Estudiantes La Plata erlebte in der vergangene Saison die bitterste Stunde ihrer über 100-jährigen Fussballgeschichte. Einst glänzte das Team mit riesigen Erfolgen. Weltpokalsieger 1968, Sieger der Copa Libertadores 1968, 1969, 1970 und 2009, Sieger der Copa Interamericana, Argentinischer Meister 1987, 1982, 1983, 2006 und 2010. Und was ist jetzt? In der Nacional B dümpelt die Mannschaft rum. Das ist absolut nicht das, was die über Jahrzehnte treu gebliebenen Fans verdient haben. Berauschende Fussballfeste müssen wieder Einzug halten bei Estudiantes. Es kann also
nur eine Devise geben: Die Mannschaft muss zurück in die Primera Division. Doch ist das auch realistisch? Sicher geht die Mannschaft mit etwas Vorschuss in die kommende Saison. Doch als Absteiger ist man auch meist der Gejagte. Schließlich lauern auch andere darauf, ins Oberhaus zu kommen. Keiner der Trainer, die in den vergangenen Spielzeiten in der Nacional B als 5., 6. oder 7. den Aufstieg verpassten, tat dies freiwillig. Estudiantes muss von Anfang an konzentriert zu Werke gehen. Vor allem aber die eklatante Auswärtsschwäche der vergangenen Saison muss verbessert werden.
Die ganze Saison über hat Estudiantes die Abstiegsränge nicht verlassen. Das ist fast wie eine Verbannung. Und auch vor den letzten Spielen sieht es nicht danach aus, dass dies noch gelingen wird. Immerhin schlägt sich die Mannschaft wacker und hat zumindest noch theoretische Chancen, den Klassenerhalt zu schaffen. Schmerzlich ist jedoch, dass erneut wichtige Reserven verballert worden sind, die man jetzt bitter nötig hätte, um das unmögliche möglich zu machen. Das Kommando von Trainer Andi von Hideta wird wohl kein gutes Ende nehmen bei Estudiantes. Der gang ins Unterhaus ist unvermeidlich. Wir werden sehen, wie sich die letzten Spiele gestalten und wo die Mannschaft am Ende einläuft.
Andi von Hideta steht mit Estudiantes am Scheideweg. Immer dünner wird das Eis für Estudiantes. Doch bereits bei seiner Verpflichtung war klar, dass es kein einfaches Unterfangen wird, noch die Klasse zu halten. Die Zukunft von Estudiantes wird wohl in der zweiten Liga spielen. Ein „Himmelfahrtskommando“ hieß es kürzlich in der Presse zur Aufgabe, die da bei Estudiantes ansteht. Doch irgendwer muss ja absteigen. Da bleibt nichts weiter übrig, als alles zu geben und zu kämpfen. Vielleicht hat er ja noch den einen oder anderen taktischen Kniff auf Lager oder die Konkurrenz macht noch den einen oder anderen Fehler.
Estudiantes hat noch immer einen großen Rückstand aufzuholen, wenn man noch den Klassenerhalt schaffen möchte in Argentinien. Der Ligaalltag ist gar nicht so einfach zu bewältigen in Argentinien. Noch ist nicht alles entschieden. Als Trainer Andi von Hideta Estudiantes übernommen hatte, war das erklärte Ziel eigentlich, die Klasse zu halten. Doch momentan hat sich an der Situation nicht wirklich viel
verbessert. Die nächsten Spiele werden richtungsweisend sein. Die Mannschaft muss sich jetzt auf die wichtigsten Spiele konzentrieren und eben die entscheidenden auch gewinnen. Ansonsten bleibt nur der Gang in die zweite Liga. Als Notiz am Rande sei gesagt, dass sich Trainer Andi von Hideta doch ansonsten ganz gut eingelebt hat in Argentinien. Nun muss nur noch der sportliche Erfolg Einzug halten, damit er vollends zufrieden ist.
Mit zwei Niederlagen gegen bei Arsenal de Sarandi und zu Hause gegen Independiente hat Trainer Andi von Hideta III den Start bei Estudiantes La Plata voll in den Sand gesetzt. Eigentlich sollte er die Mannschaft retten, stattdessen scheint er den direkten Weg in die Nacional B gefunden zu haben. Die Mannschaft wird sehr viel Mühe haben, den letzten Platz überhaupt noch verlassen zu können. Es gibt nur eins: Punkte müssen her. Das ist das entscheidende. Doch wie stellt man das an in so kurzer Zeit.
Die Mannschaft muss vollkommen umgekrempelt werden. Es wird wohl eine Weile dauern, bis die Mannschaft wieder zu sich gefunden hat und endlich erfolgreich ist. Es sollten noch mindestens 30 Punkte her, damit überhaupt eine Chance besteht, die Klasse zu Halten. Das ist schon eine Menge. Wir müssen in den nächsten Wochen beobachten, wie sich die Mannschaft entwickelt und werden sicherlich auch noch den einen oder anderen Punkt holen. Die Mannschaft kann wohl froh sein, wenn man insgesamt auf 30 Punkte kommt.
Estudiantes hat wieder Punkte im Kampf gegen den Abstieg geholt. Doch ob die Mannschaft von Trainer Andi von Hideta noch die Kurve kriegen kann, ist indessen noch offen. Ein Restprogramm, das alles andere als einfach ist und mit der Konkurrenz vergleichbare Kraftreserven, lassen zwar noch hoffen, aber sicher ist auch nichts. Zumal Trainer Andi von Hideta noch nicht so lange in Argentinien tätig ist und mit den Sitten und Gebräuchen der dortigen Spielweise vertraut ist. Überraschend hat Argentinien indessen das Aus in der Copa-WM ereilt. Man musste sich ausgerechnet den Amerikanern geschlagen geben. Nun können sich alle Trainer wieder auf die Liga konzentrieren.