Nachdem der Heimaturlaub beendet wurde und man am Flughafen in Delhi gelandet ist, musste erst einmal der Sand aus den Augen gerieben werden. Ungläubig wurde auf die Titelseite der "Hindustan Times" gestarrt. Auf Platz eins der Tabelle stand doch tatsächlich der Hindustan Club aus Neu Delhi. Toll dachte sich der Trainer, da ist man mal eine Woche nicht da und dann passiert so was.
Kann Lothar Matthäus also doch
was? Wir erinnern uns, er wurde vergangene Woche als kurzfristige Übergangsverpflichtung beim HCND vorgestellt. Auch für diese Meldung erntete der Club einiges an Kopfschütteln. Nach nur einer Woche scheinen die Kritiker aber verstummt zu sein. Wir sind gespannt, wie es nun weitergeht. Wird Trainer meenzer jetzt dauerhaft in seine verregnete Heimat zurückgeschickt und darf Matthäus sich weiter in der indischen Sonne zeigen?
Ich bin dann mal weg...hab euch aber was mitgebracht!
Eine Woche Heimaturlaub ist nun also angesagt. Schließlich beginnt in wenigen Tagen die fünfte Jahreszeit und das darf natürlich nicht verpasst werden, auch nicht, wenn man aktuell Trainer in Indien ist.
Aber für adäquaten Ersatz konnte umgehend gesorgt werden. Schließlich war jemand besonders sauer, nachdem er bei einer Trainerneubesetzung in Indien mal wieder übergangen wurde: Der Trainerstuhl bei der Indian Bank wurde unter der Woche an Trainer Florian Eberle aus Australien vergeben und erneut musste DAS Idol schlechthin, eine Persönlichkeit, wie es keine zweite gibt, zuschauen und konnte dort nicht einmal als Greenkeeper anfangen.
Geneigte Fußball-Intellektuelle
wissen spätestens jetzt, um wen es sich bei dem kurzfristig engagierten Co-Trainer für Hindustan handelt: Natürlich um den deutschen Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus. Wie berichtet war er sowieso in Indien unterwegs und wartete auf Angebote. Besonders reizvoll, war es für ihn direkt am nächsten Spieltag auf die Mannschaft der indischen Bank zu treffen. Schließlich ist Rache süß!
Ein Zitat per SMS konnte man von Loddar noch einfangen, bevor er sich in Richtung Trainerbank verabschiedete, zum Probe sitzen, schließlich ist Matthäus ja kein niemand: "Und wie man mit so einem Idol wie mir in Deutschland umgeht, da muss sich Deutschland schämen." Recht hat er...
Der erste Auswärtssieg der noch jungen Saison in der gesamten indischen ersten Liga konnte nach einem lange Zeit umkämpften Spiel von den Hindus aus Neu Delhi gefeiert werden. Trotz der Niederlage konnte sich allerdings auch der Gegner SCC in der Tabelle um einen Platz verbessern, die große Freude darüber ist in Salgaocar jedoch verständlicherweise nicht aufgekommen.
Weitere Nachrichten erreichen uns zurzeit aus dem Lager Matthäus. Diesmal meldet sich der Schwippschwager der Schwester
seiner Noch-Ehefrau Liliana zu Wort. Auch er kann glaubhaft bezeugen, dass Matthäus nun nach seiner offiziellen Absage an Argentinien, davon träumt eine Trainerstelle in Indien dementieren zu können. Allerdings scheint ihm diesen Gefallen bisher noch keiner der alt- und neueingesessenen indischen Trainer erweisen zu wollen. Wir sind gespannt auf neue Entwicklungen im Falle Matthäus. Gerüchteweise sollen die beiden Polizeivereine Indiens allerdings bereits eine SOKO "Loddar" gegründet haben.
Nachdem der deutsche Rekord-Nationalspieler Lothar Herbert Matthäus in den letzten Tagen in aller Öffentlichkeit dementierte, dass er zum argentinischen Erstliga-Verein Racing Club de Avellaneda wechseln wolle und dort als Trainer arbeiten solle, scheint nun der wahre Grund für den Abbruch der Vertragsgespräche ans Licht kommen. Anscheinend ist "Loddar" zurzeit in Indien. Jedenfalls wurde aus vertraulichen Quellen bekannt, dass er sich bereits seit einigen Stunden mit mehreren Vereinen trifft, um die Möglichkeiten eines Engagements als Trainer abzuwägen.
Matthäus habe schon sein ganzes Leben davon geträumt einmal als Trainer in Indien arbeiten zu dürfen und um die indische Meisterschaft
mitzuspielen, so eine Cousine zweiten Grades seiner Noch-Ehefrau Liliana.
Zudem sagte sie, dass er vorhabe in die Geschichte und in die Guiness-Rekordbücher einzugehen. Und zwar als der erste Trainer, der in allen Ländern der Welt eine Stelle als Trainer hätte haben können, wenn er nicht abgesagt hätte, weil er den Weg nicht gefunden hatte, beim FC Bayern als Greenkeeper anfangen sollte, sich eine neue Frau suchen musste oder sein Englisch verbessern wollte.
Favorit in den Verhandlungen mit Matthäus soll neben der chronisch pleiten indischen Bank vor allem die Mannschaft von Mohun Bagan sein. Ganz Indien, inklusive Brahma, Vishnu und Shiva, erwartet spannende und unterhaltsame Dementis sowie Vollzugsverkündungen.
Diese Feststellung war für den Hindustan Club die einzig positive Nachricht des ersten Spieltages in der indischen NFL. Musste man sich doch dem Verein von East Bengal geschlagen geben. Und belegt in der aktuellen Tabelle damit nur den achten Platz unter zwölf Mannschaften.
Im nun folgenden Heimspiel gegen die Polizei sollten allerdings andere Geschütze aufgefahren werden, um die vom Polizeialterspräsidenten bereits angekündigte Total-Blockade durchbrechen zu können. Mittel und Wege müssen nun sondiert
werden, um der Staatsmacht eine angenehme Anreise ermöglichen zu können. Besprochen wurden bisher zahlreiche Umleitungen "um die wundervolle Natur rund um Neu Delhi" kennen lernen zu können (im Gespräch sind vor allem Klippen, Mienen sowie Brücken), sowie die Durchfahrt durch einen "schönen, grünen" Sumpf voller Mücken, Schlangen und Haien, die direkt aus der zweiten australischen Liga in das indische Tiefland importiert wurden... Angenehme Fahrt wünscht ihre Reisegesellschaft Hindustan!
Diese Feststellung trafen in den zwielichtigen Kneipen Neu Delhis schon vor Jahren das berühmteste indisch-indianische Zwillingspärchen aller Zeiten: die Gebrüder Blattshah Khan.
Nun ist die dunkle, lange Nacht, die sich wie ein schwarzes Band über die indischen Fußballvereine legte, glücklicherweise vorbei. Sie ist übergangen in einen wolkenlosen, vor Kraft strotzenden Frühlingsmorgen. Die Sonne ist zurück.
Und mit ihr zahllose Fans, die nun Dienstag für Dienstag mit ihren Kühen in die Stadien zum traditionellen Dienstagabendgebet pilgern. Im Stadion nebenan wird dann ab sofort aber auch wieder Fußball gespielt.
Und wenn dem Logo der indischen Kolumne geglaubt werden darf, dann wird wohl auch beim Fußball in Indien sehr auf
Götter und Religion vertraut. Denn sogar der Ball, der bei den offiziellen Spielen verwendet wird, ist zuvor von einem der modernen indischen Götter geweiht und mit seinem Logo versehen worden. Der Gott ohne Hose wurde 2006 aus Deutschland vertrieben und fand nun anscheinend ein Refugium als Gott in Indien. Als Gastgeschenke verteilte er sogleich Bälle an die indische Bevölkerung, die ihn daraufhin frenetisch und minutenlang mit "Goleo, Goleo"-Rufen feierte.
Eigentlich bleibt nur noch eine Frage offen: Wo ist sein sprechender Ball Pille hin? Zahlreiche Vermutungen geistern seitdem durch das Land: Ist er auch in Indien? Schreit er, wenn jemand gegen ihn tritt? Wurde er eventuell inkognito an die indische Bevölkerung verschenkt? Ist es nur Zufall, dass sich Pille und Chrille reimen?