Mit einer Entschuldigung begann dieses Mal die Pressekonferenz in Kursevac. Eine außergerichtliche Einigung mit dem verprügelten Jungjournalisten wurde erzielt, Details dazu konnte man allerdings keine Erfahren, niemand wagte nach der Bekanntgabe, weitere Fragen in diese Richtung zu stellen.
Nun aber zu interessanteren Dingen: Kursevac verteidigte die Tabellenspitze souverän! Mit zwei weiteren Siegen konnte man nun schon vier Spiele in Folge drei Punkte einsacken. Grund genug für Pellegrini seine Zielsetzung noch einmal zu überdenken und nun doch die Möglichkeit eines
Aufstiegs in diesem Jahr in Betracht zu ziehen. Natürlich mit dem Vermerk, dass nach wie vor "noch alles passieren kann".
Trotzdem die Position auf Platz eins scheint nun doch etwas gefestigter, immerhin ist der Abstand zu Platz zwei mittlerweile auf stolze vier Punkte vergrößert worden. Pellegrini kündigte an, zu diesem Thema noch im Laufe der Woche in der SM Zeitung der Prva Savezna Stellung zu nehmen. Vielleicht ein erstes Anzeichen, dass man nun selber an einen Aufstieg zu glauben beginnt.
Nächste Woche könnte zumindest der Herbstmeitertitel gesichert werden!
Eine anfangs harmlose Pressekonferenz nach den Spielen von Kursevac endete beinahe in einer Massenschlägerei! Trainer Pellegrini teilte noch kurz davor mit, keine Frage über mögliche Aufstiegsgedanken hören zu wollen. Die Tiefstapelei bei seinem Amtsantritt (Platz 6-10 als Ziel vorgegeben) kommentierte er trocken mit, "es ist noch eine lange Saison und noch gar nichts gewonnen". Drei Siege in den letzten vier Partien und die Übernahme der Tabellenspitze waren zumindest Grund zu Freude, allerdings trennen die Plätze 1-6 lediglich drei Punkte.
Als ein Jungreporter es trotzdem wagte, Pellegrini auf einen möglichen Aufstieg anzusprechen, zog der kurzerhand seinen Schuh aus und warf ihn auf den völlig verdutzten Journalisten und traf ihn dabei mitten ins Gesicht (es erinnerte stark an den Schuhwurf auf G. W. Bush, nur die Zielgenauigkeit war
besser).
Der Getroffene ließ sich nicht lang bitten und erwiderte das "Feuer", jedoch ohne Erfolg, dennoch verlor Pellegrini völlig die Nerven und kletterte über den Konferenz Tisch, um dem Jungen seine Meinung zu sagen, allerdings mit den Fäusten. Ein wildes Handgemenge brach aus und nach ein zwei blutigen Nasen war das Spektakel auch wieder vorbei, der eilig herbeigeholte Klubpräsident zerrte Pellegrini höchstpersönlich aus dem mit wütenden Journalisten besetzten Konferenzraum.
Offen ist ob es eine Strafanzeige gegen Pellegrini geben wird, bis dato gibt es zu dem Vorfall keine Stellungnahme. Zeit wirds, sich wieder den sportlichen Zielen zu widmen, sollten die Stürmer von Krusevac eine ähnliche Zielgenauigkeit bei Schüssen wie der Trainer beim Werfen an den Tag legen, kann der Aufstieg tatsächlich geschafft werden!
Im ersten Heimspiel unter Trainer Pellegrini wusste Kursevac absolut zu überzeugen. Die völlig überforderten Gäste aus Sabac wurden gleich mit 4:0 nach Hause geschickt. Damit konnte Pellegrini seinen geforderten Heimsieg einfahren.
Leider lief es dann auswärts nicht so gut, nach einer frühen 0:2 Führung schien alles perfekt zu laufen, doch die Mannschaft zog sich zu früh zurück und ließ die Heimelf durch schwere Eigenfehler wieder zurück kommen! In nur 10 Minuten musste man drei Gegentreffer hinnehmen und
ließ sich so den schon sicher seienden Sieg wieder nehmen. Das 4:2 in der Schlussphase war nur mehr die Draufgabe für die in der zweiten Hälfte stark aufspielende Mannschaft von Proleter Zrenjanin, die sich mit zwei Siegen in Folge nun auch die Tabellenführung sicher konnten.
Der Trainer fordert im nächsten Heimspiel eine Reaktion seiner Mannschaft. Gegen Aufstiegskonkurrenten Spartak Subotica sollen zu Hause drei Punkte her und auch im Außwärtsspiel bei Rad Beograd möchte man Punkte mitnehmen. Bleibt abzuwarten, ob dies gelingt.
Trainer Pellegrini hat bei seinem Debüt mit Napredak Krusevac auswärts ein Unentschieden geholt. Nach dem Spiel sagte er: "Natürlich wäre ich lieber mit einem Sieg gestartet, aber man darf nicht vermessen sein, ich kann mit einem Punkt auswärts leben, mein erstes Heimspiel möchte ich aber auf jeden Fall gewinnen."
Bleibt abzuwarten ob seine Mannschaft diese Vorgabe umsetzen kann,
handelt es sich doch beim nächsten Gegner mit Macva Sabacum um einen potenziellen Aufstiegskandidaten! Nach erst drei absolvierten Spieltagen ist jedoch alles offen, noch kann man nicht abschätzen, wer sich heuer um die Aufstiegsplätze ranken wird. Pellegrini betonte noch mal, dass der Aufstieg heuer nicht zum Saisonziel gehört, allerdings "Wenn wir es doch schaffen, wäre ich nicht böse".
Pellegrini kommt bei seiner ersten Trainerstation in die zweite serbische Liga! Der noch unerfahrene Trainer hat ambitionierte Ziele. Schon in der nächsten Saison will er mit seiner Mannschaft den Aufstieg schaffen. In einem Interview sagte er zuletzt: "Wichtig ist, dass ich jetzt einmal die Mannschaft kennen lerne, ich kann noch nicht abschätzen, wo wir stehen." Man darf gespannt sein, wie er sich in seiner ersten Saison schlägt. Wie wünschen ihm auf diesem Wege alles Gute und eine erfolgreichen Saisonverlauf.