Nun hat man den Fans mal einen ordentlichen Platz beschehrt. Das war Schnippel nach dem Rumgegurke (da fällt mir grad ein alter Kalauer zu ein: was heisst Selbstbefriedigung auf türkisch? würg die Gürk) seinen treuen Fans einfach schuldig. Nun aber auf leisen Zehen den Platz halten heisst die Devise, denn Bursa, Fener, Galata, sie haben alle noch ordentlich Holz im Feuer.
Aber wo wir grad dabei sind: da ist der gute Schnippel doch tatsächlich, wenn auch nur für eine Woche
vielleicht, das beste Istanbul-Team! Anweisung ans Marketing: T-Shirts drucken lassen
Nächste Woche fährt man zum ersten Mal zum Paten. Manchmal hat man ja Glück, doch der Pate ist einigermaßen erfolgreich bei die Kartoffeln, macht keine NMR seit Jahren und spielt gegen Mannschaft, die es gerne mal auswärts versucht.schade ja.
Aber ist gut, dann kann man sich zu Hause auf Kayserispor konzentrieren, die ebenfalls noch voller Kraft strotzen und bestimmt nicht da unten bleiben werden.
Eine bittere Pille, die die Konstantinopler gegen den, von Weiberhand geführten, tuffigen Reitverein hinnehmen musste. Das schönste war wohl die lange Busfahrt, immer schön der Küste entlang. Auf dem Rückweg machte man ja noch Witze: "hat die Sponsor vergessen G auf Beflockung zu schreiben, ja" kicherte es durch den klimatisierten Tourino. Auf der Heimreise dann aber totenstille. Die Blicke kreisten um die beiden Stürmer, der
nicht nur einmal hundertprozentige Chancen liegenließen. Insgesamt schon die dritte 1:0-Pleite.mäh.
Dafür Erleichterung in heimischen Gefilden. Die offene Rechnug gegen Bursaspor, bei denen man in der Hinrunde etwas TK ließ, wurde beglichen und schaute die Jungs richtig aus. Zwar freuten sich die Fans über den Heimsieg, allerdings wurde wehmütig beäugt, dass man Samsunspor um einen wichtigen Konkurrenten (vorerst) befreit hat.
"hoch gelobbte - yalla, nisch gut" - sagte Schnippel nach der verpatzten Hälfte. Dabei stimmen doch die Grunddaten
- man ist in Berlin Neukölln groß geworden, ging dort zur Schule, und kann auf türkisch fast genausogut fluchen wie in Kartoffelsprache.
- man weiss, wenn man bei seinem Lieblingsdöner ein liebevolles "Habibi" an die Bestellung hängt, bekommt man immer noch eine kleine Zange und einen Kleckser Soße extra auf die Türkenschrippe
- man ist sich bewusst, dass
Derbies in Istanbul mindestens genauso wichtig sind, wie der Tabellenplatz am Ende. Nach einem Spiel ist es ja nicht unüblich, dass die Fans der Siegermannschaft am Folgetag mit dem schwarzen, roten oder (nun leider) gelben Trikot durch die (doch, es ist so) Hauptstadt laufen.
Doch scheinbar reicht das alles nicht. Viel zu viel TK wurde verschleudert, und man hinter den "beiden Großen" aus Istanbul zurückgeblieben. "Wir werden alles daran setzen, das in der Rückrunde zu verbessern" , versprach der Trainer.
kaum angekommen, schon gab es das erste Krisengespräch mit den Fans: die Ergebnisse sind ja nicht so schlecht, dass man gleich über Kündigung sprechen muss - aber es muss sich doch einiges Verbessern, wenn der Vertrag von Vereinsseite weiterhin Bestand haben soll.
Wie treffend analysiert ging der auswärtsversuch in die Hose. Der Exportugiese verstand es nicht, den Gegner genügend auszugucken. Zu Hause lief es dafür trotz Gegenwehr prächtig.
Nun kommt der letzte Spieltag
für die Hauptstädter. Zu Hause empfängt man (leider) wieder ein herrenloses Team, und auwärts fährt man/ läuft man rüber zum (in Echt) türkischen Rekordmeister, der ja (in Echt) gerade erst 2:0 gewann.
Beim anschauen der Trainingsspiele dachte der Trainer natürlich sofort an den BVB, dem die neuen Trikots ja sehr nachempfunden scheinen. Na ja, wenigstens werden die Fans nicht mehr von dieser lila "Tuntenfarbe" (Grüße an Vincent Raven) belästigt.
Gegen den Paten von den Münchner Bayern lief es leider gar nicht. Gnadenlos abgezockt wurde man hier. Doch Gegen die Stadtrivalen fuhren Schnippels Jungs den ersten wichtigen Sieg ein. Das war wirklich wichtig. Den Fans ist nichts wichtiger gewesen, als hier ein kampfreiches Spiel zu sehen. Das haben wir geboten und wurden mit 3 Punkten belohnt.
Doch möge man sich beim Türkeinewcomer
nichts vormachen: der 14. Platz und die neun Punkte Abstand zur Spitze sind eine Katastrophe für den traditionsreichen Gymnastikclub vom europäischen Teil der Stadt.
Am kommenden Spieltag heisst das Motto "Wundertüte" - zum Einen geht es erneut gegen den Paten, zum anderen gegen Andie Brust, der zwar wesentlich besser dasteht, in der Vergangenheit jedoch desöfteren mit Abwesenheit auffiel.
Jedenfalls für Schnippel. Man hatte es in den letzten Artikeln ein ums andere Mal angedeutet: in Portugal scheint der Ehrenprofessor den Jungs von Academica nichts mehr beibringen zu können. Die Leistungen stagnierten im Mittelfeld; nicht das Ziel schnippels. Jetzt ist es passiert. Bei der Offerte aus Istanbul klickte man den oft angeschauten "übernehmen-Button." Ging ganz schnell, plötzlich stand der Name neben dem Symbol, von der einen auf die Andere Sekunde. Irgendwie zu schnell für den Sensiblen
Berliner.
Insgesamt waren die Gedanken an den Abgang schmerzlich, ganz im Ernst. Der erste Copa-Verein, bisher die einzige Konstante im Trainerkarrussel dieses Accounts, die Erinnerungen an die A-Bola, die rege Zeitungs- und Forenbeteiligung, die, die starbesetzte Trainerlandschaft - es gibt viele gute Erinnerungen. Leider waren die Entwicklungen der Vergangenheit eher schlecht - viele offene Stellen, damals der Skandal, der damit verbundene Abgang von picknick, und natürlich die mageren Leistungen von einem Selbst.
schon oft hat man überlegt zu gehen in Coimbra. "Ich bin ja schließlich auch nur ein Mensch" leitete Schnippel das Interview ein.
Platz 11 und Platz 9, das kann es nicht sein für Coimbra, soweit sind sich Präsidium und Trainer einig. In der nun sechsten Saison für den kleinen Studentenclub brodelt es. Nicht zwischen Team und Trainer, auch nicht zum Rest, aber im Trainer.
"Die einstigen Looser von damals sind die Gewinner von heute. Und obwohl ich
über paulruts geschimpft habe, irgendwie vermisst man den. Und auch Moreirense gibts nicht mehr (zieht an seiner Cigarette, ascht ab, grübelt), na wissen sie: jetzt kann man wirklich auch mal nen Abstiegsplatz haben."
In was für Zeiten man auch lebt, da sind Patenvereine Tabellenführer, da werden augenscheinliche Betrüger nicht verbannt, sondern kurz später wieder Meister... vielleicht zuviel für den kleinen Tunichtgut. Mal schauen, was sich so ergibt.
hach Mensch. Da hat einen diese Jähnigratte schon so oft abgezogen, und hin und wieder freut man sich, wenn sich der Fuchs mal um ein Törchen verschätzt... na und jetzt hat man sich endlich mal wieder getraut was zu setzen und wird ausgebootet.
Aber warum denn so unzufrieden, das Heim- 1:0 - hat dem ZAT ja dann schließlich ein positives Krönchen aufgesetzt. Na ja, jedenfalls ist man beim TK noch in den
fünfzigern, und man ist nicht auf dem Abstiegsplatz - kein Grund zum klagen also, die echten Coimbrianer stehen ja auch nicht viel besser da.
Jetzt musste man ja grübeln und abwiegen. Bringt der "nun" alteingesessene Schnippel endlich mal wieder einen großen Wurf, in Form einer internationalen Beteiligung? Nö, soviel Druck wollte man sich nich machen. Aber obere Tabellenhälfte - das müsste klappen. Check.
na das ging ja wieder gut los... sonst waren Victoria´s für Coimbra stehts eine einfach zu lösende Aufgabe, die meist ohne Gegenwehr - doch Setubal hat einen neuen Trainer (einen recht berühmten noch dazu), und selbst Guimaraes´ Pate ist gefährlich... fragt sich wie lange noch, denn so manche Kandidaten (Barney Stinson, Donmh oder paulruts) lächzen doch bestimmt schon wieder danach, schnell auf einen aufstrebenden Ast
zu springen.
Wie auch immer - für Schnippel gibt es nun nurnoch das nächste Spiel. Gegen den Meister und den Setubal-Lutscher, das kann was werden. Ziel von Schnippel ist übrigens ein Top-Ten-Platz. "lieber Mittelmaß planen und dann vielleicht ne positive Überraschung erleben", so der alt gewordene Übungsleiter in der Presseerklärung. Die Experten schätzen, dass dies seine letzte Saison sein könnte.
Hätte man vor der Saison gesagt: "Schnippel, sie stehen zwei ZAT´s vor Schluss einen Punkt vor Maritimo Funchal, mit nur einem TK weniger" - man hätte sofort gekauft, schließich war Horst Manson in 6 Jahren Portugal nur einmal nicht unter den Top 3, in 50% aller Fälle wäre man dann sogar Erster.
Doch diesmal scheint alles ein bisschen anders. Auf Covilha und Braga war in den letzten Saisons
immer Verlass, spätestens jetzt ein "Null-Komma"-TK stehen zu haben, mit alternierenden Vorzeichen. Und Leiria war doch sonst auch immer Zweiter - von Unten.
Doch einige trotzen dem neuen Trend. Der SCC ist mal wieder oben mit dabei, und auch Amadora steht wie ein Stier Stall, kurz bevor das Rodeo losgeht - ein paar Sechsen abschütteln gewissermaßen. Und natürlich Moreirense...auf manche ist eben doch Verlass.
ist es, auf dem die Coimbraner stehen. Drei Punkte trennen einen zum Einen vom Abstiegsplatz nach unten, nach oben gerechnet wäre man damit sogar Neunter. Der könnte man jetzt schon sein, hätte man doch bloß den Patenzug besser geahnt. Und da ist man auch an dem Punkt, den man für das Hauptproblem der schlechten Leistung identifiziert hat: die Auswärtsschwäche. Dreimal 0:1 in der Fremde verloren, nur
Vier Punkte für 11 gesetzte Tore - das kann doch nicht gut gehen. Dann noch die Heimpleite und das Remis zu Hause dazu: dann ist man gefühlt schon auf dem Abstiegsplatz, so schnell geht das in Portugal.
Im nächsten Spiel geht es nun gegen Associacao Naval. Genau gegen die hatte man den bisher Einzigen Auswärtssieg errungen... Mal schauen, wie es um banduras Jähzorn bestellt ist (im Sportlichen natürlich).
an Erster Stelle ein herzliches Dankeschön an die Setuballer, die durch die Münchner Vertretung dafür sorgten, dass Schnippel in der Schaf-Wertung einen Platz nach hinten rücken konnte.
Weiter in der Laudatio möchte ich natürlich nicht John Toshack und den FC Porto vergessen, die trotz der TK-Monstertitels keine Anstalten machten, gegen meinen Studienkreis die Auswärtspunkte 4-6 zu
holen.
Doch noch nicht genug des Lobes: auch wenn es ungewöhnlich erscheint, möchte man schon jetzt dem kommenden Gegner danken. Paulo und Estrela Amadora halten als letztes Team die grün-rote Fahne oben, und sind zum nicht unwesentlichen Teil dafür mitverantwortlich, dass dies international die beste Punkteausbeute seit Saison 30 wird.
In diesem Sinne: Muito obrigado und até logo amigos!
Woche für Woche hagelt es nun Überlebensparolen. Nichtabstieg ist natürlich das Ziel. Nicht mehr Letzter werden, daran glauben bereits die Meisten, doch schon im kommenden Spiel gegen Porto könnte der Eine gutgemachte Platz seit der Hinrunde schon wieder weg sein, eher mit Abwärtstendenz.
Beim Sieg gegen den Meister atmete man jedenfalls erstmal auf. Die gefürchtete Jähnig4 blieb aus und man bewahrte sein Gesicht. Weiterhin stehen die Unijungs mit nur einer Heimniederlage
da.
Ansonsten ist auch Schnippel stolz auf die Portugiesen und blickt glücklich und froh in die Sportgazette, denn international kann man stolz auf die verbliebenen Vertreter sein, und mit etwas Glück könnte man ja sogar den sechsten Eurorang von den Griechen bekommen. Wenn da bloss nicht dieser Markel wär, dass 4 Vereine, also 22,22% der Liga vertreten werden muss. Vom "vertretenmüssen" hat der Übungsleiter schon von der Privatrechtvorlesung gehörig die Nase voll.
warum hab ich denn damals coimbra übernommen? traditionsverein, fakultätischer verbesserungsansatzm tolle frauen auf dem campus, nette parties, nachtshops bis zwei uhr?
nichts von alledem. Schnippel kam, weeil schlichtweg nix besseres da war, nahm sich dem vorhandenem großartigen verein an und versuchjte, das beste herauszuholewn. doch langsanm beisst sich hier die katze selbst in den schwanz, der hamstrer beginnt zu humpeln, der
wellensittich sich zu mausern - kurz um: gibt es vielleich einen besseren, der die studentenstadt nach vorne bringen könnte? bei aller liebe - wie cafu, saisonlang (mit ausnahmen) als untermittelklassekandidat möchte man nicht dastehen.
Vielleicht ist das Setzverhalten zu als eingesessen, die Clues zu ausgecloud...vielleicht sollte man gehen - wenn man nicht so faul wäre (schließlich liebt man Dozent Schnippel in der Fussballfakultät)
der strenge Wind rauscht an diesem goldenen Herbsttag über den Campus. Hier und da fliegen ein paar Palmenzweige, zwischendurch tanzt eine Einkaufstüte ihre große Kür, hier und da auch ein Blatt Papier, dem hinterhergejagt wird.
Bei luftigen 13 Grad sitzt er da, mit nicht offensicherem selbst gestrickten Wollpullover, die dünnen Haare wie Grashälmchen bei einer Hubschrauberlandung, die Hände in der verwaschenen Stoffhose, die Schultern
versteift nach vorne auf der Treppe.
Pedro Passos Coelho, Gründer des ersten Academica Fanclubs hat schon bessere Tage erlebt. Da waren große Stunden, Meisterschaften, internationale Duelle, packende Ligafinals - es scheinen schon sehr alte Zeiten zu sein. So sitzt er da, anderthalbstunden vor Spielbeginn, und wartet auf die anderen beiden Fans, denen er Karten kaufen musste, um nicht alleine zum Spiel zu gehen; das Interesse ist so gering wie nie. Coimbranischer Herbst.
In Coimbra ist man froh, dass die schlimme Saison nun vorbei ist.Es war ja kaum noch zum hinsehe, wie Schnippels Gurkentruppe auswärts deklassiert wurde. Aber !Ein Gutes kann der Schönredner finden: es wird nicht allzuschwer, besser zu werden in dere neuen Spielzeit. Und wie der letzte Spieltag auch aussehen mag, aus Coimbra wünscht man allerseits ein frohes fest sowie einen guten Rutsch - in die neue Saison und nach 2012