Der Saisonstart der Mannschaft hat sogar Trainer Haller überrascht. Nach drei Runden ist man als einziges Team noch ohne Niederlage und andauernder Tabellenführer. So kann es weitergehen. Als nächstes kommt der Stadt/Erzrivale ins heimische Stadion mit seinem Trainer Qbatur. Nur ein Sieg zählt in einem Stadtderby! Auswärts trifft man auf CA Penarol, hoffenltich kann man auch dort seine weiße Weste bewahren.
Achja, das Beste zum Schluss! Wie wohl alle mitbekommen haben, ist die Welt nicht untergegangen. Was wohl die ganzen Judgement Day Prediger und Gläubigen jetzt machen? Das würde Trainer Haller wirklich interressieren.
Das Leben erwacht in Montevideo, so auch Trainer Haller. Die Zeitungen sind voll des Lobes, auch die Morddrohungen per Post sind gänzlich verschwunden, immerhin nach drei Jahren im Amt und dem ersten internationalen Startplatz.
Blick aus dem Fenster, die ersten Apokalypse-Propheten beginnen mit ihren Demonstrationen. „Have you heard the awesome news about may 21, 2011!“ steht auf ihren Plakaten. Das muss Schicksal sein, denkt Haller. Endlich hat er nach Jahren der Qual hier in Uruguay etwas erreicht und jetzt geht morgen die verdammten Welt unter. Das Leben ist ungerecht!
Das erste Heimspiel der Saison gewonnen, Pflicht erfüllt kann man da sagen, jetzt kommt die Kür im Auswärtsduell! Die Erwartungen an River Plate sind hoch, endlich hat man sich von den unteren Tabellenrängen losgesagt, der Vizemeistertitel soll Ansporn sein für mehr.
Abzuwarten bleibt, wie man mit der neuen Doppelbelastung umgeht. In der Qualifikation zur Copa Libertadores ist noch alles offen! Dank des besseren Torverhältnisses hat man bislang die Nase vorne, allerdings muss man in der Rückrunde zweimal auswärts ran.
Endlich hat man es in Uruguay zu etwas gebracht, lange hat es gedauert, erfolgreich hat man sich von Saison zu Saison gegen den Abstieg gewehrt. Und dann? Dann kam die Wende und zur Belohnung gabs den Vizemeister.
So nah war man noch nie daran, dem Namensvetter aus Argentinien paroli bieten zu können, erstmals darf man am internationalen Geschäft in Südamerika teilnehmen. Allerdings gilt es die Qualifikationsrunde zu überstehen, gegen den Vizemeister aus Argentinien. Nichts desto trotz ist die Euphorie ungebremst, jetzt will man nach den Sternen greifen, dem Meisterstern!
Der letzte Zat war für Tariner Haller und seine Mannen von entscheidender Wichtigkeit. Aber diese Saison läuft es einfach, da werden Entscheidungsspiele gewonnen! Nach den zwei Auswärtspartien konnte man mit den einkalkulierten drei Punkten nach Hause kommen und bleibt damit voll im Soll. Im nächsten Zat muss man jetzt die gute Leistung in der Fremde bestätigen und zu Hause nichts anbrennen lassen. Keine Frage, alles
andere als sechs Punkte wären eine herbe Enttäuschung für die überraschend weit vorne stehenden Hauptstädter.
Haller zeigte sich überdies optimistisch, den Club Deportivo Maldonado noch hinter sich lassen zu können, leider dürfte Danubio FC schon fast Meister sein, der TK-Stand ist schlichtweg beeindruckend. Weitaus spannender wird die Frage, kann man erneut seinen Erzfeind qbatur hinter sich lassen?
Damit haben selbst die größten Optimisten nicht rechnen können, kurz vor dem letzten Zat steht ausgerechnet Haller mit seinen Mannen an der Tabellenspitze. Allerdings könnte es enger nicht sein, lediglich das Torverhältnis trennt River Plate von Verfolger Cerro und Danubio.
Letzterer ist wohl am letzten Spieltag zu favorisieren, das TK-Konto macht Rainis zum klaren Titelanwärter. Eines ist fix, ein Platz unter den Top drei soll es schon werden für River Plate und natürlich sollte man Trainer Qbatur hinter sich lassen, eine Frage der Ehre.
Die Runde der Wahrheit ist gekommen, kurz vor Ende der Meisterschaft muss River Plate beweisen, ob es zu recht so weit oben in der Tabelle steht. Zwei Auswärtsspiele stehen auf dem Programm, beide gegen direkte Konkurrenten, Club Deportivo Maldonado und Rampla Juniors FC.
Dank des besseren Torverhältnisses liegt man noch vorne, dass könnte sich allerdings ändern, sollten die Spiele verloren gehen. Lediglich einmal konnte man drei Punkte aus der Fremde mit nach Hause nehmen, aber die Marschrichtung von Trainer Haller ist klar, heute wird ohne Rücksicht auf Verluste auf Sieg gespielt.
Weiterhin auf Kurs befindet sich CA River Plate, ein internationaler Startplatz wird anvisiert, nachdem der Abstiegskampf kein Thema zu sein scheint, aber elf Punkte Vorsprung auf Platz 11 noch zu verspielen, das ist wohl fast unmöglich. Nichts desto trotz steht ein harter Kampf bevor, ist man doch, was den TK-Stand anbelangt, eher in der Außenseiterrolle. Einzig CA Rentistas hat in der Liga deutlich weniger Reserven als die Mannen von Haller.
Gegen niemand geringeren als den Aufsteiger geht es auch im kommenden Heimspiel zu Werke, spannender dürfte allerdings die Auswärtspartie werden. Das direkte Duelle um einen Spitzenplatz gegen den zweitplatzierten Danubio FC steht auf dem Programm.
Trotz des kleinen Rückschlags gegen Qbatur und den damit verbundenen Absacker auf Platz vier, ist bei Club Atletico River Plate alles eitel wonne. Die beste Saison seit es Haller in Uruguay gibt. Ein Wehrmutstropfen ist diese Woche natürlich das bittere ausscheiden der Nationalelf. Das es so kommen würde, war allerdings abzusehen mit Qbatur im Trainerstab.
Nächste Runde kommt Central Espanol Futbol Club, der Verfolger von Platz 6. Ein Sieg ist fix eingeplant und in weiterer Folge ist Tabellenplatz eins im Visier. Nur drei Punkte fehlen auf das Wunschziel der Hauptstädter.
Platz zwei und bereits acht Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, dass kann sich doch mal sehen lassen. Trainer Haller, sowie die Klubverantwortlichen können heuer auf eine entspannte Rückrunde hoffen, mit der Möglichkeit zur Sensation. Ist der Abstieg kein Thema, dann gilt es in die andere Richtung zu schauen. Nächster Genger ist der liebste Feind von Club Atletico Cerro, der
geschätzte qbatur, der sich heuer ebenfalls von den Abstiegsplätzen fern hält.
Bei der Copa WM hat Uruguay im übrigen noch alle Chancen. Auch wenn die Ausgangslage alles andere als leicht ist, das Fernduell gegen Portugal wird über sein oder nicht sein entscheiden. Ein Sieg gegen die schon fix qualifiziert scheinenden Mannen aus Singapur sollte drinnen sein, dann gehts ums Torverhätlnis.
Unglaublich aber wahr, River Plate konnte sich mit einem Auswärtssieg in der oberen Tabellenhäfte festsetzen. Es war der erste Sieg in der Fremde, seit man in die Primera Division aufgestiegen ist, ein Meilenstein. Selbst der Vereinspräsident hatte Tränen in den Augen, zum ersten mal wieder, seit der Aufstieg vor drei Jahren geglückt war (übrigens auch schon mit Trainer Haller).
Kurz vor Ende der Herbstmeisterschaft findet man sich also auf Platz 3 wieder. Am kommenden Zat muss man gegen Tacuarembo und Miramar Misiones spielen, zwei unangenehme Gegner, stecken doch beide mitten im Abstiegskampf und haben daher nichts zu verlieren.
Soweit oben in der Tabelle stand man überhaupt noch nie. Eine Momentaufnahme versteht sich, aber umso schöner für den krisengeschüttelten Club aus Montevideo, ist man es doch gewohnt das Feld von der anderen Seite aus anzuführen. Leise Hoffnung macht sich breit, heuer nicht in den Abstiegskampf hineingezogen zu werden, aber dafür ist es wohl noch ein ganze Stück zu früh. Außerdem muss man nächste Runde gleich zwei mal auswärts ran, das könnte wieder einen gewaltigen Absturz in der Tabelle zur Folge haben.
Schön wäre es einmal die Tabellenspitze inne zu haben, denn wie sagt man, wenn man nicht der Leithund ist, bleibt der Ausblick immer gleich und zwar das A...loch des Vordermannes.
Das ist die aktuelle Situation in Uruguays Segunda Division, keine Spur von Traineraktivität. Ein einsamer und gelangweilter Trainer namens Malcomania von CSyD Villa Española schrieb bisher die einzigen Artikel und was nun? Weg ist er, gestorben aufgrund von Langeweile (kein Wunder) und was bleibt ist eine 14. Liga mit drei Trainer, von denen keiner sich motiviert genug zeigt, um einen
Artikel zu verfassen (wie bekannt für immerhin 0,3 TK). Ein Trauerspiel sonder gleichen, nichts könnte daher mehr Grund für die Mannen von River Plate sein, wie die wilden gegen den Abstieg zu kämpfen. Andererseits wird das vielleicht in absehbarer Zeit gar nicht mehr nötig sein, in diesem Zustand scheint es nur eine Frage der Zeit bis die Segunda Division dicht gemacht wird.
Da man, wie schon angesprochen, in den letzten Saisonen immer knapp dran war abzusteigen, schaute sich Trainer Haller einmal in der Segunda Division um. Und ja, wie schon vermutet, absteigen ist einfach keine Alternativen, denn wenn es eine Hölle gibt, dann in Uruguays zweiter Liga, ein Geisterschiff ist nichts dagegen. In der 14. Liga dümpeln gerademal vier Mannschaften mit Trainern auf
der Bank herum und der Rest? Patenzügler!
Kommt man also doch in den Genuß eine Liga tiefer spielen zu müssen, ist es wohl am ehrenhaftestens sich, nach japanischen Vorbild, den Kopf mit einem Samuraischwert abhacken zu lassen.
Aber soweit ist es Gott sei Dank noch nicht, die drei Punkte gegen Qbatur konnten erwartungsgemäß eingefahren werden, Fehlstart abgewendet!
Die Diskrepanz zwischen Realität und Anspruch waren in den letzten Saisonen bei River Plate nicht zu übersehen. Immer wollte man in die internationalen Startplätze und landete doch im Abstiegskampf. Doch die Kluft beginnt sich zu schließen, ausgegebenes Saisomziel ist ein solider Mittelfeldplatz und mittlerweilen ist man schon froh, nicht am Tabellenende zu stehen. Vielleicht ist genau das der Grundstein zum Erfolg, ist nun der ansonsten hohe Druck auf alle Beteiligten nicht mehr so groß und auch die Presse hat sich mittlerweile beruhigt und fordert zumindest nicht wöchentlich den Rauswurf des Trainers.
Der Saisonauftakt hat keine Überraschung parat gehabt, sang und klanglos verlor River Plate bei CA Peñarol mit 3:0. Von einem Fehlstart zu sprechen wäre allerdings zu früh, den gibt es erst, wenn das Heimspiel gegen Lieblingsgegner Club Atletico Cerro in die Hose geht. Erzfeind und doch Retter in der Not Qbatur ist ein gern gesehener Gast in Montevideo, vorausgesetzt er lässt die Punkte schön da, wo sie hingehören.
Haller ist auf jeden Fall froh in Uruguay zu sein, während in seiner Heimat die Temperatur den Sprung nicht über den Gefrierpunkt schaffen will, hat es hier im Stadion satte 29°C. Da kann man sich wohl fühlen, jetzt fehlt eigentlich nur mehr der fußballerische Erfolg!