Schwer wattet man darin. Dies erfuhr auch der Lebemann Don Hernàn bei seinem ersten Ausflug durchs Lande. Zum Auswärtsspiel nach Zarzis war man guten Mutes gereist. Gegen den Tabellenletzten musste doch was zu holen sein. Doch schon die Hinreise gestaltete sich äusserst umständlich. Kurz nach der Abfahrt, geriet der Teambus auf einem Feldweg ins Straucheln, als er einer Karawane lokaler
Beduinen ausweichen musste. Die Folgen waren haarsträubend: Während die Spieler per Anhalter nach Zarzis gelangten, opferte sich der zähe Trainer und ging zu Fuss. Nach 70Spielminuten im Stadion angekommen, zählte er nur mehr die Minuten, bis er vor solchem Graus erlöst würde.
Auf dem Rückweg soll er dennoch in mehreren Zisternen zu finden gewesen sein. Was er bloss gesucht haben mag...
Nun ist es also offiziell. Don Hernan kann sich Wüstensohn nennen lassen. Nach langjähriger Abstinenz ist der ehemalige, mittlerweile jedoch ziemilch eingerostete, (Miss-)Erfolgcoach wieder zurück.
"Nachdem die Wirren hier im Lande für einigen Unmut gesorgt haben, denke ich dass nur die Liebe zum Fussball die Situation wieder in geordnete Bahnen bringen kann. Finanziell lohnt sich mein Engagement hier kaum, doch nach Jahren des Exzesses und des Dandy-Lifestyle's kann ich mich hier wieder auf meine Kernkompetenz konzentrieren.", liess Don Hernan an der offiziellen Pressekonferenz, welche eher flau besucht war, verlauten.
Was seine angebliche "Kernkompetenz" ist, werden wir bald feststellen