Nach der Pleite daheim gegen CABBA war auch der klare 4:0-Auswärtssieg beim abstiegsgefährdeten MCO nicht dazu angetan, die Laune von CAB-Coach Markert deutlich zu verbessern. "Wir müssen endlich mal wieder ein Sechs-Punkte-Wochenende hinlegen!", forderte der Trainerstar dann auch von seiner Mannschaft, die zuletzt nicht immer souverän und selten meisterlich gewirkt hatte. Der klare Titelgewinn mit zehn Punkten
Vorsprung liegt zwar erst anderthalb Jahre zurück, aus dem Gedächtnis der Spieler und Fans ist er indes schon verschwunden. Es scheint fast so, als sei Batna nur noch Mittelmaß. Da gilt es nun umso strikter gegenzusteuern, notfalls auch durch weiter erhöhten Konsum von Delfin-Sandwichs - der schießt zwar keine Tore, macht aber immerhin gute Laune. Und das soll den Erfolg auch schon das eine oder andere Mal zurück geholt haben!
Die "Dark Ages", die dunklen Jahre in und um Batna, haben in einer farbenfrohen und beschwingten Zeremonie endlich ihr lang ersehntes Ende gefunden - Delfinsandwiches sind wieder "up to date" und CAB-Coach war der erste, der nach der langen Wartezeit in einen der begehrten Happen beißen durfte. Vor dem vereinseigenen Aquarium mit Unterwasserblick aufs Meer marschierten zwar Flipper und seine Kumpane auf, um die Feierlichkeiten zu stoppen, doch den
Fischern von Batna war das Motiv völlig egal - Netze raus, Delfin rein. Besser konnte es kaum laufen, hoffentlich setzt sich dieser positive Trend jetzt auch auf dem Spielfeld fort. Unser Foto zeigt übrigens zwei der liebenswerten Geschöpfe beim freudigen Wettrennen mit den PS-strotzend hochmotorisierten Booten der ortsansässigen Fischer!
Bei Chabab Aurés Batna ist man völlig ahnungslos, wie man diesen Spieltag zu bewerten hat. Zwar hat man durch den Heimsieg gegen Mascara Kurs auf den Titel gehalten, zugleich aber auch beim unmittelbaren Konkurrenten JSM Bejaia eine ganz ganz bittere und kräfteaufreibende Niederlage bezogen. Zudem stellt sich die Frage, wo die Titelkandidaten momentan stehen und wer um den Klassenerhalt zittern muss - liegen die größten Titelchancen doch möglicherweise gar nicht bei MOC oder JSMB, sondern ganz am Tabellenendem, beim HB-Männchen-Aufsteiger und beim heutigen Gegner Mascara.. und wer ist dann Abstiegsanwärter
Nummer 1? Es gibt offenbar sogar böse Stimmen, die Batna in dieser Rolle sehen. Markert sieht die ganze Situation mit zunehmender Nervosität: "Klar können wir noch problemlos Meister werden, aber bei zwei, drie blöden Auswärtspleiten kann es ganz schnell passieren, dass wir den Boden unter den Füßen verlieren und ins Bodenlose abstürzen." Die Zielsetzung bleibt bestehen, der Titel wird auch weiterhin angepeilt. Dennoch stehen die Alarmleuchten mittlerweile auf Gelb, die letzte Saison hat bereits gezeigt, wie schnell es abwärts gehen kann. Und in diesem Jahr ist alles noch schwerer zu prognostizieren.
War das die Wiederauferstehung von Chabab Aurés Batna? Das furios herausgespielte 4:3 beim einstigen Angstgegner ASO Chlef hat in Batna völlig vergessen geglaubte Talente freigesetzt, denen sich auch der Vorjahresvierte WA Tlemcen letztlich geschlagen geben musste. Nun geht es also auf eine Reise ins graue Mittelmaß, nämlich nach Béjaia zu JSM. Angesichts der aufblühenden Mannschaftsperformance hat auch Batna-Coach Markert jede Bescheidenheit abgelegt, mit der Wiederaufnahme der Delfinjagd scheint man mitten ins Schwarze getroffen zu haben und peilt nun den dritten Titelgewinn in sechs Jahren Algerien an. Selbstbewusst tönte Markert vor dem Duell mit Müller: "Es mag für manchen klingen wie eine fast verschollene Stimme aus grauer Vorzeit, aber sich bin mir absolut sicher, dass wir dieses Jahr den Titel holen! Gerd Müller wird das nächste Opfer des neuen CAB werden, da führt kein Weg dran vorbei! Chaba
Aurés Batna gehört zurück in Afrikas Königsklasse, JSM in die Division 2. Die nächsten Wochen werden beweisen, wie recht ich habe! Vive la Algerie, vive la revolution!!" Einen Drogentest im Anschluss an diese Pressekonferenz soll Markert zwar verweigert haben, doch verlässliche Stimmen aus dem Umfeld des exzentrischen Trainerstars bestätigten noch einmal, dass es Markert mit diesen Worten völlig ernst gewesen sei.
Anmerkung der Redaktion: Die Flagge rechts oben symbolisiert den Beitritt Batnas zur "Nie Nie Sesam"-Initiative zur Erreichung der algerischen Vorherrschaft im afrikanischen Fussball. Schon allein im Sinne dieser Initiative muss Batna einfach Meister werden!
Florian Markert, vierfacher Meister in Afrika und eines der großen internationalen Aushängeschilder Algeriens (auch wenn man diese Saison zum bisher einzigen Mal bei den Afrika-Cups nur zuschaut), kann sich über einen Mangel an Medienschelte momentan kaum beschweren. Und das ist ja auch durchaus berechtigt, Platz 14 ist weit entfernt von den hochgesteckten Zielen des algerischen Vorzeigeclubs. Allerdings ist es doch etwas verwunderlich, aus welcher Ecke diese kritischen Stimmen zu vernehmen sind. Da gibt es doch tatsächlich einen völlig unbedeutenden Nahezu-Neuling in Béjaia, der sich erdreistet, im Überschwang des kurzfristigen Teilerfolges über wesentlich größere Trainer herzuziehen und diese zu verspotten. Ein Blick auf die "große" Karriere des Herrn Müller zeigt aber auch, dass da jemand offenbar die eigene Bedeutungslosigkeit nur schwer verkraftet und sich quasi als Kompensation auf "Tugenden" wie Neid und Mißgunst verlässt. Gerd
Müllers beste Platzierung war ein dritter Platz, Titel sind ebenso wie internationale Glanzlichter absolute Fehlanzeige. Nicht einmal bis ins Viertelfinale hat man es bisher geschafft, stets scheiterte man an namenlosen Clubs unbedeutender Nationen, weil der Gewissheit bezüglich der eigenen Stärke stets in gewaltiger Weise über die Leistungsfähigkeit der Mannschaft hinausgewachsen war. Nun träumt Herr Müller, der sich stets zu Höherem berufen fühlt (ein vergebliches Warten, das wohl noch ein Weilchen andauern wird) also wieder einmal von Meisterehren, chancenlos auf Platz drei liegend, mit miserabler Kondition und eher geringem Vorsprung auf die Abstiegsränge. Ein Musterbeispiel für Realitätsferne, wie jetzt auch Algeriens Schulen erkannt haben. Dort wird Müller mittlerweile als Gegenansatz zu algerischen Idealen verwendet, der von Gier und Übermut zerfressen wurde und dabei Moral und Anstand auf dem Götzenaltar der Selbstüberhöhung geopfert hat.
Für Chabab Aurés Batna kommt es am kommenden Wochenende ganz dick, mit ASO Chlef und WA Tlemcen warten gleich zwei potenzielle Spitzenteams auf CAB, die ebenso wie die Markert-Truppe ihr Ziel zum Auftakt klar verfehlt haben und im Keller anstatt an der Spitze stehen. Angesichts der immer bedrohlicher werdenden Situation erwägt die Vereinsführung momentan, das Delfinfleischembargo aufzuheben, um so Trainer und Mannschaft wieder zu neuen
Höchstleistungen anzuspornen. Norbert Theil wird sich bei diesem Worten im Graben rumdrehen, doch der Erfolg geht in Batna nun einmal durch den Magen. Zum Vergleich: In der letzten Saison MIT Delfinsandwiches zum Frühstück wurde Batna mit einem Rekordversprung von zehn Punkten ganz überlegen algerischer Meister. Auch in Blida würde man sich sicherlich darüber freuen, könnte Dominik Nowak ann doch mit seinem Kollegen Markert wieder feine Rezepte austauschen..
Geschockt reagierte man bei CA Batna, als man die schaumigen Münder der Blida-Kicker vom dem Hassduell mit Biskra im Fernsehen entdeckte. War es möglich, dass Biskra mit ähnlichem Hass zum Spiel gegen den Ex-Meister aus Batna antreten würde? Um kein Risiko einzugehen, hat Markert beschlossen, seine Spieler mit Hochdruckreinigern auszustatten, um mögliche Schaumentwicklung schnell in die Vergangenheit zurück zu befördern. Ein erster
Test der Geräte wurde bereits vorgenommen, Testobjekt war Biskra-Coach Nowak. Dabei verlor dieser zwar einen Zahn, zeigte sich aber dennoch begeistert und bestellte prompt selbst zwanzig der Druckerzeuger. Damit dürfte sich zum einen die Hoffnung Norbert Theils auf eine Revanche verschlagen haben, zum anderen erwartet die Fans beim Duell Biskra gegen Batna wohl eine Blut- und Wasserschlacht anstelle eines rauschendes Balla-Ballas. Könnte lustig werden!
Nach der Mannschaft von Norbert Theil ist jetzt auch der Ex-Meister aus Batna in das Rennen um die Goldene Schlimmbeere eingestiegen. Batna-Coach Markert gab sich auf der Pressekonferenz gewohnt selbstbewusst: "Wenn Kollege Theil glaubt, das Blida-Wappen sei schlimm, dann sei ihm ein Blick auf unser widerliches Exemplar gegönnt. Nicht einmal der CAB-Schriftzug wurde symmetrieerhaltend in der Mitte des Wappens positioniert, sondern
steht irgendwie schief in der Gegend rum. Und dann diese Farben - wenn ich da an das gewohnte, schöne orange-weiß zurückdenke, möchte ich den Designer des neuen Wappens am liebsten hinter ein Kamel binden und dieses quer durch die Wüste treiben. Ich kann mich nur nicht überwinden, das arme Kamel grundlos zu quälen, sodass der offenbar schwer geschmacksverirrte Pseudo-Künstler bislang Glück gehabt hat!"
Betörende Schönheit an Nowaks Seite verzaubert Algerien
Mit einem grandiosen Saisonstart ist es Meistertrainer Dominik Nowak erneut gelungen, die algerische Konkurrenz in Angst und Schrecken versetzen. Doch das ist noch gar nicht verglichen mit dem Aufschrei, den sein Auftreten abseits des Platzes nach sich zog. Bei einer Party in Béjaia, bei der man der nun schon neun Monate andauernden Erfolgslosigkeit von JSMB unter Gerd Müller gedacht, besaß Nowak den Mut und die Größe, seine beherzte Angriffstaktik auch auf dem diplomatischen Parkett dieser Feier fortzusetzen und seine neue Freundin (skandalös: eine Südafrikanerin!) im hautengen Designer-Outfit vor den Augen der Welt zu präsentieren. Die Kollegen waren dann auch hin und weg - im wahrsten Sinne des Worten - denn den betörenden Anblick dieser Schönheit (siehe Foto) konnte keiner von ihnen länger als ein paar Sekunden ertragen. So kam es, dass Nowak und seine Angebetete schließlich den ganzen Partysaal für sich
hatten. Nur Gerd Müller musste als Gastgeber in den sauren Apfel beißen und bis zum Ende alles mit ansehen. Eine großartige Party wurde es aber dennoch, da MO Béjaia's Trainer Hennes Meyer freundlicherweise die Gastgeberrolle von Müller übernahm und seine völlig verstörten Kollegen (natürlich mit Ausnahme von Nowak, der weiter bei Müllerchen weilte) ins Clubhaus seines Vereins einlud, wo man bei reichlich Alkohol eine feuchtfröhliche Therapiesitzung abhielt, um das Gesehene möglichst zeitnah zu verarbeiten. Nur Dominik Nowak konnte den ganzen Aufruhr nicht verstehen und wunderte sich noch Stunden später, wo denn plötzlich all seine Kollegen abgeblieben waren.
In den letzten Tagen sind in Algerien Gerüchte aufgekommen, wonach einer der 16 vermeintlich ach so sauberen Trainer der Division 1 eine schwarze Liste mit Namen voll Kollegen führt, die es in der kommenden Saison in den Untiefen der Bedeutungslosigkeit zu versenken gilt. Die üblichen Verdächtigen äußerten sich bereits öffentlich, um sich so gerade noch rechtzeitig zum Saisonstart von jedem Makel reinzuwaschen.
<b>Vinnie The Axe Jones</b>: "Ey, wer mir blöd kommt, den trete ich um. Da mache ich keine Gefangenen, das ist wie damals auf dem Platz! Bleibt mir ja vom Leib, ihr gierigen Pressegeier, sonst." (holt eine Schrotflinte hervor, spätestens jetzt hat unser Abgesandter die Flucht ergriffen, weitere Worte sind daher nicht überliefert, Anm.d.Red.)
<b>*megustastu*</b>: "Was soll ich sagen, ihr kennt mich doch. Ich bewahre immer alles bis zum Schluss auf und rücke erst dann damit raus, wenn alles schon zu spät ist. Warum sollte das diesmal anders sein?" (wälzt sich auf dem Boden seiner schmucklosen Hütte herum, leere Trophärenschränke säumen die Wände, an denen ein Graffitti mit den Worten "Nieder mit den Titelträgern" und andere Verwünschungen leuchten, Anm.d.Red.")
<b>Dominik Nowak</b>: "Was für ne Liste? Ich kann doch nicht mal meinen Namen schreiben. Dafür kann ich aber ganz toll
nageln!" (schwenkt eine algerische Fahne, lässt die leere Schnapsflasche aus seiner Hand gleiten und wird von schwarz gekleideten Männern mit Sonnenbrillen weggeschleift, Anm.d.Red.)
<b>Florian Markert</b>: "Ich brauche keine Liste, ich habe alle Informationen im Kopf, die ich brauche, um meine Konkurrenten in Schutt und Asche versinken zu lassen! Hohohohohooo!" (lacht extrem diabolisch und zündet eine Voodoopuppe an, die Gerd Müller verdammt ähnlich sieht, Anm.d.Red."
<b>Gerd Müller</b>: "Naa, also wirklich. warum nennt man mich wohl den Bomber? Weil ich blöde Listen schreibe? Joa mei, geht's halt woanders hin zum spekulieren, ich muss meine Nägel lackieren!"
<b>Unbekannter Trainer der HB-Männchen</b>: "Ich will den Flo versenken, ich will, ich will!" (lacht und springt munter im Sandkasten vor dem Haus seiner Eltern auf und ab, wirft Bauklötze in die Luft, Anm.d.Red.)
Die übrigen Kollegen waren bislang noch zu keiner Stellungnahme bereits. Vielleicht sahen sie aber auch einfach keine Notwendigkeit, aus welchen Gründen auch immer. Die Saison wird jedenfalls trotzdem starten, schwarze Liste hin oder her. Wer das Nagelstudio übersteht, fürchtet sich vor nichts mehr. Schönen Gruß nach Südafrika, wo man jetzt schon betet, das die schwarze Liste nicht auch zu ihnen kommt. Panik wäre wohl garantiert.