F: Don Guate, scheinbar übermächtige 6 Punke Vorsprung, ein gutes Torverhältnis - werden Sie schon an diesem Spieltag Meister?
G: Mit Sicherheit nicht. Wir haben ein dermaßen schweres Restprogramm, dass ich froh bin, wenn wir am Ende die internationale Qualifikation geschafft haben.
F: Sie untertreiben!
G: Mitnichten. Schauen Sie sich doch mal an, welche Brocken man uns noch vorsetzt, bzw. bei welchen Brocken wir noch auftauchen
müssen! Aber wir werden schauen, dass wir unseren Traum wahr werden lassen und am Ende doch noch auf de Treppchen stehen.
F: Am letzten Spieltag hat ihr ärgster Konkurrenz Osasuna daheim mächtig Federn gelassen, so dass Sie den Vorsprung ausbauen konnten - das sollte doch reichen?
G: Warten wir es ab. Derzeit gehen wir im Schneetreiben unter, vielleicht schaffen wir es noch, den Beginn des Winterschlafes hinter das Ende der Saison zu verschieben...
F: Don Guate, herzlichen Glückwunsch zum Wiedererklimmen der Tabellenspitze.
G: Vielen Dank, aber wenn Sie sich an meine weisen Worte der letzten Woche erinnern, so merken Sie, dass mir das zurzeit noch ziemlich egal ist.
F: Diese Woche kommt es nun zum vermeintlichen Showdown - Sie empfangen ihren Konkurrenten Osasuna. Eine mögliche Vorentscheidung?
G: Nein, sicherlich nicht. Beide Teams haben im Falle einer Niederlage weiterhin die Chance, Meister zu werden. Ein Unentschieden dürfte wohl eher der Konkurrenz als einem von uns helfen, Zaragoza sitzt uns ja ganz schön im Nacken.
F: Wie wird Ihre Taktik also
aussehen?
G: Rausgehen, gewinnen, erholen. Und dann das nächste Spiel ebenfalls gewinnen. Ich habe das mal ausgerechnet - bei 9 Siegen aus den letzten Spielen werden wir Meister!
F: Don Guate, Sie sind unglaublich.
G: Danke, ich weiß.
F: Welche Weisheit möchten Sie uns denn heute noch auf den Weg mitgeben?
G: Keine Weisheit, vielmehr eine Anregung zum Nachdenken, wenn Sie sich auf Ihren Heimweg machen: Stelle nur solche Fragen, die Du nicht selbst beantworten kannst oder die Du schon in der letzten Woche gefragt hast.
In diesem Sinne wünsche ich noch einen schönen Nachmittag, ich gehe jetzt zum Training.
F: Don Guate, nach 23 Spieltagen ununterbrochener Führungsarbeit, haben Sie am 24. Spieltag die Tabellenführung abgegeben. Wieso?
G: Weil Osasuna uns überholen konnte und diese Chance eiskalt genutzt hat. Ich habe meiner Mannschaft nichts vorzuwerfen, vielmehr haben sich die Basken im richtigen Moment aus unserem Windschatten bewegt und sind an uns vorbeigezogen.
F: Trotzdem, 23 Spieltage lang Tabellenführer, das dürfte Ligarekord sein, oder?
G:
Ich weiß es nicht und letzten Endes ist es wohl auch egal, wie lange man oben stand, wenn man nicht auch am letzten Spieltag auf dem Platz an der Sonne steht, oder?
F: Befürchten Sie nun einen Einbruch Ihrer Mannschaft? Schließlich ist die Motivation, die Führung zu behalten, nun dahin!
G: Wissen Sie, wir sind so oder so topmotiviert und werden schauen, dass wir am 38. Spieltag oben stehen. Alles andere ist zweitrangig. Ich mache mir da auch keinerlei Sorgen.
F: Don Guate, nach dem katastrophalen Wochenende hat sich ihre Mannschaft anscheinend gefangen.
G: Das stimmt. Mit drei Toren haben wird dieses Mal 6 Punkte eingefahren, letztes Wochenende waren wir bei gleicher Trefferquote noch chancenlos.
F: Was ist ihre Geheimrezept?
G: Training, Training, Training.
F: Und was noch?
G: Nun, hin und wieder in meinen Obstgarten gehen und Äpfel ernten, mit dem Rad durch Asturien radeln und natürlich hin und wieder
eine leckere fabada.
F: Letzte Woche haben Sie vollmundig behauptet, Meister werden zu wollen. Bleiben Sie bei dieser Einstellung?
G: Wenn man nach 23 Spieltagen immer noch Spitzenreiter ist, muss man sich langsam mal Gedanken machen, wohin die Reise gehen soll. Und wir haben uns entschieden, das Projekt Meisterschaft offensiv anzugehen. Wenn es nicht klappt, werden wir uns zwar sicherlich den ein oder anderen Kommentar anhören müssen, aber damit müssen wir dann leben.
F: Don Guate, auswärts eine Niederlage, daheim eine 3:4-Schlappe - was war da los? Haben Sie Ihre Spieler so viel für außerfußballerische Dinge mißbraucht?
G: Nein, nein. Wir haben ein Heimspiel verloren, welches wir natürlich nicht verlieren durften. Aber wollen Sie jetzt schon wieder anfangen, vom Abstieg und meinem Rauswurf zu schreiben?
F: In keinster Weise. Auch das Umfeld des Vereins hat die Niederlage ja mit Fassung getragen und sie trotzdem
mit Applaus aus dem Stadion verabschiedet.
G: Sie erleben mich sprachlos - nach zwei Niederlagen am Stück keine Kritik von Ihnen?
F: Nein. Ich habe heute eine Extra-Portion Glückspillen eingeworfen. Sie können also beruhigt sein.
G: Wie gesagt, Sie erleben mich sprachlos.
F: Was wird Ihre Taktik für die nächsten Spiele sein?
G: Rausgehen, Fußball spielen, Punkten und die Tabellenführung verteidigen. Wir wollen Meister werden!
F: Don Guate, herzlichen Glückwunsch zu Ihrem ersten Titel mit Real Oviedo - Sie sind tatsächlich Herbstmeister geworden und haben kein einziges Mal die Tabellenführung abgegeben.
G: Vielen Dank! Ich freue mich sehr, denn auch wenn ich mir von dem Titel nichts kaufen kann, wird mein Bestreben, asturischen Fußball in Spanien erfolgreich zu realisieren, endlich mal anerkannt.
F: Letzte Woche trafen wir Sie bei der Apfelernte, was haben Sie heute vor?
G: Es
ist inzwischen kalt geworden, auf dem Narranco liegt bereits ein wenig Schnee, und ich mache mich daran, heute einen Caldo Gallego zuzubereiten.
F: Einen Caldo Gallego?! Sie wollen tatsächlich etwas galicisches kochen?
G: Ja. Diese Delikatesse gehört für mich zum Herbst wie die Sidraapfelernte und noch etwas weiteres, aber das verrate ich Ihnen erst nächste Woche. Das hätten Sie Banause in sportlicher und in kulinarischer Hinsicht sich noch niemals vorgestellt.
F: Don Guate, könnten Sie kurz vom Baum absteigen?
[Guatemalaria steigt bedächtig von einer alten Holzleiter, die in einem Apfelbaum steht]
G: Gern, eine kleine Verschnaufspause tut mir langsam gut. Was gibt es?
F: Wir fragen uns, weshalb Sie weder im Pressezentrum, noch auf dem Trainingsplatz stehen, sondern mit Ihrer gesamten Mannschaft hier in die Nähe von Felechosa gefahren sind, um, ja was genau zu machen?
G: Ernten, mein Lieber, Ernten. Die Sidra-Äpfel sind dieses Jahr etwas früh dran und bevor bald das Wetter umschlägt...
F: Haben Sie sich gedacht, holen Sie sich
mal tatkräftige Unterstützung?
G: Genau. Aber wir sind nicht mit dem Auto oder Bus sondern mit dem Rad hierhin gefahren und werden zurück joggen. Machen Sie sich also keinerlei Hoffnungen, irgendwelche negativen Aspekte dieser Trainingseinheit zu finden!
F: Sie sind weiterhin Tabellenführer, doch so ein Verhalten erscheint uns etwas überheblich.
G: Sie irren. Teamtraining in einer anderen Umgebung, die eigenen Grenzen erfahren, all dieser neumodische Schnickschnack wird hier ebenfalls zelebriert. Und sobald die Sidra fertig ist, werden wir es uns schmecken lassen - Tabellenführung hin oder her.
F: "Gäbe es doch die Fux-Wertung so wären Sie, Don Guate, wohl einer der größten Auswärts-Füxe der spanischen Liga - erneut ein knapper aber verdienter Auswärtssieg, zu dem wir Ihnen gratulieren möchten!
G: Danke, danke. Ich fühle mich geehrt.
F: Don Guate, Ihre Mannschaft scheint unglaubliche Kraftreserven zu besitzen - die Abwehr hält zurzeit wirklich gut zusammen und lässt
kaum Gegentore zu.
G: Erneut muss ich mich für das Lob bedanken und Ihnen Recht geben. Ich bin mit der derzeitigen Abwehrleistung mehr als zufrieden. Gleichzeitig muss ich Sie aber auch daran erinnern, dass just Sie mich noch in der vergangenen Spielzeit auf unsere Abwehr ansprachen und diese heftigst kritisierten!
F: Damals klappte ja auch nichts!
G: Oh doch, aber Sie waren einfach nicht qualifiziert genug, dies zu erkennen.
Frage: Don Guate, nach sieben sensationellen Siegen nun zwei Niederlagen und daheim nur ein Unentschieden - wie konnte das geschehen?
Guatemalaria: Wissen Sie, irgendwann mussten auch wir mal Federn lassen, damit hatte ich gerechnet. Wir haben daheim alles gesehen, was Fußball ausmacht - schöne Spielzüge, harte Kämpfe und unbedingten Siegeswillen auf beiden Seiten. Ich denke, dass dieses Spiel zwei Sieger verdient hätte und nicht, wie jetzt, zwei Verlierer.
F: Auswärts haben Sie keinen Punkt mehr
geholt.
G: Auch wenn wir nicht gepunktet haben, denke ich, dass wir bei Getafe gut gespielt haben. Was unsere Leistung in Alavés betrifft, kann ich nicht verstehen, was da passiert ist. Die Abwehr ist derart geschwommen, dass ich drauf und dran war, ihnen Schwimmflügel zuzuwerfen.
F: Ist nun das Ende der ovetensischen Herrschaft über die Liga nahe?
G: Sollten wir die anstehenden Spiele alle gewinnen, sicher nicht. Verlieren wir alle, steht zumindest Osasuna über uns und schaut uns auf unser langsam kahler werdenden Haupt.
F: Don Guate, wir sind langsam sprachlos - 7 Spiele, 7 Siege und davon satte 3 Auswärtssiege.
G: Das, was ich mir in der vergangenen Saison so häufig gewünscht habe, ist also endlich eingetroffen - sie halten mal den Mund.
F: Mmh [heftiges Nicken]
G: Dann werde ich die Gelegenheit nutzen und Ihnen beschreiben, wie schön es ist, sich mal nicht dumme Fragen anhören zu müssen, sich nicht rechtfertigen zu müssen für Niederlagen. Die Mannschaft spielt derzeit einen Fußball, den ich mir zwar so erträumt hatte, aber
niemals damit gerechnet hatte, ihn auch mal auf dem Platz gespielt zu sehen. Ich bin wirklich stolz auf meine Jungs, auch wenn wir diesen Nimbus der Verlustfreien nicht mehr lang werden halten können. Haben Sie noch Fragen? Irgendwelche Kommentare zu den Längengraden der Gastgebermannschaften, denen wir in packenden Spielen die Punkte nehmen konnten?
F: Mmmh [heftiges Kopfschütteln]
G: Danke, dann gehe ich mal wieder auf den Trainingsplatz. Nicht dass die Spieler auf die Idee kommen, vor lauter auf-die-Schulter-klopfen das Training zu vernachlässigen.
Frage: Don Guate, ohne Punktverlust Spitzenreiter, bereits zweimal auswärts siegreich und daheim eine weiße Weste - wie haben Sie das geschafft?
Guatemalaria: Wissen Sie, kontinuierliche Arbeit zahlt sich irgendwann aus. Nachdem man ja monatelang wenig von der guten Arbeit, die wir hier in Oviedo leisten, zu sehen bekam, scheint bei uns endlich der Knoten geplatzt zu sein. Dass es nun so gut laufen würde, war nicht unbedingt zu erwarten gewesen, aber es überrascht mich auch nicht unbedingt.
F: Der Trainer A Coruñas, BOUSSATI, sprach von Real als
"spielerisch besser, gut vorbereitet und absolut motiviert".
G: Dem habe ich eigentlich nicht viel hinzuzufügen.
F: Betrachtet man die Stationen Ihrer Siege, so fällt auf, dass Sie die Siege gegen Teams aus dem Norden Spaniens eingefahren haben. Wo liegt denn Ihrer Meinung nach Salamanca?
G: Von Oviedo aus betrachtet liegen viele Städte unserer Liga südlich, dies trifft auch auf Salamanca zu. Allerdings liegt San Sebastian ebenfalls südlicher und A Coruña auf exakt gleicher Nördlicher Länge. Ihre Überlegungen laufen also ins Leere.
Frage: Don Guatíssimo, wir entschuldigen uns in aller Form bei Ihnen.
Guate: Wofür?
F: Für diverse Fehleinschätzungen und Anschuldigungen.
G: Wofür noch?
F: Dumme Fragen und düstere Zukunftsmalereien.
G: Derzeit sehe ich mich noch nicht in der Lage, Ihnen zu verzeihen, wie Sie sicher verstehen können. Aus diesem Grunde werde ich Ihnen einfach ein paar Sätze auf Ihr Blatt diskutieren und Sie dürfen diese dann veröffentlichen.
1. Der 5-Jahresplan Guatemalarischer Ausrichtung hat weiterhin Bestand.
2. Die Mannschaft hat mit dem sensationellen aber nicht überraschenden Sprung auf den vierten Tabellenplatz bewiesen, dass sie umzusetzen vermag, was ich ihr beigebracht habe.
3. Diese Zeitung ist eine Verblödungsindustrie, welche Verein, Mannschaft und insbesondere Trainer Unrecht getan
hat.
4. Der asturische Fußball hat die erfolgreichste Saison aller Zeiten erlebt und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Spaniens Nationalmannschaft mit asturischen Kickern in den Reihen äußerst erfolgreich ist.
5. Der freie Staat Asturies hat mir gestern die asturische Staatsbürgerschaft angeboten und ich habe sie mit Freude angenommen.
6. Verhandlungen mit einer argentinischen Marke über einen Exklusiv-Sponsorenvertrag laufen noch, dürften aber bald erfolgreich beendet sein.
7. Es wird im Vergleich zur Vorsaison nur wenige Neueinkäufe, vor allem Ergänzungen aus der eigenen Jugend geben.
F: Don Guate, dürfen wir eine Frage stellen?
G: Ja.
F: Vielen Dank. Was ist Ihr Saisonziel?
G: Lesen Sie das doch bitte in meinem 5-Jahres-Plan nach, ja? Ich muss jetzt wieder auf das Trainingsgelände.
F: Don Guate, die Saison steht vor ihrem Höhepunkt, Sie persönlich haben Ihr Ziel verfehlt. Wird Oviedo jemals auf einen einstelligen Tabellenplatz vorrücken können?
G: Das stimmt so nicht, junger Mann! Wie können Sie denn über das Erreichen meines Zieles sprechen, wenn wir es noch nicht erreicht haben?
F: Eben weil Sie es noch nicht erreicht habe-
G: Weil die Saison noch nicht vorbei ist. Wir haben weiterhin die Möglichkeit, uns für den Internationalen Wettbewerb zu qualifizieren, haben
den Spitzenreiter-und-vielleicht-Meister Xixón mit 4:0 aus unserem Stadion gejagt, unsere Fans mal wieder begeistert und auswärts nur knapp den Sieg verpasst.
F: Ein 5:5 der ärgerlichen Art, oder? Schließlich führten Sie mit 5:3 und mussten sich in der 94. Minute noch die Butter vom Brot nehmen lassen.
G: Sicherlich war das ärgerlich, aber so ist das halt manchmal.
F: Nehmen Sie Ihren Hut?
G: Dank dieser dämlichen Frage werde ich jetzt sofort meinen Hut nehmen und gehen, Sie nerven mich.
Frage: Don Guate, nach langer Zeit dürfen wir Sie mal wieder persönlich begrüßen! Was verschafft uns die Ehre?
Guatemalaria: Wenn ich Ihnen sage, dass JEFE eine Magenverstimmung hat, steht morgen in der Zeitung, ich hätte ihn mit einer Fischvergiftung außer Gefecht gesetzt. Deshalb sage ich es mal so: Das Derby gegen Xixón steht an.
F: Und die Vorzeichen stehen so schlecht wie selten: 14 Punkte Rückstand, Gijón auf dem ersten Platz und Sie krebsen auf dem 13. Platz rum.
G: Nun ja, nach unserem Sieg sind es nur noch 11 Punkte Rückstand und noch ist die Meisterschaft nicht
unmöglich, oder?
F: Don Guate, es ist einfach schön, dass Sie wieder da sind! Wir hatten Ihre Meisterschaftsträume fast schon vergessen.
G: Danke.
F: Ihr Saisonziel ist kaum noch zu erreichen, selbst der einstellige Tabellenplatz dürfte schwer zu schaffen sein - sehen Sie optimistisch in die nächste Saison?
G: Definitiv. Wir haben in diesem Jahr ein bisschen mehr Ruhe in das Umfeld gebracht, ich sehe vor allem unsere Abwehr deutlich stärker. Ich danke Ihnen für das Gespräch, muss mich aber schon jetzt verabschieden, da ich meine Jungs noch für das Spiel gegen die Muschelschubser vorbereiten muss.
Frage: JEFE, jede Woche wieder fragen wir uns - wann überspringt Oviedo endlich die Hürde und landet auf einem einstelligen Tabellenplatz?
JEFE: Diese Frage kann ich Ihnen nicht beantworten. Nach unserem Jahresplan sollten wir schon auf einem einstelligen Platz stehen, aber wie Sie merken, tun wir das noch nicht.
F: Sie stellen den guatemalarischen Jahresplan in Frage?
JEFE: Nein. Ich stelle nur fest, dass die Mannschaft nicht dort steht, wo sie stehen sollte.
F: Nun denn, die Mannschaft ist weiterhin sehr heimstark und schwächelt aber
auswärts, auch wenn es so aussieht, als könnten Sie hin und wieder eine absolute Klatsche abwenden.
JEFE: Ein Fortschritt, oder?
F: Den Sie uns aber schon seit mehreren Wochen propagieren. Wenn man Meister werden will, muss man auch auswärts punkten...
JEFE: Korrekt, und wie Don Guate sagt, die Heimpunkte sind nur halb soviel wert, wenn man auswärts nur verliert. Aber derzeit scheint die Mannschaft nicht die Konstanz zu besitzen, auch auswärts so toll zu spielen wie daheim.
F: Schaffen Sie noch den Sprung auf den einstelligen Platz?
F: Wohl an, JEFE, nach zwei Wochen Unterbrechung sprechen wir nun wieder mit Ihnen - hat sich der Geisteszustand von Guatemalaria wieder stabilisiert?
JEFE: Nun, ich möchte nur soviel dazu sagen: Der Sprung auf den elften Tabellenplatz, somit also die Rückkehr auf die beste Position, die wir in dieser Saison bisher innehatten, dürfte Guate gefreut haben.
F: "Dürfte Guate gefreut haben" - Sie haben also noch nicht persönlich mit Ihm gesprochen?
JEFE: Nein, seine Ärz, ääh, ich habe derzeit das Training wieder übernommen und bin einfach nicht dazu gekommen, Ihn persönlich zu besuchen. Aber wie Sie, wenn Sie einen Kennerblick auf die Tabelle geworfen haben, sicherlich schon feststellen durfen, ist es uns gelungen, bereits zwei Punkte auf den Meister gut zu machen - das dürfte Guate sehr freuen.
F: Nichtsdestotrotz stagniert Oviedo in der unteren Hälfte der Tabelle, hat aber wenigstens 10 Punkte
Vorsprung auf den ersten Abstiegsrand.
JEFE: Ich denke, dass Sie sich langsam an den Gedanken gewöhnen müssen, uns auch nächstes Jahr als Erstligisten interviewen zu müssen. Nicht, dass ich daran auch nur ein einziges Mal Zweifel gehabt hätte, aber für Sie dürfte das ja eine kleine Sensation sein, oder?
F: Die Fragen stelle immer noch ich. Durch das 5:0 über die galicischen Muschelschupser, die das anschließende Auswärtsspiel ja sensationell mit 6:4 gewannen, haben Sie, wenn wir einen Blick auf die Ewige Tabelle Spaniens werfen, einen wichtigen Schritt getan, oder?
JEFE: Definitiv. Wir waren uns der Wichtigkeit dieses Spieles mehr als bewusst und haben all unser Können aufgezeigt, damit wir auch in dieser Tabelle oben stehen. Die Tabellenführungsverteidigung stand ganz oben auf unser Agenda und ich glaube, dass uns unser 9-Punkte-Vorsprung über die Saison retten wird. Es wird schwer, aber es ist machbar, nachdem wir in den letzten Jahren immer mehr an Boden verloren hatten, können wir hoffentlich die Trendwende schaffen.