Nach dem Kantersieg (5:0 über den LR Ahlen) hatten die Öcher allen Grund zur Freude: Beim Blick auf die Tabelle funkelten den Verantwortlichen die Augen: Platz 2 für die Alemannia!
Die Euphorie wurde jedoch von Trainer Herbie prompt gebremst:
"Haben Sie schonmal gesehen, wie eng es da oben ist und was für Teams uns noch alles im Nacken sitzen? Wenn wir wirklich aufsteigen wollen, wird
das noch ein sauhartes Stück Arbeit. Dass wir jetzt um 1 Platz nach oben geklettert sind, ist zwar erfreulich, aber mit Sicherheit noch keine Garantie für einen erfolgreichen Verlauf der restlichen Saison! An den Aufstieg glaube ich erst, wenn wir nach dem letzten Spieltag auf Platz 1, 2 oder 3 stehen..."
Bereits am Freitag steht das mitunter schwerste Spiel der Rückrunde an: Am Tivoli ist Hannover 96 zu Gast - ebenfalls ein ganz heißer Kandidat auf den Aufstieg!
Aachener Zeitung, 9. November 2006 "Für Libuda würd ich's tun!"
<b>Aachen.</b> Große Sympathie zu Nürnbergs Coach.
Der Club durchlebt zur Zeit eine regelrechte Krise. Für das Team von Stan Libuda ging es von der Skyline zum Bordstein. Der Trainer hat immer mehr Angst vor dem Fahrstuhl, denn so weit sind die Abstiegsränge nicht mehr weg. Doch gerade in dieser schweren Zeit kommt ein tolles Angebot von Alemannen-Trainer
Herbie:
"Wenn Libuda mit seinem Club wirklich absteigen sollte, bin ich bereit auf einen Aufstiegsplatz zu verzichten und mit ihm eine weitere Saison Zweitliga-Fußball zu spielen, damit er nicht so einsam im Unterhaus ist!"
Welch eine Offerte! Macht Herbie es dem Club vielleicht sogar so schmackhaft, dass sie freiwillig den Gang in Liga 2 antreten? Oder will Libuda nur, dass Aachen gar nicht erst aufsteigt?
Platz 4 nach zuletzt 4 Punkten aus 2 Spielen lässt neue Hoffnung bei den Öchern keimen. So nah war man noch nie an einem Aufstiegsplatz, allerdings ist es auch noch lange bis zum Ende der Saison, immerhin ist noch fast eine halbe zu spielen. Es wäre zu schön um wahr zu sein, wenn die Alemannia am Ende einen Platz weiter oben stehen würde. Hoffen tun viele, glauben eher wenige denn die Konkurrenz ist groß und stark. Wenn Aachen am Ende aufsteigen sollte, will Herbie nach dem letzten Saisonspiel nackt auf dem Aachener Tivoli "You never walk alone" singen.
<b>Aachen. </b>Herbie's Team hält Kontakt zur Spitze.
Nachdem die letzten beiden Spiele der Hinrunde siegreich gestaltet werden konnten, bleibt Alemannia Aachen weiter oben dran. Aus dem Heimsieg gegen den FC Schalke 04 und den darauf folgendem Sieg in Düsseldorf resultierten 6 Punkte. Mit Platz 6 kann man zur Zeit zufrieden sein. Nun gilt es den Kontakt zu den Aufstiegsrängen zu halten und weiter zu Punkten. Gegen die SpVgg Greuter Früth kann man direkt den Anfang machen. "Den Tabellenführer zu schlagen, hätte schon was!" so Alemannen-Trainer Herbie.
Nach dem 3:0 und einer starken Vorstellung auf dem Tivoli war es in Burghausen endlich soweit: Die Öcher feierten bei Wacker Burghausen ihren ersten Auswärtssieg der laufenden Saison.
"Ich hoffe, dass wir unsere Auswärtsschwäche damit ein wenig beseitigt haben und jetzt gestärkt in die nächsten Spielen gehen können!" so Aachen's Trainer Herbie zuversichtlich.
Am nächsten Spieltag kommt es zum großen Duell mit seinem Trainerfreund Mikelz, dem Übungsleiter der SpVgg Unterhaching.
6 Punkte aus 3 Spielen, 8:2 Tore, eine sichere Abwehr und treffsichere Angreifer. War das der Knoten, der geplatzt ist? Die Alemannia scheint sich ein wenig aus dem Mittelfeld lösen zu können und rückte auf Platz 8 vor. Nun gilt es, Konstanz in das Spiel der Öcher zu bringen und weiter zu punkten. Trainer Herbie ist sicher dazu in der Lage, denn wenn er für eins bekannt ist, dann für Konstanz. Allerdings stehen in Wolfsburg und Burghausen 2 schwere Auswärtsspiele an. Zu Hause spielt Aachen gegen Union Berlin. Herbie wäre allerdings schon mit 3 Punkten zufrieden, um zumindest die Heimstärke aufrecht zu erhalten...
Aachen kommt einfach nicht vorwärts. Trotz eines klaren 5:0 Sieges über Eintracht Trier dümpelt man weiterhin nur im Tabellenmittelfeld herum. Beeindruckt ist Trainer Herbie von der Fürther Bilanz: "Ungeschlagen so lange durch die Saison zu gehen, schafft kaum jemand. Respekt für die dort geleistete Arbeit. Ich habe aber die Hoffnung, dass sie noch einbrechen. Schliesslich blockieren sie momentan einen Aufstiegsplatz auf dem wir gerne am Ende der Saison stehen würden..."
Nicht Fisch nicht Fleisch ist es, was die Alemannia in dieser Saison spielt. Da gewinnt man klar gegen den Hamburger SV mit 4:0 und fängt sich in Ahlen ein unnötiges Ding und verliert somit einen sicher geglaubten Auswärtspunkt. Nun kommt Trier nach Aachen, die sicherlich nicht unterschätzt werden dürfen. Zu Tabellennachbar Hannover 96 reist man direkt danach. Aus beiden Spielen fordert Herbie 4 Punkte, damit man endlich mal aus dem tristen Mittelfeld heraus kommt...
Irgendwie hatte man schon das Gefühl, dass beim Derby gegen Klappdach was schieflaufen könnte. Deshalb ging Herbie auf Nummer sicher und bot gleich 3 Stürmer auf. Das machte sich bezahlt, denn sonst wäre das Spiel sicherlich mal wieder 3:3 ausgegangen, wie so einige andere auch. Ist aber nicht passiert, also hat Herbie auch nicht in die Kabine gekotzt sondern stattdessen seinen 1. Saisonsieg mit der Alemannia eingefahren. Folgt am kommenden Freitag bereits der erhoffte Zweite?
Schlimmer geht's nimmer. Nur ein mageres Unentschieden gegen Jahn Regensburg und eine Auswärtsniederlage bei Greuther Fürth besiegelten den schlechten Saisonauftakt der Alemannia. Trainer Herbie war stinksauer über die Leistung seiner Elf:
"Ich weiss nicht, was so schwer daran ist, mal ein Tor mehr zu schiessen als der Gegner. Aber ich will meiner Mannschaft nicht die alleine Schuld ankreiden. Von Regensburg wissen wir ja, dass sie Auswärts gerne auf 3:3 spielen", so der Coach.
<b>Aachen. </b>Frust, Trauer und Ratlosigkeit machen sich in Aachen breit. Im vorletzten Jahr verpasste man den Aufstieg nur um 2 Punkte, im letzten Jahr wollte man es dann schaffen, scheiterte jedoch klar. Der 8. Platz war viel zu wenig für Alemannia's Ansprüche. Herbie hat seinen Vertrag noch nicht verlängert, denn die Vehandlungen mit ihm laufen noch. Ob er am Freitag noch in Aachen auf der Bank sitzt, ist äusserst fraglich. Der Absturz ins Mittelfeld und der verpasste Aufstieg haben ihm doch sehr zu schaffen gemacht...
Das hätte man nun nicht erwartet! Aachen strauchelt im Endspurt um die Plätze. In Hamburg gab es nur ein mageres 3:3 und zu Hause gegen Aufstiegsfavoriten Dortmund ein 1:3. Da war das 4:0 über den SSV Jahn Regensburg schon ein Muss. Wie es nun weitergeht, weiss niemand. Herbie plagten zuletzt Abwanderungsgedanken, zu denen er sich noch kein zweites Mal geäussert hat. Die einzige Motivation, die Herbie in Deutschland halten könnte, wäre, dass in der nächsten Saison wieder ein Trainerfreund mit ihm in der Liga spielt, denn der Abstieg von Mikelz' Unterhaching ist wohl beschlossene Sache...
In Aachen ist er nie recht glücklich geworden. Nicht nur aufgrund des verpassten Aufstiegs. Auch die Liga und das Umfeld sowie Presselandschaft sagt ihm in Deutschland nicht richtig zu. So ist es nicht verwunderlich, dass Herbie den guten alten Zeiten in der Schweiz nachtrauert: "Es war eine wunderschöne Zeit. Die Liga war schön klein und gemütlich. Es war auch immer sehr spannende. Vorallem die Duelle gegen Sion, Chiasso und die Grashpppers waren von Brisanz geprägt. Ich vermisse diese Zeiten sehr. Für den Fall, dass ein Angebot aus der Schweiz kommen sollte, werde ich es mir anhören und überlegen...", so Herbie.
<b>Aachen.</b> 4:4 in Wolfsburg lässt letzte Hoffnungen schwinden.
Bald hätte es eine kleine Überraschung gegeben. Die bereits abgeschriebene Alemannia spielte gegen Wolfsburg voll auf Sieg, wurde jedoch leider nicht belohnt. 4:4 hiess es am Ende in einem kampfbetonten Spiel. Damit dürften wohl die letzten Optimisten überzeugt worden sein, dass die Öcher auch in der nächsten Saison zweitkassig spielen. Zu gering sind die Kräfte und zu groß der Rückstand auf die Aufstiegsränge. Deshalb muss man sich am Tivoli nun eine gute Ausgangssituation für die nächste Saison schaffen - ob die mit oder ohne Herbie stattfindet, ist bisweilen noch unklar.
<b>Aachen. </b>2x4 macht 6 widiwidiwid und 3 macht Neune. Aachen macht sich die Welt widiwidi wie sie ihnen gefällt.
2 je 4:0 Siege konnten die Öcher am letzten ZAT verbuchen, sodass man nun ein wenig Boden gut machen konnte. Aachen ist jetzt 11. und guckt weiter nach vorne. Mit weiteren 3 Punkten könnte man eine kleine Serie starten und diese auf 9 Punkte ausbauen. Als nächstes würde man am
liebsten Union Berlin fressen, die auf dem Tivoli ja so kläglich scheiterten.
Konzentrierter denn je will man die restliche Saison bestreiten, denn Trainer Herbie weiss: Die Saison ist noch nicht vorbei! Schliesslich war man im letzten Jahr auch nur knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt dank einer hervorragenden Schlussphase.
Wir dürfen gespannt sein, ob die Öcher auch diesmal zu einem Sturmlauf ansetzen...
In den letzten Wochen wurden immer mehr Gerüchte um Alemannen-Coach Herbie laut. So sickerte druch, er fühle sich nicht mehr so wohl am Tivoli und vermisse die schöne Zeit in der Schweiz. Der knapp verpasste Aufstieg aus der letzten Saison und die schlechte Saison bisher, in der der Aufstieg wohl kaum noch zu packen ist, zährten an seinen Nerven, heisst es.
Kontakte in die Schweiz gäbe es bislang keine. Jedoch schloss man in Aachen nicht aus, dass demnächst Gespräche stattfinden würden.
Ob es zu einer Vertragsverlängerung mit Herbie kommt, ist bislang vollkommen ungewiss...