Nach dem ersten Auswärtssieg der Saison ist zumindest kurzfristig etwas Ruhe eingekehrt in Montevideo. River Plate kommt zwar immer noch nicht über den siebten Tabellenrang hinaus, aber zumindest ist man nicht wieder abgerutscht in der Tabelle. Das Saisonziel bleibt tortz des schlechten Saisonstarts der internationale Wettbewerb. Hoffentlich wird dies kein Wunschtraum bleiben, die
Ernüchterung ist dementsprechend groß, das man noch an keinem Spieltag den Sprung unter die Top sechs geschafft hat.
Kommende Woche empfängt man zu Hause den Tabellenletzten Club Sportivo Miramar Misiones, da darf man natürlich nichts anbrennen lassen. Auswärts gehts dann zum Aufsteiger Montevideo Wanderers. An einen guten ZAT sind sechs Punkte möglich, lassen wir uns überraschen.
Das ist die etwas traurige Bilanz von Trainer Haller nach den ersten sieben Runden. Das ausgegebenen Ziel, am Ende der Meisterschaft auf einem internationalen Startplatz zu stehen, ist momentan nicht erreicht und dass obwohl genau die Häflte der Liga dazu berechtigt. Recht enttäuschend waren die bisherigen Auftritte. Immerhin konnte man zuletzt zwei Siege in Serie einfahren, da mein seine Heimspiele
souverän gewinnen konnte. Am kommenden Zat allerdings muss man gleich zweimal in die Fremde, was die Bilanz wieder um einiges verschlechtern könnte. Noch dazu geht es gegen zwei direkte Konkurrenten, die noch hinter River Plate liegen. Der Road Trip startet bei CA Fenix Montevideo und endet bei CA Renistas. Man hätte es bitter nötig hier Punkte mitzunehmen, um den Anschluss an die Top sechs nicht ganz zu verlieren.
Das war früher ganz anders, aber nach den schrecklichen Ereignissen der Vorsaison stellt sich bei River Plate ein Gefühl der Angst ein, wenn man sieht, dass man am kommenden Zat zwei Heimspiele zu bestreiten hat. Genau diese Konstellation war in der Vorsaison das Anfang vom Ende und bedeutete beinah dem Abstieg. Momentan steht man in der Tabelle nicht gerade rosig dar und schmückt lediglich den
neunten Tabellenrang. Somit ist man dringend auf die notwendigen sechs Punkte angewiesen, die das logische Ziel in zwei Heimpartien sein müssen.
Trainer Haller gibt sich im Vorfeld der Partien auf alle Fälle bedeckt, was entweder darauf schließen lässt, dass er seine Taktik nicht seinen Gegnern verraten möchte oder das er schlicht und weg keine Taktik hat. Hoffen wir auf das Erstere.
Vier Runden lang ist River Plate jetzt schon auf Platz sieben, da passiert überhaupt nichts. Weiter oben in der Tabelle war man die Saison über noch gar nicht zu finden. Langsam stellt man sich die Frage, warum das denn so ist. Letzte Woche hat sogar die Heimfestung ordentlich zu wackeln begonnen, aber zum Glück konnte man den Abstiegskandidaten Sportivo Miramar noch mit 5:4 besiegen. Unglaubliche acht Mannschaften liegen punktegleich von Platz zwei bis neun verteilt. Enger kann es wohl kaum sein. Maldonado ist mit drei Punkten Vorsprung noch absolut in Reichweite. Langsam ernst wird es nur für die beiden Tabellenschlusslichter Miramar und Rentistas, der Punkteabstand zum Rest der Liga wird langsam aber doch größer!
Eiskalt rinnt es Trainer Haller über den Rücken, wenn er die Tabellen erblickt. Platz elf und somit auf einem Abstiegsplatz rangieren seinen Mannen von River Plate. Der Saisonverlauf lässt momentan noch einiges zu wünschen übrig, aber noch kann man sagen, die Saison ist noch lange. Kommenden Zat geht es nun auch noch gegen die derzeitigen Topteams der Liga. Zu Hause empfängt man den Tabellenzweite Deportivo Maldonado und auswärts muss man zum verhassten Club Atletico Cerro. Punkte müssen her und natürlich am liebsten gegen Erzfeind Qbatur, der sich unglaublicherweise an der Tabellenspitze befindet.
Das strifft wohl momentan auf unseren lieben qbatur zu. Nach dem überraschenden Wiederaufstieg in Uruguays oberste Spielklasse hat er nämlich einen blitzsauberen Saisonstart hingelegt und führt als einzige Mannschaft die Tabelle mit sechs Punkten nach zwei Meisterschaftspartien an. Bleibt nach diesem unliebsamen Auftakt nur die Hoffnung, dass Uruguay nicht das selbe Schicksal wie die ehrenwerte Gesellschaft der SM erleidet. Dort sagt man momentan "auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn". Es wäre durchaus verblüffend, wenn nun nach dem Vetter in der SM qbatur das nächste Korn findet, denn auch er ist an und für sich ein blindes Huhn. Hoffentlich bleibt Uruguay dieser Imageschaden erspart.
Das erste mal seit langem muss River Plate keine Doppelbelastung ertragen und kann sich voll und ganz auf die Meisterschaft konzentrieren. Das erste Saisonspiel hat man aber leider gleich einmal verloren auswärts bei Tacuarembo. Eines ist klar, ein internationaler Startplatz muss her und die Chancen waren nie größer, denn von den 12 Tabellenplätzen reichen die ersten sechs zu Qualifikation fürs internationale Geschäft.
Was sich im Vergleich zum Vorjahr ändern muss, ist sowieso jedem klar, die Heimspiele müssen gewonnen werden, die vier Niederlagen in Folge waren im Vorjahr der Anfang vom Ende und wären fast im Abstieg geendet.
Die neue Saison startet also und bei River Plate steht alles im Zeichen des Vergessens und Wiedergutmachens. Das Ende der Vorsaison war nichts für schwache Nerven, denn durch zwei Heimniederlagen in Folge, kamen die Mannen von Haller noch in arge Bedrängnis und waren bis zum letzten Spieltag noch in Abstiegsgefahr. Nun ja, Ende gut, alles gut, Platz acht konnte man ins Ziel retten. Heuer soll
natürlich alles besser werden und das Ziel ist klar, internationaler Startplatz. Schönes Detail am Rande, der Lieblingsgegner von River Plate hat den Wiederaufstieg in die Primera geschafft. Herzlich Willkommen Qbatur und Atletico Cerro, endlich wieder ein Spiel voll Leidenschaft und Hass. Liebevoll sagte Haller einmal über seinen Kollegen: "Er ist groß auf seinem Gebiet, aber sein Gebiet ist klein".
Erstmals seit dem Aufstieg ist River Plate ernsthaft vom Abstieg bedroht. Mit dem wenigsten TK aller Abstiegsaspiranten muss man sich gegen das Schreckensszenario stemmen. Es wäre wohl einer der traurigsten Geburtstage des Harry Hallers, wenn er an eben diesem, mit seiner Mannschaft in die Zweitklassigkeit gehen muss.
Der einzige Wermutstropfen, wäre ein Wiedersehen mit Erzrivalen Qbatur, der den Aufstieg in der Segunda erwartungsgemäß verpassen wird. Aber so wichtig ist Haller das auch wieder nicht, da würde er schon lieber in der Primera bleiben.
Unfassbar was sich letzten Zat in Uruguay abgespielt hat. Trainer Haller zeigte sich zutiefst erschüttert über die Leistung seiner Mannschaft und stellte klar, dass man bei noch drei verbleibenden Auswärtsspielen, nur daran denke, irgendwie den Klassenerhalt zu sichern.
Zwei Heimniederlagen in Folge und dass in der entscheidenden Phase. Da war man noch vor Kurzem im Copa Americana Halbfinale und auf Platz drei in der Tabelle und jetzt auf einmal, Abstiegskampf.
Noch nie war die Mannschaft in dieser Situation, bisher konnte man sich immer souverän in der Primera halten und sogar meist einen internationalen Startplatz erobern.
Mit zwei Heimpartien geht die Saison langsam aber doch ihrem Ende zu. Mit Paysandu FC kommt der ambtierende Meister zu Gast, davor geht es noch gegen CA Rentistas. Zwei wichitige Spiele, scheint doch der Mannschaft von River Plate mit der Zeit die Kraft auszugehen, eine so lange andauernde Doppelbelastung mit dem internationalen Bewerb, gab es auch noch nie, ist man doch erstmals ins Halbfinale vorgedrungen. Der Gegner dort ist übrigens niemand geringerer als Ligakonkurrent Deportivo Maldonado, so ist zumindest ein Verein aus Uruguay im Finale der Copa Americana, möge der bessere gewinnen.
Da ist der lustlose Trainer Haller doch tatsächlich mit seinen Mannen an die Tabellenspitze gerückt. Allerdings hat sein Club River Plate schon mit einem penetranten TK-Schwund zu kämpfen, der gegen Saisonende nochmal kräftig in die Suppe spucken könnte. Nichts desto trotz, ohne Qbatur ist die nationale Meisterschaft sowieso egal. Viel aufregender ist da schon der Verlauf in der Copa Americana, in der River Plate zum ersten Mal in der Clubgeschiche ins Halbfinale vorstoßen könnte.
Die Aufstiegschance ist auf jeden Fall intakt, nachdem am ersten Spieltag beide Teams Auswärtssiege feiern konnten, wobei River Plate, anders als in der Meisterschaft, noch mit genügend TK-Reserven ausgestattet ist.
Die Ära der Tabellenführung ist beendet, kaum hat die Rückrunde begonnen, muss River Plate schon den ersten Rückschlag hinnehmen und rutscht runter auf Platz 3. Kommende Woche könnte man allerdings schon wieder Boden gut machen, kommt doch der punktegleiche Tabellenzweite zu Gast.
Allerdings ist in der Primera Division alles eng zusammen, wie könnte es auch anders sein. Gerade mal sechs Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz lassen einen eben nicht gut schlafen. Diese Saison wird wohl wiedermal erst am Ende entschieden, der Wahnsinn am letzten Spieltag mit der Frage, ob man international spielt oder den GAng in die Segunda Antritt.
Die Tabellenführung in der Primera Divison wird man wohl spätestens nach dem kommenden Zat wieder los sein. Allerdings rechnet auch keiner hier bei River Plate mit dem Meistertitel. Natürlich fehlt die klassische Zielsetzung, vor Club Atletico Cerro in der Tabelle zu stehen, aber gut, den Klassenerhalt möchte man trotzdem schaffen, so groß ist die Liebe zum Erzfeind auch wieder nicht, dass man ihm in die Zweitklassigkeit folgen würde.
Apropos Zweitklassigkeit: Ein neuer alter Freund/Feind hat sich dort aufgemacht, ein Heimkehrer sozusagen. Fenris IV ist back to the roots und mit Rocha Futbol Club sind seine Chancen auf den Aufstieg noch intakt, was man von Qbatur weniger behaupten kann.
Die Situation bei River Plate ist momentan wirklich trostlos. Trainer Haller hat seinen ganzen Ergeiz und Elan verloren. Die Liga interessiert ihn nicht, dass internationale Abschneiden ist ihm ungefähr so wichtig, wie die Fliege auf der Toilette, die ihn einfach nur nervt. Geschrieben wurde schon lange nichts mehr und doch ist man Tabellenführer in der Primera.
Aber wie konnte es soweit kommen?
Wie so oft, ist der Schuldige schnell gefunden. Qbatur, der Erzfeind von Atletico Cerro. Dass er Unfähig ist, war hinlänglich bekannt, aber dass er es dermaßen vermasseln musste und abgestiegen ist, dass ist zuviel für Hallers zarte Seele. Ohne Erzfeind macht es einfach keine Spaß.
Jetzt ist es passiert! Natürlich war es ob seiner Unfähigkeit nur eine Frage der Zeit, aber nun, wo er wirklich weg ist, macht sich eine große Leere bei Harry Haller breit. Woher soll nun die Motivation für die Saison kommen, wenn sein liebster Erzfeind nicht mehr hier ist. Qbatur ist abgestiegen und wenn man es realistisch betrachten, wird er einige Jahre brauchen, um wieder in der Primera Division zu spielen.
Eine schwierige Sitiuation in der sich der Trainer von River Plate befindet. Schafft er es seine Spieler wieder zu Höchstleistungen zu treiben oder verlässt er aus Enttäuschung den Verein oder vielleicht ein absichtlicher Abstieg, um wieder vereint zu sein, mit seinem Qbatur. Viele offene Fragen zu Beginn, so soll es sein.