Euer kommender Gegner hat einen neuen Trainer, bedenkt dies bitte bei Eurer Zugabgabe. Wie jetzt neuer Trainer? Ich spiele doch gegen Gouna, hat denn der Leibnits heimlich still und leise einen Abflug gemacht? Jetzt, nachdem er nicht mehr Meister werden kann lässt er alles stehen und liegen und verduftet. Das sieht ihm ähnlich. Dabei wollte ich ihm mal so richtig die Bude vollhauen, verdient hätte er es ja. Was soll ich nun mit dieser Auskunft vom neuen Trainer anfangen. Soll ich nur die 1 setzen und plötzlich isser doch wieder da, weil alles nur ein Fake war? April April im Juni? Na ich weiß nicht so richtig, ich hab ja noch 24 Stunden Zeit.
Das neue Forumsquiz ist gestartet und was machen die Ägypter?
Sie gehen entweder ins Museum oder werden ständig ohnmächtig. Oder beides gleichzeitig. Nachdem die rechte Hand es leid ist ständig zu Museumsgängen vergewaltigt zu werden, ist sie kurzerhand in den Flieger gestiegen um in Europa an der 17. Quizstaffel mit zu helfen. Tippscheine müssen erstellt, adressiert, verschickt, wieder von der Post abgeholt und ausgewertet werden. Da kann man nicht ständig nur an seinen persönlichen Spaß denken. Ich hoffe, dass sich noch ein paar Ägypter beim Quiz beteiligen, zurzeit glänzen sie nämlich durch Abwesenheit, oder sind jetzt alle ohnmächtig geworden?
Das in der Schweiz ansässige Schiedsgericht CAS, hat den Verein Tanta FC auf Grund der sogenannten verschuldensunabhängigen Gefährdungshaftung, auch "strict liability“ genannt, wonach ein Verein für das Verhalten seiner Anhänger haftbar gemacht werden kann, obwohl dem Verein selbst kein Fehler nachgewiesen werden kann, von der Teilnahme am ägyptischen Pokal in der folgenden Saison ausgeschlossen. Was war passiert. Beim Endspiel des diesjährigen Pokals, warfen einige Zuschauer die unstrittig der Fanszene aus Tanta zuzuordnen sind
Gegenstände wie Bananen und Orangen aufs Spielfeld. Zusätzlich gaben einige Zuschauer dieser Fangruppierung rassistische Affenlaute von sich die offensichtlich gegen den Trainer von Ittihad Alexandria gerichtet waren. Trotz mehrfacher Aufforderung dieses zu unterlassen konnten sich einige sogenannte Fans von Tanta FC gar nicht mehr beruhigen und mussten mit Polizeigewalt abgeführt werden. Von Seiten des selbsternannten Startrainers Andi von H. kam bisher noch keine Stellungnahme. Das Urteil ist rechtskräftig, ein Einspruch oder Revision kann nicht zugelassen werden.
Ja, ich gebe zu in meinem Leben schon mal in Kairo gewesen zu sein, ja ich gebe auch zu in meinem Leben schon mal in einem Taxi gesessen und ein Museum besucht zu haben. Das ist aber auch schon alles was ich zugebe. Ich verwahre mich dagegen, wenn mich jemand mit Herrn Schmidt und einem Taxi, einem Museum und Kairo in Verbindung bringt. Jeder der etwas anderes behauptet oder/und veröffentlicht ist ein Lügner und wird im Wiederholungsfalle von meinen
Anwälten auf Unterlassung verklagt. Schon der Satz ich, also die rechte Hand hätte die Taxirechnung bezahlt, überführt das ganze ja als Absurdum. Ich habe noch nie in irgendeiner Stadt irgendeine Taxirechnung bezahlt. Äh Mist, das wollte ich so eigentlich gar nicht sagen, ich meinte ich habe das Geld für die Taxirechnungen immer später überwiesen. Oder so ähnlich. Ach man, was hab ich denn da wieder geschrieben?
Ja, endlich Halbzeit bei Copa. Zeit sich mal zurück zu lehnen und aus dem Fenster zu schauen. Herrliche Abendsonne, grüne Wiesen und dazwischen weise, braune und schwarze Rindviecher. Man haben die ein Leben, den ganzen Tag auf der Wiese rum liegen, fressen, fressen und fressen. Dazwischen ab und zu mal pupsen, aufstehen, auf eine andere Kuh springen und wieder hinlegen. So ein Rindvieh muss sich nicht um TK
und ZAT kümmern, oder um Taktik, Pokale, Quiz oder Awards. Auch nicht um Vertreter an der Wohnungstür, Anrufe von Callcentern oder gar Smartphones und Flatrates. Hat so ein Rindvieh nicht ein riesen Glück? Glück hat auch Aswan, dass es am ersten Rückrundenspieltag zu Hause gegen mich spielt und ich nicht mehr viel TK habe. Bitte, dann werden se eben Meister, kann ich doch nichts dafür.
ich bin bzw. war die rechte Hand der Königin Chentkaus. Und nach dem frühen Tode des Pharaos Schepseskaf hatte ich als rechte Hand natürlich sehr viel zu tun. Ihr wisst schon was ich meine. Und da die Körperpflege damals bei der herrschenden Kaste noch arg zu wünschen übrig ließ war das nicht immer ein „Zuckerschlecken“. Ja eigentlich sollte es nicht so schnell rauskommen, dass ich schon sooo alt und sooo lange unterwegs bin. Ja ich war es auch, der damals den Fußball in das Grab des Pharao Psammetich des III. gelegt hatte. Es sollte nur ein Spaß sein, aber Jahrtausende später stritten sich die Gelehrten darüber, ob das alte Farmhaus bei Lesser Hampten oder eben doch der Gounaesische Sportpalast das älteste Gebäude der Fußballhistorie war. Das ist doch lustig. Ja ich war es auch, der damals Jesus Christus aus seiner Grabkammer befreit hat. Das Leichentuch, das jetzt in Turin herumliegt ist übrigens nicht von ihm.
Auch war ich es, der Karl Marx damals überredete sein manifest zu schreiben, ohne mich hätte der doch keine 5 Seiten voll bekommen. Aber es waren nicht immer nur gute Zeiten. Manchmal musste ich auch schnell verschwinden und mir an einem neuen Ort eine neue Identität verschaffen. Das alles schaffte ich nur mit Hilfe einer kleinen Dose, die ich immer bei mir trage und in die ich nur hineinblicken muss schon bin ich an einem anderen Ort zu einer andern Zeit. Leider konnte ich sämtliche Kriege und Hungersnöte nicht verhindern, denn ich darf ja nicht in die Geschichte eingreifen. Das ergäbe ja dann ein Paradoxon, das wisst ihr ja selber. Nun bin ich wieder hier in Mansoura gelandet, in Ägypten wo ich vor vielen tausend Jahren schon mal war. ich hoffe nicht, das die wilden Träume des Herrn Schmidt alles durcheinander bringen und ich mir wieder eine neue Bleibe suchen muss. Zur Not wäre ich zu einem großen Opfer bereit. Wie wäre es denn mit Andi von Hideta? Der brennt sicher gut.
… doch zuerst der Hinweis an alle, die mir nachphishen oder weiterhin den "Schmidt" retten möchten, beim Surfen in Ägypten ist natürlich die Länderendung .eg anzuhängen.
So, neulich, als ich wieder mal in der Nähe des Gounaesischen Sportpalastes, genauer gesagt unter ihm, also im Keller, im Trüben fischte, stieß ich auf einen Hinweis aus alten Zeiten. Beim Suchen nach evtl. vorhandenen Trainingsplänen oder taktischen Aufzeichnungen meines lieben Freundes Silvan Leibnits entdeckte ich, ganz hinten, in einer Ecke, unter ein paar weggeworfenen leeren Duschbadbehältnissen eine Dose. Zuerst dachte ich es wäre die Dose der Camorra und wollte sie gar nicht öffnen, aber dann wurde die Neugier doch zu groß. Ich kniff die Augen zusammen und drehte den Deckel ab und hielt die Öffnung weit von mir, doch es kam kein Lichtblitz aus der Dose, auch saugte sie nicht den Inhalt des Gounaesischen Sportpalastes in sich hinein. So konnte ich meine Angst besiegen und schaute in die Dose, darin klebte ein kleiner vergilbter Zettel aus echtem
unterägyptischem Papyrus. Mein Ägyptisch ist nicht das Beste, denn ich bin ja erst ein paar Jahre hier, aber so viel konnte ich entziffern. Ein paar hoch angesehene Gelehrte aus alten Zeiten, es muss so 500 vor Christus gewesen sein, stritten sich über die Frage, ob sie dem soeben verstorbenen Pharao Psammetich dem III. einen weißen Ball mit schwarzen Flecken oder einen in Gänze braunen Fußball als Beigabe mit in sein Grab legen sollten. Wie sie sich nun entschieden haben, damals vor 2500 Jahren konnte ich leider nicht entziffern, ist ja auch zweitranging. Aber damit ist eindeutig der Beweis erbracht, dass der Gounaesische Sportpalast das älteste noch erhaltene Fußballbauwerk der Welt ist, und nicht das alte Farmhaus bei Lesser Hampden. Ich bitte die Wikipediafachleute unter Euch das zu beachten und das Wikipedia daraufhin zu vervollständigen. Vielleicht sollte ich dieses alte Papyrusschriftstück an Vlad Count van Lezz weiterleiten, ich steckte es vorsichtshalber erst mal ein. Und auch die Dose könnte man doch für 2,50 noch auf dem Trödelmarkt verkaufen.
… unter dieser Adresse können sich in den nächsten 4 Wochen alle ägyptischen Trainer melden, die mithelfen wollen den Trainer aus Alexandria zu befreien. Zu befreien aus seiner inneren Gefangenheit. Auf Deutsch gesagt, wir müssen ihn nur mal so richtig erschrecken und ihm geht’s wieder gut. Ob es eine tote Oma mit Sauerkraut und Kartoffelbrei ist oder andere Leckereien wie rohe Leber, die aus dem Mundwinkel heraus hängt sei
Euch überlassen. Ich zum Beispiel hatte die Idee mit der kleinen Schachtel, in deren Boden man ein Loch hinein bohrt. Durch dieses Loch steckt man seinen Daumen der linken Hand und spritzt nochn bissel Ketchup drum herum. Dann klingelt man bei Herrn Schmidt an der Tür, und wenn er öffnet sagt man „Tach Post“ und streckt ihm die linke Hand mit dem vermeintlichen Paket entgegen. Also wenn er da nicht geheilt wird, also ich weiß ja nich.
… beim Trainer von Mansoura festgestellt. Alles fing ganz normal und harmlos an. Die Arbeitskollegen wollten mal wandern gehen, wer könnte denn sowas organisieren. Ich ich ich meldete sich die rechte Hand, das war vor 3 Wochen. Da war sie noch gesund. Die Strecke war schnell ausgesucht und 2 x abgewandert. Dazu noch Kneipe und Aussichtspunkte ausgewählt. Unterdessen sucht man einen, der den 50. Geburtstag eines Kollegen vorbereiten könnte. Das kannst du doch auch gleich machen, du machst das doch immer so schön. Also Sammelliste ausgedruckt, Klingelbecher genommen und von Kollege zu Kollege gezogen und um 3,- € Spende gebettelt. Gutschein gekauft, Geburtstagskarte gebastelt, wieder von Kollege zu Kollege gezogen und Unterschriften eingeholt. Wandern ist morgen
Geburtstag übermorgen, heute war Erholung angesagt, außer Zeitungsartikel schreiben und abends Fußballtraining. Dazwischen immer noch 8 Stunden fleißig arbeiten und bei Hattrick und Copa die Mannschaften am spielen halten. Jetzt komm ich nach Hause, ist das Kinderzimmer ausgeräumt und ein Haufen (sind doch bloß 15m²) Laminat liegt vor der Tür. Ich glaub ich drehe durch. Jetzt sitze ich hier und täusche ein Posttraumatisches Belastungssyndrom vor, dazu noch Migräne und Heuschnupfen. Die Alte kann doch ihr scheiß Laminat mit dem Balg alleene verlegen. Sieht sowieso doof aus und in 4 Wochen reiß ich alles wieder raus und machs ordentlich. Was? Ja ja, ich nehme meine Tabletten schon, keine Angst, und ja mit Tee und nicht mit Bier.
… ja es hat etwas gedauert bis das amtliche Endergebnis der UNO-Sondersitzung feststand. Die Delegierten sind sicherlich eingeschlafen, da sie dem Stier zu lange in die Augen geschaut haben. Plötzlich wurde ihnen allen schummrig vor Augen und sie fielen alle um. Teilweise lagen sie neben- ja sogar übereinander. Ein gewisser Christian S. Schmidt trat hinter einem drehbaren Spiegel hervor und steckte jedem der 192 Delegierten einen kleinen Zettel in die Sakkotasche. Als diese schließlich und endlich
nach 12 Stunden Schlaf wieder aufwachten und sich verdutzt anschauten, waren Stier, Spiegel und Schmidt nicht mehr da. Als Ban-Ki-Moon zur Abstimmung aufforderte, griffen alle Delegierten wie von Geisterhand gelenkt in ihre Sakkotasche und fanden einen kleinen Zettel auf dem Stand: „Frühlingsanfang auch im nächsten Jahr am 20. März“. Der lange Winter in diesem Jahr bleibt eine Ausnahme und ab nächsten Jahr wird es wieder ein bissel eher Frühling, ganz egal, was im Kalender steht.
192 Vertreter aus 193 Staaten trafen sich am Wochenende in Berlin um über das Ausbleiben des diesjährigen Frühlings und die damit verbundene beabsichtigte Verschiebung des Frühlingsanfanges zu beraten. Start der Debatte war Ostersonntag 10:00 Uhr in der o2- world. Generalsekretär Ban Ki-Moon ermahnte alle Redner zur Einhaltung ihrer Redezeit von genau 2 min. Bei 192 Rednern (der Heilige Stuhl blieb leer) waren fast 6,5 Stunden an Redebeiträgen vorgesehen. Erster Redner war der gesandte aus Afghanistan. Der Vertreter Zyperns sollte den Schluss machen. Bereits als 2. Redner trat Scheich Hosni ben hosni al Hotserak ans Rednerpult und betitelte mit Andi von Hideta den Trainer von Tanta als Schuldigen am Ausbleiben des Frühlings. Seit er in der ägyptischen Liga weilte, sei es nicht mehr warm geworden. Er wollte gerade die Beweiskette seiner Aussage schließen, da klopfte Ban Ki-Moon mit dem Hammer aufs Pult, die 2 Minuten waren um. So ging es nun 6 Stunden weiter. Nordkorea und Südkorea bezichtigten sich gegenseitig Schuld am Verschwinden der lauwarmen Jahreszeit zu sein. Palästina bezichtigte die Juden und Israel die Araber. Chile, Brasilien und
Argentinien einigten sich darauf, dass die USA Schuld sei am Ausbleiben des Frühlings und verlangten Schadenersatz von Barak Obama in Form von Flugabwehrraketen. Der Großteil der Staatengemeinde war sich jedoch einig, dass nur China Schuld sein kann, dass es draußen nicht wärmer wird, da aufgrund ihrer stetig steigenden Bevölkerungszahlen ein Mehrverbrauch an Frühlingstagen vom letzten Jahr nachgewiesen werden konnte. Der russische Vertreter bestand darauf, dass nur die Punkband Pussy Riot Schuld sein kann am Ausbleiben des Frühlings und rief anschließend umgehend in Moskau an um weitere Verhaftungen vornehmen zu lassen. Alle redner dieser Erde wußten angeblich ganz genau wer Schuld am Dauerwinter 20012/13 war, doch immer wenn sie ihre Anschuldigungen erläutern wollten, bzw. gar Vorschläge zum Beenden des Winters machen wollten, war ihre Redezeit um. Sie drehten sich im Kreise. Pünktlich um 16:30 Uhr mit Beginn der Pause trat die Band Katrina and the Waves mit ihrem Hit „Walking on Sunshine“ auf und draußen begann es zu schneien. Hier muss ich die Berichterstattung leider unterbrechen, denn meine Sendezeit ist zu Ende.
Normalerweise heißt man neue Trainer in Ägypten herzlich willkommen und veranstaltet ihnen zu Ehren ein großes Fest. Normalerweise. Aber seit einiger Zeit treibt es zwielichtige Gestalten nach Ägypten. War es im letzten Jahr ein selbsternannter Adliger, der dachte wenn er irgendwie den Namen des Barons Silvan von Leibnits kopiert, dann kann er auch seinen gewonnenen Ruhm und seine Meisterschaften kopieren. So ist es in diesem Jahr ein gewisser Mr. Smith. Kaum in Kairo angekommen verlässt ein langjähriger Trainer, Torstey, Hals über Kopf seinen Verein und wandert nach Amerika aus. Kurz zuvor erzählte jener
Mr. Smith, dass er am Flughafen ein Taxi heran gewunken hätte, und wenig später sei er durch Kairo spaziert, um sich ein Museum anzuschauen. Dabei weiß jeder, der schon einmal in Ägypten war, dass man Taxifahrer nicht heranwinken muss, die verfolgen einen auf Schritt und Tritt. Auch kann man nicht durch Kairo spazieren ohne 100 bettelnde Kinder am Rock zu haben, so dass man sich schließlich nur in ein, zufällig, wartendes Taxi flüchten kann. Wer ist dieser geheimnisvolle Mister Schmidt? ist er der Boss von Hideta und will zu Ende bringen, was dieser ein Jahr lang vorbereitet hat? Oder ist er der neue Pharao?
Könnte mal jemand dem neuen Trainer von Tantra "Bescheid" sagen, dass die Meisterschaft nach 26 Spieltagen zu Ende ist und nicht schon nach 24? Oder wenigstens dass nicht mehr genug TK übrig ist, wenn mann auswärts ne 6 setzt? Aber macht nix so kann er wenigsten seinen Enkeln in 30 Jahren von dem Superspiel vorschwärmen damals in Ägypten. "Jo mein Kleiner, ich bin zwar nie Meister geworden, damals in Ägypten, dazu hats leider nie gereicht, aber ich habe diese Supermannschaft als Mansoura damals vom 8. auf den 9. Platz gebombt, das waren noch Zeiten".
Ansonsten wünsch ich dem neuen Meister schon mal alles gute, im Falle, dass wir uns nicht mehr wiedersehen.
Jeder von uns weiß ja, dass der kleine Silvan seit Kindesbeinen an, ein Lederhosenfan ist. Ein Münchner durch und durch. Natürlich kennen wir hier unten in Ägypten diese großartige Münchner Mannschaft. Wir haben schon viel Gutes von ihr gehört, und deshalb haben wir in einer Metzgerei eine alte Ziegenhaut erstanden und die in einer Gerberei zu Leder machen lassen. Daraus hat meine Oma eine fesche Lederhose für den Baron von Leibnits genäht, die wir ihm beim nächsten Auswärtsspiel in Gouna höchstpersönlich überstreifen wollen. Da wird sich der kleine Silvan aber freuen, und eine Autogrammkarte vom Ulli ist auch noch mit dabei. Na servus.
Selbstanzeige:
Ja ich gebe es zu, ich habe jahrelang gemogelt und mir dadurch einen unlauteren Vorteil gegenüber den anderen ägyptischen Teams verschafft. Warum man sowas tut, obwohl man ja eigentlich ein erwachsener Mensch ist, kann ich nicht genau sagen, es hat mich verlockt, ich wollte endlich auch einmal oder zweimal oder dreimal Meister werden. Wenn’s dann endlich geklappt hat, kann man nicht mehr aufhören. Die Sucht nach Meistertiteln und Anerkennung war einfach zu groß. Man könnte denken ein zweites Ich wohnt in mir und kommt manchmal raus. Aber nun nagt der Zweifel in und an mir, ob ich denn da wieder heil rauskomme. Am schlimmsten war für mich das Schreiben von zwei Zeitungsartikeln jede Woche, wo ich mich auch noch selber beschimpfen musste, damit keiner Wind von der ganzen Sache bekommt. Manchmal hat auch ein Mädchen, nämlich meine Frau einen Artikel beigesteuert, aber meistens war
es mein zweites Ich. So, jetzt wollen wir mal die Katze aus dem Sack lassen. Die zweite Mannschaft, die ich seit Jahren trainiere ist El Gouna FC. Ja ich gebe zu, das verwirrt Euch bestimmt ganz schön. Mehrmals ließ ich Gouna 1:2 oder 0:1 gewinnen, damit mit der Meisterschaft ja nichts schief geht. Nur einmal vor zwei Jahren gewann ich mit Mansoura 6:3 damit Keiner Verdacht schöpft. Ach als ich mit Gouna am Tabellenende war, das war alles nur gespielt, Ihr müsst aber zugeben, dass das wie echt aussah. Bis Saisonende will ich eigentlich so weitermachen, und dann werde ich nach Amerika gehen, um Euch nicht mehr zu belasten. Morgen wird sicher wieder ein Zeitungsartikel meiner Frau bei Gouna FC erscheinen, worin steht, dass alles nicht stimmt, aber glaubt ihr nicht, die alte hat ne Macke. Silvan Leibnits ist meine Frau, manchmal mein zweites Ich, auf jeden Fall meine bessere Hälfte.
Ich bitte Euch um Verzeihung.
Nachdem Kriminelle aus Tanta das Unikat des Leibnits´schen Kekses in Gouna gestohlen hatten, in der Liga bei Tanta das TK verschwunden ist und im ägyptischen Pokal bei Zamalek und Mansoura das Torverhältnis durcheinander gewirbelt worden ist, steht man in Tanta nun am Scheideweg. Ein Großteil der ägyptischen Liga meint es reicht. Will Tanta mit seinen gewaltbereiten „Fans“ weiterhin die friedliche Koexistenz aller Fußballmannschaften in Ägypten gefährden?
Oder besinnt man sich auf einen guten Weg, gibt klein bei und huscht wieder auf Platz 12, wo es hingehört? Als erste Maßnahme der Ligaleitung wurde beschlossen, dass Tanta ohne seine „Fans“ nach Mansoura reisen darf. Über eine finanzielle Entschädigung würde sich Mansoura sehr freuen, ist aber nicht Bedingung. Hauptsache es geht nichts kaputt. Einen Fanbeauftragten könnte man in Tanta auch endlich mal einstellen, sowas haben andere Clubs in Ägypten schon seit Jahren.