Der Independiente Santa Fe hat in den bisherigen Spielen zwar viel Kraft gelassen, aber dafür befindet sich das Team von Trainer Boussati ganz oben in der Tabelle. "Es freut mich für meine Jungs, aber am kommenden Freitag wird es wieder vorbei sein mit den oberen Tabellenrängen", so Boussati nach dem letzten ZAT. Man befürchtet offenbar, noch nach dem kommenden ZAT in der Tabelle abzurutschen, da die Los Cardenales nur ein einziges Heimspiel im Estadio Nemesio Camacho "El Campín" austragen dürfen. "Wir haben zwei schwere Auswärts Spiele und ich wäre froh, wenn wir wenigsten einen Heimsieg einfahren würden - auch das wird nicht einfach!", meinte Boussati.
Boussati hat es wieder mal verbockt. Er wollte viel, zu viel. Santa Fe hat bei La Equidad sehr viel investiert und verzockt wichtige TK-Punkte, die man hätte besser für wichtigere Duelle aufheben sollen. "Im Nachhinein, ist der Trainer der Depp. Wenn es geklappt hätte, wäre ich der « King », « el rey de Santa Fe ». Ich hätte es sein lassen sollen, zumal ich bisher nur schlechte Erfahrungen bei Begegnungen mit NRM-Kandidaten bzw. Trainerlosen Vereinen gemacht habe. Jedes Mal heuert ein neuer Trainer kurz vor dem Spiel an oder der Lustlose Coach vom Vor-ZAT, bekommt plötzlich Bock und verbockt mir meine Saison", so ein leicht verärgerter Coach. "Egal! Jetzt ärgere ich die anderen", droht Santa Fe-Coach
Independiente Santa Fe hat zumindest für einen ZAT die Tabellenführung in Copa Mustang übernommen. Die Mannschaft von Trainer Boussati gewann die zwei letzten Spiele und feierte mit dem 1:4-Erfolg bei Deportivo Pasto sogar den ersten Aufwärtssieg der Saison.
Am kommenden ZAT kann das Team von Boussati kaum die Tabellenführung verteidigen, da man eine trainerlose Mannschaft empfängt. "Solche Gegner haben nichts zu verlieren und sind unberechenbar", meinte Santa Fe-Coach, dessen Team anschließend bei La Equidad gastiert, dem Club von Trainer faiboy, den Boussati aus gemeinsamen Jahren in Spanien nur sehr gut kennt. "Eine schwierige Aufgabe", sagte Boussati wohlwissend, dass man dort nicht punkten kann.
Zwei Spiele, zwei Siege, Zwei Niederlagen, 7 zu 9 Tore. So sieht die harmlose Bilanz einer grauen Maus in einer harmlosen Liga aus. Schuld daran ist Coach Boussati. Seit er bei Santa Fe arbeitet, ist dieser Traditionsverein gar nicht groß aufgefallen. "Wir brauchen jemanden an der Seitenlinie, der die Mannschaft nach vorne antreibt und temporeichen Offensivfußball spielen lässt, damit wir endlich dieses Graue-Maus-Image der letzten Saison weg pusten können. Boussati packt es nicht!", so der Clubchef Hossé A. Na dann, wenn er es nicht packt, dann packt er wohl seinen Koffer bald?!
Als Millionen Spanier am Vatertagmorgen aus ihren Betten stiegen, hatten sie alles Mögliche im Sinn, nur das nicht: Kimball hört auf!
Boussati, der gerade mit seinem Team im Trainingslager in Kolumbien weilt, ist fassungslos. Ausgerechnet der Rekordmeistertrainer gibt einen Tag vor Saisonstart auf und verlässt Racing Santander: „Eine faustdicke Überraschung. Der Schock sitzt noch tief! Ich hatte nicht mal die Chance, mich von ihm mit einem IGM persönlich zu verabschieden“, das waren die ersten Worte des sichtlich unter einen veritablen Schock stehenden Trainers.
„Den wahren Grund wirst du wahrscheinlich nie erfahren, denn Kimball würde niemals seinen Santander ohne einen « Plan B » im Stich lassen“, meinte er am Telefon aus Santa Fe.
Kimball gilt als erfolgreichster Coach in der Primera
División. In seiner beeindruckenden Trainerkarriere sammelte er fünf Meistertitel mit RC Santander (in 15 Spielzeiten, Anm. d. Red.) Nach der letzen erfolgreichen Saison in Kantabrien war er bei zahlreichen großen Clubs als Trainerkandidat im Gespräch. Nun verlässt er die Copa-Fußballwelt ganz.
„Ich soll die Liga rocken? Wie denn lieber Kimball?“, stelle sich Boussati die Frage, „die Liga ist nur noch eine halbe Bühne ohne dich“, ergänzte er. Zum Schluss sagte er „lebe wohl“ und wünschte seinem Ex-Kollegen „alles Gute für die Zukunft“.
Bei den Fans fließen die Tränen... Bleibt zu hoffen, dass es nicht lange dauert bis die fassungslosen Verantwortlichen bei Santander den Schock verdaut haben und einen halbwegs guten Nachfolger bald präsentieren.
Nach dieser Grottensaison von Santa Fe ist Wiedergutmachung in der neuen Spielzeit angesagt, sonst war's das für Boussati in Kolumbien. "Ja, wir haben vor allem viele Heimspiele vergeigt. Zuhause hatten wir oft Scheiße anne Füße; das müssen wir besser machen und uns die Teams vorknöpfen, die uns im Estadio Nemesio Camacho "El Campín" besiegt haben und uns revanchieren", so Boussati vor dem zweiten ZAT. Das Saisonziel ist das Erreichen eines Internationalen Startplatzes: Ein schwieriges Vorhaben, aber nicht unmöglich. Das sieht Santa-Coach auch so: "Ich zweifle nicht an unserer Chancenlosigkeit!"