Der Coach der ZNS Green Eagles ist immer noch schier aus dem Häuschen ob der beiden Coups die ihm an den beiden letzten Hinrundenspieltagen gelungen sind. Erst konnte man zu Hause den Riflemen eine knappe, aber dennoch verdiente 0:1 Niederlage beibringen. Das 1:0 fiel nach 2 Minuten. Der Co-Trainer versuchte die restlichen 88 Minuten den Cheftrainer Lutscher zu erreichen, um nach der Taktik nach diesem frühen Rückstand zu fragen. Doch dieser sitzt ja bekanntlich immer noch in seinem Verlies ohne direkten Kontakt zur Außenwelt.
So irrten die Riflemen mehr oder minder orientierungslos über den Platz ohne auch nur den Ansatz einer Gegenwehr. Die Green Eagles beschränkten sich nun darauf ihre Kräfte für das
darauffolgende Auswärtsspiel bei den Eagle Stars zu schonen.
Dass sich das gelohnt hat wird jeder Zuschauer des Spiels bestätigen können, sofern er nicht gerade Anhänger der Eagle Stars ist. Das Spiel endete nämlich mit einem spektakulären 4:5 Gästesieg. Nach der 4:0 Führung der Heimmannschaft schickte Trainer Abenteuer einige Spieler zum Teppichklopfen, um die Ankunft der neuen Fachkräfte abzuwarten. Das erwies sich im Nachhinein als böser Schnitzer, da die Green Eagles zum Gegenschlag ansetzten und die stolzen Eagle Stars zu Grillhähnchen werden ließen. Innerhalb von 10 Minuten egalisierte man den Spielstand um kurz vor Schluss noch den krönenden Abschluss draufzusetzen und den Siegtreffer zu erzielen.
Interview mit Trainer King Käpsele zu den Vorwürfen
Nachdem Trainer King Käpsele neuerdings mit Vorwürfen seitens seiner Trainerkollegen konfrontiert wird, wird er nun dazu Stellung nehmen. Unser Reporter hat folgendes Interview mit ihm geführt.
R: Herr Käpsele, Sie haben sich in letzter Zeit ziemlich rar gemacht. Was war denn der Grund dafür.
KK: Ich habe mich in letzter Zeit mal wieder in die Arbeit gestürzt, um meine Mannschaft auf die Topspieler der letzten Zeit vorzubereiten, was sich ja auch gelohnt hat, wie der derzeitige Austiegsplatz dokumentiert.
R: Kommen wir zu einem anderen Thema: Ihnen wird ja vorgeworfen, dass sie nach der Partie gegen die Prison Leopards zusammen mit Dolten den Biervorrat des WAZ geplündert haben. Ihr Saufkumpan Dolten wiederum behauptet, dass sie ihn arglistig getäuscht hätten.
KK: Dolten war doch schon während des Spiel so besoffen, dass er das Tor seiner Mannschaft nicht mehr vom Tor des Gegners unterscheiden konnte. Das erklärt wahrscheinlich auch die 3 Eigentore und das Dolten darüber auch noch jubelte. Dass er dann bei einem 3:0 Rückstand noch 3 Verteidiger eingewechselt hat, um das Ergebnis zu sichern sagt einiges über seinen Zustand aus.
R: Was ist dann nach dem Spiel passiert?
KK: Dolten hatte noch nicht genug und
wollte wohl auch seinen Frust ertränken. Da habe ich ihm vorgeschlagen die Biervorräte des Weltalphabetisierungszentrum zu vernichten, da das eh auf meinem Heimweg liegt. Dolten zeigte sich hellauf begeistert, wohl auch aufgrund der Tatsache, dass er Weltalphabetisierungszentrum weder verstand, noch aussprechen konnte. Und so kam es, wie es gekommen ist.
R: Und was haben Sie jetzt zu Ihrer Verteidigung zu sagen?
KK: Wieso Verteidigung? Wir haben doch ganz Sambia einen Gefallen getan. Das Hausbier des WAZ schmeckt doch zum Kotzen.Dafür dass wir diese Gefahr für die Menschheit beseitigt haben, müssten wir eigentlich noch Schmerzensgeld bekommen. Aber ein Gutes hat es auch, dass das Bier weg ist.
R: Nämlich?
KK: Jetzt ist doch der Weg frei für einen neuen Bierlieferanten. Ich meinerseits schlage dafür die Rothaus Brauerei aus Deutschland vor. (Logo siehe Bild; d. Red.).
Unsere herzlichsten Glückwünsche gehen diese Wochen an den Trainerkollegen Daniel Abenteuer, der diese Woche Vater geworden ist. Als Reaktion darauf wurden am WAZ gleich Kurse im nachts Aufstehen und Windeln wechseln, im übernächtigt zur Arbeit gehen, wie entsorge ich Windeln richtig und Kurse in Babysprache angeboten. Es ist anzunehmen, dass Herr Abenteuer alle diese Kurse belegen wird.
Ob darunter seine Arbeit leiden wird? Wenn man mal den letzten ZAT betrachtet hat er zumindest die letzte Woche gut verkraftet und sich auf einen Aufstiegsplatz geschoben. Glanzstück war dabei natürlich der 1:0 Auswärtssieg beim bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer Riflemen. Dieser haderte allerdings mit dem dubiosen Rollstuhl von Rollieber, der wieder einmal das Siegtor schoss, aber auch zwei Gegner ins Krankenhaus beförderte. King
Käpsele sagte dazu:" Das kann so nicht weitergehen. Ich werde auf jeden Fall Protest einlegen gegen dieses Ding. Entweder die Eagle Stars müssen das einen Meter dick einpacken mit Watte oder Rollieber muss sich ein anderes Gefährt suchen."
Auch bei den ZNS Green Eagles war man mit dem letzten ZAT zufrieden. Mit dem 4. Platz befindet sich die Mannschaft weiterhin in Lauerposition hinter den Aufstiegsrängen. Auch wenn es am letzten Spieltag eine 0:4 Klatsche bei den Mufulira Wanderers setzte war Trainer King Käpsele mit seinem Team zufrieden. "Wir haben den Kontakt zur Spitze gehalten. So eine Niederlage wirft uns nicht um, zumal wir zwei nicht gerechtfertigte Elfmeter gegen uns bekommen haben. Der Schiedsrichter hatte wohl Ketchup in den Augen. Aber egal, wir holen schon noch unsere Punkte. Davon bin ich überzeugt."
Spät aber noch nicht zu spät kommt dieser Artikel grade noch vor Redaktionsschluss. Unser Reporter war noch mit der Aufdeckung eines ungeheuerlichen Sachverhalts beschäftigt. Neuesten Erkenntnissen zufolge hat der Rollstuhl des Stürmerstars Rollieber von den Eagle Stars keine zugelassenen Plakette des sambischen TÜVs. Das könnte für die Eagle Stars üble Konsequenzen haben. Von Wiederholungsspielen über Punktabzug bis zur Gefährdung der Lizenz ist alles denkbar. Rollieber, der ja schon einige mitunter auch entscheidende Tore geschossen hatte, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Ebenso hüllt sich die Führungsetage des Clubs in Schweigen. Sie ließen nur verlauten zu gegebener
Zeit, werde man sich dazu äußern.
Laut Medienberichten war die TÜV Plakette wegen einiger Spezialumbauten nicht erteilt worden. So wurden die Räder mit den Spikes als großes Verletzungsrisiko eingestuft und beanstandet. Auch der Sonnenschirm, der Rollieber vor einem Sonnenstich schützen sollte, wurde als "nicht genehmigungsfähig" eingestuft. Trotzdem wurde der Rollstuhl wiederholt eingesetzt.
Nach dieser Bekanntgabe wird sich vermutlich ein Sturm der Entrüstung Bahn brechen. Es ist anzunehem, dass alle Klubs, die gegen die Eagle Stars gespielt haben erst einmal vorsorglich Protest einlegen werden. Falls diese Proteste Erfolg hätten, könnte das das Ende der Aufstiegsträume sein.
Die neugegründete Schule scheint noch nicht ganz auf dem angestrebten Niveau zu unterrichten, da zum Beispiel die Spieler von INDENI ihren analphetischen Mitspielern Trainern und sonstigen Vereinsmitgliedern das Lesen und Schreiben beizubringen.
Andere Gerüchte besagen, dass Lutscher, der ja kürzlich die Teilhaberschaft anstelle Batigols an der neuen Schule übernommen hat, heimlich Schulgeld verlangt. Damit werden die
eh schon armen Vereine und Spieler noch weiter ausgebeutet und anscheinend noch nicht mal gescheit unterrichtet. Lutscher war zu keiner Stellungnahme zu bewegen, aber er lässt sich ja augenscheinlich auch für "überraschende" Interviews bezahlen. Wird das das Ende der erst neu ins Leben gerufenen Schule werden oder kann Daniel Abenteuer das ganze noch mal gerade rücken? Auf jeden Fall bleibt ein fader Beigeschmack.
Nachdem die Trainerkollegen Daniel Abenteuer und Pudding Lutscher den Trainer der Green Eagles, King Käpsele, als Urheber eines Streiches bezichtigten, musste unser Reporter natürlich mal nachfragen, ob an der Sache was dran ist.
R: "King Käpsele ist was dran an der Sache, dass sie einen Zettel an doltens Tür gehängt haben, um seinen Rauswurf zu provozieren?"
KK: "Ich verbitte mir solche unverschämten Unterstellungen. Ich weiß ja nicht mal, wo sich die Kabinentür von dolten befindet."
R: "Und woher kommt dann die schwarze Farbe auf ihren Fingern?"
KK: (nimmt die Hände auf den Rücken, einen aggressiven 'Ton anschlagend) "Welche schwarze Farbe denn?"
R: (etwas verunsichert) "Wenn sie es nicht gewesen sind, dann können
sie uns ja dann beweisen, indem sie mal aufstehen und ein paar Schritte laufen."
KK: "Warum denn das?"
R: "Nun Abenteuer hat behauptet, dass der Täter etwas bucklig lief."
KK: "Ich bin topfit und pflege nie gebuckelt zu gehen und das werde ich auch beweiiiiiiaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhh.. (versucht aufzustehen, setzt sich aber nach dem Schmerzenschrei sofort wieder hin)
R: "Was war das denn?"
KK: "Das war nur der Auftakt zu meinem täglichen Schreitraining. Auf dem Platz muss ich viel und laut schreien und das trainiere ich jeden Tag."
Mit diesen Worten packte er mit einer Hand den Reporter am Kragen und mit der anderen hielt er seinen offensichtlich schmerzenden Rücken. Dann hat er unseren Reporter mit etlichen Schimpftiraden hochkant hinausgeworfen.
Die neue Saison steht vor der Tür und alle Trainer brennen darauf, dass sie endlich anfängt. Während die Kollegen Dolten und Abenteuer sich mit ihrer Privatfehde beschäftigen, beschäftigt sich der Trainer der ZNS Green Eagles King Käpsele lieber mit seiner Mannschaft. Denn wie heißt es so schön: Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte.
Für das erste Spiel hat er ein überraschendes Konzept parat.
King Käpsele: "Wir probieren diese Saison mal was aus. Unsere Abwehrspieler spielen zu Saisonbeginn im Sturm und die Stürmer in der Abwehr. Das hat den Vorteil, dass die Spieler wissen, wie ihre
jeweiligen Gegenspieler denken. Ich erhoffe mir dadurch einen taktischen Vorteil und auch eine Weiterentwicklung der Spieler. Vielleicht entdecken manche Spieler noch versteckte Talente."
Ob dieses ungewöhnliche taktische Konzept aufgeht, wird man an den ersten beiden Spieltagen begutachten können. Wenn man die Spieler so beim Training sah konnte man dies auch bezweifeln. Freundlicherweise hat uns King Käpsele sein taktisches Konzept aufgemalt und zur Verfügung gestellt (siehe Bild)