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COPA NEWS

Depp des Jahres - neuer Kandidat gefunden!
Der amtierende Meister hat sich zur Lachnummer gemacht, eine vollkommen überflüssige 4:5-Pleite gegen den bisherigen Titelträger als Depp des Jahres, Sergej Pilatschkin, hat den amtierenden neuseeländischen Meister alle verbliebenen Chancen auf die Titelverteidigung gekostet - es wäre die erste in der neuseeländischen Fußballgeschichte gewesen. Trainer Markert war nach dem Abpfiff natürlich untröstlich, schließlich ist er nun erster Anwärter auf Pilatschkins Nachfolge. Ermunterung ist also dringend nötig, und so kommen die Rangers nun gerade recht, um ihn

wieder aufzubauen. Auch wenn es in diesem Jahr nicht um den Grand Slam geht. Spiele gegen die Rangers sind schließlich immer auch eine Frage der Ehre und außerdem muss man ja noch die Roten Socken überholen. Denn dort gehen dem Uli anscheinend die TK-Bratwürste aus, zumindest hat der Ärmste diesbezüglich ganz schön abgespeckt.

Natürlich möchten wir Raven auch zum Sieg über Abenteuer beim Kolumnisten-Cup gratulieren. Diesen hat der Orakel-Rochen Foxxie heute vorausgesagt. Und Foxxie hatte bislang noch nie Unrecht (kein Wunder, es ist seine erste Vorhersage).
15.07.2010 22:13 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (0.3 TK)
 
Endlich erster Auswärtssieg
Der Fluch ist gebannt, nur eine Woche nach der ersten Heimniederlage haben die Napier City Rovers den ersten Auswärtssieg geholt und die Saison damit in "normale" Bahnen zurückgelenkt. Das Team Wellington war erwartungsgemäß in allen Belangen unterlegen und muss sich bereits jetzt wieder mit der Premier Division befassen, während die Rovers weiter Hoffnungen

auf eine Teilnahme am Cup der Verlierer (AFC Cup) hegen. Leider ist der Chefredakteur in dieser Woche aus entwicklungshilfetechnischen Gründen nicht verfügbar, möglicherweise soll er den Wombats das Schreiben beibringen (soll heißen: Beim Alphabet starten) und somit müssen wir auf eine ernsthafte journalistische Auseinandersetzung mit dem letzten Spieltag leider verzichten.
02.07.2010 09:17 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (0.3 TK)
 
Neuer Krake für das Schlusslicht?
Beim Tabellenletzten Team Wellington träumt man offenbar von einem Trainer mit übersinnlichen Fähigkeiten - kein Wunder, ist dies doch offenbar der einzige Weg, den herabgewirtschafteten Überraschungsclub des Vorjahres vor dem erneuten Absturz in die Zweitklassigkeit zu bewahren. Doch ob der nun eingeschlagene Weg der richtige ist, wird von Experten bezweifelt: Ausgerechnet der Tintenfisch Paul, bislang noch in Deutschland für den FC Sealife Oberhausen tätig, soll Nachfolger (oder Vorgesetzter?) des glücklosen Don R. Wetter werden. Ein Orakelkrake als Heilmittel? Was bringt ein Trainer, der jedes Ergebnis vorhersieht, wenn er nur Niederlagen für die eigene Mannschaft prognostiziert!?
09.07.2010 14:51 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (0.3 TK)
 
Funkstille
Die erste Heimniederlage seit anderthalb Jahren hat den Rekord-Meistertrainer hart getroffen. Jede Interview-Anfrage wurde gnadenlos abgeschmettert, da konnte auch der klare Sieg über die Rangers nichts mehr retten. Somit bleibt uns nur zu spekulieren, um irgendwie auf eine Story zu kommen. Der Grand Slam ist in diesem Jahr nicht mehr im Rennen, was setzt sich Markert jetzt für Ziele? Die Meisterschaft ist bereits zu weit weg, der internationale Startplatz nicht glamourös genug. Strebt Markert gar den Abstieg an, um im nächsten Jahr erstmals den roten Stern mit nach Hause zu bringen? Eher nicht, dafür präsentiert sich Tauranga derzeit zu schwach - so viele Eigentore können die Rovers gar nicht schießen, um damit zu konkurrieren...
25.06.2010 16:07 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (0.3 TK)
 
Presseflaute in Napier? - Weit gefehlt!
Wer nun schon dachte, diese Woche würden gar keine Meldungen mehr aus Napier kommen, wer womöglich schon an einen sogenannten NMR (Nordwestinsel-Mäßige Riesendummheit) dachte, sieht sich in diesen Sekunden getäuscht. Doch Markert gibt auch gleich zu, woran die Verspätung lag: "Wir hatten viel zu tun, wir mussten uns schonmal warm trinken, um für die Siegesfeier nach dem

Spiel gegen die Rangers fit zu sein - wir können diesen Typen doch keinesfalls die Illusion auf einen Grand-Slam-Gewinn aufrecht erhalten. Wenn wir ihn nicht haben können, soll ihn keiner haben!" Soso, warm getrunken haben die Herren sich... bleibt nur zu hoffen, dass die erträumte Siegesfeier dann auch wirklich stattfindet - immerhin spielen die Rovers diesmal gegen den Tabellenführer!
18.06.2010 18:14 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (0.3 TK)
 
Die nächsten drei Spiele sind (immer) die schwersten!
Wer hat mehr? „Na, ich natürlich!“, schallt es aus dem Tabellenmittelfeld. Genau da sitzt er wie eine dicke, fette Drossel und macht es sich im eintönigen Grau so richtig bequem. Meister ist er zwar hochoffiziell, doch am liebsten wäre er ganz unauffällig, irgendwo, wo niemandem auffällt, dass er eigentlich gerne wieder Meister wäre, aber eben nur nach dem 36. Spieltag, nicht schon vorher, wo es keinen interessiert. Bei den abschließenden Worten wandert der Finger langsam, aber bestimmt in Richtung Fenris, ein fettes Grinsen ziert das speckige Drosselgesicht… und tatsächlich, Markert hat tatsächlich mehr. Mehr Kondition. Langsam, aber sicher wandelt der stolze Adler sich zur emsigen Biene, zum Eichhörnchen des sich ankündigenden harten Winters, in dem Fenris erfrieren

und Raven seine Courage wiederfinden wird. Genug Reserven für mindestens 50 Auswärtstore, das kann, nein, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Denn nimmt man den Durchschnitt der bisherigen Auswärtsgegentore, dann reichen 50 Auswärtstore für immerhin 12 Vier-zu-Fünf-Pleiten sowie ein hübsches kleines 2:3. Das Gastgeschenk von der schönsten Versuchung, seit es Schafe gibt (ein Schuss Selbstironie muss einfach sein, damit die Wombats nach all der Tristesse auch endlich mal wieder was zu lachen haben) hat man natürlich gerne angenommen, zumal auch das angekündigte Donnerwetter ausgeblieben ist. Über Napier scheint die Sonne, über „Australien“ die ganze Welt… schöne Aussichten! Auch wenn die nächsten drei Spiele natürlich die schwersten sind.
04.06.2010 23:22 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (0.3 TK)
 
Donnerwetter über Neuseeland
Während GröTaZ Markert erstmals seit Jahrzehnten wieder bereits nach dem Auftaktspiel den Grand Slam abschreiben muss, hat es einen spektakulären Trainerwechsel in der Liga gegeben. Ersteres - nun gut, es ist deprimierend, es ist peinlich, aber nächste Saison wird man es wieder besser machen. Einziger Trost: Selbst sechs Auswärtstore hätten nicht gereicht, um die Chance auf den wertvollsten Titel des Landes zu erhalten. Glückwunsch an Fenris, der nun erstmals die Chance hat, den Titel selbst zu holen!
Nun aber zum Trainerwechsel. Donmh ist wieder dort zurück, wo er hingehört: In der zweitbesten Liga der asiatisch-ozeanischen Fußballwelt. Auf eigenen Wunsch allerdings, unterdessen beerbt ihn mit Don R. Wetter ein neuseeländischer Landsmann, der ebenfalls reichlich Zweitligaerfahrung hat. Und nun geht es gleich im ersten Spiel gegen den Meister. Markert ist zwar siegesgewiss („Die hauen wir weg!“), aber der Neue hat große Ziele. Der erneute Klassenerhalt soll es werden, keine einfache Aufgabe. Man

darf gespannt sein, mit wieviel Mut Don R. Wetter in das schwere Auftaktspiel geht – bei verfehlter Taktik könnten Gedanken an die Fenris’sche Strategie indes unvermeidbar werden.

Das Auswärtsspiel bei den Red Sox ist eine einfachere Aufgabe für Rovers-Coach Markert, als es das letzte Auswärtsduell gegen hochmotivierte Rangers war. Die Roten Socken sind nur noch ein Schatten der vorletzten Saison, die aktuelle Heimpleite gegen, genau, die Rangers, war ein erneuter Rückschlag auf den Weg zu altem Glanz. Uli Hoeness hat noch einen weiten Weg zu gehen, um dort jemals wieder hinzukommen.

Und dann wäre da noch der „doppelte“ Neuling: Sowohl Verein als auch TrainerIN sind neu. Erstmals seit Phoebes Zeiten als Frau an der Linie von Tauranga wird Neuseelands Trainer-Elite wieder von einer Frau verstärkt. Reizendes Äußeres, strahlendes Lächeln und eine grandiose letzte Saison – die Fakten sprechen für sie… Willkommen, Ms. Wendolene! Aber die Punkte bleiben in Napier!
03.06.2010 20:33 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (0.3 TK)
 
Friends, Kiwis, Countrymen, lend me your ears!
Klar, Entschuldigungen gab es viele. Gegen eine Mannschaft zu verlieren, die dem Präsidenten des Weltfußballverbandes höchstpersönlich untersteht, kann viele Ursachen abseits des Platzes haben. Und der Neid der Asiaten auf den erfolgreichen kleinen Bruder im OFC-regierten Südpazifik ist weithin bekannt. Dennoch, die Rovers haben es nicht verstanden, diesen Widerständen so entschlossen entgegen zu treten, wie es sich für einen neuseeländischen Meister gehört. Nun, nachdem das Ausscheiden praktisch feststeht, muss auch der sonst so risikofreudige Trainerstar der Rovers akzeptieren, dass er seinem Heimatland etwas schuldet – eine Wiedergutmachung, die sich

sehen lassen kann. Selbst der anstehende erste Schritt zum Grand Sam verblasst angesichts dieser schweren Bürde. Damit ist die Taktik für das kommende Wochenende so etwas wie eine letzte Chance, sich ehrenwert aus dem internationalen Fußballgeschäft zu verabschieden – zumindest bis zur nächsten Saison. Ist dies geglückt, kann man auch wieder damit fortfahren, die zahnlosen Tiger aus Palmerston North, Waikato und Dunedin mit der verdienten Häme zu überschütten. Und nicht zuletzt: Damit fortzufahren, den Fußball auf der Nordwestinsel weiter zu fördern, damit dieser in den nächsten 100 Jahren zumindest einmal das Niveau eines Herrn Fenris erreicht.
26.05.2010 22:12 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (0.3 TK)
 
Von fetten Schiris und neidischen Würsten
Ach, der Wurstkönig aus Süddeutschland – welch ein Schwätzer, mag man denken. Doch hinter den Worten des Rote-Socken-Trainers steckt mehr als nur blanker Neid. Tatsächlich dominieren beim Neuseeländischen Fußballbund die Anhänger des Rekordmeisters. Wie auch überall sonst in Neuseeland. Die Rovers sind nun einmal der populärste Club des Landes, und die Rotsocken sind so etwas wie der VfL Wolfsburg der National League. Abgesehen davon muss man sich aber auch bei den Rovers den Erfolg hart verdienen. Zum Sieg gegen den wieder einmal auf ganzer Linie enttäuschenden

Vizemeister hat es zwar ebenso locker gereicht, wie gegen die Nordwestinsel-Pfeifen im Ozeanisch-Asiatischen Meisterpokal, doch gegen das zum Leben erwachte Meisterwerk von Edgar Allan Poe stand man erwartungsgemäß auf verlorenem Posten. Die Bestechungswürste des Rotkopferten mit den dazu passenden Fu ßkleidern hatten wieder einmal ganze Arbeit geleistet – und den Schiedsrichter um drei Kilo Übergewicht bereichert. Geht die Saison so weiter, ist schon bald tatsächlich jeder Schiedsrichter ein Napier-Fan, denn alle anderen dürften kaum noch durch die wöchentlichen Fitnesstests kommen.
20.05.2010 18:21 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (0.3 TK)
 
Auf der Flucht
Wer kennt ihn nicht, den sympathischen Dr. Kimble, unschuldig zum Bösewicht erklärt und erbarmungslos gejagt. Ähnlich sieht es in diesem Jahr bei den Rovers aus. Zwar ist man hier keineswegs so unschuldig, wie man es den Jägern gerne weismachen würde - im Gegenteil, die Meisterschaft ist nun bereits zum vierten Mal in den unersättlichen Pranken des hungrigen Startrainer gelandet. Dennoch finden sich Parallelen: Die Schar der Jäger ist groß, und es gibt einen eindeutigen Leitwolf. Oder sollte ich von einem Leitraben sprechen? Einen ersten Vorgeschmack dürfte es schon beim heutigen Aufeinandertreffen geben. Wie auch immer, eine weitere Parallele dürfte sein, dass die Jäger am Ende leer ausgehen werden. Markert strebt unbeirrbar nach den Sternen, und da ist der nationale Titel lediglich eine von drei Stationen - vom Schwierigkeitsgrad indes in der goldenen Mitte angesiedelt.

Der am leichtesten zu gewinnende Titel, die OFC/AFC Champions League, kennt nämlich nur einen echten Gegner, und mit dem wird man es in diesem Jahr voraussichlich neben dem Endspiel noch weitere vier Mal zu tun bekommen: Die Jungen Herzen aus der Nachbarschaft, bei denen Trainerfuchs Roquatoni - ein erstes Warmschießen gegen die Rovers erfolgt beim heutigen Ligaauftakt - den unglücklich verlorenen Meistertitel gerne mit

einem internationalen Glanzlicht vergessen machen würde! Ansonsten tummelt sich im Wettbewerb viel Mittelmaß sowie einige Nordwestinsel-Amateurteams, bei denen nach wie vor unbegreiflich ist, warum dieses Kanonenfutter dort teilnehmen darf.

Schließlich soll auch der mit großem Abstand am höchsten einzuschätzende Titel in diesem Jahr seinen Weg in die Trophäensammlung finden. Es handelt sich um den einigen der drei angestrebten Titel, der noch nie von den Rovers gewonnen wurde: Der Grand Slam! Die Rangers sind der Liga doch tatsächlich erhalten geblieben, obwohl erneut nur eines der vier Aufeinandertreffen von den elf wackeren Kickern aus Wellington-Miramar gewonnen werden konnte. Dennoch, genug, um den Durchmarsch der Rovers ein weiteres Mal zu verhindern. Dafür wurde alles riskiert, ein 6:0 im zweiten Heimspiel war die letzte Option für den zeitweise überfordert wirkenden Fenris, die dieser prompt zog und damit um ein Haar in der Versenkung verschwunden wäre. Platz sieben am Ende - mehr als erhofft, und mehr, als dieses Jahr drin sein dürfte. Doch unabhängig von der Schwäche des Gegners: Die unglaubliche Motivation, die allein die Verhinderung des Grand Slam für die Rangers mit sich bringt, dürfte auch in diesem Jahr wieder die höchste Hürde auf dem Weg zum Triple sein!
14.05.2010 09:43 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (0.3 TK)
 
Lucky Punch oder brutaler K.O.?
Der Traum vom vierten Meistertitel für die Rovers hängt angeschlagen in den Seilen. Nach Punkten liegt er zwar mit seinem Gegner gleichauf, doch dieser ist nun drauf und dran, zum entscheidenden K.O.-Schlag auszuholen. Nur Fortuna kann den angeschlagenen Boxer nun noch retten. Fortuna, da mag manch einer an den hoffnungslos erfolglosen Fußballclub aus einer deutschen Landeshauptstadt denken – doch weit gefehlt: Fortuna trägt in diesen Tagen das Trikot des einzigen Südinselvertreters in der National League. Ausgerechnet Dunedin Technical muss – soll der Knockout doch noch vermieden werden – die Rovers retten und den Jungen Herzen einen krachledernen Holzpflock tief in eben jene Herzen rammen. Zumindest wird der unterlegene Boxer weich fallen: Statt des Karriereendes wartet das weiche

Himmelsbett namens AFC Champions League auf den Verlierer, die Rovers werden zudem zumindest das Duell mit den Rangers für sich entscheiden können, auch wenn es zum ganz großen Wurf, dem sagenumwobenen Grand Slam, nicht gereicht hat. Doch zurück in den Ring: Während der Gegner zum K.O.-Schlag ausgeholt hat und nun die geballte Faust mit ungeheurer Wucht nach vorn schnellen lässt, macht sich der Titeltraum der Rovers im letzten Moment zum Ausweichen bereit und bereitet gleichzeitig den ersehnten Lucky Punch vor – so zumindest die Theorie. Eine Hundertstel Sekunde zu spät, einen Millimeter zu wenig, und der Traum platzt wie eine überreife Melone, die Thors gewaltiger Hammer mit dem Gewicht von unzähligen Dampflokomotiven in Abermillionen kleinster und noch kleinerer Matschklümpchen verwandelt.
26.04.2010 20:55 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Die Lehre aus dem Kiwitz
Folgender Kiwitz war kürzlich in einem nordwestinsulanischen Schundmagazin zu lesen: Eine neuseeländische Familie geht einkaufen. Während sie im Sportgeschäft sind, nimmt sich der Sohn ein grottenhässliches Socceroo-Trikot und sagt zu seiner Schwester: "Ich habe entschieden, dass ich Fan der Nordwestinsel werde, und möchte dieses Trikot zum Geburtstag."
Die große Schwester reagiert wütend und gibt ihm eine Ohrfeige: "Bist du bescheuert, geh und rede mit Mutter darüber."
Also geht der kleine Junge mit dem Nordwestinsel-Trikot zur Mutter und sagt:
"Ich habe entschieden, dass ich Fan der Nordwestinsel werde, und ich möchte dieses Socceroo-Trikot zum Geburtstag." Die Mutter reagiert entrüstet und gibt ihm 2 Ohrfeigen: "Hast Du sie noch alle, geh und red mit Vater darüber."
So geht der Junge zum Vater und sagt: "Ich habe entschieden, dass ich Fan der Nordwestinsel werde, und ich möchte dieses

Socceroo-Trikot zum Geburtstag." Der Vater dreht komplett durch und haut den Jungen windelweich: "Kein Sohn von mir wird je in einem Socceroo-Shirt rumlaufen!"
Ungefähr eine halbe Stunde später sitzt die ganze Familie wieder im Auto und macht sich auf den Heimweg. Der Vater dreht sich zum Sohn und sagt:
"Sohn, ich hoffe Du hast heute etwas gelernt?"
Der Sohn sagt: "Ja Vater, das hab ich."
"Gut Sohn, und das wäre?", fragt der Vater.
Der Sohn antwortet: "Ich bin erst seit einer Stunde Nordwestinsulaner, und schon hasse ich Euch Kiwis!"


Nun ja, wie so vieles hat auch diese Geschichte einen wahren Kern: Hass entsteht immer aus Unterlegenheit, aus Demütigung und aus Angst. So geht es auch dem kleinen "Wahl-Wombat", den man in Neuseeland vermutlich als geistig verwirrt in eine Therapieeinrichtung gegeben hätte. Auf der Nordwestinsel werden solche Leute Stammesführer und Fussballtrainer... kleine Unterschiede eben.
19.04.2010 18:26 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Tiefdruckgebiet über Napier
Die Provokationen aus dem Lager der Jungen Herzen waren kaum verhallt, da holten die Rovers zum Gegenschlag aus: „Wenn Roquatoni Druck verspürt, soll er halt auf die Toilette gehen“, ließ sich Trainerlegende Markert zitieren. „Das muss an Antworten bis nächste Woche ausreichen, jetzt würde ich gerne weiter arbeiten…“, beendete er daraufhin die rekordverdächtig kurze Pressekonferenz. Dabei hatte er sich betont gelassen auf seiner Hängematte breit gemacht, eine Hand baumelte entspannt nach unten, in der anderen hielt er einen köstlichen Drink aus Schafsmilch und pürierten Kiwis, dargereicht in einer halben Kokosnuss. Es hatte etwas von Urlaub, und dank seiner weißlich bekleckerten Nase schien es, als habe Markert die Saison für sich bereits längst beendet und sei in völlig anderen Sphären angekommen, in denen es weder Heim- noch Auswärtsspiele gibt, sondern nur noch schneeweißen „Strand“, Fünfhundert-Dollar-Scheine in jedem

Sandhügel und schöne Frauen auf gemütlichen breiten Sonnenliegen „für zwei“. Wie bitte? Das soll ein Gegenschlag sein? Die anwesenden Reporterinnen (männliche Kollegen waren zu dem Termin nicht zugelassen worden) machten lange Gesichter, hatten sie sich doch auf einen medientauglichen Schlagabtausch eingestellt.

Eine junge Journalistin war jedoch besser vorbereitet als ihre Kolleginnen. Während diese beleidigt von dannen zogen, hatte sich die brünette Schönheit in einen knappen Bikini mit dem Rovers-Wappen gekleidet, zog das Oberteil „dezent“ zur Seite und offenbarte eine handschriftlich verfasste Frage auf zarter nackter Haut: Wer wird Meister?, war dort zu lesen. Und zum Ankreuzen gab es die Optionen a) bis d), die den aktuellen vier Topplatzierten der National League entsprachen. Markert, ganz Gentleman, tauchte den rechten Zeigefinger tief in den weiß-hellrot marmorierten Drink, zog ihn wieder heraus und machte sein Kreuzchen an der dafür vorgesehenen Stelle: Bei dem Buchstaben D.
19.04.2010 16:36 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Roquatoni zurück in der Favoritenrolle
Der Traum vom Grand Slam ist geplatzt wie eine überreife Seifenblase, und letztlich war man noch glücklich darüber, lediglich zwei unnötige Tore gegen die Rangers geschossen zu haben. Wie aus dem Nichts hatte Fenris seiner müden Rentnertruppe einen unbändigen Willen zum Sieg, vermischt mit einer unerwarteten technischen Finesse, vor dem Anpfiff in Überdosis verabreicht. Hilflos mussten die Rovers mit ansehen, wie sich der Grand Slam immer weiter von ihnen entfernte und schließlich an einem fernen Horizont verschwand, an dem die Wolken sich zu einem einzigen drohenden Wort formierten: „Wiederaufstieg“. Selbst unverbesserliche Optimisten dürften daran zweifeln, dass dies den Rangers in absehbarer Zeit gelingen dürfte, Napier muss also womöglich sogar noch (mal wieder) das Heimspiel zum Saisonende abschenken, um den Rivalen in der Liga zu halten und im nächsten Jahr einen neuen Anlauf auf den Grand Slam nehmen zu können.

Markert ließ den Kopf zwar nicht hängen, sondern bügelte einen blitzblank geputzten Cappelinho mit 5:4 glatt, die Chancen

auf den Titel sind aber erheblich gesunken – auch weil Roquatoni beim Kolumnisten einen völlig unerwarteten Auswärtspunkt holte – teuer bezahlt, aber strategisch jeden Cent wert. Während Cappelinho noch immer schwer verkatert seine Wunden leckt (und ab und zu die breite, eitrige Zunge auch mal über das Jadeschaaf flitzen lässt, auf dessen Oberfläche sich von den letzten Niederlagen gegen die Rovers bereits ein schöner dichter Schimmelfilm gebildet hat), wurden bei den Jungen Herzen die Champagnerflaschen entkorkt.

Keine Frage, YoungHeart Manawatu ist nun wieder der Topfavorit. Aber die Rovers sind noch dran – Siege in den kommenden Topspielen vorausgesetzt. Sowohl gegen Central United, den ärgsten Verfolger im Kampf um die AFC-CL-Plätze, als auch gegen Waikato, dass sich für die letzte bittere 4:5-Pleite revanchieren will, sind Punktverlust bei durchschnittlicher Leistung mehr als wahrscheinlich, vom Auswärtsspiel beim Meister ganz zu schweigen. Ein baldiger Absturz der Rovers ins Mittelmaß dürfte insofern kaum als echte Überraschung durchgehen.
12.04.2010 13:52 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Die Glocken läuten noch zwei Mal, dann steht der Grand Slam vor der Tür
Der Grand Slam, dieses magische, emotional überhöhte Objekt der Begierde, dass jedem Fussballfan zwischen Perth, Westliche Nordwestinsel, und den kiribatischen Außenposten am anderen Ende des Südpazifiks leuchtende Augen ins Gesicht zaubert - dieser Grand Slam ist so nah wie nie! Wieder einmal haben die Rovers vorgelegt, die üblichen zwei Siege zum Auftakt wurden souverän eingetütet. Nun soll also endlich einmal die Kür folgen, und Fenris’ Rangers hängen in den Seilen wie selten zuvor (Anm. d. Red.: Eigentlich hängen die Rangers permanent schwer

angeknockt in den Seilen, aber diesmal scheint auch der Wille zum K.O. bei den Rovers vorhanden zu sein). Der abschließende Heimsieg gilt als Pflichtprogramm, für Auswärtstore werden die Rangers schon lange nicht mehr gehandelt. Insofern wird wohl hier und heute die Entscheidung fallen, ob die Rovers mit Gladiolen überhäuft oder wieder einmal auf der Drei-Siege-Müllkippe der Fussballgeschichte Zwischenstopp machen, ehe die Jagd (frühestens) im übernächsten Jahr - nach dem dann, also nach einem letzten Kraftakt im Grand-Slam-Duell, sicheren Rangers-Abstieg - weitergehen darf.
07.04.2010 09:22 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)
Car-Freitag in Napier
WRUUUMMM! Mit lautem Getöse schoss ein gelber Keil geschossartig heran, allein der Tritt auf die Bremse sorgte für stärkere Staubentwicklung als ein Sandsturm in der Sahara. Raketenbeschuss auf Neuseeland? Nein, aber nicht allzu weit daneben! Markert, Zufalls-Tabellenführer und Definitiv-nicht-Titelanwärter, hatte lediglich den heutigen Car-Freitag wörtlich genommen und sich aus seiner Liechtensteiner Heimat den dort gefertigen Jehle Super Saphir V12 kommen lassen – leihweise, versteht sich. Das als Kleinserie von wenigen Stück hergestellte Geschoss aus dem umfangreichen Besitz eines guten Freundes kommt auf sagenhafte

1200 PS (882 kW) bei einem Hubraum von 6,5 Litern. Die Höchstgeschwindigkeit – unschwer zu erraten für die umstehenden Napier‘schen Einwohner – liegt bei immerhin 440 km/h. Der Wagen ist Baujahr 1983, wie der Trainer, der aber zweifellos der hübschere von beiden ist. Denn ein häßlicheres Auto hat die Welt wohl noch nicht gesehen – ein schnelleres auch nicht, zumindest nicht mit Straßenzulassung. Nur die Tatsache, dass das gelbe Geschoss allen Ernstes auf Käferbasis konstruiert wurde, ist noch erstaunlicher. Und ein Klassenerhalt der Rangers, aber der wäre so erstaunlich, dass nicht mal Fenris selbst daran glauben mag.
02.04.2010 14:03 - Florian Markert 4 - Napier City Rovers (Archiv)


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