Ein richtungsweisender Zat steht den Mannen von Trainer Pellegrini bevor. Die zwei Topteams Roter Stern und Jugopetrol gilt es diese Woche zu knacken. Etwas Sorge bereite die Ankunft der Hauptstädter in der Stadt. Der einzige Park in Stadionnähe musste umfangreich abgesperrt werden, da sich Roter Stern Trainer Bernd alias Ruhiger Wolf standhaft weigerte ein Hotel zu betreten und nun mit seinem Wigwam im Park campiert.
Trainer Pellegrini dazu: "Ich lasse mich nicht von solchen Spielchen irritieren, ich weiß er hat in der Vergangenheit (Schlammloch) viel durchgemacht, aber irgendwann ist es genug."
Gerüchteweise sollen sich in Krusevac schon Cowboybanden organisieren, um das Pseudoindianerdorf in der Nacht zu überfallen, die Polizei ist vorgewarnt und bitte die armen Indianer in ihrem Reservat doch in Ruhe zu lassen.
Für Krusevac ist wie für Deutschland der internationale Auftritt vorbei, man ist zwar nicht bis ins Halbfinale vorgedrungen, aber für den Neuling ist es doch ein beachtliches Ergebnis geworden. In Krusevac wurde auf alle Fälle trotzdem gefeiert, alleine das deutsche Scheitern hinterließ Genugtuung, da Trainer Pellegrini seinen deutschen Freunden endlich die Meinung geigen konnte. Zu sehr
musste der arme Trainer leiden, nach dem seine Italiener so schmählich untergegangen waren.
Nun den Krusevac ist nun endgültig in der Saison angekommen, die Doppelbelastung ist vorbei, die wild west Spinnerei der übrigen Trainer uninteressant, jetzt gehts ans eingemachte, immerhin soll auch heuer ein internationaler Startplatz her, nächstes Jahr will man es nämlich noch besser machen!
Trainer Pellegrini hat sich ob seines geringen Einkommens (der Vertrag ist noch aus der Druga Liga ohne Optionen auf Steigerung), um einen Nebenjob umgesehen und just als Senner irgendwo in der Pampa angeheuert. Gerüchtehalber handelt es sich gar um eine Alm auf der Kamele von Hadschi Halef untergebracht sind, die Liga ermittelt deshalb, ob nicht ein Interessenskonflikt vorliegt, sollten sich die kursierenden
Halbwahrheiten bestätigen.
Nun denn, sein Trainerjob leidet darunter, zumindest was die Anwesenheit bei den Trainigseinheiten betrifft, seiner Mannschaft hingegen scheint es zu bekommen, dass der kolerische und bekennende Alkoholiker des öfteren fern ist. Im Europapokal ist man sensationell ins Achtelfinale vorgestoßen und in der Liga läuft es für die 2. Saison (=Findungsphase) ganz gut.
Pellegrini hat ob der Ermittlungen des Ligastrafsenats seinen Nebenjob auf der Kamel-Alm von Hadschi Halefs aufgegeben und widmet sich wieder voll und ganz seinem Hauptberuf: Trainer von Napredak Krusevac. Als diese Meldung veröffentlich wurde, ging ein raunen durch die Fans, die Angst geht um, dass der gute Saisonverlauf darunter leiden könnte. Ein Armutszeugnis für den Trainer, aber nein, immerhin hat er während seiner Tägikeit auf der Alm ein Fernstudium bei Humbug absolviert der da lautet: "Wie werde ich Schlammlochmeister" (speziell für SM-Trainer geeignet).
Ob dieser Kurs schon von einem anderen Trainer der SM vorher besucht wurde? Man weiß es nicht.
Trainer Pellegrini hat wieder einmal einen Job angenommen und sieht seine Trainertätigkeit nur mehr als Hobby an. Das könnte vielleicht ein Mitgrund sein, warum es derzeit nicht nach Wunsch läuft. Aber eins ist klar, die Sensation ist trotz allem schon geschafft, immerhing konnte man die nächste Runde im Europapokal erreichen und die Ehre der SM hochhalten. Eine Mannschaft die das erreicht, muss einfach in der Liga bleiben, auch wenn man derzeit gegen den Abstieg kämpft.
Pellegrini befindet sich derweilen auf Entziehungskur, um seiner Alkohol- und Nikotinsucht Herr zu werden, aber damit befindet er sich in der SM in guter Gesellschaft, neben Pseudoindianern, Möchtegernmeisterderherzen und Kameltreibern.
Während in der SM wieder einmal ein neuer Virus übergreift und die Trainer verrückt spielen, feiert Krusevac den überraschenden Aufstieg in die nächste Runde der Europaleague. Das Wunder wurde geschafft, ganz ohne Cowboy und Indianer.
Zumindest international kann man sich freuen, in der SM werden jedoch die Zeiten wieder rauer. Da wird Pferden (Jaqueline, als hätte das Tier noch nicht genug gelitten) ins Maul gegriffen, mit Steckpferdchen herumgehüpft und High Heels vergewaltigt, die Häfte der Trainer läuft schon mit Cowboyhut und Revolver herum, die ander mit Federn und Tomahawks. (Feuerwasser trinken
alle)
Bernd, der wieder seine Stimme gefunden hat, schläft in einem Wigwam im Stadion und bewacht den Platz, er hat noch immer Angst vor Schlammlöchern, irgendwie scheint er das nicht zu überwinden.
Wer in der SM bestehen will muss mit allem fertig werden, so versucht Pellegrini auch diesesmal ruhig zu bleiben, um gewalttätige übergriffe vorzubeugen wurde ein Saloon in Krusevac errichtet, um den verwirrten Zeitgenossen entgegenzukommen, nur Zufall, dass gleich daneben das ansässige Irrenhaus steht, man will eben auf alles vorbereitet sein.
Und überhaupt, in Krusevac heißt es derzeit: Spiel mir das Lied von der Europaleague!
Jetzt lernt Pellegrini den harten Alltag eines Erfolgscoaches kennen, Stichwort Doppelbelastung, da kommt man ja mit schreiben und setzen gar nicht mehr hinterher. Ruhig waren die Zeiten, als man in der Druga Liga herumtölpelte. Jetzt heißt es Europa Leauge und absteigen will man natürlich auch nicht, also fleißig tippen und setzen und dann hoffen, dass es schon irgendwie gut gehen
wird.
Pellegrini:"Ich hoffe die Spieler werden das durchhalten, manche stöhnen schon jetzt und das war erst der Anfang, nicht auszudenken, wenn wir die erste Runde international überstehen, dass wäre gerade zu problematisch, aber wir beschäftigen uns mit Problemen erst dann ,wenn sie da sind."
Ein Dorfklub auf Irrwegen in Europa und nirgendwo ein Sternchen oder ein Weh oder sonst irgendwas leuchtet am Himmel.
Im Internationalen Bewerb steht Krusevac vor dem letzten Spieltag mit dem Rücken zur Wand, das aus steht unmittelbar bevor. Die Unerfahrenheit war wohl doch zu groß, nur mehr ein Fußballwunder kann helfen.
Komme es wie es wolle, jetzt wird man sich mit voller Energie auf die Meisterschaft konzentrieren, vielleicht schafft man es, den Vorjahreserfolg nur annähernd zu wiederholen. Doch wie es scheint, wird es schwieriger in die interantionalen Bewerbe zu kommen, die Zahl der Plätze hat sich reduziert, nur mehr die Top 4 sind dabei.
Nach der sensationellen 1. Saison in der Prva Savezna steht Pellegrini vor einer noch größeren Herausforderung. Wie soll man das nur toppen. Aufgestiegen und gleich in die Europa League, das zu übertreffen wird schwer, ist doch bekanntlich die 2. Saison die schwierigste. Wie wird man mit der Doppelbelastung fertig, bzw. wie lange wird man sich international halten können. Fragen über Fragen.
Andere haben aber größere Probleme, denn der Trainer von Roter Stern hat nun endgültig und trotz Meistertitel den Verstand verloren. Da wird wohl einer kommen müssen, um den vermeintlichen Indianer zu skalpieren, vielleicht könnte das den umnachteten Geisteszustand wieder lichten.
Wohl an, auf in die neue Saison!
Da wurden die erfolgsverwöhnten Aufsteiger aus Krusevac nun endgültig auf den Boden der SM-Realität zurückgeholt und trotzdem hofft man noch auf die große Sensation und somit auf den erhalt eines Europapokalplatzes. Drei Runden vor Schluss hält man Platz 6, aber die Auslosung hat es nicht gut gemeint, denn jetzt kommt es nochmal ganz dick.
Mal ausgenommen das erste Spiel gegen den Ex-franz Verein, Fixabsteiger und Lulu-TK besitztenden Club aus Apatin, muss man zu Olschara und zu guter letzt kommt der Schlammlochmeister Fenris, der angeblich
schon wieder fleißig am Löcher ausheben ist.
Der schweigende Bernd hat jetzt schon Angstschweiß auf der Stirn, wenn er an das LOCH denkt, und theoretisch ist es möglich, Fenris könnte noch auf Platz eins vorstoßen und Bernd verdrängen oder wird es überhaupt irgendwer, der QP Maldini oder das Zottelmonster.
Pellegrini wird sich zu den letzten Spielen auf jeden Fall massenhaft Popcorn mitnehemen um seine Finger zu schonen (zwanghafter Nägelbeisser), denn das wird ganz spannend. Wer fällt in welches Loch!?!
Das hat sich Pellegrini so gedacht, allerdings in der SM gehts halt ohne scharf nicht, zumindest dann nicht, wenn man alles gewinnen will. Der abgebrühte/sonnenverbrannte Mitsch hat es vorgemacht, wie üblich nur mit roter Badehose bekleidet, der Boje in der Hand und auf dem extra mitgebrachten Rettungsschwimmerturm, dirigierte er seine Mannschaft in Krusevac zum Sieg und fügte ihnen, neben den ersten Heimgegentoren, somit auch die erste
Heimniederlage zu. Schade so kurz vor dem Ende!
Noch ist nichts verloren, das Saisonziel weit übertroffen und doch würde man sich am Ende der Saison gerne in den internationalen Startplätzen wiederfinden, ein weiterer Absturz wäre eine Enttäuschung. Jetzt heißt es Rückrad zeigen und sich wieder aufrappeln. Auch wenn die Spiele schwer werden, vorallem in Hinblick auf das letzte Saisonspiel gegen den berüchtigten Schlammlochmeister.
Eine weitere Woche an der Tabellenspitze lassen Trainer Pellegrini ruhig schlafen, auch wenn es verdammt eng in der Tabelle zugeht und nicht weniger als sieben Mannschaften in unmittelbarer (sprich max 3 Punkte Abstand) Reichweite an dem Liganeuling dran sind.
Ganz egal, wer denn bitteschön hätte das dem unerfahrenen Pellegrini und seinen Mannen zugetraut, kurz vor Saisonende so weit oben zu stehen. Die Deutschen würden von einem Sommermärchen reden, die Österreicher von einem Fußballwunder, in der SM ist
das kein Thema, da gibt es nur Prügel, wenn man sich auf seinen Lorbeeren ausruht. Da muss gekämpft, gespuckt und gefoult (hinterrücks) werden, sonst gibt es kein Morgen mehr.
Aber angesichts der Tatsache, dass es für Krusevac lediglich um den Nichtabstieg geht, beendete Pellegrini die letzte Pressekonferenz mit einem Zitat einer Fußballlegende, die Österreich 1978 ungeahnte Freude und immerwährende Hoffnung bescheerte: "Das wichtigste ist der Nichtabstieg, alles andere ist primär."
Das Erste, dass Pellegrini am Tag nach dem letzten Zat tat, war einen Screenshot von der für ihn überwältigenden Tabelle zu machen. Mittlerweile hängt die Tabelle im Vereinsgebäude und komme was wolle, diesen Moment kann Krusevac niemand mehr nehmen. Da änderten auch die Morddrohungen von Zottelmonster Qbat nichts, der Pellegrini nach dem Spiel tätlich anzugreifen suchte, seinen Meister aber in sich selbst fand und betrunken zu
Boden stürzte, ganz wie seine Mannschaft.
Nun ja, der nächste der in den Höllenkessel nach Krusevac kommt ist TC mit seiner Tankstellentruppe, seines Zeichen Tabellen zweiter und somit erster Verfolger von Pellegrinis Jungs, für Spannung ist also gesorgt.
Keine Zweifel ließ Pellegrini schlussendlich an den Saisonzielen, deren Änderung nach wie vor kein Thema ist, "Nicht-Abstieg" und Punkt, alles andere ist Zugabe.
Für manche mag Ostern, wie für unseren Kamelzüchter, eine schreckliche Zeit sein, für Pellegrini bedeutet es Entspannung und das in Form von Urlaub. Etwas ungewöhnlich ist es schon, aber der Verein erklärte sein Einverständnis und so wird der Trainer bei den kommenden Partien gegen Direktkonkurrenten Maldini und Zottelbär Qbat nicht auf der Bank sitzen, sondern lediglich sein Co-Trainer.
Der erfolgreichen Mannschaft sollte das kein Hinderungsgrund sein, weiter fleißig Punkte einzufahren, so
versprach Pellegrini für jedes geschossene Tor Ostereier mitzubringen, Goldene versteht sich.
International:
Beim durschstöbern der schwedischen Kolumne musste Pellegrini überrascht (obwohl eigentlich doch nicht) feststellen, dass die Schweden sich einen Spaß draus machen, sich in einen Bunker einzusperren. Man darf sich gar nicht fragen, was aus dem skaninavischen Land ohne Unterstützung der SM geworden wäre. Nun ja, der Wehrmutstropfen, anscheinend kommen sie aus dem Bunker auch wieder raus.
Auch diese Woche warten zwei spannende Partien auf Krusevac, die Duelle mit BigGeez und Schimi stehen an, wobei man die Chance bekommt an Konkurrent Novi Sad vorbeizuziehen.
Was BigGeez betrifft ist eine Vorhersage schwer, schon allein die Frage, ob er auf der Trainerbank sitzen wird oder nicht, ist schier unmöglich zu beantworten. Aus anynomen Quellen konnte man erfahren das der schwer abstiegsgefährdete Club im letzten Spiel ohne seinen Trainer auskommen musste. Offiziell aus
krankheitsgründen, man konnte jedoch vernehmen, dass BigGeez sich selbst unter den Tisch gesoffen hat und nicht in der Lage war, zum eigenen Stadion zu finden, worauf er schlichtweg das Spiel verpennt hat.
Ein Rauswurf dürfte unmittelbar bevor stehen, ob die jetzt angefangene Entziehungskur das noch verhindern wird? Ein gestandener SM-Trainer der sich mit Absolut Lulu Vodka ins Delirium säuft ist wohl doch schwer zu verkraften, da lachen sogar die Schweden, die sonst eigentlich immer die Lachnummer der Welt sind.
Psychotherapeut S. Freud: „Sie müssen sich das als extrem traumatische Erfahrung vorstellen. Sie sind kurz vor einem freudigen Ereignis, dass in einem kurzen Moment zu einer Katastrophe wird, ein Lebenstraum bricht zusammen, ein Vertrauensverhältnis zum fairen Sport, alles auf einmal Weg. Wenn sie so wollen, könnte man es mit Kindesmissbrauch vergleichen. Bernd W. als missbrauchtes Kind und sein Peiniger Fenris als z. B. Vaterfigur, das Schlammloch als Auslöser oder besser gesagt, als ausführendes Tatwerkzeug.
Das zu überwinden kann
Jahre dauern, im schlimmsten Falle wird er sich nie wieder erholen, es geht jetzt darum ein gesundes Selbstvertrauen wieder aufzubauen, extrem problematisch werden da natürlich die direkten Duelle gegen Fenris, aber da muss W. durch.
Durchaus typisch ist auch das Verhalten von W., diese Schreibblockade, er kann sich jetzt noch nicht dazu äußern, er muss das erlebte erst verarbeiten, vielleicht wird er später einmal darüber reden können bzw. überhaupt den Weg in die Öffentlichkeit wieder wagen. Momentan ist er vermutlich zu verletzlich.“