zu guter Letzt lag schon wieder keine XXL-Carrera-Rennbahn unterm Christbaum.
Also das Jahr abhaken und frohgemut ins neue Jahrzehnt
einsteigen? Pustekuchen, denn schon bevor 2011 angefangen hat, kann man es schon abhaken und vergessen. Ein Jahr, in das mit Begegnungen mit Florian Markert und Jakcky Onassis-Reacher reingefeiert wird, kann man getrost unbesehen in die Tonne treten. Also dann, wir melden uns wieder 2012, Bis dahin müssen die LuLo-Gäste den Außenbereich oder den Tresen zur Erleichterung nutzen, Mandelators Keramikabteilung ist wegen Sabbaticals geschlossen.
Lusaka - es sah gut aus für die Lusaka Dynamos in Saiosn 30. Gemessen an der Vorjahres-"Leistung", als man nur um Schamhaaresbreite dem für ein Jahr eintätowierten (A) entging, sogar sehr gut. Doch nun ist man -schwuppdiwupp- auf einmal den Abstiegsrängen unverhofft näher als den mehr als heimlich anvisierten internationalen Pokalplätzen.
Ja, sogar der abgehalfterte und das ganze Jahr (zurecht) verlachte Kolumnist ist plötzlich wieder irgendwie in Schlagweite geraten. Wie konnte das passieren? Was hat uns bloß so ruiniert? Nun, auf solche Fragen gibt es natürlich Antworten:
1. Man muss einen Lutscher in der Liga haben, vor dessen erratischer Taktikschule sogar Kim Jong Il vor Neid erblasst 2. Man muss in einer Liga spielen, in der die größten Großmäuler mit Migrationshintergrund ohne mit der Wimper oder wenigstens einem Stürmerbein zu zucken durch Nichtantreten dem kindlichen Meisterkaiser zur Titelverteidigung verhelfen. 3.
Man muss das Jahr erwischen, in dem Kollege Fascetti es hinbekommt, seine Mathematik- und Taktiktalente endlich mal auf perfekte Weise mit seinen Grammatikkentnissen zu synchronisieren und gleich auch noch in Biologie (Schlachtvieh für die Konkurrenten) zu glänzen. 4. Man muss sich vom Kolumnisten und Vorkriegsmeister durch gezieltes Einseifen auf dessen erbärmliches Niveau herunterziehen lassen. 5. Man hebe sich einen Monsterberg an TK auf,das man mit extra fiesem Grinsen ("Am letzten ZAT mach ich alles klar, die werden sich umschauen") den Konkurrenten um die Ohren zu hauen gedenkt- um festzustellen, dass die Mitbewerber sich völlig überraschend für genau diesen Fall gewappnet haben. 6. Und nicht zuletzt: man nehme für all dies genau die Saison, in welcher der südafrikanische Ex-Club auf die seit Jahrhunderten verfolgte Meisterschaft auf dem schwarzen Kontinent zusteuert.
Dann ist alles hingerichtet für eine Imperfect Season!
Lusaka - Noch fünf Saisonspiele sind zu absolvieren, doch schon jetzt kann Lusaka Dynamos-Coach Mandelator eine erste Saisonbilanz ziehen. Und zwar eine recht gemischte.
Einerseits ist als positiv zu vermelden, dass man diesmal nichts mit dem Abstiegskampf zu tun hat. Andererseits war Mandelator ja letzte Saison aus Südafrika geflohen, weil dort alle so furchtbar gemein zu ihm waren und seine Shepherds nicht Meister werden ließen. Nun werden die Shepherds sogar unter einem Algerier Meister, und es drängt sich
der mehr als berechtigte Verdacht auf, dass es wohl nicht am Team lag, dass es unter Mandelator nie geklappt hat. Mandelator muss sich das alles aus einer überquellenden sambischen Toilette im Bezahlfernsehen anschauen, während in der neuen Heimat entweder sein neuer Arbeitgeber, Kneipenwirt L., den Titel abräumt oder falls nicht, ein dickes Nilpferd im Flur steht und Mandelator den weiteren Weg nach oben versperrt. "Eine ziemliche Scheiß-Situation" so Mandelator dazu. "Aber das ist ja auch mein Spezialgebiet".
Lusaka - Lust hat er nach einer harten Woche keine mehr (auf einen Zeitungsartikel, Anm. d. Red.), aber wenn schon der Kolumnist hypochondriert und der markert das als Anlass nimmt, hier noch mehr als sonst rumzuspinnen ("Meisterschaft zum Greifen nah"), dann muss Mandelator hier ja mal dringend für Ordnung sorgen.
Wie das geht, das kennt Mandelator aus seinem Hauptberuf als Keramikabteilungsleiter in
Lutschers Lounge. "Da geht auch ab und zu was daneben, so wie beim Markert. Oder der ein oder andere (in dem Fall: Kalle oder Grabowski) fühlt sich unwohl nach dem 36. Zambezi. So ist das halt."
Worauf diese Pointe nun rauslaufen soll? Darüber hat sich der Autor anscheinend keinerlei Gedanken gemacht und agiert genauso planlos wie in der Liga. Naja was solls, die Auflösung kommt dann nächste Woche. Vielleicht.
Lusaka - Bereits letzte Woche informierte Dynamos-Coach Mandelator die höchst desinteressierte Öffentlichkeit ausführlich über seinen aktuellen Gesundheitszustand, mit dem Schwerpunkt Magen-Darm-Trakt. Aufgrund des großen Erfolgs hier das aktuelle Bulletin seines Leibarztes Dr. Butcher:
"Mandelators gesundheitliche Problemzone in dieser Woche sind eindeutig der Geruchs- und der Tastsinn" so das Statement, verlesen im Krankenhaus am Rande der Stadt (Lusaka). "Und auch mit der Potenz scheint es nicht zum Besten zu, ähem, stehen. Noch vor wenigen Wochen hätte M. die Einladung der Kollegin Wendy, doch zu
einem lockeren Dreier in ihr Nirwana, äh ich meine, Nkana, zu kommen, kaum ausgeschlagen. Doch nun nimmt er diese Chance nicht einmal mehr als solche wahr und zertrümmert lieber gleich die ganze Bude und seine eigene mit dazu. Noch bedenklicher ist die Tatsache, dass diese Geruchs- und Gefühlslosigkeit auch Mandelators über alle Kontinente verstreuten Verwandten angesteckt zu haben scheint. Das lässt nichts Gutes hoffen."
'Außer für M.s kommende Gegner natürlich', dachte sich der Doc betrübt beim Rausgehen. 'Aber das muss man denen ja nicht auf die Nase binden. M. hats auch so schon schwer genug.'
Lusaka - Hört das denn gar nicht mehr auf? Hier noch ein Artikel, da noch einen Zug platziert, dann alles nochmal geändert und doch die Würfel rausgeholt- purer Stress am Donnerstagabend für Dynamos-Coach Mandelator.
Kommt davon, wenn man die ganze Woche nur seinem Hobby frönt. "Ja ich gebs ja zu, ich hatte diese Darmgrippe, die mich wirklich gefesselt hat" so
Mandelator zerknirscht. "Gefesselt auf der WC-Lounge natürlich. Aber ich sag mal: Ich kann mir keinen schöneren Ort der Welt vorstellen, um gefesselt zu sein. Die Ausstattung vom allerfeinsten, gemütliches Licht, schön was zu lesen... nur die Kundschaft hat genervt. Aber das tut sie auch sosnt immer. So, 500 Zeichen endlich voll? Dann wollen wir diesem Elend mal rechtzeitig ein Ende berei
Lusaka - So ungefähr muss es sich anfühlen, zum Ritter geschlagen zu werden. Der Zambezi Inquisitor stellt den Lusaka Dynamos als halbzeitzeugnis aus: "Abstieg Unwahrscheinlich." Ein erhebender Moment im Leben des südafrikanischen Immigranten mit uneinholbarem Integrationsdefizit, Dynamos-Coach Mandelator? Oder wie ist das mit dem Ritterschlag zu verstehen?
"Naja, das trifft die Sache nicht so ganz" so Mandelator. "Da habe ich mich wohl
missverständlich ausgedrückt. Mir drängte sich der Vergleich eher auf, da auch ein Ritterschlag so abläuft: Man bekommt von einer hässlichen alten Anhängerin von Brillen- und Hutmode aus dem 16. Jahrhundert eins übergebraten und kann sich dafür nichts kaufen. Wahrscheinlich muss man dafür sogar noch ne Stange Geld abdrücken. Na gut, der einzige, nicht unentscheidende Unterschied: Nach einem Ritterschlag hat man immerhin einen Titel sicher!"
Lusaka - Ein 4:4 ist ein bei Copa sehr beliebtes Ergebnis. Zwar gibt es den ein oder anderen Nörgler wie den stets miesepetrigen Kollegen Jacky Onassis-Reacher, doch eine informelle Blitzumfrage unter den sambischen Copatadoren erbrachte ein erstaunlich positives Meinungsbild zum 4:4.
So findet eine satte Mehrheit von 75 %, d.h. ganze 12 von 16 Copatadores das 4:4 der Lusaka Dynamos gegen Chambishi "sehr positiv", "super", "geilomat" oder "extrem enigma unterhaltsam". Die einzigen Stimmen, welche das ganze eher skeptisch sehen, sind der erwähnte Nögler Reach Nothinger und Südafrika-Import Mandelator,
der nach eigener Aussage "mehr auf 6:6 als 4:4 steht", sowie Obernase Lutscher, der gleich zwei Dinge zu bekritteln hat: "Erstens kann man bei einem 4:4 nicht sehen, wer der beiden Dummköpfe jetzt sein Heim- mit dem Auswärtsspiel verwechselt hat, und zweitens hat keiner der Beiden damit den amtierenden Meister auf dem Weg zur lockeren Titelverteidigung unterstützt. Das habe ich wesentlich besser hinbekommen, also für einen echten Lutscher reicht das nicht, was die beiden Anfänger da veranstaltet haben." Der Stimme enthalten hat sich übrigens Kalle Grabowski ("Ich sag erst wieder was, wenn meine Biervorräte wieder aufgetaucht sind").
Lusaka - Das ist doch endlich mal eine gute Idee. Dazu musste man Lutscher nach all den Jahren in ein abgewracktes SM-Studio schicken, um aus den Hirnwindungen der sambischen Blondine etwas sinnvolles herauszupressen. Fantastisch.
"Na klar. das ist die Idee! Dass ich da nicht selber drauf gekommen bin!" so ein euphorisierter Mandelator erfreut ob der grandiosen Vorschläge von der zur Attraktivitätssteigerung des WC-Bereichs von Lutschers Lounge, die ihm die blonde Barbesitzerin unverhofft auf seinem Anrufbeantworter hinterlassen hat. "Flatrates! Bzw. Thickrates, z.B. für das Nilpferd. Oder Fartrates für Einsteiger die sich noch nicht so richtig trauen, zum Kennenlernen. Und
natürlich: Eine Themenwoche! Machen wir. Wer hat eine Idee für eine Themenwoche? Es muss einerseits mit der Keramikabteilung zu tun haben, andererseits mit Fußball, denn das zieht immer. Und einen Werbeträger brauchen wir auch, so einen richtig prominenten."
Hier fällt die Wahl natürlich nicht schwer, da nimmt man bei LLWCB (Lutschers Lounge WC-Bereich AG) selbstredend nur den Besten - den Meister und keinen anderen. Zumal sich, wenn man dessen von zwei Dynamos zerriebenen letzten ZAT betrachtet, auch ganz schnell der Kreis zur Toilette schließt.
LLWCB proudly presents, auch als neuer Trikotsponsor: Die Themenwoche "scheiße gelaufen" präsentiert von den Kabwe Warriors...
Lusaka - Am kommenden Spieltag wird es mehr als happig für die Lusaka Dynamos. Nach einem Erholungs-ZAT mit zwei Heimspielen (was der Kolumnist natürlich übersehen hat und daher die Dynamos gegen besseres Wissen gleich mal unter irgendwelche Favoriten einreiht) geht es für die Lusaka Dynamos nun gleich dreimal gegen das TK-Monster von den Kabwe Warriors.
Neben dem Heimspiel in der Liga tritt
Mandelators WC-Truppe nämlich auch im Pokal gegen den amtierenden Meister an. Und hier wie dort hat sich die "kindliche Kaiserin" ordentlich Babyspeck angefressen, der den Trohnbesetzer trotz seiner jungen Jahre etwas pummelig bedrohlich erscheinen lässt. Ob ausgerechnet Mandelator, der ja schon angesichts der Power Dynamos die Hosen voll hatte, in der Lage ist, hier dagegenzuhalten? Wir sind gespannt.