F: Don Guate, was war da los? Zwei Heimspiele und kein einziges Tor - wird Ihre Mannschaft von Ihrer geplanten Pilgerschaft doch noch stärker beeinfluss als wir jemals befürchtet hatten?
G: Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht. In meinem letzten Interview mit Ihnen hatte ich ja große Taten angekündigt, doch dass meine Jungs mich derart hängen lassen würden, hatte ich nie gedacht.
F: Sind Sie sich bewusst, dass Sie mit diesem Auftreten dem Ansehen Oviedos geschadet haben?
G: Ja. Auch wenn ich persönlich bei mir keinerlei Schuld sehe sondern die gesamte Schuld bei den Spielern sehe, werde ich mich vor sie stellen und dafür gerade stehen. Hiermit entschuldige ich mich in
aller Form für die Fehlleistung meiner Mannschaft - so etwas darf es nicht geben und wird es nicht wieder geben.
F: Die Fans Reals sind verständlicherweise sauer und werden so eine Einstellung nicht gutheißen.
G: Wollen Sie mir jetzt Liebesentzug unserer Fans androhen? Da täuschen Sie sich. Rückschläge stärken eine Mannschaft wie unsere doch nur. Die Jungs werden weiter reifen und sich in den nächsten Spielen noch mehr reinhängen.
F: Der Saisonstart ist anscheinend doch nicht so gut, wie wir anfangs gehofft hatten. Müssen wir uns jetzt Sorgen machen?
G: Ich bleibe dabei, unser Ziel ist und bleibt der internationale Wettbewerb und wir werden dieses Ziel erreichen.
F: Don Guate, kaum kündigen Sie in der Öffentlichkeit Ihre Pilgerschaft an, da setzt es drei üble Niederlagen. Bleiben Sie zur Sicherheit nicht doch besser in Oviedo?
G: Wissen Sie, auswärts darf man verlieren, da mache ich mir keine Sorgen. Sorgen müssten man sich eher um den Herrn Denker machen - der hat doch jetzt schon doppelt so viele Tore geschossen wie wir und tanzt auf zwei Hochzeiten.
F: Was ist so schlimm daran, auf zwei Hochzeiten zu tanzen? Das haben Sie doch auch gemacht! Und wenigstens bleibt er bei seiner Mannschaft, im Gegensatz zu ihnen.
G: Nun ja, ich frage mich schon, ob er nicht
kurz nach dem Hauptgang aufgeben muss. Auch wenn sein Kampf um Spaniens internationale Ehre lobenswert und wichtig ist, hätten wir ihm gern die Chance gegeben, sich in Oviedo auszuruhen und zu entspannen, anstatt sich bei uns so zu verausgaben.
F: Also, gehen Sie nun auf Pilgerschaft oder stehen Sie zu Ihrem Team?
G: Beides. Ich stehe zu meinem Team und werde gerade deshalb nach dem Sieg bei Almería unsere Gastgeber nach Gijón begleiten, wo sie den zweiten Teil der asturischen Abreibung bekommen. Von dort werde ich dann entlang der Küste weiterlaufen und mein Team mental beim Sieg gegen Bilbao unterstützen.
F: Don Guate, es mehren sich die Gerüchte, dass Sie bald auf Pilgerschaft gehen werden. Was ist dran?
G: Eine Menge. Ich bin derzeit dabei, die letzten Sachen zu planen.
F: Das heißt?
G: Nun, ich bin noch dabei, den Griff der Zahnbürste auszuhöhlen und bin noch auf der Suche nach dem leichtesten winterfesten Schlafsack.
F: Winterfester Schlafsack im Frühsommer? Zahnbürste aushöhlen? Don Guate, kann es sein, dass Ihnen die Höhenluft, der Sprung auf Platz zwei in der Liga, nicht gut tut?
G: Mir geht es prächtig. Ich habe schon vor der Meistersaison beschlossen, alle iberischen Jakobswege abzulaufen. Und da das etwas dauern wird, brauche ich auch einen winterfesten Schlafsack.
F: Und wer steht dann die berühmten drei Meter von der Bank entfernt und sorgt für die richtige
Mannschaftsleistung?
G: Wissen Sie, wir haben seit langem ein mentales Training in unser normales Training eingebaut, das es mir erlaubt, non-verbal mit den Spielern auch auf größere Entfernung zu kommunizieren. Ich werde also immer genau wissen, was meine Spieler machen.
F: Was macht denn zum Beispiel Pedro Celau gerade?
G: Moment, er, ja, nun gut, also er ist gerade auf dem Weg zur Dusche. Die Jungs haben gerade den Halbmarathon in Gijón hinter sich gebracht - als Mannschaftsleistung absolut top, ich bin sehr zufrieden. Die Jungs haben gelernt, dass Sie auch ohne Ihren Trainer Höchstleistungen bringen können. Beim letzten Heimspiel war ich ja auch nicht im Stadion und wir haben gewonnen!
F: Wieso gehen Sie denn eigentlich auf Pilgerschaft?
G: Dies werde ich Ihnen mitteilen, wenn die Zeit reif ist. Jetzt muss ich wieder an die Bohrmaschine, die Zahnbürste ruft.
F: Don Guate, ein Heimsieg und ein Auswärtssieg – so kann sich der Saisonstart doch endlich mal wieder sehen lassen, oder?
G: Sie haben Recht, so hatte ich es mir nicht nur erhofft, nein so hatte ich es nach dieser exzellenten Vorbereitung eigentlich auch erwartet. Und fragen Sie mich bitte nicht, ob wir denn jetzt Meister werden!
F: Wo werden Sie denn am Ende der Saison stehen?
G: Auf jeden Fall wieder neben dem Spielfeld, gut 3 Meter von der Bank entfernt in der nachdenklichen Pose, die Sie von mir seit Jahren kennen.
F: Ist Ihre Taktik, auf junge Nachwuchskräfte zu setzen, aufgegangen? Wie machen sich die Jungen im Training?
G: Ich bin sehr zufrieden. Wir haben mit unseren Jungspielern
nicht nur exzellente Wasserträger sondern auch escanciadores, die sich alle Mühe geben, uns das Training zu erleichtern. Im Ernst, die Jungs hängen sich rein und wissen, dass Sie hier in Oviedo beste Entwicklungschancen haben. Wir sehen uns als Ausbildungsverein, der die Jugendarbeit sehr wichtig nimmt.
F: Wie geht es denn jetzt weiter – werden Sie wieder so eine eindrucksvolle Serie starten, wie Sie es vor 2 Spielzeiten geschafft haben?
G: Ich bezweifle dies ein wenig, denn wir sind damals als unbekanntes Team in die Spielzeit gestartet und wurden jede Woche wieder von überheblichen Gegner unterschätzt. Das hat sich inzwischen geändert. Aber wir werden immer wieder Nadelstiche setzen, das ist klar.
F: Don Guate, eine misslungene Saison national wie international und Sie sind immer noch hier!?
G: Oh ja, ich habe hier einen Vertrag, der mir die Freiheit gibt, für immer bei Real Trainer zu sein. Lebenslang Real Oviedo - es gibt nichts schöneres!
F: Die Frage ist nur, ob Sie auch noch trainieren, wenn dies in der zweiten Liga geschieht?
G: Natürlich. Dieser Verein ist mein Leben und ich werde dafür kämpfen, ihn weiterhin als den erfolgreichsten Verein Spaniens zu weiteren Ehren zu führen. Die vergangene Saison sieht schlimmer aus, als sie wirklich war - so weit weg war die Qualifikation fürs internationale Geschäft nun auch nicht.
F: Haben Sie sich mal die Tabelle
angesehen?
G: Natürlich und ich habe auch sofort die Problematik der letzten Saison erkannt. Wir haben in der Meisterschaftssaison ein Torerhältnis von 93:67 gehabt, in der vergangenen 97:93 - das sagt doch schon viel aus. Ich habe in der Spielpause also besonderen Wert auf die Bewegung nach hinten gelegt und sehe mich bestätigt: Wir haben in den Vorbereitungsspielen keinen Gegentreffer kassiert!
F: Sie meinen die drei Spiele gegen Aviles, Gijóns 2. Mannschaft und Ihre A-Jugend?
G: Genau! Ich bin mit den drei Siegen gegen diese Teams mehr als zufrieden und sehe meine Mannschaft wieder auf dem richtigen Weg. Hinten mauern, vorne schießen - mit dieser Parole dürften wir oben mitspielen!
F: Don Guate, der letzte Spieltag steht an und Real hat mal wieder Sprung auf Platz 9 geschafft. Sollte es wirklich Ziel des amtierenden Meisters sein, auf einen einstelligen Platz zu kommen?
G: Auf jeden Fall. Allerdings sollte dieser einstellige Tabellenplatz auch dafür sorgen, dass man international vertreten ist. Und das steht bei uns leider in den Sternen.
F: Sie haben nur zwei Punkte Rückstand auf Platz 6.
G: Allerdings bei einem miserablen Torverhältnis und Mannschaften, die es un kaum ermöglichen werden, sie noch zu überholen.
F: Wenn wir an die 29. Saison
denken - Sie sind damals am letzten Spieltag noch auf den vierten Platz gesprungen!
G: Das hat uns damals aber auch nicht gereicht, um international spielen zu dürfen. Wir werden schauen, wieviel Punkte wir holen können. Aber erklärtes Ziel ist es, auf einem einstelligen Platz abzuschließen. Alles andere ist Kür.
F: Werden Sie auch in der nächsten Saison Trainer von Oviedo sein?
G: Ja. Einen solchen Abgang wünscht sich kein Trainer und ich habe noch viel vor. Der Verein schenkt mir weiterhin das Vertrauen und die Ruhe, die ich für meine Arbeit brauche.
F: Don Guate, Sie stehen seit einem langen Aufenthalt in den Niederungen der Liga mal wieder auf einem einstelligen Tabellenplatz - haben Sie schon Probleme mit der Höhenluft?
G: Nun ja, der Höhenlufteffekt der vergangenen Saison ist ja ohne Erfolg verpufft, von daher mache ich mir auch keine Sorgen über Luftprobleme.
F: Abstieg oder internationaler Startplatz?
G: Beides
ist drin, wir wollen aber natürlich zweiteres.
F: Wie wollen Sie dies erreichen?
G: Alle restlichen Spiele gewinnen, dann sollten wir am Ende weiter oben stehen als wir jetzt stehen.
F: Die Talsohle ist also durchschritten?
G: Wir wollen es hoffen.
F: Was machen die Jungspunde?
G: Das Wasser tragen und die Schuhe putzen, ich bin recht zufrieden mit ihnen.
F: Don Guate, erneut zwei klare Auswärtsniederlagen und ein Heimsieg. Was ist da los?
G: Ich möchte jetzt nicht anfangen rumzuheulen, dass man in Spielen gegen uns als aktuellen Meister natürlich besonders motiviert rangeht und jedes Spiel noch mal mehr motiviert bestreitet.
F: Aaaber?
G: Wissen Sie, wir-
F: -haben in den letzten beiden Spielzeiten völlig über unserem Niveau gespielt und fallen jetzt wieder dahin
zurück, wo wir hingehören? In die Niederungen, in den zweistelligen Ligabereich? Ist es das, was Sie sagen wollen, Don Guate?
G: Nein. Wir spielen eine durchwachsene Saison, aber es sind weiterhin nur 4 Punkte Rückstand auf den internationalen Wettbewerb und noch ist diese Saison nicht vorbei.
F: Sie glauben also tatsächlich, dass Sie noch irgendetwas reißen können?
G: Ja. Und deshalb gehe ich jetzt auf den Trainingsplatz.
F: Don Guate, wir dürfen Ihnen herzlichst zu Ihrem ersten Auswärtssieg in dieser Saison gratulieren.
G: Vielen Dank.
F: Zum dritten Mal hat ihre Mannschaft auswärts treffen können, doch erst in San Sebastián haben Sie auch einen Sieg, bzw. überhaupt mal einen Punkt einfahren können.
G: Ist das nicht phantastisch? Ihr Reporter habt ein Sammelsurium an Informationen, da bin ich einfach nur baff.
F: Es sind jetzt nur noch 9 Punkte und eine Tordifferenz von 13 aufzuholen, damit Sie es sich wieder auf dem Platz an der Sonne gemütlich machen
können. Werden Sie noch Meister?
G: Mit Sicherheit. Aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht in dieser Saison. Und es ist fast sicher, dass wir nicht den Sprung in die Champions League schaffen werden. Was wollen Sie noch wissen?
F: Sie haben zu Beginn der Saison einige Jungspieler hochgeholt. Haben sich diese Spieler vom Zustand des erweiterten Bankdrückers schon weiterentwickelt?
G: Die Jungs machen im Training einen ordentlichen Job und ich bin zuversichtlich, dass ich sie bald schon zum ordentlichen Bankdrücker, wenn nicht gar zum Teilzeit-Warmlaufer befördern kann.
F: Don Guate, Sie geben kaum noch Interviews, die Spieler haben ein Verbot, sich der Presse gegenüber zu äußern und auch das Präsidium zeigt uns die kalte Schulter. Was ist da los?
G: Wir haben zurzeit nicht das Bedürfnis, uns der Presse gegenüber zu äußern.
F: Ihre Mannschaft spielt wie vor einigen Spielzeiten - durchschnittlich bis schlecht, nur selten blitzt da das Talent auf, das wir in der letzten Saison, als sie so grandios Meister wurden, gesehen
haben.
G: Haben Sie tatsächlich geglaubt, dass wir zweimal hintereinander so genial spielen würden?
F: Das nicht, aber wir hatten auch nicht damit gerechnet, dass es so schlecht sein könnte.
G: Geben Sie uns Zeit und Ruhe, bleiben Sie gelassen.
F: Wollen Sie sich zur Weltmeisterschaft äußern?
G: Ich komme derzeit kaum dazu, irgendetwas zu verfolgen, was ich persönlich sehr schade finde. Geben Sie mir noch ein paar Tage Zeit, dann kann ich Ihnen etwas sagen.
F: Don Guate, Sie sind als Meister gestartet, haben die Hinrunde auf dem 16. Tabellenplatz abgeschlossen und sind in der Champions League ausgeschieden. Was ist das los im Königreich Asturien?
G: Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.
F: Sie stehen also vor einem Rätsel?
G: Ja.
F: Sie geben also zu, keine Ahnung zu haben, was Sie als Trainer noch tun können?
G: Sie verdrehen mir die Worte. Ich sagte, dass ich nicht weiß, was im Königreich Asturien derzeit los ist. Aber ich sehe zumindest verschiedene
Punkte, bei denen wir ansetzen können, um uns aus dieser misslichen Lage zu befreien. Wir müssen siegen, siegen, siegen.
F: Zum Auftakt geht es nun direkt zum Herbstmeister Real Madrid...
G: Es wird schwer, aber wir müssen schauen, dass wir in der Rückrunde die Punkte holen, die wir in der Hinrunde haben liegen lassen. Das Aus in der Champions League können wir nur dadurch verkraften, dass wir uns wenigstens für den Internationalen Wettbewerb qualifizieren. Warten wir es ab, wann wir zu unser alten Kraft zurückkehren.
Frage: Don Guate, Ihre Spieler wirken derzeit übermüdet.
Guatemalaria: Das mag zutreffen, ich habe ja auch das spezielle asturische Krafttraining Guatemalarischer Prägung durchgeführt.
F: Das bedeutet?
G: Mit einem quintal Trester die Berge rauf und runter rennen, an jeder Wegkurve quintal absetzen, 50 Liegestütze, quintal auf den Rücken wuchten und weiterrennen.
F: Sind Sie etwa der Meinung, diese antiquierte Vorgehensweise
würde irgendetwas positives bewirken?
G: Glauben Sie etwa, wir würden da stehen, wo wir jetzt stehen, wenn wir dies nicht schon seit langem praktizieren würden? Nur weil Ihr Presseheinis nicht von allem sofort Wind bekommt, heißt das doch nicht, dass es nicht exisitiert.
F: Aber Ihre Spieler sind doch jetzt müde!
G: Womit Sie jetzt wieder eine Woche Zeit haben, sich zu überlegen, woran dies liegen könnte. Am Krafttraining jedenfalls nicht.
F: Korrekt! Und das eine Wort welches das na'a begründet?
G: Auch die Antwort ist eindeutig: Orbayu!
F: Und die nächste Einwortantwortfrage: Qué hai de faer dempués d'atarmar un falador d' un equipu pequeninu?
G: Auch klar - Folixa!
F: Nun denn, genug Quizfragen. Don Guate, woran liegt es, dass Ihre Mannschaft derzeit eher Mittelmaß als Oberklasse ist?
G: Wie ich
schon sagt, l'orbayu. Wir haben derzeit echt Probleme, den unter Kontrolle zu bekommen. Unsere Platzwarte versuchen selbst das Unmögliche, aber es klappt halt nicht wirklich. Wir waren alle gemeinsam in Covadonga. Aber als wir wieder in Oviedo waren - orbayu, namás otra cosina...
F: In der Champions League dürften sie mit dem orbayu aber weniger Probleme haben und trotzdem läuft es nicht so...
G: Wie gesagt, der orbayu scheint uns zu verfolgen. Es bleibt abzuwarten, ob es noch eine Besserung für uns gibt.
F: Don Guate, nach Ihrem sensationellen Meistertitel nun der Absturz - Sieg und Niederlage am ersten Spieltag. Aus der letzten Saison waren wir besseres gewöhnt...
G: Wie schön, da hat man drei Wochen lang Ferien gehabt, sich über die Meisterschaft gefreut und am ersten Pressetag bekommt man wieder einen auf die Mütze. Wir haben einen etwas durchwachsenen, aber trotzdem ordentlichen Start in die Saison gehabt,
aber es war doch zu erwarten, dass man uns nicht nochmal mit einer schier endlosen Siegesreihe starten lassen würde, oder?
F: Trotzdem - mit 5:0 bei Balompié abgefertigt zu werden, ist doch eines Meisters nicht würdig!
G: Lassen Sie unsere Würde mal die unsrige bleiben. Wir haben zum ersten Mal die Doppelbelastung mit der ChampionsLeague und werden uns zu Beginn sicherlich noch etwas orientieren müssen.
F: Don Guate, 7 Punkte Vorsprung, eine ausgeruhte Mannschaft - das sind doch wirklich mal gute Bedingungen, um die spanische Meisterschaft für sich zu entscheiden!
G: Vielen Dank für Ihre Sicht der Dinge. Natürlich stehen wir super gut da und hätten es uns als uneingeschränkter Tabellenführer redlich verdient, Meister zu werden, aber ich möchte den Tag noch nicht vor dem Abend loben.
F: Bitte?
G: Um einen sehr ausgetretenen Allgemeinplatz zu benutzen - das Spiel hat 90 Minuten, die spanische Meisterschaft 38 Spieltage. Und wir haben noch drei harte Spiele vor uns!
F: Und Sie meinen, dass man Sie noch abfangen könnte?
G: Ich werde mich nicht bemühen, Ihr geringe Kapazität beim Aufsagen von Endspielergebnissen zu überfordern, plädiere auch nicht an Ihr
Gedächtnis. Ich weise Sie einfach nur darauf hin, dass wir rein rechnerisch noch abgefangen werden können und es mich nicht allzusehr wundern würde, wenn dies noch geschähe. Real Madrid hatte uns kurz vor einer Niederlage, Balompié hat uns auseinander genommen...
F: Wenn wir der Statistik trauen dürfen, dann werden Sie in den letzten Spielen noch zwei Punkte holen. In Ihrer ersten Saison waren es 53, in der zweiten 61 Punkte - derzeit haben Sie 67 Punkte, woraus wir schließen, dass Sie noch zweimal Unentschieden spielen werden und dann wohl die Meisterschaft feiern dürfen.
G: Ich habe diese Statistik weder von einer verlässlichen Quelle gehört noch gelesen, geschweige denn habe ich sie selbst erstellt. Ich äußere mich also nicht dazu und konzentriere mich ganz auf das Meisterschaftsfinale.
Frage: Don Guate, aus, vorbei - nach zwei Auftaktsiegen doch noch das Aus in der Champions Leauge!
Guatemalaria: Es ist unglaublich bitter, dass wir nach einem so guten Start derart bitter bestraft wurden. Im letzten Spiel wurden wir von den Schweizern überrannt, die schienen mit 13 oder 14 Spielern auf dem Platz zu stehen.
F: Welche Konsequenzen ziehen Sie daraus?
G: Wir werden noch intensiver trainieren müssen, wenn wir keine Eintagsfliege sein wollen. Das Aus ist sehr enttäuschend, aber jetzt müssen wir halt in der Liga kämpfen.
F: Wo Sie derzeit ja auch nur bedingt gut dastehen.
G: Von einem Fehlstart zu sprechen, wäre sicherlich falsch, aber suboptimal dürfte es gut treffen.