Noch läuft es bei den südamerikanischen Athleten längst nicht rund. Zwar konnte man die Torausbeute der vorausgegangen beiden Spieltage mehr als verdoppeln, trotzdem reichte es nur zu einem mageren Pünktchen. Am Ende stand ein 4:4 auf der Anzeigetafel. Ein Ergebnis mit dem die Trainer nicht recht zufrieden schienen. Beide spielten auf Sieg und beide mussten mehrmals an ihrer Mannschaft und den von ihnen vorgetragenen Anfängerfehlern verzweifeln.
Die Frage lautet nun: was kann mit dem Sand im Getriebe am Besten angefangen werden?
Definitive Antworten bekam diese Woche leider noch keiner. Das einzige was auf der wöchentlichen Pressekonferenz anzutreffen war, war ein Plakat auf dem in großen Lettern prangte: "Sand zu verkaufen! Ernstgemeinte Angebote bitte direkt an die Clubverantwortlichen richten!"
Ein Vorschlag unserer Redaktion wäre es, den Sand eventuell den nächsten Gegnern zu schenken und zufällig in deren Getriebe zu verteilen. Denn dann könnte vielleicht auch bei den Athleten der Knoten platzen und mal wieder Siege eingefahren werden.
Alle Hoffnungen liegen jetzt auf der Langstrecke. Schließlich entscheiden am Ende einer Saison vor allem Ausdauer und Stehvermögen.
Trotzdem hoffen die Fans auf ein Ende der schon lange andauernden Durststrecke. Drei Tore und null Punkte bedeuten einen Abstiegsplatz, nur die Juniors konnten bisher noch in Schach gehalten werden. Alle Blicke richten sich somit auf das Duell gegen Central Espanol, an dessen Ende die ersten Punkte stehen müssen.
Der aktuelle Plan, um bei diesem Unterfangen ein positives Ende zu
gewährleisten, sieht vor, beim Herzblatt der Schaufeln ein Top-Stück zu gewinnen und dem Scheich damit anschließend seinen Harem auszuspannen, um diesen somit zur Weißglut zu treiben. Zu letzt wird dann mit Schaufelmodell Nummer drei, dass durch seinen eingebauten Allradantrieb überzeugen konnte, der gegnerische Platz umgepflügt und die trainerlose Mannschaft von Central hoffnungslos überrollt.
Soweit die Theorie, sowie einige kleine Planspielchen im vereinseigenem Hinterhof mit der Bambinimannschaft.
Nachdem vor einigen Tagen die Aushubarbeiten auf 400€-Basis begonnen wurden, soll bereits in den nächsten Wochen ein neuer Edelpuff Montevideo und damit ganz Uruguay erstrahlen lassen und dem Land global zu einem positiveren Image verhelfen.
Der ex-bolivianische Fußballtrainer Piotr van Hausen, der Bauleiter noelle bereits eine Stelle als Puffmutter angeboten haben soll, scheint über den Fortschritt seiner neuesten Errungenschaft so erbaut zu sein, dass er folgerichtig bei den Athleten vom Hügel mit 0:3
unterging.
Währenddessen mussten jedoch auch die Sportler von I.A.S.A. eine bittere Niederlage einstecken. Das Baggerduell gegen den Friedhofswärter von Tacuarembó musste nach langem, hartem Kampf verloren gegeben werden. Der Totengräber schaffte es innerhalb von nur 90 Minuten ganze drei Tore komplett in den harten uruguayischen Steinboden einzubuddeln. Da konnten selbst die Athleten nur staunend zusehen. Gespannt wird bereits auf das Rückspiel in einigen Wochen hingearbeitet. Bis dahin ist es allerdings noch ein langer, steiniger Weg.
Seit dieser Woche ist in Uruguay ein Boom in der Tiefbaubranche ausgebrochen. Nur ein Totengräber würde gerne selbst schaufeln. Kann er aber nicht. Seine Schaufel ist kaputt. Armer Friedhofswärter. Mit großen Augen steht er vorm Baggerladen und betrachtet sehnsüchtig einen ausgestellten großen, schwarzen Bagger.
Beim Kauf helfen könnte ihm eventuell ein Mann mit Geld aus dem fernen Orient. Denn seit wenigen Tagen schlendert sogar ein Scheich durch Montevideo. Allerdings ist auch dieser im Moment mit Baggern beschäftigt. Alles was sich bewegt und sogar Unbewegliches wird von ihm
angebaggert. Sogar Uruguay selbst, das Land am Busen Südamerikas, bekommt von ihm den Hof gemacht.
Und auch bei den Ramplas Juniors baggerts. Beim Trainingsauftakt sieht man einen sichtlich konsternierten Trainer, der einsam auf dem Platz steht und vor sich hinmurmelt: "Ich glaub es baggert!" Dann zündet er sich eine Reval ohne Filter an und zieht von Dannen.
Was kann nun also getan werden: Man packt seinen Bag und zieht als Backpacker mit seinem blassblauen Bagger ebenfalls nach Uruguay.
Das Highlight des ersten Spieltags: Tacuarembo und IASA schaufeln um die Wette! Also auf die Bagger...fertig...los!
"Schlechter kann es ja nicht mehr werden..!" Dies war auf der Pressekonferenz nach den letzten beiden Spielen das einzig Positive, dass der Trainer zu sagen hatte und wenn er das auch nach den nächsten Spielen sagen muss, dann könnte es schon bald einen Trainerwechsel in Varna geben, denn die aktuelle Leistung der Mannschaft und damit auch die des Trainers sind nicht den Zielen genehm oder wie es der Vereinspräsident Ilja Machwegnix etwas drastischer ausdrückte "unter alle Kanone!".
Nun muss man sehen, wie die Mannschaft und damit verbunden natürlich wieder der Trainer auf den anhaltenden Tiefflug reagieren.
So langsam wird die Lage für Cherno More Varna bedenklich, denn nachden man in den letzten beiden Spielen keinen Punkt holen konnte, hat man nun schon drei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und liegt insgesamt in der Tabelle auf dem 15. Tabellenplatz.
Nun will man als vorrangiges Ziel in den nächsten beiden Spielen punkten und kurzfristig am besten noch bis zur Halbzeit der Saison die Abstiegsränge wieder verlassen und sich dann optimal auf die Rückrunde vorbereiten um sich dann mit einem fulminanten Schlussspurt noch einige Plätze nach vorne zu arbeiten.
Dieses Wort fällt dem geneigten Zuschauer der Vissa Liga im Moment bei Betrachtung eines Spiels mit der Beteiligung von Cherno More Varna auf jeden Fall ein. Nun kann man wohl sehen, wie der Trainer sich mit dieser Mannschaft bereits verständigen kann, denn nun ist man spätestens mitten im Abstiegskampf und liegt bereits schon auf dem ersten Abstiegsplatz.
Das erste Ziel ist nun also diesen Platz so schnell wie möglich wieder zu verlassen, die Frage scheint nur, ob die Mannschaft, die fast nicht verstärkt wurde im Vergleich zur letzten Saison, das Zeug hat die Liga zu halten.
Um sich vom Tabellenende abzusetzen, muss man bessere Leistungen abliefern, als sie bisher in dieser Saison üblich sind. Man kann mit einem Punkt aus zwei Spielen keinen Vorsprung herausspielen, allerdings konnte man trotzdem einen Rang nach oben auf den zwölften Tabellenplatz klettern.
Aber vor allem die knappe Niederlage in Dupniza war für den Trainer vermeidbar, dort konnte man auch sehen, dass das Team die Möglichkeit hat mit einem Spitzenteam der Liga mitzuhalten. Allerdings muss diese Leistung konstanter werden und zudem muss man dann auch mit ein wenig Glück mal in Führung gehen.
Wenn man sich die Tabelle der Vissa-Liga anschauen würde ohne die Punkte und das Torverhältnis zu betrachten, dann könnte man denken, dass Cherno schon mittendrin im Abstiegskampf wäre. Allerdings ist Varna trotz dem im Moment nur dreizehnten Platz nur drei Punkte hinter dem Tabellenführer aus Lovetsch und auch auf den ersten Abstiegsplatz, der im Moment von ZSKA Sofia, besetzt ist hat man einen Vorsprung von drei Punkten. Trotzdem will man sich in Varna natürlich noch verbessern im Saisonverlauf, allerdings wie man weiß, dauert eine Saison in Bulgarien ja auch 30 und nicht nur 4 Spieltage.
Ja was soll man dazu sagen, ein Sieg und eine Niederlage zu Beginn der neuen Saison, es geht natürlich etwas besser, aber andererseits geht es natürlich auch noch schlechter, außerdem kann man jetzt sowieso nichts mehr an diesen Ergebnissen ändern, nun muss man eben schaun, dass man in den nächsten Spielen weiter seine Punkte macht. Denn diese Saison will man in Varna eigentlich mindestens unter die ersten zehn Vereine, da man im Moment nach zwei Spieltagen allerdings nur zwölfter ist, hat man als nächstes Ziel weitere Punkte zu machen, damit man das Saisonziel auch erreichen kann.
Nachdem man in der letzen Saison den achten Platz auf der Schlusstabelle belegte, kann man also über Cherno More Varna sagen, dass sie ziemlich genau in der Mitte der bulgarischen Vissa Liga stehen. Sie können also theoretisch fast jeden zweiten schlagen und gegen fast jeden zweiten verlieren. Man wird also sehen, ob die Theorie mit der Praxis übereinstimmt.
Wenn man nach dieser Theorie handelt, dann müsste die Mannschaft die ersten beiden Spiele gewinnen können, denn beide Gegner liegen in der Tabelle des letzten Jahres hinter Varna. Nun sind wir gespannt zu sehen, inwieweit Praxis und Theorie auseinanderliegen.