...gewonnen hat Sewe Sport am letzten ZAT gegen die Mimosen aus Abidjan. ASEC-Coach Emanuel Ginobili hielt es nicht einmal bis zum Schlußpfiff aus, bevor er mit der großen Heulerei anfing. "Kein Wasser, der Rasen, der Schiri, der Ball, der Wind..." zog sich das Gejammer in die Länge vor den Ohren gleichgültiger, gelangweilter Zuhörer. Eines steht fest, der Mann passt zu seinem Team und dessen Vereinsnamen wie...äh...also, wie ähm...als ob die sich hier hätten waschen wollen, pffff! Hätten ja zum Strand gehen können. Und außerdem ist San Pedro kein Dorf, wie Herr Ginobili leicht hätte sehen können, wenn er nicht zu sehr mit Jammern beschäftigt gewesen wäre.
Mit viel Glück konnte Sewe Sport am letzten ZAT vier Punkte einfahren. Vor allem der Auswärtspunkt bei Bouaflé kam mehr als überraschend. Die Gastgeber tingelten zu lange herum und vergaßen letztlich das Toreschießen, sehr zur Freude der Broncas-Truppe, die keinen guten Tag erwischt hatte. Gefeiert wurde diesmal nicht, trotz des 1:0-Heimsieges gegen Racing Koumassi. Die knappen Resultate ließen klar erkennen, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann und somit jeder ZAT höchste Konzentration verlangt. Die Teams liegen alle dicht beisammen. Nach drei Spielrunden lässt sich somit sagen, dass die MTN Ligue 1 ein voller Erfolg ist und eine spannende Saison vor den Teilnehmern liegt.
...da sind`se, die ersten Punkte für die Jungs aus San Pedro. Sewe Sport konnte am vergangenem ZAT gleich zweimal dreifach punkten und steht etwas überraschend auf einem respektablen fünften Platz. 3:0 gegen USC Bassam und ein nicht erwarteter 2:1-Sieg bei Sporting de Gagnoa sorgten dafür, dass Broncas und seine Spieler seit Freitag durchfeierten. Beim seit dem Doppeldreier ersten Training
heute, zeigte der ein oder andere Kicker doch deutliche Koordinationsschwierigkeiten, während der Trainer Mühe hatte, wach zu bleiben. Mit langen Strandläufen und Schwimmeinheiten sollen nun bis zum Freitag die Nachwirkungen aus den Körpern der Athleten und ganz besonders aus dem Coach vertrieben werden. Ob es reicht? Zweifelhaft. Schließlich warten als Gegner der Tabellenerste und der Dritte.
Als letzter Verein in der neu geschaffenen MTN Ligue 1 verpflichtete Sewe Sport einen Trainer, womit nun endlich alle Vereine besetzt sind. Vor dem Start liegen alle Teams gleich auf und 2/3 der Vereine streben einen Platz unter den ersten Sechs an. Doch kommen wir zu Sewe. Der neue Coach ist ein völlig unbekanntes Blatt, hört auf den Namen Broncas und ist den Vereinsbossen mehr oder weniger zufällig in die Hände geraten.
Bevor wir gar keinen haben, nehmen wir den erst Besten, war das Motto, als B. am Vereinsheim langschlendert. Kein Wunder also, dass der Neue genauso überrascht wie begeistert ist. "Alles toll hier. Der Strand in der Nähe, ein Wappentier im Logo, und während sich die halbe Liga in Abidjan auf den Füssen steht, sind wir hier in San Pedro die absolute Hausnummer. Die ganze Stadt steht hinter uns, was will man mehr?"
heisst es für Klaus Klausens Lakota FC, Grund dafür war leider Sewe Sport. Die San Pedrorinos spielten genauso wie es ihr Wappentier vorgab, kraftvoll aber irgendwie klobig, angestrengt aber wenig filigran, und so war es ein leichtes Unterfangen für Klausens Mannen, ein lockeres 3:0 herauszuschießen. Bleibt zu hoffen, dass der "Junge vom Strand", wie Broncas von den Einheimischen genannt wird (offenbar, da er vor seinem Trainerjob monatelang am Strand campierte, sich dort nur von Bananen,Krabben & selbst geangelten Fisch ernährte), für die anstehenden Partien gegen USC Bassam und Sporting de Gagnoa eine neue Marschroute findet.