Da staunten die Presseleute, als sie zu einer Pressekonferenz geladen wurden, in der die Verantwortlichen von Aigle Royal de Dschang über die langfristigen Ziele berichten wollte, die Pressekonferenz wurde mit den Worten eröffnet: "Wir wollen in die Top Ten!"
Der eine hustete oder räusperte sich, der andere zog die Augenbrauen hoch und dann wagte sich einer vor: "Äh...wie jetzt?". In den letzten vier Spielzeiten wurde Aigle drei Mal Meister und somit befand man sich doch schon längst in der Top Ten des Landes. Oder wollte man in die Top Ten Afrikas? Auch da dürfte sich Aigle mittlerweile so gut wie eingefunden haben, nachdem man zuletzt international relativ weit kam.
Doch schnell wurde das Rätsel gelüftet: Aigle Royal de Dschang will in absehbarer Zeit in die Top Ten der Ewigen Tabelle Kameruns vorstoßen. Die 548 Punkte aus 322 Spielen (Stand vor Saisonbeginn) berechtigen derzeit nur zum 12. Platz und nach den Erfolgen der letzten Jahre will man nun natürlich
auch in dieser Statistik zumindest zu den zehn besten Teams zählen.
Einige Zeit wird man aber sicherlich noch brauchen, denn immerhin trennen aktuell 188 Punkte Aigle vom Zehnplatzierten der Ewigen Tabelle und das ist ausgerechnet Caiman de Douala, einer der Dauerrivalen der letzten Jahre.
Aber genau aus diesem Grund wurde es als langfristiges Ziel ausgegeben und um jenes zu erreichen und um die Presseleute nicht nur für diese Aussage geladen zu haben, gab man noch bekannt, dass man den Vertrag mit Jack Pott vorzeitig um ein Jahr verlängert habe. Zudem gab man bekannt, dass man finanziell gut aufgestellt sei und sehr zufrieden mit den Entwicklungen aus Trainingszentrum und Jugendarbeit sei. "Wir haben einen fruchtbaren Boden geschaffen und nun wollen wir innerhalb der nächsten vier Jahre zu der Top Ten dieses Landes gehören!"
Dieses Ziel scheint ambitioniert, jedoch ist es nicht unerreichbar. Schließlich sind die Plätze 9 und 11 derzeit nicht in der 1. Liga Kameruns vertreten.
Nachdem vor allem Horst Manson immer wieder durch den häufigen Gebrauch von nichts-jugendfreien Äußerungen auffiel, reagierte das portugiesische Fernsehen und zeigt das Dschungelcamp fortan nicht mehr 24 Stunden täglich, sondern bringt eine vierstündige Zusammenfassung der Geschehnisse - undzwar zeitversetzt!
In Kamerun hingegen kann man die Sendung 24 Stunden am Tag sehen und jede Kamera frei anwählen, sodass jede Äußerung in die Ohren eines Zuschauers eindringen kann. Und so sind Skandale nicht weit, denn alles wird mitgehört.
Paulo Langhans hatte nun die Bombe platzen lassen, als er scheinbar die Kameras um ihn herum vergaß. Was im portugiesischen Fernsehen herausgeschnitten wurde, wurde in Kamerun durch wachsame Zuschauer natürlich vernommen: Paulo Langhans, der nicht nur Gebrauch von Alkohol macht, wenn es
um Bewusstseinserweiterung geht, berichtete Manson, dass er Denker EPO-Tabletten verkauft habe.
Schnell bemerkte er seinen Fauxpas, als eine Kamera auf ihn ausgerichtet wurde und er das Surren bemerkte. Er versuchte, zu vertuschen, was nicht mehr zu vertuschen war: "Äh...ich habe ihm einen Emo verkauft. Einen kleinen Haus-Emo, der ihm beim Wäsche aufhängen hilft und das Fahrrad pflegt!"
Ausrutscher oder eiskalte Berechnung? Wollte er mit dieser Aussage Zweifel am "Rad-Saubermann"-Image Denkers erzeugen? Der Trainer des SC Farense zeigte sich von diesen Anschuldigungen jedoch unbeeindruckt: "EPO? Was soll das sein? Klingt auf jeden Fall so, als würde man sich das rektal einführen! Und glauben Sie mir! Nach mehreren Stunden auf dem Sattel hat man keine große Lust, in dem Bereich des Körpers zu experimentieren."
Es waren oft sehr brisante und torreiche Duelle zwischen Caiman de Douala und Aigle Royal de Dschang. Oft spielten beide Mannschaften um die Meisterschaft mit und gaben im direkten Duell dann entsprechend Vollgas.
Diesmal könnte es etwas anders aussehen. Zum einen hat der Caiman den Saisonstart in dieser Saison verschlafen und darüber hinaus müssen sich die Spieler selbst motivieren, da
wie bei vielen Vereinen Kameruns aktuell ein Übungsleiter fehlt.
"Es wäre schade, wenn Caiman de Douala dauerhaft keine Rolle im oberen Tabellendrittel spielen würde. Der Verein hat vor allem dank Guatemalria2 ein großes Traditionspotential. Aber wir dürfen darauf keine Rücksicht nehmen und müssen versuchen, die drei Punkte zu erkämpfen!", so Jack Pott.
"Es geht nun endlich aufwärts!", dürften sich viele Fans der 1. Liga Kameruns gedacht haben. Nachdem selbst eine Ligaverkleinerung keinen wirklichen Aufschwung schaffen konnte, haben nun zwei Teams innerhalb weniger Tage einen neuen Trainer gefunden.
Bamboutos de Mbouda hat einen ehemaligen Trainer zurückgewinnen können und auch Association Multi-Sports Ebolowa präsentierte kürzlich einen neuen Übungsleiter. Auch Jack Pott freut sich über diese Entwicklung: "Endlich geht es voran! Vielleicht kommen in den nächsten Wochen ja noch weitere Trainer in unser Land. Unsere zuletzt doch hier und da beachtlichen Leistungen auf internationalem Terraing zeigen endlich Wirkung!"
Die neue Saison hat begonnen und Aigle Royal de Dschang zeigt gleich, wo man auch diese Saison wieder hin möchte: Nach ganz oben! Wobei so ganz ist das gar nicht richtig, denn das Saisonziel wurde bescheidener definiert: Ein internationaler Startplatz würde die Verantwortlichen bereits zufriedenstellen. "Wir sind jetzt drei Mal Meister geworden. So etwas nochmal zu bestätigen, ist mehr als schwer! Von daher versuchen wir Druck von der Mannschaft zu nehmen. Wir haben nicht den Anspruch, jedes Jahr Meister zu werden, aber wir würden gerne wieder ganz oben zumindest eine kleine Rolle spielen", so Jack Pott.
Ohne Zweifel: Aigle Royal de Dschang erlebt derzeit eine echte Hochphase. In den vergangenen vier Saisons wurde der Klub stolze drei Mal Meister, zudem wurden diese vier Jahre durch einen dritten Platz komplettiert. Ein Jahr vor der ersten Meisterschaft wurde man Vizemeister, sodass man in den vergangenen fünf Spielzeiten jedes Mal unter den Top Drei zu finden war.
Nun stellt sich vielen die Frage, ob diese Serie anhalten wird.
Aigle dürfte auch in dieser Saison ein heißer Kandidat um die Meisterschaft sein, doch das neu gewonnene Ansehen birgt auch einige Risiken. Zudem muss man auch in dieser Saison wieder sehen, wie das Team mit der Doppelbelastung aus internationalem Fussball und heimischer Liga umgehen wird. Bisher kam man auch international recht weit, sodass dies eigentlich kein allzu großes Problem werden sollte; doch warten wir lieber erst einmal ab.
Aigle Royal de Dschang steht nur noch zwei Spiele und einen Tag von einer möglichen Titelverteidigung entfernt. Es wäre, sofern es gelänge, der 3. Titel innerhalb von vier Spielzeiten und es ist bereits, egal wie die Spiele morgen ausgehen werden, die Blütezeit des Vereins.
Doch die Fans hält nichts mehr auf dem Boden, sie alle fiebern den morgigen Spielen entgegen und wollen dann unbedingt den
erneuten Titel feiern. Jack Pott ist dagegen bemüht, Spieler, Funktionäre und Fans auf dem Teppich zu halten: "Das wird ein spannendes Saisonfinish und es ist ungewiss, wer am Ende ganz oben steht. Von der derzeitigen Tabellenführung können wir uns nichts kaufen und wir sollten zusehen, dass wir uns auch über einen 2. oder 3. Platz freuen können. Denn auch das wäre ein toller Erfolg!"
Aigle Royal de Dschang hat einen echten Lauf! In den letzten Spielzeiten mischte man immer wieder oben mit und auch international lief es sehr gut. Diese Saison erreichte man zum vierten Mal in Folge mindestens ein internationales Viertelfinale!
Und so ist es wenig verwunderlich, dass die Fans ihren Trainer feiern und auch die Vereinsführung scheint die Arbeit sehr zu schätzen. Der Präsident wurde nun in einem als seriös geltenden Blatt folgendermaßen zitiert: "Wenn man einen Jackpott hat, dann sollte man nicht prassen, sondern zusehen, dass man jenen Jackpott so lange es geht
hält!"
Viele deuten jetzt, dass Jack Pott in Kürze ein Vertrag vorgelegt wird, der ihn lange, sogar sehr lange, an den Verein binden könnte. Zugleich wäre dies ein klares Signal, denn in Kamerun kommen und gehen die Trainer wie kaum woanders. Es wäre doch sehr schön, wenn dann zumindest bei Aigle Royal Kontinuität auf dem Trainerposten herrschen würde.
Doch abwarten! Jack Pott hat sich bisher nicht zu dem Thema geäußert. Er hält bekanntlich wenig von Klatsch und Tratsch und auch nicht von euphorischen Äußerungen in einer Hype-Phase.
In Kamerun ist es an der Tabellenspitze sehr eng! Und so vermuten nicht wenige Experten, dass es bis zum letzten Spieltag spannend werden könnte. Eine vorzeitige Entscheidung im Titelrennen und auch im Rennen um die internationalen Plätze kann wohl nahezu ausgeschlossen werden. Zu dich sind die Teams auf den vorderen Rängen beisammen.
Gerade einmal vier Pünktchen trennen den Tabellenführer von der
Nicht-Internationalen-Zone! Es ist also ein schmaler Grad zwischen Titelgewinn und Bedeutungslosigkeit der Tabelle.
Das Team von Jack Pott schielt natürlich nach wie vor auf die Meisterschaft: "Wir wollen uns erstmal international für die nächste Saison qualifizieren, bevor wir uns ernsthaft mit der Meisterschaft auseinandersetzen. Aber natürlich würden wir nicht weglaufen, wenn man uns den Titel anbieten würde!"
Aigle Royal de Dschang lauert weiterhin und wittert die Chance der erfolgreichen Titelverteidigung. Stolze 69,1 % der Teilnehmer haben bei der Oddset Wette auf Aigle als Meister getippt, doch so eindeutig ist es in dieser Saison absolut nicht.
Jack Pott zögert sogar noch, überhaupt das Wort "Titel" in den Mund zu nehmen: "Ich glaube, wir sind gut beraten, bescheiden zu bleiben und uns die ganz großen Ziele erst zu stecken, wenn wir nächstes Jahr sicher international dabei sind!"
Und die Zurückhaltung ist völlig berechtigt: Mit Caiman, Victoria United und Union Sportive Douala gibt es in dieser Saison gleich drei ernstzunehmende Konkurrenten. Zudem darf man nie ausschließen, dass sich
eine Mannschaft von unten nochmal herankämpft. Ob dies Canon Yaounde gelingen könnte, ist derzeit jedoch zu bezweifeln. Vorletzte Saison hat deren Trainer gezeigt, was er kann und die Meisterschaft eingefahren. In dieser Saison gab es jedoch zu viele Gegentore für das Team von Carlos Finisterre, als dass Canon eine Rolle im Meisterschaftsrennen spielen würde.
Jack Pott ist sich aber sicher, dass mit Canon Yaounde in Zukunft zu rechnen sein wird: "Es gibt verflixte Jahre, in denen du einfach die Bude voll kriegst. Solche Zeiten gehen aber auch wieder vorüber und ich bin mir sicher, dass wir in den nächsten Spielzeiten dann wieder Meisterschaftsrennen haben, in denen Canon Yaounde eine große Rolle spielen wird!"
Kaum hatte sich Aigle den Platz an der Sonne erkämpft, ist er auch schon wieder futsch - ja, es geht sehr spannend zu in Kamerun! Fast wöchentlich wechselt mittlerweile die Tabellenführung, gleich mehrere Teams schielen auf den 1. Rang und die damit am Ende der Saison verbundene Meisterschaftstrophäe.
Für Aigle Royal gab es diesen Freitag einen herben Rückschlag. Gegen einen direkten Konkurrenten, Caiman de
Douala, musste man sich geschlagen geben. Überdeutlich unterlag man mit 4:0 auf fremdem Platz. Zugleich wurde man vom Caiman überholt und wurde gar auf den 4. Platz durchgereicht.
"In dieser Saison sind viele Punkte nötig, um Meister zu werden!", prognostiziert Jack Pott nun. Die Liga ist merklich stärker geworden, der Abgang von Guatamalria2 wurde beim Caiman beispielsweise besser aufgefangen, als man gedacht hätte.
In Kamerun ging es schon oft hoch her und die Meisterschaftsrennen waren nicht selten bis zum Ende spannend. Sicherlich hat dieses Land ein Problem, Trainer langzeitig zu halten und so richtig zufrieden kann man mit der Traineranzahl nach wie vor nicht sein, doch Spannung kann man dieser Liga sicherlich nicht absprechen!
Gleich 3 Teams sind punktgleich an der Tabellenspitze. Für den amtierenden Meister und Tabellenführer geht es nun
auswärts zum 5. Platz Caiman de Douala. Auch der Klub schielt mit Sicherheit auf die Meisterschale, steht man derzeit nur zwei Punkte hinter dem Tabellenführer. Mit einem Sieg könnte der Caiman somit an Aigle vorbeiziehen.
Doch das wissen die Royalen von Aigle natürlich auch, Trainer Jack Pott dazu: "Wir sind natürlich gewarnt und werden uns zerreißen. Das sind die in der Presse so gern als 6-Punkte-Spiele bezeichneten Duelle!"
Als teambildende Maßnahme gedacht, ging das gemeinschaftliche Schauen des Wimbledon-Finals zwischen Roger Federer und Andy Murray, das der Schweizer soeben für sich entscheiden konnte, ziemlich nach hinten los.
Aufgrund einer kurzen Regenunterbrechung kam Langeweile vorm Teamfernseher auf, die dann schnell in Unruhe umschlug. Und um sich schlug auf einmal der rechte Flügelflitzer, nachdem er von einem Reservespieler beleidigt worden sein soll.
Eine Platzwunde ist die Konsequenz, weitere könnten noch folgen. Die Vereinsführung hat sich nach dieser kurzen Zeit natürlich noch nicht geäußert. Es bleibt abwarten, welche Folgen diese Auseinandersetzung für die Streithähne haben wird.
Eigentlich ist man bei Aigle Royal de Dschang, dem amtierenden Meister, sehr zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Aber dennoch gibt es seit gestern einen kleinen Schmutzfleck auf dem Ergebnisblatt Aigles: 6:0 ging man ausgerechnet bei einem Konkurrenten um die diesjährige Meisterschaft unter.
Jack Pott sieht das Ganze dennoch gelassen: "Wir können nicht jedes Spiel gewinnen. So eine Klatsche tut weh. Aber wenn wir baden gehen, dann halt richtig. Und genau deshalb haben wir uns für heute das örtliche Freibad gemietet!"
Gesagt, getan: Heute gab es trainingsfrei, zumindest Fußball spielte heute keiner der Profis. Man ging stattdessen gemeinschaftlich schwimmen, um das Wortspiel nicht noch einmal anzuwenden.
Das Spitzentrio der aktuellen Tabelle Kameruns macht nicht nur national derzeit auf sich aufmerksam: Neben Caiman de Douala hat auch Victoria United die 2. Gruppenphase des Confederation Cup erreicht. Zudem hat Aigle Royal de Dschang die 1. Gruppenphase der CAF Champions League überstanden und steht somit ebenfalls in der 2. Gruppenphase.
Nachdem Aigle bereits 2 Mal unter Jack Pott ein Halbfinale erreichen konnte und zudem noch ein Viertelfinale, will man es nun endlich mal schaffen, den
ganz großen Coup zu landen.
Doch der Weg ist beschwerlich und man darf die Liga natürlich nicht aus den Augen verlieren. Das weiß auch Jack Pott: "Wir sind mittlerweile recht erfahren, was die Doppelbelastung angeht. Aber natürlich füchten wir dennoch, irgendwann im Laufe der Saison eventuell den Anschluss zu verlieren. Wir müssen ein Höchstmaß, oder wie der Bundesjogi sagen würde, ein Höchschtmaß an Konzentration an den Tag legen!"
Der Trainer von Canon Yaounde hat es vorgemacht, nun will Aigle nachziehen: Krawatten sind wieder in und sollten bunt sein. Und so möchte Jack Pott seinen Trainerkollegen unterstützen und hat einen Antrag beim Fussballverband Kameruns gestellt, der es Spielern erlauben soll, mit Krawatten aufzulaufen.
Jack Pott habe angeblich bereits eine Ladung bunter, schriller Schlipse bestellt: "Warten Sie es ab! Demnächst wird meine Mannschaft auch ohne Ball am Fuß sehr elegant ausschauen. Vielleicht lenkt
es den einen oder anderen Gegenspieler ja auch noch ab!?"
Kritiker befürchten dagegen, dass Carlos Finisterre planen könnte, ein großes Modelabel zu gründen und momentan nur eine günstige Werbekampagne zu verfolgen. Jack Pott scheint auf diesen Zug aufspringen zu wollen.
Ob das nun richtig oder falsch ist...Fakt ist, dass Kameruns Zeitung durch diese Geschichten ein wenig mehr Farbe erhält. Vielleicht wird das Land so dann ja auch irgendwann attraktiver für andere Trainer.