Die ägyptische Premierleague ist derzeit in 3 große Gruppen unterteilt. Die Spitzengruppe, sei reicht von Platz 1 bis 9. Die Mannschaften in der Spitzengruppe sind nur durch ganze 3, in Worten drei, Punkte von einander getrennt. Ein Sieg mehr und man ist Spitzenreiter, ein Sieg weniger und man ist Verfolger. Aber immer noch ein wenig besser als die Mannschaften im Mittelfeld der Tabelle, das von Platz 10 bis 13 reicht und deren Mannschaften auch nur durch 3 Punkte getrennt werden. Sie liegen auf der Lauer um in die Spitzengruppe vor zu stoßen und diese zu vergrößern. Aber sie sind immer noch besser als die dritte Gruppe der ägyptischen Prem. Die 3. Gruppe reicht von Platz 14 bis eigentlich nur Platz 14 und wird gebildet von El Gouna. Kann ein einziges Team eigentlich eine Gruppe bilden? Egal, El Gouna liegt einsam und allein mit ganzen 3 Punkten am Tabellenende und bildet die Abstiegsgruppe. Fast so als wolle kein anderer mit El Gouna spielen, wie ein aussätziges Kind.
Da kann der Trainer Herr
Leibnits noch froh sein, dass er nicht mehr im Mittelalter lebt, denn da wäre er einsam und allein an den Rand der Stadt geführt worden, und hätte dort auf seine letzten Stunden gewartet.
Ein Auszug aus dem Requiem an einen aussätzigen Jüngling: Nach einem strengen Ritual wurde für den Aussätzigen in Gegenwart der Gemeinde ein Requiem gelesen, wobei in manchen Gegenden der Aussätzige während der Messe auf der Totenbahre zugedeckt mit dem schwarzen Leichentuch lag. In Trier begleitete der Geistliche den Aussätzigen zur Leproserie (= das Leprahospital außerhalb der Stadt) und las ihm dann die für die Leprosen geltenden Vorschriften vor: Es ist dir verboten, jemals in die Kirchen, auf den Markt, in die Mühle, an den Backofen und in die Volksversammlungen zu gehen.
Da kann Herr Leibnits ja von Glück reden, dass wir in der heutigen Zeit so tolerant sind und ihn noch in unserer Mitte dulden. Aber damit ist bald Schluss, dann geht’s ab, in die 2.Liga.
Rating-Agenturen bewerten die Bonität von Firmen, Staaten und Finanzprodukten - mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Märkte und Tabellen. Nachdem die Ratingagentur Standard & Poor's im letzten Monat einige europäische Staaten und Unternehmen zurückstufte erwischte es nun im neuen Jahr El Gouna, dass als erstes Wirtschaftsunternehmen Ägyptens, seine Topbonität der letzten Jahre einbühste. Beim verschwenderischen und wenig Weitblick zeigenden Geschäftsgebaren der letzten Jahre aber auch keine Überraschung für alle Restägypter. So nahm man bei El Gouna in den letzten Jahren einen Kredit nach dem anderen auf, um den aufgeblähten Kader mit seinem nimmer satten Trainer finanzieren zu können. Nur um ein- oder zweimal die Meisterschaft zu erringen, wurde auf Teufel komm raus in neue Spieler und Trainerteams investiert. Die
eigene Nachwuchsarbeit wurde völlig auser Acht gelassen. Nun sind die Legionäre alle etwas älter und am Rande ihres Leistungsvermögens angekommen. Verkaufen kann man sie nicht mehr, denn keiner will sie, vom Trainer kommen auch keine neuen Synergieeffekte mehr, denn der ist ausgelaugt. Neue Kredite, die wiederum neue Spieler ermöglichen würden gewährt man diesem Unternehmen, zu Recht, nicht mehr, oder nur zu horrenden Zinsforderungen. Doch wie soll man so die Kreditlast der letzten Jahre abbauen und zusätzlich noch sportliche Erfolge einfahren? Ein Teufelskreis, in dem sich El Gouna und nicht zuletzt Silvan Leibnits bewegt. Am besten für El Gouna, Silvan Leibnits und die gesamte ägyptische Fußballlandschaft wäre eine geordnete Insolvenz von El Gouna und der Neubeginn in der 3. Ägyptischen Liga ab der nächsten Saison.
das Gespenst der Orthografielosigkeit .
Oder anders formuliert, der Fascetti ist tot, es lebe Fascetti. Als wäre er nie weg gegangen, so als würde Fascettis Geist immer noch durch die Katakomben von Alexandria irren. Was solls? Nobody is perfekt.
Was mir derzeit mehr Sorgen bereitet ist der Internetzugang. Wieso haben einige Trainer in Ägypten mehr Zugang als andere? Wieso zum Beispiel kam Mister Archibald Mo auf die Idee am letzten ZAT eine 6 zu setzen? Und wieso habe ich letzten Freitag nicht bemerkt, dass dieser Monteur in seiner schönen blauen Uniform, der in meinem Erdgeschoß herumbastelte, eben jenem Archibald Mo wie aus dem Gesicht geschnitten schien. Zuerst dachte ich er
wäre einer dieser Prospektverteiler, die immer ihre übrig gebliebenen Werbeblätter in meinen Keller schütten und wollte ihn schon vom Hof jagen. Von den Zeugen Jehovas konnte er auch nicht sein, denn er hatte nicht mal an meiner Tür geklingelt. Als er aber dann so an den Telefonleitungen herumbastelte, dachte ich es wird wohl dieser lang vermisste Mitarbeiter (Techniker) von Telecolumbus sein. Aber nein, er hat schlicht und einfach meine Leitung angezapft um mein Setzverhalten auszuspähen. Nennt man so etwas nicht Scimming? Und ist so etwas nicht verboten?
Was ist sonst noch so passiert unter der Woche? Nichts weiter, ach so, El Gouna ist Letzter. Naja gut, das ist ja nicht der Rede wert.
Auf der Suche nach Telecolumbus und warum Baron Leibnits jedes Jahr Meister wird, weilte die rechte Hand letzte Woche zum Schnorcheln in Gouna. Bereits Anfang Dezember angemeldet, hat der 12. Callcentermitarbeiter nun bemerkt, dass die vorhergehenden 11 Mitarbeiter ein Häkchen an die falsche Stelle gemacht haben und der Befehl an den Techniker nie raus gegangen ist, uns eine neue Multimediadose zu installieren. Aha, nun wird alles besser. Ich hoffe nicht, dass nächste Woche der 13. Callcentermitarbeiter angerufen werden muss. Als ich so in Gouna herum schnorchelte, fielen mir im Keller des Leibnitschen Trainingsgebäudes einige kleine graue Kästen mit grünen Lämpchen
auf, die an der Wand montiert waren und von denen einige Kabel nach oben führten. Sollten das die Router von El Gouna sein oder gar solche neumodischen Multimediadosen? Wieso hat der sowas schon und ich warte so lange? Als ich dann hier und da an den Drähten rumzupfte gingen einige grüne Lämpchen aus. Ich hoffe nicht dass da irgendwas kaputt gegangen ist. Aber ich konnte in diesem Keller sogar mein Laptop anschließen und die Leibnitschen Trainingspläne herunter laden. In der Hitze des Gefechts, oder sagen wir auf der Flucht habe ich dann wohl vergessen alle Kabel wieder richtig rein zu stecken. Aber ich kann Dir gerne den Techniker von Telecolumbus vorbei schicken.
An dieser Stelle möchte ich Baron Silvan von Leibnits zu seiner Titelverteidigung gratulieren und mich für die herzallerliebste Einladung bedanken, die da lautete, 1 Woche Urlaub in El Gouna auf seine Kosten zu verbringen. Gerade erst aus Sambia zurück gekommen, packte ich den Koffer gar nicht erst aus und reiste gleich weiter. Im Prospekt stand:
Der Ägypten Urlaub nach El Gouna kann entweder als Ausklang einer Studien- oder Rundreise mit anschließender Erholung am Roten
Meer oder als langfristigen Aufenthalt für z.B. einem Bade Ägypen Urlaub oder einem Tauchurlaub mit der Familie gewählt werden. El Gouna liegt an einem der schönsten Plätze am Roten Meer. Das Rote Meer ist bekannt für sein angenehm trockenes, warmes Klima und für seinen tropischen Fischreichtum. Wer seinen Ägypten Urlaub am Roten Meer verbringt, sollte unbedingt das Tauchen oder Schnorcheln ausprobieren.
Na dann schnorcheln wir doch mal ein bisschen in El Gouna.
Die Saison ist gelaufen, das Saisonziel erreicht, der Urlaubszug für den letzten Zat ist getätigt, was bleibt da anderes übrig als ein bisschen Sonnenklar.tv zu gucken. 1 Woche Lusaka AI im 3 ½ Sterne Hotel für 399.- €. Billiger geht’s ja nun wirklich nicht. Schnell im Internet nachgeschaut, ob da jetzt Sommer ist, (siehe unten) die Lederhose eingepackt und schwups zum Flughafen. Das ist die Gelegenheit ein paar alte Freunde zu besuchen. Angekommen am Lusaka-International-Airport gleich erst mal die neueste Ausgabe vom Zambezi-Inquisitor besorgt, und verschlungen. Ach der Kalle schafft es ja wieder nicht in den internationalen Wettbewerb. Hi
hi. Der Markert und der Hexer steigen ab, das tut mir aber leid, und wer wird Meister, was der Popi? Na das hätte ich nicht gedacht. Wollte mich auf diesem Wege noch bei Andi entschuldigen, dass ich ihn so zeitig ausm Pokal geworfen habe, ging leider nicht anders. Meine Taktik ist auf Jahre voraus berechnet, da kamst du zur falschen Zeit an den falschen Ort. So, jetzt geht’s ins Hotel, in einer Stunde hab ich meine erste Massage, da muss ich pünktlich sein. By.
(Übernommen aus www.wetter.com, bei Eingabe Lusaka erscheint folgende Antwort: Das aktuelle Wetter 08.12.2011, 15:22 Uhr, 29.2°C, wolkig, 1.62 km/h Nordwind. )
Neulich, als ich auf dem Dachboden meiner ägyptischen Nobelholzhütte nach einem geeigneten Karton für die Weihnachtsgeschenke die ich verschicken wollte suchte, fiel mir ein altes Röhrenradio aus der Nachkriegszeit in die Hände. Etwas verdreckt, und technisch nicht mehr ganz in Ordnung, machte ich mich sofort an die Reparatur, um dem Kasten doch noch irgendwelche Töne zu entlocken. Löten und Basteln hatte man ja in der Schule gelernt. Die Nadel für die Sendereinstellung musste neu befestigt, eine Röhre getauscht und eine Spule neu gewickelt werden. Alles in allem eine Arbeit von 2 – 3 Stunden. Voller Vorfreude steckte ich „der Gerät“ in die
dafür vorgesehen Dose und stellte den Zeiger auf Radio Gouna - die Urlaubswelle. Dann drückte ich auf „AN“ und wartete bis sich „der Gerät“ erwärmt hatte. Als sich die Rauchwolken verzogen und der Dreck wieder gelegt hatte hörte ich neben Knarren und Knacksen ganz leise im Hintergrund folgende Meldung: „Bot gowerit Towarisch Radomskie“. Towarisch Radomskie? Hier in Ägypten? Hatten die Russen etwa Ägypten übernommen und stellten nun den neuen Präsidenten? Oder war etwa Gazprom beim FC Gouna eingestiegen? Alles sehr seltsam, und das kurz vor Weihnachten, ich werde wohl über Nacht mal das Licht anlassen müssen.
Nicht nur in Kairo, auch in anderen Städten Ägyptens hat es Proteste gegen den Militärrat gegeben. Zurzeit ist es auf dem Tahrir-Platz aber ruhig. In einer Erklärung entschuldigten sich die Generäle für die Gewalt. Dass es in den vergangenen Tagen Tote gegeben habe, sei bedauerlich.
Die Proteste richten sich aber nicht gegen den in Mansoura neu eröffneten und mit Westartikeln reichlich gefüllten Konsummarkt. Auch dass Baladiyyat Al-Mehalla ohne eigene Zeitungsartikel zu veröffentlichen seit Wochen auf Platz1 der ägyptischen Fußballliga thront ist dem 0815-Ägypter egal. Gänzlich kalt lässt ihn die abermalige Titelverteidigung der Balljungens aus Gouna. Was die Ägypter so in
Rage bringt scheint die Einsetzung des redegewandten Eugenio Fascetti als ägyptischer Präsident, durch den Militärrat, zu sein. Pläne dafür tauchten unlängst in den USA auf und wurden durch Wiki-Leaks via Internet in aller Welt verbreitet. Ohne das ägyptische Volk zu befragen soll ein Mann als Präsident eingesetzt werden, der außer Kauderwelsch über keine einzige andere Fremdsprache verfügt. Wie soll er sich seinen neuen ägyptischen Untertanen verständlich machen? Wie will er die Probleme im Land, außerhalb Mansouras, lösen? In Mansoura herrscht dagegen Ruhe, unlängst wurde die rechte Hand als Bürgermeister für die nächsten 3 Jahre im Amt bestätigt.
Advent, Advent ein Lichtlein brennt, der Kunde in den Konsum rennt.
Pünktlich zur Vorweihnachtszeit beginnt der Konsum in Mansoura sein Sortiment von Badesachen auf Weihnachtsleckereien umzustellen. Die Regale sind schon bunt und gut bestückt. Überall stehen Schokoladenleibnitse herum. Fascettis mit roten Nasen ziehen mit Geschenkattrappen überladene Schlitten. Von den Decken baumeln Zucker- und Nougatklappspaten herunter. Ratzevolle Ginobili-Pralinen gefüllt mit Whiskey der Marke Torstey™ sind der absolute Verkaufsrenner. 100 Gramm
Trüffelschokolade in dekorativer Surferausführung gibt’s schon für 8,99 ägyptische Dschunaih. Adventskalender mit Motiven von Archiebald Mo, Jolebeau und dem 20-er Flo werden wohl der Ladenhüter bleiben, auch wenn man sie am 30. Dezember auf 99 Piaster heruntersetzt. Alle Kinder bekommen beim Verlassen des Einkaufstempels einen vergoldeten TSG-ler. Ansonsten graut den Konsumenten vor Nix, nicht mal dass sie an der Kasse in Jen bezahlen müssen. Die rechte Hand putzt derweil auf dem Parkplatz die Frontscheiben der Familienkutschen. Ist sie nicht herrlich diese Adventszeit?
… ist es noch lange nicht dasselbe. Das musste ich erst am letzten ZAT erfahren, als ich ein 2 gegen Gazel al mahala setzte um so möglichst mit geringem Aufwand an einen 3-er zu kommen. Wehtun wollte ich ihm damit nicht. Er setzte aber auch ein 2 und tat mir damit ziemlich weh. Nun kann ich meine leise gehegten Meisterschaftsträume endgültig ad acta legen. Wenn Fascetti und ich zur Feder greifen ist es zwar das gleiche, aber noch lange nicht dasselbe was da hinten rauskommt, aber darüber wurde ja schon oft gesprochen. Und wenn in Gouna der Computer eingeschaltet wird, so passiert das nur um den Mitspieler auszukundschaften, in Not zu bringen, ja zu Hacken sozusagen. Das hätte ich nun
nicht erwartet.
Da passt doch die Geschichte von den zwei Tauchern sehr gut, die ich unlängst gelesen habe. Sie tun auch das gleiche, aber es kommt nicht dasselbe dabei heraus.
In sieben Meter Tiefe bemerkt ein Taucher einen anderen, der in der gleichen Tiefe ohne Taucherausrüstung unterwegs ist. Der Taucher geht sechs Meter tiefer, wenige Minuten später ist auch der andere da. Als der nach weiteren neun Metern wieder zur Stelle ist, nimmt der Taucher eine Tafel und schreibt mit wasserfester Kreide: "Wie zum Teufel schaffst du es, in dieser Tiefe so lange ohne Taucherausrüstung zu bleiben?" Der andere kritzelt mit letzter Kraft auf die Tafel: "Ich ertrinke, du Trottel!"
Heute Morgen zwischen 9:30 Uhr und 9:35 Uhr surfe ich so durchs World Wide Web, klicke auf mein Lieblingsspiel Copamundial und nix lädt. Klicke nochmal, es konnte keine Verbindung aufgebaut werden. Klicke auf E-Mails lesen, es konnte keine Verbindung aufgebaut werden. Leichter Ärger macht sich breit, über dieses blöde Alice und klicke wahllos irgendwelche Internetseiten an, nur um irgendwo rein zu kommen. Ergebnis, keiner will mich, es konnte keine Verbindung aufgebaut werden. Ein mulmiges Gefühl macht sich breit in meiner Magengegend. Was ist wenn das Internet weg ist? Kaputt, terrorisiert, abgeschafft, für immer und ewig gesperrt. Okupite Internet sozusagen. Nie wieder könnte ich mit Silvan meinem Lieblingsgegner plauschen, mich nie wieder über Fascettis Kauderwelsch ärgern, nie wieder bei Klappspaten die Auswärts-6 setzen. Und das schlimmste war man konnte sich nicht mal richtig verabschieden. Alle anderen würden nun denken, die rechte Hand, der blöde Hund, hätte ja auch mal tschüss sagen können wenn er keine Lust mehr hat. Der Patenzug würde einspringen, das TK
wäre trotzdem weg, nächste Woche hätte Mansoura einen neuen Trainer und ich wäre schon bald vergessen. Ich müsste zum ersten Mal nach fast 13 Jahren wieder raus an die frische Luft und mit anderen Menschen reden. Ich müsste Laufen, Springen, Klettern und was ich früher sonst noch so gemacht habe. Ein Buch lesen und nett zu meinen Mitmenschen sein, wäre das nicht schrecklich? So von jetzt auf gleich? Schweißgebadet schalte ich den Dreckscomputer ab, um ihn kurz darauf gleich wieder einzuschalten um zu gucken obs wieder geht.
9:36 Uhr kann ich mich ganz normal bei Copamundial einloggen, auf alle anderen Seiten auch, das I-net geht wieder, die Welt ist wieder in Ordnung. Zentnerschwere Steine fallen mir vom Herzen. Es lag an diesem elenden zugemüllten Dreckscomputer. Aber stellt Euch mal vor, wir würden uns nie wieder sehen, hören, lesen. Sollte das einmal passieren, so seid gewiss, ich hab Euch alle gern. Egal was ich hier schreibe, egal was ich gegen Euch setze. Egal, was andere über mich behaupten. Damit Ihr später mal sagen könnt, die rechte Hand, das war ein feiner Kerl.
Da liefern sich die Fußballjungs aus Mansoura und Gouna vom ersten Spieltag an ein Kopf an Kopfrennen und dann das. Wer ist Herbstmeister in Ägypten? Baladiyyat Al-Mehalla ist es geworden, am allerletzten Vorrundenspieltag. Wie haben die das gemacht? Doping? Feng Shui? Money? Oder am Ende doch das bessere Konditionstrainingsprogramm? Wohl von allem ein bisschen. Am meisten aber der Bonus des Unterschätzt-worden-seins von der Konkurrenz. Schon ein altes
Sprichwort sagt, wenn zwei sich streiten freut sich der dritte. Da Mansoura zurzeit auf dem 3.Platz steht werden wir uns also am Ende freuen, so besagt es das Sprichwort. na gut, dann soll mir der Herbstmeistertitel doch Schnuppe sein. Und Gouna wird zweimal Vize (im Herbst und am Saisonende) und alle sind glücklich. Und als Belohnung darf der Vize unser aller Kolumne weiter schreiben. Das ist schön, ich freu mich so, und draußen fallen die Blätter.
Beim letzten Premier League-Spiel Union Alexandria Sporting Club : El Gouna FC in Alexandria, dass bekannter weise oder sollte man schreiben pikanter weise 4 : 0 für die Mannen Fascettis ausging, spielten die Spieler des vom Baron Leibnits trainierten El Gouna FC mit herunter gelassenen Hosen. Einerseits ist es da nicht verwunderlich, dass am Spielende so ein Resultat heraus kommt. Andererseits muss die Frage erlaubt sein, was bezweckten die Gounesischen Spieler mit dieser Aktion? Wollten sie den gegnerischen Spielerfrauen ihr nacktes Prunkstück zeigen, oder was näher liegt, wollten sie ihrem Trainer den nackten Arsch zeigen? So nach dem Motto, hier siehst du was wir von deinen Trainingsmethoden halten. Oder war es am Ende ein Hilferuf an die Organisation des Roten Halbmondes, um auf die schlechte Bezahlung im ägyptischen Profifußball hinzuweisen, seht her, wir können uns nicht mal Unterhosen leisten. Nichts Genaueres weiß man nicht.
Festzuhalten bleibt der Aspekt, dass es sich einfach nicht gehört, vor allem im arabischen Raum, ungestraft mit seinem Ding herum zu wedeln, aus welchen Gründen auch immer. Da Herr Baron von Leibnits
derzeit auch wegen seiner spitzzüngigen Zeitungsartikel gegenüber tunesischen Vertretern der Championsleague bei der CAF unter Beobachtung steht, wird es wohl für Gouna eine deftige Strafe geben, die bis hin zum Punktabzug in der laufenden Saison führen kann. Herr Leibnits sollte sich wieder auf die wichtigen Dinge im Ägyptischen Lande besinnen, die da wären Präsidenten verjagen, ordentlich Fußball spielen und ordentliche Kolumnen schreiben. Denn auch da häufen sich bereits Wortmeldungen die mir, der rechten Hand, die Regie der Kolumne übertragen wollen. Aber soviel Zeit habe ich leider nicht, denn ich muss mich mit der Analyse der Kontrahenten beschäftigen. Deshalb kann und will ich mich auch nicht an einer Hetzjagd gegen andersdenkende, tunesische Fußballvereine beteiligen.
Nur soviel sei gefragt: Was ist der Unterschied zwischen einem Tun-esier und einem Tun-fisch? Der Fisch hat den Schwanz hinten. Aber was haben Tun-esier und Tun-fische gemeinsam? Tunfische können auch nicht Fußball spielen. Das konnte ich an anderer Stelle leider nicht veröffentlichen, ich spiele nämlich noch gegen einen.
… sagte die Biene zu dem Stachelschwein. Sämtliche afrikanische Zeitungen sind voll der Ehrfurcht und des Lobes, aber auch des Neides und kleiner verbaler Beleidigungen, wenn es um den ägyptischen Fußball geht. Grund dafür ist das außerordentlich gute Abschneiden aller ägyptischen Mannschaften in der CAF- Championsleague und dem Confed-Cup. Einzig und allein Tanta musste die Segel leider vorzeitig streichen, aber hat sich trotzdem bis zur letzten Spielsekunde gewehrt. Aber wenn man zu Hause eine 6 reingewürgt bekommt, hat man
fast keine Chance mehr. Nun haben alle Restafrikanischen Mannschaften die Hosen voll, wenn sie einen oder mehrere ägyptische Team(s) in ihrer Gruppe haben, und davon haben die meisten eins (oder mehrere). Ich rufe alle Ägypter auf (nur Ägypter, keine Italiener) macht weiter so, strengt Euch an, damit unsere Fußball-Vormachtstellung in Afrika erhalten bleibt. Unser Ziel muss es sein, eines Tages alle 14 (oder 13) (mal sehen) Vereine in die CAF- Championsleague zu führen. Die offenen ägyptischen Meisterschaften mit internationaler Beteiligung.
Was soviel heißen soll wie, niemand hat die Absicht Union Alexandria Sporting Club zu trainieren. Weder gleich noch gleich danach, wenn der italienische Faltenhund wieder weg ist. Jetzt wo es grad so schön ist in Mansoura, wo Woche für Woche mindestens 9 Tore fallen, weil meine ägyptischen Kollegen denken, in Mansoura kann man sich mal so richtig austoben. Ja Leute, wer viel Erfolg hat, der hat auch viele Neider. Ein altes chinesisches Sprichwort sagt:“ Viel Feind, viel Ehr“. Damit kann ich gut
leben.
Noch ein Wort zu unserem einzigen bezahlten Schreiberling in der Prem. Hallo Herr Leibnits, das geht ja mal gar nicht, was sie da in Ihrer Kolumne veröffentlicht haben.
Und die geringe Beteiligung macht es auch diesen vier tapferen Redakteuren schwer, durch einfallsreiche Artikel Woche für Woche die Premier League zu unterhalten und sich unterhalten zu fühlen.
Also ich fühle mich von meinen Zeitungsartikeln immer sehr gut unterhalten. In dem Sinne, auf ein Neues. Prost
Der schon lange unter Beobachtung stehende Adnan Kevric, genannt Adny wurde von der Spielleitungskommission unter der Leitung von Dr. Watson als Betrüger entlarvt und bekommt den Meistertittel zu Recht wieder entzogen. Desweiteren wird der mit einem geheimen Zwilling in der Liga angetretene Trainer vom weiteren Spielbetrieb ausgeschlossen, genau wie sein Phantomzwilling, Kleinchen. Wie kann man nur so schäbig sein und wegen eines Erfolges in einem Browserspiel seine Mitmenschen betrügen. Der Betrüger scheint noch sehr jung zu sein, zu jung um sein Dossier den polizeilichen Dienststellen zu übergeben, aber alt genug um die Konsequenzen selbst zu tragen.
Pfui Deipel!