Endlich starten die 3er-ZAT´s, da geht einem doch das Herz auf. Im Vorgeplänkel auf die schönste Zeit der Saison hat man sich ganz ordentlich verkauft, auch wenn das letzte Unentschieden leider sehr teuer war.
In der unteren Tabellenhälfte braut sich weiterhin was zusammen. 4 der 5 Teams aus Tabellenhälfte 2 haben (teilweise weit weit) > 55 TK, die werden noch zum überholen ansetzen. Noch schlimmer ist aber der
Blick nach oben, wenn man die Stadtrivalen an der Spitze sehen muss.
Neben dem Rivalitätsdenken, wer denn die Nr. Eins in Zürich sei, kann man broTiger einen genialen Saisonstart nicht absprechen. "Die wenigsten Heimspiele, die meisten Punkte" - das ist schon a la bonheur.
Trotzdem, oder gerade deshalb, kommen Mannschaft und Fans natürlich hochmotiviert zum Derbie. Schlagbar war der 2. FC Zürich in jedem Heimspiel.
Ein echter Herzschlagspieltag, den die Grashopper da ablieferten. Man hatte einiges riskiert - und es war erfolgreich. Hauchknapp gewann man 2 Heimspiele, musste sich gegen den Stadtrivalen und Tabellenführer aber eindeutig geschlagen geben.
Das wichtigste sei es, die vorhandene Power möglichst effektiv zu nutzen, um in der Folgezeit etwas mehr Spielraum zu haben. Durch die schlechte Ausgangslage könne man keine Wunder erwarten und muss zusehen, dass man von den kraftstrotzenden Bernern, Sionern und Baselern überrollt wird. Aber obwohl man so sparsam war haben die immenoch ca. 8 TK Vorsprung, "das sind mindestens 3 Punkte".
"Wunschverein von nunenconuschent", so steht es bei den Grashoppers schon seit griechischen Zeiten geschrieben als sich schnippel entschied, zu den Zürichern zu wechseln.
Ist der FC St. Gallen nun nur zweite Wahl gewesen und die Wut, weil man nicht zum alten Verein zurückkehren zu konnte? Wird auf den neuen Trainer nun mit einem Torhagel versuchen, schon früh am Trainerstuhl zu wackeln, um selbst wieder am Seitenaus des Letzigrund zu stehen?
Die beiden Vereine verbindet eine ungewöhnlich hohe Schnittmenge. Beide waren eine lange Zeit in Griechenland und beide haben einen Trainerkollegen in Brasilien. Das könnte eine spannende Sache werden...
Wir fühlen uns schon ganz gut angekommen. Mit Winterklamotten musste man sich zwar diese Woche nochmal komplett neu eindecken (das ist schon etwas anders als in Athen), das Auto wintertauglich machen und endlich mal das Verdeck reparieren lassen (fährt sich mit verschlossenem derzeit einfach besser), doch nun ist alles bereit.
Sportlich hat man die Mannschaft bereits in der Vorbereitung begleitet: "Das soll deutsch sein?", soll der erste Satz im Kreise des deutschsprachigen Teils der Mannschaft gewesen sein, so langsam-langsam ist in der Schweiz ja DAS Stichwort - hat man sich aber daran gewöhnt. Der
Kader als auch die Chefetage haben sich große Mühe gegeben, dass es Schnippel hier gefällt. Und das tut es: sogar in Ottmar Hitzfelds altem Sessel hat man schon einen stehen lassen: der Vorstand war begeistert.
"Sprachliche Barrieren sind doch aber eigentlich egal: "Ich bin hier als freundlicher Winkeonkel hingesetzt worden. In Sachen Diplomatie und "auf neutral machen" kann ich hier noch einiges lernen, hat mein Berater gesagt. Hier soll ich wohl ordentliche Defizite haben. Wenn die Liga so schön bleibt wie sie ist werde ich hier alt: die vielen Spiele finde ich echt interessant!"
So langsam hat man ausgepackt, Bilder aufgehängt und das Team kennengelernt - es kann losgehen.
Die Erwartungen sind natürlich hoch. Wenn jemand den traditionsreichen Club aus dem Keller holen will statt in der Championsleague zu spielen, dann erwartet man was. Da bekommt man vom Neuling aber nur Achselzucken. Die Qualität der Liga sei sehr hoch, die Auslastung (trotz der Abgänge zum Glück immernoch) eine andere und das 10er-System komplett neu.
Dennoch möchte man Ziele formulieren: Nummer 1 in Zürich und vor den unbesetzten Vereinen, also Platz 6...na gut, dann packen wir noch einen drauf - Europa könnts schon werden.
auch hier nochmal - nach 5 Spielzeiten wurde der Vertrag mit dem Hauptstadttrainer nicht verlängert. Obwohl die Saison sportlich erfolgreich gelaufen ist, dankt Schnippel ab.
Der Europa-Account ist einfach zu langweilig geworden. Jede Woche ein Pate, das ist Lotterie. Ich hab immer gehofft es erholt sich mal wieder. Stattdessen ist es aber schlimmer geworden - nur noch 3 Trainer sind geblieben, mit denen man hier startete, der Rest ist weg.
Zugänge gab es natürlich auch, und wenn ich übers Tableau schaue sind auch interessante Trainerpersönlichkeiten gekommen: der Großteil war/ist aber Eintagsgemüse.
Vielen Dank für die Gastfreundschaft, man sieht sich!
Aufatmen in Athen - die Voraussetzungen sind klasse, nachdem man beide Heimspiele gewinnen konnte. Jetzt ist das Ziel natürlich die Meisterschaft. Der Heimsieg gegen den Tabellenführer ist sicher, und man wird diesen auch mit Sichrheit noch einholen, aber Skoda und Veria sitzen einem im Nacken, denn man hat nur noch 2 Heimspiele.
Natürlich kann man noch ein paar Tore schiessen, aber bis auf Iraklis haben die Gegner allesamt auch noch ein
ordentliches Polster, dass sie uns entgegenwerfen können. Und wenn mann dann noch einen Paten erwischt, der seinerseits gegen einen Paten spielt, werden allen taktischen Überlegungen sinnlos und das Glücksspiel beginnt.
Wir beglückwünschen unseren Verfolger deshalb besonders zum Finaleinzug. Vielleicht lockt dieses Aushängeschild noch den einen oder anderen Trainer zu uns, und die Wehwehchen gehören bald der Vergangenheit an!
Bis jetzt konnten alle Heimspiele gewonnen werden, der TK sieht vernünftig aus, es könnte alles so schön sein.
Doch ein Sturm zieht auf, ein richtiger Blizzarthi. Die Vögel sind schon vor ein paar Tagen geflüchtet, die Vorsichtigen sitzen schon jetzt mit Gemüsekonserven in den Kellern, die Prepper haben sich mit Kampfanzügen, Munition und Gasmasken eingedeckt
und alle Verkehrswege sind ab Freitag geschlossen.
"wir erwarten Stärke 6", so TK-Meteorologe Schnippel, "so wie letzte Woche in Brasilien, das schwappt grad zu uns rüber. Auch wenn der auf dem Seeweg schon stark nachgelassen hat, eigentlich ein feuchtes Fürzchen, wird in Athen mehr als ein laues Lüftchen ankommen. Darauf müssen wir uns einfach einstellen."
Pleite, Pleite, Pleite - überm AEK kreist der Geier, bzw. Doppelkopfadler mit Schutzhelm, schon seit langem.
In der Realität hat es den Traditionsclub schon in die Drittklassigkeit gerissen, die Copa-Lizenz hat man sich aber dank eines halbwegs erfolgreichen Auftretens aber bisher noch geleistet. Doch wie lange?
In der Euro-League hat es den (allein für Ouzo arbeitenden) Trainer schon wieder
gepackt: wer die Pergamentrollen von Euklid und Pythagoras verstanden hat kann sich die Chancen gerne nochmal ausrechnen.
Wie geht es also weiter? Naja, das hehre selbstgesteckte Ziel heißt Champions-League, sonst hätte die Rechnungsabteilung den Laden bereits dicht gemacht. Daran muss nun gefeilt werden. Mit den Spielen gegen den Meister und den Tabellenführer wird man wieder etwas schlauer sein.
es ist schon ironisch - während Griechenland die höchste Arbeitslosigkeit Europas hat, sind hier 6 Plätze frei. Und seid Heino Keuter vom PAE nach England ging (, und inzwischen wieder ganz von der Bildfläche verschunden ist,) ist auch niemand mehr Pleite.
Und sogar auf europäischer Ebene schauen andere Länder zu uns auf, weil wir so erfolgreich sind...vor allem Endi Agli und Boussati! - absolut verdrehte Welt im Copa-Universum.
Und so schickt man sich an, den realen Drittligisten erneut in europäisches Fahrwasser zu bringen. Eine große Chance gibts dafür in den kommenden 2 Heimspiele: Wenn man beide gewinnt, ist sogar die Meisterschaft drin!
Da fliegt sie dahin, die Tabellenführung - man hatte es sich schön ausgemalt, doch Pyrgos hat einem einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht.
Für den Neutralen Beobachter allerdings ein Jackpot. Sowohl punktemäßig als auch vom TK liegen jetzt 4 Teams ziemlich gleich auf, und auch der Meister kann noch zurückkommen, wenn er seine zusätzliche Power zur rechten Zeit einsetzt.
International ist es mit den Griechen ein wahrer Augenschmaus: "allererste Sahne"! Man selbst ist noch dabei, auch wenn der Gegner vermutlich einem nun den Gar ausmacht, und auch in der CL sind wir noch doppelt vertreten - so gute Voraussetzungen gab es schon ne Weile nicht mehr!
Wow - der letzte Spieltag hat ja nochmal ordentlich Bewegung in die Tabellenlandschaft gebracht. Man gratuliert dem Herbstmeister Iraklis Saloniki - seit 7 Spielen ist Iraklis nun ungeschlagen und konnte 19 von 21 maximal möglichen Punkten einfahren - beeindruckend.
Natürlich ist es im wahrsten Sinne ne Hardkore-Aufgabe, mit dem mikrigen TK den Platz zu halten. Aber dafür, dass der Verein heruntergewirtschaftet übernommen wurde und die Altlasten von Heimpleiten
und NMR geerbt wurden, hat der neue Trainer einen exzellenten Job gemacht.
Nun aber Ende mit Lorbeeren - die Meisterschaft will der AEK holen! Die Taktik für die Hinrunde war klar: zu Hause weiss bleiben, Auswärts gegen Paten punkten - das hat schonmal geklappt. Etwas effektiver hätte man wohl noch sein können, Auswärts hatte man nicht selten die Möglichkeit einen 3er mitzunehmen - sei es drum, die Hauptstädter sind heiss auf die Rückrunde!
das sind doch mal tolle Nachrichten für die Griechen! Mit Donmh und MarioDittrich sind gleich 2 Vereine mit durchaus interessanten Trainerpersönlichkeiten gesegnet worden.
Donmh kennt man beim AEK vor allem durch Reise- und Wechselfreudigkeit. Kaum ein anderer aktiver Trainer hat eine derart vielseitige Vita zu bieten. "Mal schauen, ob die Koffer bei PAOK überhaupt ausgepackt werden. Wir würden uns
freuen, wenn Donmh in Saloniki die Heimat findet, die er seit Jahren sucht."
Von MarioDittrich hat man in der Vergangenheit zwar noch nichts gehört, doch auch "der andere Neu-Salononikier" ist durchaus ein geschlagenes Eisen, dessen Erfahrung dem Verein helfen könnte. Den derzeitigen Platz zu halten wäre für den Verein der größte Erfolg - der bisherige Rekord war Platz 5 in Saison 11!
nicht nur, dass man bei Boussati ordentlich die Hucke voll bekommen hat, auch die Anreise war absolut nervtötend, obwohl es doch nur ein paar Meter waren...
Man stand am Straßenrand und winkte an der einzig vorhandenen Haltestelle, mit seinem Jungen Team im Schlepptau - doch den Busfahrer schien das nicht zu interessieren.
"Es ist voll!", bekam man im ranzigen Ton noch an den Kopf geworfen, obwohl man durch die Scheiben doch freie Plätze gesehen hatte... "Schauen sie mal da - 4 freie Plätze, warum haben sie da Absperrband um die letzte Reihe gemacht? Und warum ist da vorne ein Reserviert-Schild, ich dachte hier kann man gar nicht reservieren?" "Weil es so ist wie es ist, du Nervensäge", pöbelte der Busfahrer, kurbelte das Fenster hoch und fuhr davon.
Runde für Runde kurvte der Bus durch Athen, immer wieder das gleiche Spiel an der Endhaltestelle Juvinalokis-Copatares: Immer die gleichen Fahrgäste, immer das gleiche fragwürdige Reservierungskärtchen, immer die gleiche Wink-Geste des Trainers, gefolgt vom kopfschüttelnden Busfahrer. "Busfahrer gelten ja allgemein nicht als die Hellsten Kerzen auf der Torte", bemitleidete der Coach den Busfahrer in Gedanken, "sonst wären sie ja auch AEK-Trainer geworden. Der scheint mit seiner geistigen Entwicklung am Ende - der lernt nix mehr
dazu."
Doch die Sache hat ein Happy-End, sonst hätte sich Schnippel die schöne 6:0-Klatsche ja nicht abholen können...
Als der Busfahrer mal wieder dabei war, dem wartenden Trainer samt Gefolgschaft "nichtzuerklären", warum der Einstieg verwehrt blieb, meldeten sich die Anderen Fahrgäste: "Sehen sie nicht dass er es eilig hat, kommen sie, ich steig für sie aus." "NEIN, ABGELEHNT". - "Aber dann entfernen sie dieses Reservierungskärtchen - der Fahrschein von dem Typen ist doch eh schon lange abgelaufen." "EEEY, Das bleibt alles so wie es jetzt hier ist, und es wird sich hier nich dran rütteln" - zitierte der Fahrer seinen berühmten Busfahrerkollegen Andreas Haltstopp.
Schnippel: "Kommen sie schon. Ich entschuldige mich, dass ich hier so penetrant an der Haltestelle warte und sie mit meinem Winken belästige. Es ist meine Schuld, dass sie einen schlechten Tag haben, dass sie ein verbitterter Busfahrer geworden sind und dass sie sich nicht artikulieren können: was fordere ich sie auch so unanständig dazu auf!"
"Geben sie sich doch einen Ruck, lassen sie uns neu anfangen und lassen sie mich einsteigen" - "Na gut. Aber ab jetzt keine Widerworte mehr. Sonst bist du schneller weg als die Superettan: Die hab ich nämlich grad erfolgreich mitabgeschafft."
Im Fantasie-Teil einer allgemeinen Sonntagszeitung machten sich mehr und weniger kluge Köpfe ans Werk, wie die Trainer- , besser die -Nichttrainerseuche des Landes eingedämmt oder behoben werden könnte. Die Redaktion kommentierte die 3 Schlachtrufe:
Werbung, Werbung, nochmals Werbung!
Kein neuer, aber ein guter Vorschlag, und zwar egal ob die Ligen insgesamt "proppevoll" oder gähnend leer sind. Ein paar Prozent der Neulinge würden bestimmt herkommen.
Sinnlos! Mach zu oder mach kleiner!
Eine Schließung ist sehr radikal und würde manchen, gerade sehr treuen Kollegen, bitter aufstoßen. Befürworter könnten argumentieren, dass die Depression nun schon lange anhält und es berechtigt wäre. Gegner könnten hingegen auch Beispiele aufzeigen, in denen es nach langen Jahren Ebbe wieder Flut gibt: z.B. Kamerun.
Die Liga zu verkleinern wäre für Kollegen
(wie mich) eine akzeptable Lösung, der Anpruch des Spiels "Realitätsnahe Verhältnisse" spricht aber gegen diese Maßnahme.
Zusammenlegung mit der Türkei
"Super & Süper", ein Gedankenexperiment ist es jedenfalls Wert. Rein vom Abzählen hätte man eine große "Anatolien-Liga", Griechisch-Türkische Scharmützel würden die Zeitungslandschaft bereichern und die (vor allem früheren) Spannungen der Länder könnten sich auf die Spannung im Positiven auf die Liga übertragen.
Die Probleme sind klar: Realitätsfremde, erneuter Trainerschwund durch diese unkonventionelle Maßnahme und Political Uncorrectness.
Fazit: Schwund wie derzeit in Griechenland wird es immer irgendwo in einem Kontinent geben, in Europa haben nunmal u.a. wir den schwarzen Peter. Vielleicht ist Abwarten und Tee trinken die einzig vernünftige Alternative.
Hätte hätte Fahrradkette - mit ein bisschen mehr Mut hätte man die beiden Auswärtsspiele rocken können - doch nun knabbert man auf Platz 6 am untersten Ende der internationalen Ränge.
"Nicht so undankbar über den geschenkten Punkt", könnte man natürlich auch sagen. Doch Kreta ist nun schon ziemlich früh ziemlich weit weg - 8 Punkte; genausoweit ist der Abstand auf den Abstiegsrang.
Insgesamt kann man den Start der Hauptstädter aber als gelungen betrachten und man ist insgesamt zufrieden. Wird nur langsam Zeit, dass sich Aris da oben dünne macht und die Kollegen von 8-10 nachrutschen!