"Danke, das hat Spaß gemacht!" lacht der neue Trainer Henk Groot. Natürlich ist es immer toll, wenn man gewinnt. Nach dem ersten Spiel in Volendam gab es noch ganz lange Gesichter. 0:5! Da fragte sich schon so manch einer, ob die Trainerwahl so glücklich war. Kein Tor geschossen, die Hütte aber so richtig voll bekommen, da war der Ärger im Umfeld groß. Lange Zeit konnte man sich damit aber nicht aufhalten. Im Heimspiel gegen Ajax stand die Deckung dann bombensicher. Gleiches dann im Auswärtsspiel in Enschede. Zwei Spiele
ohne Gegentor. Das war die richtige Antwort. Auch vorn lief es besser, wenn auch nicht so sehr. Aber drei Tore reichten für zwei Siege und sechs Punkte. Ob die Abwehr auch in den kommenden Spielen so stark bleibt, ist nicht sicher. Aber vorn darf demnächst doch mal besser geknippst werden. Die letzten Worte hatte noch einmal Henk Groot: "Danke für die Unterstützung hier im Verein. Und ein großes Kompliment an den Copa-Weltverband und den KNVB für die tolle Organisation. Man merkt schon, dass es sich hier im Profifußball handelt."
Lange hat man in Heerenveen nach einem neuen Trainer gesucht. Leicht gemacht hat man sich die Entscheidung nicht gemacht. Man wollte gerne einen Toptrainer verpflichten. Aber ein Topmann bekommt man nicht so leicht in die kleine Eredivisie und schon gar nicht in das kleine Heerenveen. Dabei ist das ein toller Klub mit einer guten Philosophie. Und vormals sogar einmal Meister.
Und wenn man keinen Startrainer bekommt, dann muss man sich eben selbst einen machen. Da
kam die Chance gerade recht, mit Henk Groot eines der größten Talente der Trainerszene zum SC Heerenveen zu locken. Es ist seine erste Station als Cheftrainer im Profifußball. Aber er hat bereits einen großen Erfahrungsschatz als Jugend- und Co-Trainer gesammelt. Nun will er den SC Heerenveen erst einmal in ruhiges Fahrwasser bringen, bevor dann in der nächsten Saison mit modernem Fußball der Start in eine Erfolgsära erfolgen soll.
Der SC Heerenveen ist mit dem Bus nach Volendam gefahren. Dabei zum ersten Mal an Bord ist der neue Trainer Henk Groot. Vor seinen Debüt ist er etwas nervös. Die Arbeit ist gemacht und nun werden wir sehen, ob und wie die Mannschaft seine Ideen umsetzen kann. Sollte es nichts mit einem Sieg in Volendam werden, dann gibt es zum Ende der Hinrunde noch zwei Chancen. Die Heimpremiere findet gegen Ajax Amsterdam statt. Dann gibt es ein weiteres Auswärtsspiel in Enschede bei Twente. Zwar steht Twente abgeschlagen am Tabellenende, doch das bedeutet nicht, dass Heerenveen mit einem Sieg rechnen kann. Für Neuling Henk Groot ist erst einmal jedes Spiel ein schweres Spiel.