Dies sollte der ZAT werden, der den FC Dinamo Samarkand in die oberen Tabellenregionen katapultieren sollte. „Wir haben wochenlang trainiert und Taktiken ausgearbeitet, um genau an diesen Tag den ersten 6er zu holen, aber da hat uns einer nen Strich durch die Rechnung gemacht“, so Trainer P.Khan. Wer da der Spielverderber gewesen ist, ist der Ergebnistabelle zu entnehmen. So müssen die Fans sich
weiterhin mit dem unteren Tabellendrittel zufrieden geben und Schuld ist nur einer, dessen Namen man öffentlich nicht denunzieren will. Bei einer Endplatzierung im Mittelfeld, was immer wahrscheinlicher wird, muss man sichin der nächsten Saison sogar mit der Rolle eines mittelmäßigen Vereins einverstanden erklären; ob man will oder nicht. Und Schuld ist nur einer, aber das sagten wir ja bereits.
Die Trainer der usbekischen Liga scheinen bereits in die Sommerpause gegangenen zu sein. Dies lässt sich vermuten, wenn man einen Blick in die Zeitung wirft. Sowohl der Kolumnist als auch die Trainer der neu gegründeten Liga geben keine Informationen von und zu ihren Vereinen preis. Einzig und allein die Herren Pilatschkin, Eberle und Khan halten die usbekische Zeitungsfahne hoch. Hätte man anfangs noch gedacht, dass
die Neugründung der Liga eine Welle der Euphorie entfachen würde, wurde man aktuell eines besseren belehrt. Die Nachricht eines renomierten Trainers, dass lediglich Zeit für die Zugabgabe bleibe, tröstet nicht über die „traurige“ Zeitungssituation hinweg. Vielleicht versäumen die Abwesenden ja auch da ihrer Pflicht nachzugehen, so dass die Engagierten davon profitieren können.
Der FC Dinamo Samarkand tritt auf der Stelle. Bisher konnte der Trainertransfer keine großen Akzente setzen. Man befindet sich nach wie vor auf Tabellenplatz 11. Eine Entwicklung ist augenscheinlich nicht zu bemerken. Die Vereinsbosse fragen sich daher zu Recht: Wer hat von dem Deal eigentlich profitiert? Gezahlt wurde eine Menge Geld für den Transfer, aber der erwartete Erfolg bleibt bisweilen aus. Der erfolgshungrige Mongole gibt sich jedoch weiterhin
selbstbewusst. „Ich bin gerade dabei eine Beziehung zum Team aufzubauen. Das dauert nun mal. Glauben Sie mir, einem alten Fux (momentan eher Schaf) wie mir, der schon alles im Trainergeschäft erlebt hat, kann man nichts mehr vor machen“, beruhigte er seine Bosse auf der kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Die nächsten Gegner sollten sich wahrscheinlich darauf einstellen, dass erneut die Heimspiele gewonnen und die Auswärtsspiele evtl. verloren werden.
Mit einem neuen Wappen ausgestattet erhofft sich der mongolische Steppenfürst, Pepeke Khan, neue Motivation für sein Team. Denn seine Jungs spielen zwar zu Hause konstant gut, aber auf fremden Plätzen bleibt man nach wie vor Punktelieferant. „Ich habe das Gefühl, dass meine Spieler sich ungerne aus ihrem gewohnten Umfeld wegbewegen. Ich beobachte häufig, dass sie Heimweh haben
und bei den Spielen unkonzentriert sind“, so die erste Analyse des Trainers. Ob er es schafft die Gedanken seiner Spieler schon beim nächsten Auswärtsspiel frei zu kriegen, warten wir gespannt ab. Dem Gegner wird es nicht anders gehen. Das Ziel für Dinamo Samarkand wird sein, einen internationalen Tabellenplatz zu erreichen. Und das geht nur wenn man auch fremde Stadien erobert.
Vom Trainerkollegen Eberle gut zusammengefasst, ließen sich die Beweggründe des Vereinswechsels in die Weiten der usbekischen Landschaft nachlesen. Ebenso erfreulich wie herzlich waren auch die Willkommensgrüße des als farblos geltenden Vereins aus dem unaussprechlichen Ort. Dessen Trainer, der seinerseits sowohl farblos als auch unkreativ seine Taktiken im kahl weißen Arztkittel an seine blassen Spieler weitergibt, erhofft sich beim Aufeinandertreffen farbenfrohe Ideen, die er seinen Trainerkollegen abgucken kann. Pepeke Khan,
der für seine Solidarität bekannt ist, wird ihm diesen Gefallen sicher nicht verwehren. Doch erwartet er natürlich eine Gegenleistung. Von den hausfräulichen Qualitäten Roquatoni´s ist man hierzulande umfassend informiert. Es wäre natürlich ein nettes Dankeschön, wenn der Fachtaktiker seine Kompetenzen auch in diesem Bereich unter Beweis stellen könnte. Eine Palette Perwoll sei ihm dabei gegönnt, um das farbenfrohe Trainingskostüm des Mongolen weiter in seinem Glanz erscheinen zu lassen.
In einer Nacht und Nebel Aktion wechselt der so treue „Japanliebhaber“ Pepeke Khan alias der Mongole, in die Weiten der asiatischen Wildnis. Wie kommt es, dass der sich für die japanische Qualität immer Stark machende Trainer nun selbst die Seiten wechselt? „Die Entscheidung war nicht einfach. Als ich zu Beginn der Saison erfuhr, dass die usbekische Liga eröffnet wird, bekam ich schon ein seltsames Magengefühl.
Nachdem ich dann mir die einzelnen Teams angeschaut hatte, verstärkte sich das Gefühl. Jedoch hing ich sehr an meinem Team und hatte zudem in Japan noch einige Rechnungen zu begleichen. Aber das Angebot aus Samarkand war einfach zu verlockend. Außerdem komme ich meiner eigentlichen Heimat hier viel näher“, so Pepeke Khan. Ob er seine einstigen (Miss)Erfolge hier wiederholen kann, hängt sehr vom Wohlwollen der Konkurrenz ab.
Das Fazit der letzten Saison zu Beginn der neuen Saison. Nach der so ziemlich (gefühlt) schlechtesten Saisonleistung seit seinem Copaeintritt, versucht der Mongole alles Geschehene der vergangenen Saison vergessen zu machen. Denn wenn die internationalen Ränge anpeilt werden, darf man den Speck der alten Saison nicht mit herumtragen, so ein altes japanisches Sprichwort. Somit sind die Ziele gesetzt. Und im Vergleich zu Ligakollege Powerkraut, traut sich der Mongole der gesamten
Konkurrenz die Stirn zu bieten. Was mag sich der Krautmann dabei gedacht haben? Die Erfolglosigkeit (die beste Platzierung in kurzer Vergangenheit war Platz 4) in der Ligatabelle ist durch den vermeindlichen Erfolg in der ewigen Tabelle nicht zu neutralisieren. Das sollte Herr Powerkraut eigentlich wissen. Schon gar nicht, wenn sich eh kein Schwein für so einen Fliegenschiss interessiert. Obwohl…eigentlich wäre es gar nicht so übel, wenn man selbst unter die Top Ten kommen könnte.
Sprechen wir über Ergebnisse, die Entwicklung in der Liga oder gar um die Katastrophe und die verunglückten Menschen hier zu Lande? Nichts dergleichen! Pepeke Khan, immer noch als der Mongole bekannt, möchte mit diesem Artikel seine Liebe zu der J-League gestehen. „Die J-League ist eines der Ligen, unter den Copaligen, wo Qualität und Kompetenz gleichermaßen aufeinander treffen. Zu der Qualität: Hier ist festzustellen, dass die Liga-Zeitung, es locker mit allen anderen Zeitungen des asiatischen Kontinents aufnehmen kann. Nur die Aussies vom unteren Teil der Erdkugel schreiben mehr. Aber dafür auf´m Kopf. Um das Ganze in Zahlen noch auszudrücken: Im Durchschnitt schreiben neun Trainer von Woche zu Woche ihre Artikel. Stellt man das ins Verhältnis, stellt das ein prozentuales Ergebnis von 50% dar.
Zu der Kompetenz (und somit zum Herzstueck): Hier brauchen wir uns vor niemandem zu
verstecken, denn allen voran können wir mit Copa-Urgestein und Vater aller Titel Nili Nil den Copaspieler schlecht hin anbieten. Auf seine Erfolge brauchen wir im Einzelnen nicht einzugehen, denn das würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Wirft man einen Blick in die Mitspielerliste, lassen sich unzählige Hochkaräter der Copawelt präsentieren, wie z.B. Powerkraut, dem derzeitigen Titelkandidaten Nr. 1, Wolfgang Lippert, der sich in kurzer Zeit einen Namen gemacht hat, Hama Shon (aber der ist bald weg, also nicht der Rede wert), KiMu, ein ehemaliger Meister, Emanuel Nakamura, dessen Qualitäten wir aus weiter Vergangenheit kennen, Bernd W. , der sich hier noch etwas bedeckt hält, Higgins, der gerade mit seinem Team im CL-Finale steht und gute Chancen hat zu gewinnen, und wer nicht noch alles…
Wer jetzt noch Zweifel an der Attraktivität dieser Liga hat, dem ist nicht mehr zu helfen!
Dieser Reihe (chronologisch geordnet) an Zeitungstiteln kann sich Pepeke Khan, seiner (erfolgreichen) Zeit, als der Mongole bekannt, anschließen. Was ist aus der damaligen Erfolgsmannschaft geworden? Wo ist das alte Selbstbewusstsein. Woche für Woche verfasst der Pressemitarbeiter des Vereins einen beklagenden Zeitungsartikel nach dem anderen. Und was bringts? Nichts, nada, null und notting (wie einst ein
lokal ansässiger Trainer zu sagen pflegte). Die Mannschaft steht unter starkem Druck, denn die Konkurrenz schläft nicht (mehr). Hinzu kommt dass das TK-Monster des Abstiegskampfs, Mito Holly Hock, einen Trainer angeheuert hat, der sogar Zeitungsartikel schreibt. Und? Fragen sich die anderen. „Nichts und, der Mann scheint engagiert und wird wahrscheinlich viel Zeit investieren“ so der Mongole.
Die Liga hat ein neues Gesicht bekommen. Einige (un)wichtige Trainer verließen das Land, wiederum andere kamen hinzu. Was bedeutet das nun für die Übrigen? Wahrscheinlich nichts. Denkt man im ersten Moment. Doch neue Besen kehren besser, sagt ein altes japanisches Sprichwort. Dies bedeutet wiederum, dass die alten Hasen im Lande, evtl. im Tabellenkeller landen (ausgenommen Nili Nil natürlich). Nicht das man das in Sendai seit den letzten beiden Durchläufe nicht gewohnt sei. Dennoch ist die Angst vorhanden, dass ein neues Zeitalter einbricht, auf das man nicht vorbereitet ist. Denn nichts fällt schwerer, als von einem „jüngeren“ Konkurrenten ersetzt zu werden.
Gott richtet seinen Blick ganz in Richtung Sendai. Obwohl die Lage immer noch sehr brenzlig ist, kann der Mongole mittlerweile etwas aufatmen. Denn nichts wäre schlimmer als ehemaliger Meister tatsächlich abzusteigen. „Hohn und Spott der Konkurrenz wäre uns in dem Fall sicher,“ so der mongolische Ex-Startrainer. Und emotional betrachtet, wäre es für den Steppenfürsten ein riesen Desaster in seiner Lieblingsliga zweitklassig spielen zu müssen. Während andere Trainer schadenfreudig ihren Senfpopo der Konkurrenz ins Gesicht halten und das sehr amüsant finden, bleibt dem Mongolen nur der Versuch am unteren Ende der Tabelle, frustriert den abfallenden Resten aus dem kleinen Spalt des chinesischen Wortakrobaten geschickt auszuweichen.
Das Geheule der vergangenen Woche an den lieben Gott, er möge ihm doch für diese Saison wieder den Klassenerhalt verschaffen, zeigt seine Wirkung. Die erste Hürde die Abstiegsplätze zu verlassen wurde genommen. Dank eines netten NMR`s eines noch netteren Kollegen, der zum richtigen Zeitpunkt hübsch mal verschlafen hat. Ob da nicht bereits höhere Mächte seine Finger im
Spiel hatten. Jetzt müsste der Allmächtige noch dem einen oder anderen Abstiegskandidaten die TK´s aus der Tasche ziehen. Der mittlerweile fromme Mongole spricht nun täglich vorm schlafen gehen seine Gebete, um sich nächste Saison erneut mit Asiens Elite messen zu können. Diesmal, und das wird versprochen, greifen wir wieder an. Wenn das mit dem Beten weiterhin so gut läuft.
Diese Saison ist wirklich brenzlig. Diesen Heimsieg hier, jenen Auswärtssieg dort. So geht es nun schon seit gefühlten fünf Stunden im Büro des Mongolen (ja ihr habt richtig gehört. Der Mongole ist in ein Büro gezogen, denn in einer derart prekären Situation, braucht er den Abstand von seiner Familie), der sich mit seinem Beraterstamm über die Taktiken der nächsten Wochen berät. Und so ganz will es nicht klappen. Die Schieberei mit den Toren will aufgrund der TK-Situation nicht so ganz funktionieren. Auf seinen Feldzügen in
Sommerpause hat Pepeke Khan vergessen genug Reserven mit einzupacken. Jetzt sitzt er da auf seinem beschämenden Tabellenplatz und muss von weit unten auf die oberen Plätze gucken, wie sich die Herren Shon, Higgins, Powerkraut etc. dem Luxus der Oddset Diskussion begeben, während er um die Existenz in der J-League fürchtet. Dabei hört man den normalerweise ungläubigen Mongolen vor sich hin sagen: „Lieber Gott, guck das ich noch einmal den Klassenerhalt hinkriege. Dann versprech ich Dir, dass ich nächste Saison keine Auswärtssiege einfahren werde.“
Weiß der Mann eigentlich was der da schreibt? Die Sätze scheinen zwar irgendwie Sinn zu ergeben, sogar der Nachfolgesatz baut auf den Vorgängersatz auf, aber dennoch muss man beim Lesen immer wieder auf den Anfang zurückkehren. So ähnlich wie beim Brettspiel mit der Gans und den Treppen. Dem kleinen Chinesen scheint sein Riesen-TK in den Kopf gestiegen zu sein. Kann man ihm auch nicht verdenken. Denn mit so viel Holz im Rucksack und einem aussichtsreichen Tabellenplatz, können die Gedanken auch mal mit einem durchgehen.
Ja sogar wirre Sätze sind gestattet. Diese scheinen auch nur auf den ersten Blick wirr. Denn liest man den Text ein zweites oder drittes Mal ergeben sie mit viel Mühe auch einen Sinn. Aber sportlich ist alles gut. Die Konkurrenten sind gefasst. Dem Eichhörnchen-Prinzen aus Kashiwa ist verständlicherweise mulmig zu Mute. Aber mit Platz 2 hat der Besagte ja genug Erfahrung. Das dürfte am Ende wohl auch nicht mehr schief gehen. Und für die eigenen Pläne macht sich der Ex-Meister und Vorzeige-Mongole vorerst keine Gedanken.
Der Mongole macht sein 356. Comeback. So hätte der Titel auch heißen können, doch was viel wichtiger und Besorgnis erregender erscheint, sind die Abwanderungsgedanken des kleinen Chinesen, der in depressiver Manier sich über die Zeitungslandschaft und Trist der hiesigen Liga beschwert . Eigentlich sollte er recht behalten, denn die verbalen Schlachten waren in der Vergangenheit das reinste Freudenwerk. Heute hingegen, kann die Zeitung der J-League auch
gut vorm Schlafen gehen gelesen werden. Aber was kann man dem Chinesen anbieten, damit er seine Meinung ändert? Viel wäre da wahrscheinlich nicht. Das einzige was anzubieten wäre, ist das der Mongole wieder seine ganze Zeit in sein Traineramt stecken (die Nebengeschäfte wieder im Lot sind) und sich erneut auf das Battle mit seinen Lieblingskollegen in seiner Lieblingsliga einlassen kann. Aber vielleicht wäre es ohne den Chinesen sowieso aufregender?
Auch in dieser Saison steht für den Mongolen die Liga Kopf. Statt auf den gewohnten Plätzen unter den ersten fünf, findet sich seine Truppe wie in der vergangenen Saison auf einem der unbeliebten Abstiegsplätze. „Das ist eine sehr nervenaufreibende Sache. Das ist ungefähr so als wenn der hässliche Chinese auf Stöckelschuhen und mit nur mit einem Mantel aus Eichhörnchenfell bekleidet am Trainingsgelände erscheint. Den Anblick will schließlich keiner sehen“, so der Vergleich des Mongolen. Damit die Bilder gleich aus den Köpfen des Trainers und der Spieler verschwinden, heißt es, so schnell wie möglich Siege einfahren und die Tabelle wieder hochklettern.