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Unendliche Weiten - Teil 14
Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2011. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs PSS Iquitos, das mit seiner 12 Mann starken Besatzung eine Saison lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von Peru entfernt, dringt die Iquitos in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Aah uuuh ah, uh uh aaa uuh aaah...

Folge 14: Der Betriebsausflug

Studty: „Meine Güte, weshalb mussten wir denn ausgerechnet unseren Betriebsausflug in den Norden von Finnland machen? Und dann auch noch in den dunkelsten Wintermonaten?“
Captain Hicks: „Da fragen Sie mal unseren feinen Herrn Controller. Ich hatte eigentlich die Karibik, den Planeten Eirik Kvalfoss oder einen kurzen Wellness-Urlaub mit freundlicher Thai-Massage in einer Steueroase des Gamma-Quadranten vorgeschlagen.“
Mr. Pepp: „Auch ein wenig Bildung hätte der Besatzung nicht gerade geschadet. Aber hier kann man immerhin punktuell das faszinierende Polarlicht bestaunen...“
Praktikant Sonntag: „Menno. Hier ist aber doch gar nichts los. Keine Disco, keine Cocktailbar, keine formschönen Chicas... und dann auch noch diese elende Schweinekälte!“
Captain Hicks: „An Ihrer Stelle wäre ich etwas leiser, Herr Azubi. Sie wissen ja, welches tragische Schicksal den meisten Praktikanten bei ihren Landgängen widerfahren ist...“
Fjodor Markov: „Captain, Captain. Besonders gemein ist auch, dass Herr Al-Juary die Reise zwar organisiert hat, jetzt aber beim Scheich in den Vereinigten Arabischen Emiraten weilt und derzeit bestimmt 60°C mehr genießen kann als wir hier in der traurigen Tundra.“
Captain Hicks: „Wenn Sie sich auch alle immer linken lassen. Ich hatte Ihnen ja gesagt, dass sich bestimmt ein Haken dahinter verbergen würde, wenn unser Johnny Kontrolletti uns ein „cooles Wochenende im Zeltlager mit unvergesslicher Atmosphäre“ anpreist!“
Manfred Pauer: „Das ist ja ein furchtbar unwirtliches Land. Haben Sie schon gehört, was hier eine Flasche Schnaps kostet? Hey, Captain Hicks, nicht an die Wand meines Iglus urinieren, das ist laut meiner soeben verteilten Hausordnung für das Zeltlager strengstens verboten!“
Andy Borg: „I finds sche hier. Des erinnert mi scho daran, wie i damals mit Judith & Mel die Minibar im Mariott von Ischgl geplündert habe und wir uns danach nackt im Schnee gewälzt haben. Des waren Zeiten. Oder wie wir Methylalkohol in die Trompete vom Stefan Mross...“
Captain Hicks: „Ruhe an der Heimatfront! Wir haben jetzt andere Sorgen. Das Brennholz wird langsam knapp, und auch Bären soll es in dieser unwirtlichen Region geben.“
Manfred Pauer: „Zumindest diese Angst kann ich

Ihnen nehmen, Klapperitano. Ich habe vor unserem Lager dieses schöne Schild „Bären verboten“ in finnischer Sprache aufgestellt.“
Mr. Pepp: „Sehr beruhigend. Vielleicht könnten Sie auch noch mit der Handkante eines der umlaufenden Rentiere erschlagen? Dann hätten wir sogar ein gescheites Abendessen und nicht nur diese gefühlte Astronautennahrung unserer nur sehr mäßig talentierten Köchin.“
Marga Riners: „Herr Pepp, kennen Se sich Ihre Jemeijnhejten nich sparen? Ihretwejen jiebt es doch mittlerweijle sojar Jemiese aus Dose auf der Iquitos. Sejn Se nich so undankbar!“
Captain Hicks: „Houston an Trümmerfrau und Spitzohr: stellen Sie sofort Ihre Animositäten ein! Für persönliche Befindlichkeiten haben wir keine Zeit. Es ist bitterkalt, das Lagerfeuer lodert nur noch schwach und bald ist es stockfinster... Hören Sie auch dieses komische Surren?“
Fjodor Markov: „Captain, Captain. Ich habe doch ohnehin einen permanenten Tinnitus.“
Studty: „Ja, ich kann das Geräusch auch hören, aber leider nicht zuordnen. Dennoch habe ich das Gefühl, dass dieses merkwürdige Summen langsam näher kommt.“
H. P. Baxxter: „Wicked. I’m the Summer, have Kummer, a dicker Brummer. Don’t like Bären, die Schären und Team McLaren. I’m the Flitzer, the Schwitzer, fix nach Ibiza!“
Captain Hicks: (schreit) „Jetzt hören Sie doch auf so herumzublöken! Von dem Geschrei werden allerhöchstens noch einige läufige Wölfinnen hier in Lappland aufgeschreckt!“
Andy Borg: „Also i find scho, dass eine zünftige Musi immer die Stimmung auflockern hilft. Da wo jemand singt, soll man sich doch auch niederlassen. Was war des ein Spaß, als i mit den Zillertaler Rübennasen damals im USA-Urlaub einen schlecht gelaunten Coyoten mit volkstümlichen Liedern paralysiert habe und wir ihn dann mit vollen Bierdosen erschlagen...“
Mr. Pepp: „Faszinierend unwichtig. Ich unterbreche Ihren Monolog nur ungern, weise aber dennoch darauf hin, dass das Surren deutlich an Lautstärke zunimmt. Und wie ich schemenhaft erkennen kann, scheint gerade ein Gast den Weg ins Lager gefunden haben. Gut, dass wir Praktikant Sonntag dabei haben, ich sprinte schon einmal in Richtung Nordlicht. Adios muchachos!“
PLM3: „Gu-ten A-bend, fei-ger Hau-fen. Ge-stern war heu-te schon mor-gen. Ich ha-be aus ei-nem Su-per-markt in Ro-va-nie-mi hun-dert Würst-chen und Grill-koh-le mit-ge-bracht. Wo ren-nen Sie al-le hin? Was soll ich mit so vie-len Würst-chen? Ich es-se kei-ne Würst-chen. Ich bin ein Ro-bo-ter. Und Vor-sicht, da-hin-ten ha-be ich ein Wolfs-ru-del gesehen. Hal-lo?“

Abspann. Aah uuuh ah, uh uh aaa uuh aaah...
07.10.2011 20:05 - Ole Gunnar Fidjestöl - Colegio Nacional de Iquitos (0.3 TK)
 
Rätsel für die Restmülltonne
Bei einem gut gekühlten Ringnes Bayersk Lager konnte man auch in dieser Woche CNI-Coach Ole Gunnar Fidjestöl im Strömsgödset Drammen antreffen, der skandinavischen Kneipe Ihres Vertrauens an einer äußerst bekannten Straßenecke von Iquitos. Während leise im Hintergrund der musikalische „The-3rd-and-the-Mortal-Abend“ zelebriert wurde, versuchte sich der ehemalige Skisprungweltmeister an einem Kreuzworträtsel: „Hmm, Österreichischer Landschaftsmaler und Hobbystratege mit sechs Buchstaben, der zweite Buchstabe ist ein I. Keine

Ahnung. Aber hier, senkrecht, 9 Buchstaben, Argentinischer Selbstmörder im Exil, das ist einfach, von Hideta… passt. Dann haben wir für den Ösi als Anfangsbuchstaben ein H... Tja, dann muss das wohl der Hickes sein, ich wusste gar nicht, dass der Kollege auch als Maler aktiv ist. Jetzt haben wir für das Lösungswort also ein K. So, dann ergibt sich als finale Lösung also… Mussokini? Soll das eine griechische Insel ein? Ich muss schon sagen, ganz schön bescheuerte Kreuzworträtsel haben die hier in Peru. Ab damit in die Restmülltonne!“
05.10.2011 20:37 - Ole Gunnar Fidjestöl - Colegio Nacional de Iquitos (0.3 TK)
 
Zuggespräche in Peru, Teil 1
(Ein Norweger, ein Mann mit fettigen Haaren und ein Medizinstudent sitzen in einem Zugabteil eines unscheinbaren Regionalzuges irgendwo im Großraum Lima)
Norweger: „Immer diese Verspätungen. Bei uns in Skandinavien fahren alle Züge immer pünktlich. Und dann haben die nicht einmal ein Fahrradabteil für mein Bonanzarad.“
Mann mit fettigen Haaren: „Meine Tante, die eigentlich der Schwippschwager von meiner Cousine ist, sagt immer: warten, das macht man nur im Wattenmeer gerne. Aber wie unterscheidet man eigentlich im Kanton Zug einen Zug von der lokalen

Gebietskörperschaft?“
Norweger: „Soll ich einen Arzt rufen?“
Angehender Arzt:: „Darf ich mich vorstellen? Ich bin fast schon Mediziner. In diesem Fall ist aber nichts zu machen. Ein klassischer Fall von verbaler Inkontinenz im mittelmäßigen Stadium. Völlig aussichtslos.“
Norweger: „Bei der nächsten Reise nehme ich auf alle Fälle wieder meinen Volvo. Aber was ist denn das da draußen für ein komischer Typ mit einer Schaufel?“
Mann mit fettigen Haaren: „Ach, nur ein Liechtensteiner, der seine Titelträume begräbt.“
30.09.2011 17:23 - Ole Gunnar Fidjestöl - Colegio Nacional de Iquitos (0.3 TK)
 
Moritat von Ole Gunnar
Bester Laune – und begleitet von einem charmanten Ringnes Bayersk Lager – konnte man zu später Stunde am Freitagabend CNI-Coach Ole Gunnar Fidjestöl an der Ecke Calle Jilipollas / Avenida Anorthosis Famagusta antreffen. Die ersten drei Punkte in der neuen Saison waren im Sack und der Angriff feindlicher Opernfreunde konnte so eben noch abgewehrt werden, indem Fidjecaraldo dem Epigonen von Werner Herzog auf der gegnerischen Trainerbank mit Dimmu Borgir angemessen eingeheizt hatte. Ansonsten noch ein Kommentar zur aktuellen Situation in der Primera División, bevor Sie wieder zu Klassikern von Apoptygma Berzerk auf die Tanzfläche entschwinden? „Nein, bis jetzt keinerlei

Überraschungen. Austria Vigo vorne, Argentinos Juniors am Tabellenende, das konnte man alles so erwarten.“ Na, dann wollen wir Ihnen noch einen schönen Abend wünschen. Was, Sie möchten noch eben ein kurzes Lied anstimmen? Gerne, auf geht’s Herr Fidestöl: „Und die Jungfrau, die hat Zähne / Und die trägt sie im Gesicht / Und Domingo, der hat ein Messer / Doch das Messer sieht man nicht. / An ’nem schönen roten Freitag / fährt der Butters an die Wand / Und ein Mensch geht um die Ecke / Domingo Zhait Raez ward genannt / Denn die einen sind im Dunkeln / Und die andern sind im Licht. / Und man siehet die im Lichte / Die im Dunkeln sieht man nicht.“
17.09.2011 21:38 - Ole Gunnar Fidjestöl - Colegio Nacional de Iquitos (0.3 TK)
 
Der Finne ist kein Norweger
CNI-Coach Ole Gunnar Fidjestöl saß nachdenklich in seinem Stammlokal an der bekanntesten Straßenecke von ganz Iquitos und kaute an seinem obligatorischen Marmeladenbrötchen. Wieder einmal war der Saisonauftakt für das Team vom Amazonas daneben gegangen, und dann musste im Strömsgödset Drammen auch noch ausgerechnet ein finnischer Abend mit musikalischer Untermalung von Lordi und Tango aus Suomi stattfinden. Nein, die Finnen sind einfach keine Norweger dachte sich Fidjestöl noch, während er durch den Sportteil der bekanntesten

Gazette Perus stöberte. Ein Blick auf die aktuelle Tabelle offenbarte dabei das freundliche Detail, dass in der kommenden Spielzeit die halbe Liga international vertreten sein wird. Bei einer derartig positiven Nachricht erhellte sich sofort das bärtige Gesicht des ehemaligen Skispringers: „Sehr schön, da werden die Bonanzaräder wieder fleißig über den Kontinent rollen... Mensch, jetzt bekomme ich aber Durst. Camarero! Genau, schön zu Don Ole das frische Lager... Prost, Harri Olli. Prost, Matti Nykänen. Prost Keke Rosberg.“
13.09.2011 19:58 - Ole Gunnar Fidjestöl - Colegio Nacional de Iquitos (0.3 TK)
 
Unendliche Weiten - Teil 13
Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2011. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs PSS Iquitos, das mit seiner 12 Mann starken Besatzung eine Saison lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von Peru entfernt, dringt die Iquitos in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Aah uuuh ah, uh uh aaa uuh aaah..

Folge 13: Das Sparpaket

Captain Hicks: „Wie Sie alle wissen, ist unser schweigsamer Chef-Navigator Mr. Zeze mit Lt. Cappura in den Andromedanebel durchgebrannt. Ich habe Sie hier zusammengebeten, weil uns unser feiner Herr Controller gleich einen vermutlich sehr preisgünstigen Ersatz vorstellen möchte. Bin mal gespannt, ob wir wieder eine Hilfskraft vom Planeten Bredesen bekommen.“
Fjodor Markov: „Captain, Captain. Ich bin doch wichtigster Navigator von PSS Iquitos..."
Captain Hicks: „Ruhe auf den billigen Plätzen! Jetzt warten wir erst einmal auf den neuen Kollegen. Mr. Pepp, könnten Sie in der Zwischenzeit vielleicht damit aufhören, hier mit Ihrem uralten Bonanzarad auf der Kommandobrücke herumzukreisen?“
(Controller Al-Juary betritt die Kommandobrücke, begleitet von einem Roboter.)
Mr. Pepp: „Faszinierend. Technik aus dem mittleren 21. Jahrhundert, das sehe ich sofort. Wo haben Sie denn diese Antiquität vorgefunden? Das muss doch ein Prototyp von R2D2 sein, noch weit bevor dieser auch nur Ansatzweise die Serienreife erreichte.“
Al-Juary: „Jetzt fangen Sie doch nicht gleich wieder alle zu meckern an. Das hier ist halt ein Roboter mit sehr großer Erfahrung, der PLM3 wird uns noch von sehr großem Nutzen sein... aber Sie haben Recht, das war in der Tat eine Entwicklungsstufe auf dem Weg zu R2D2.“
H. P. Baxxter: „Yeah, this is a wicked experience for all the people out here. A Roboter, der Lodda, a Badehocker. I’m the user, konfuser, have no Diffusor. I’m the striker, Maleika, Bockwurst von Maika. I’m the Blender, Geländer, the Seifenspender.”
Captain Hicks: „Schluss mit dem elenden Gegröle! Sonst holt der Vorfahre des Lada Niva vielleicht noch das mit einer Kurbel betriebene Laserschwert hervor.“
PLM3: „Gu-ten Ap-pe-tit. Frü-her wä-re ich La-tein-leh-rer ge-wor-den. Hast du für die O-ma viel-leicht ein Rät-sel-heft? Grie-chi-scher Wein, ist so wie das Blut der Er-de.“
Captain Hicks: „Hey, Al-Juary. Sind Sie jetzt völlig übergeschnappt? Sie können doch nicht ernsthaft erwarten, dass wir diesen stotternden Elektroschrott als Navigator verwenden. Selbst wenn wir den auf Proxima Centauri entsorgen wollten, müssten wir wahrscheinlich für dieses rollende Silbenrätsel aus Altmetall noch eine

stattliche Abgabegebühr entrichten.“
Al-Juary: „Sie können sich ja gerne beim Besitzer dieser Raumfähre beschweren. Für ein neueres Modell oder gar eine Personalaufstockung stand leider nicht genügend Liquidität zur Verfügung. Aber Sie werden sich alle ohnehin noch umschauen, wenn die weiteren Maßnahmen zur Kostensenkung und zur Generierung zusätzlicher Erträge realisiert werden.“
Mr. Pepp: „Formidabel. Ich hoffe, dass Sie dann auch wieder so eine schöne PowerPoint-Präsentation aus dem Abfalleimer von McKinsey vorbereitet haben.“
Al-Juary: „In der Vulkaneifel mag die Welt ja noch in Ordnung sein. Aber hier an Bord der PSS Iquitos müssen wir uns an Cost-Income-Ratio, RoE und RORAC messen. Deshalb werden wir auch zukünftig betuchten Touristen oder alten Menschen die Möglichkeit bieten, ihren Urlaub oder ihren Lebensabend auf unserem schönen Raumschiff zu verbringen.“
Fjodor Markov: „Captain, Captain. Wenn all die intoleranten Rentner kommen, kann ich dann auf meinem Zimmer weiter Manowar hören und auf den Gängen noch Luftgitarre spielen?“
Captain Hicks: „Nur über meine Leiche wird hier das Spielen von Luftgitarre untersagt! Um mal etwas Populistisches anzumerken: wenn hier Touristen aus fremden Galaxien kommen, dann müssen sie sich halt an uns anpassen und nicht umgekehrt! Niemand hat behauptet, dass wir auf der Brücke keine Mauer errichten würden, he he. Aber wir werden die Ankunft von senilen Krückstockträgern, übergeschnappten Investmentbankern und sonstigen Spaßbremsen schon zu verhindern wissen.“
Al-Juary: „Sie irren sich, Captain Hicks. Der erste Dauercamper ist bereits an Bord.“
(Ein verdächtig gut gelaunter Gast betritt die Kommandobrücke.)
Andy Borg: „I freu mich wirklich, nach der langen Zeit und den vielen hässlichen Städten in Ostdeutschland endlich wieder bei Ihnen zu Gast sein zu dürfen. Wir haben für Sie heute wieder ein Potpourri der guten Laune vorbereitet, einen bunten Strauß beliebter Melodien. Freuen Sie sich mit mir auf...“ (quatscht unbeirrt weiter)
Captain Hicks: „Johnny Kontrolletti, sind wir jetzt etwa das Sammeltaxi für interstellaren Restmüll?“
Al-Juary: „Ich... das sind halt die Vorboten der neuen Zeit. Warum schauen Sie denn alle so? Ein bisschen mehr Dankbarkeit für diese gute Idee täte Ihnen... Mr. Pepp, ich hoffe nicht, dass Sie in Erwägung ziehen, mir mit der Luftpumpe Ihres Bonanzarads... Aua... au, au...“
PLM3: „Es war schon spät, als ich durch die Groß-stadt-stra-ßen heim-wärts ging. Din-ge-lin-ge-ling.“

Abspann. Aah uuuh ah, uh uh aaa uuh aaah...
03.09.2011 20:42 - Ole Gunnar Fidjestöl - Colegio Nacional de Iquitos (0.3 TK)
 
The Number of the Beast
Da geht sie hin, die Saison 32 und ist nun auch bald schon wieder Geschichte. Für Colegio Nacional de Iquitos geht eine komplizierte Spielzeit zu Ende, in der der amtierende Meister vom Amazonas der Musik stets hinterherlief, sich aber zumindest im Kampf um den Klassenerhalt schadlos halten konnte. Am Ende werden wohl 32 Punkte für das Team von Ole Gunnar Fidjestöl zu Buche stehen, und das internationale Geschäft wird knapp verpasst. Der letzte Spieltag sollte für die Gegner von CNI auch keine Überraschungen mehr beinhalten, zu eindeutig ist die zu

erwartende Strategie frei nach Iron Maiden. Was bleibt sonst von Saison 32? Nun, Butters verfehlt ein weiteres Mal die Meisterschaft, pepe33 glänzt in der Rückrunde eher als Literat und Alianza Lima ist endgültig im amorphen Mittelmaß der Liga angekommen. Ferner wird mit Nordwin Studt ein weiterer ehemaliger Champion den Weg ins Unterhaus antreten müssen, wo namhafte Herausforderer auf ihre Chance im Oberhaus warten. Sonst noch etwas, Herr Fidjestöl? „Ja sicher. Glückwunsch an die Marinos! Wer hätte das noch vor einigen Wochen gedacht?“
06.08.2011 14:17 - Ole Gunnar Fidjestöl - Colegio Nacional de Iquitos (0.3 TK)
 
Das literarische Solo
CNI-Trainer Ole Gunnar Fidjestöl hatte es sich mal wieder in seinem Stammlokal an der Ecke Calle Jilipollas / Avenida Anorthosis Famagusta gemütlich gemacht und freute sich auf ein schönes Knäckebrot mit Blaubeermarmelade. Groß war der Appetit des Norwegers, hatte sich doch das Bonanzarad des Bartträgers bei der morgendlichen Anreise einen Plattfuss zugezogen. Bei einem fröhlichen Ringnes Bayersk Minsk Lager blätterte Fidjestöl neugierig durch den Sportteil der Tageszeitung und staunte: da hatte es seinen Meistertipp (pepe33) doch zerstoben und die Kombiwette (Meister, Copa Americana, Trainer der Saison) war geplatzt. Auch

der Dings aus der Hauptstadt kam über zwei Unentschieden nicht hinaus und selbst der Österreicher vom galicischen Haarwasserverein war aus dem Topfenstrudelhimmel in die profane Realität zurückgeholt worden. Und selbst die hässlichste und farbloseste Ente der Liga hatte wieder einen neuen Erpel gefunden. Aber Hand aufs Herz, Herr Fidjestöl, wird der unsichtbare Kolumnist Butters jetzt etwa Meister? „Nein, so verrückt ist die Liga dann doch nicht. Eigentlich hat ohnehin kein Team den Titel verdient, so dass man ihn gleich Sporting Cristal zusprechen sollte... dann muss man das auch vielleicht nächstes Jahr nicht tun.“
03.08.2011 19:50 - Ole Gunnar Fidjestöl - Colegio Nacional de Iquitos (0.3 TK)
 
Ole ist mit Norge
Nach einer verfluchten Nacht vor dem Transistorradio erschien über Iquitos und CNI-Coach Ole Gunnar Fidjestöl die Morgensonne am Horizont. Gebannt hatte der Norweger die Berichte aus seiner Heimat verfolgt, wo eine feige Bestie ihren perfiden und unmenschlichen Plan in die Tat umgesetzt hatte. Konsterniert und schockiert hörte der ehemalige Skispringer die Berichte von der Insel Utøya, die er selbst noch vor einigen Jahren als Ausflugsziel angesteuert hatte. So schmeckte dann auch das Marmeladenbrötchen im Strömsgödset Drammen, vor dem die norwegische Flagge auf Halbmast hing, ausgesprochen bitter. Vor einer normalerweise Sportereignisse

zeigenden Großbildleinwand saß Fidjestöl und blickte fassungslos den Bildschirm an, auf dem ein Teil seiner Heimat gerade untergegangen war. Eine Sache wollte er dann aber doch unbedingt loswerden: „Ich möchte allen Opfern dieses Verbrechens und ihren Angehörigen meine aufrichtige Anteilnahme aussprechen. Es ist erschütternd, über welch tiefe Abgründe einige verirrte Seelen verfügen und wie Mitmenschlichkeit, Empathie und Gemeinsinn versiegen können. Aber Norwegen ist kein Platz für Idiotie, ideologischen Irrsinn und Intoleranz. Wir werden wieder aufstehen und nicht von unserem Weg abbringen lassen. Heia Norge, heia!“
23.07.2011 14:43 - Ole Gunnar Fidjestöl - Colegio Nacional de Iquitos (0.3 TK)
 
Für die gute Sache
Mehr oder weniger zufällig war CNI-Coach Ole Gunnar Fidjestöl beim Zapping bei einem privaten deutschen Fernsehsender hängengeblieben. Dort pries in einer Werbepause ein angeblich sehr bekannter Moderator eine heimische Biersorte an. Beim Kauf eines Kastens des Gebräus würde angabegemäß jeweils ein Quadratmeter Regenwald geschützt werden. Was für ein Affront! Warum war man eigentlich in Iquitos oder in Norwegen nicht auf diese glänzende Idee gekommen? Sofort

griff Fidjestöl zum Telefonhörer und wählte (auswendig) die Nummer einer norwegischen Brauerei. Leider war man dort bedingt durch die Zeitverschiebung aber bereits im Feierabend, so dass der Anruf am nächsten Morgen wiederholt werden musste. Nach dem Gespräch zeigte sich der Mann aus Vikersund dann aber sehr zufrieden: „So, das hätten wir eingetütet... Der peruanische Regenwald ist quasi gerettet.“ Und die Welt war wieder ein kleines Stückchen besser geworden.
20.07.2011 16:29 - Ole Gunnar Fidjestöl - Colegio Nacional de Iquitos (0.3 TK)
 
Operation Bonanzarad VII
Ungläubig schaute CNI-Coach Ole Gunnar Fidjestöl nach dem Schlusspfiff auf einem staubigen uruguayischen Sportplatz auf die schmuddelige Anzeigetafel. Ein bemerkenswertes 2:2 hatte die Urwaldmannschaft aus Iquitos in der unwirtlichen Ferne erzielt und sich somit unerwartet und (angesichts der Gruppenkonstellation) eigentlich ziemlich sensationell für das Halbfinale der Copa Libertadores qualifiziert. Mit dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte rollen die Bonanzaräder also noch mindestens zwei weitere Wochen über den amerikanischen Kontinent. Und auch wenn

CNI angesichts knapper Reserven nun als krasser Außenseiter auf übermächtige Gegner aus privilegierten Weltregionen trifft, so hat man doch schon jetzt das geliebte Heimatland in der Königsklasse gut vertreten. Kein Wunder also, dass der Wirt eines beliebten skandinavischen Lokals in Iquitos am Samstag in den frühen Morgenstunden einen akuten Notstand vermelden musste: „Kein Lager aus Norwegen mehr da!“, brüllte er seinem Zulieferer in den Telefonhörer, während im Hintergrund aus vollen Kehlen lautstark „Take on me“ gesungen wurde.
11.07.2011 20:34 - Ole Gunnar Fidjestöl - Colegio Nacional de Iquitos (0.3 TK)
 
Ein Gespenst geht um...
Nein, nicht das von Karl Marx in „Das Kapital“ beschworene Gespenst des Kommunismus, sondern nur das profane Abstiegsgespenst hat zur Saisonhalbzeit seinen Weg nach Iquitos gefunden. Für CNI-Coach Ole Gunnar Fidjestöl zwar irgendwie ärgerlich, aber letztlich kein großes Drama, hat man sich in der Vergangenheit doch oft genug nur auf den billigen Plätzen der Primera División wiedergefunden. Und so trifft man an der Ecke Calle Jilipollas / Avenida Anorthosis Famagusta in einem bekannten nordeuropäischen Lokal auf einen aufgeräumten Norweger, der bei dick

bestrichenen Marmeladenbroten und Ringnes Bayersk Lager den Blick nach vorne richtet. Denn trotz der sportlich prekären Lage scheint ein Trainerwechsel am Amazonas nicht zur Disposition zu stehen. Wenn es nur nach Fidjestöl ginge, bleibt der ehemaliger Skispringer seinem Club noch lange erhalten: „Ich habe schließlich noch zwei bedeutende Ziele: 1. den Dings von der Allianz als dienstältesten Trainer Perus abzulösen; 2. dem Butters zum 25. Namenswechsel bei La Real Sporting Peña Academica Lince zu gratulieren.“ Man sollte im Leben halt immer Herausforderungen haben.
29.06.2011 19:45 - Ole Gunnar Fidjestöl - Colegio Nacional de Iquitos (0.3 TK)
 
Neulich im Zett-Deh-Eff VI
„Samstag, 30. Februar, neunzehn Uhr, dreiundsechzig Minuten und zweiundsiebzig Sekunden. Guten Abend, meine Damen und Herren, aus dem Kartoffelkeller von Studio 3 der Berliner Union Film, zu Ihrer ZDF-Hitparade. Und wenn ich eben sagte, Guten Abend, so kann dieses Guten Abend auch bedeuten, Guten Abend im Osten, Guten Abend im Atomkraftwerk, Guten Abend auf dem elektrischen Stuhl… Meine sehr verehrten Damen und Herren: Und wenn ich Ihnen jetzt sage, dass Sie ihn alle kennen, den Interpreten, der jetzt hier für Sie auf die Bühne tritt, dann wissen Sie, dass Sie ihn alle kennen. Und wenn ich Ihnen dann auch noch sage, die Musik, die der nun folgende Interpret für Sie hier auf der Bühne präsentiert, ist ein Hit, dann wissen Sie, der Titel, der nun für Sie auf der Bühne präsentiert wird, ist ein Hit… 5x dabei, 3x die 3, 1x vorbei, bitte nicht wiederwählen, hier ist er, der Dings, von der Allianz, mit dem Titel

„Im Wagen vor mir fährt ein Argentinier“. Pepe, fahr das Band ab!“… „Ratt-da, ratt-da, ra-da, ra-da-da, ratt-da, ratt-da, ra-da, ra-da-da / Im Wagen vor mir fährt ein Argentinier / Er fährt allein und scheint recht blöd zu sein / Der Mann kann kaum noch fahren, er schlenkert hin und her / Den ziehen wir jetzt schnell aus dem Verkehr / Ratt-da, ratt-da, ra-da, ra-da-da, ratt-da, ratt-da, ra-da, ra-da-da.“ (Die Ex-Freundin von Jörg Kachelmann überreicht dem Bänkelsänger aus Liechtenstein ein mehrteiliges Messerset und ein Abonnement der Bunten.) „Im Wagen vor mir fährt ein Argentinier / Da muss ein Peruaner wachsam sein / Schieb ich ihn ins Gelände und fahr dann schnell vorbei? / Oder ruf ich lieber gleich die Polizei? / Ratt-da, ratt-da, ra-da, ra-da-da, ratt-da, ratt-da, ra-da, ra-da-da.“ (Tosender Applaus des Publikums, wildfremde Menschen liegen sich feiernd in den Armen.)
18.06.2011 16:04 - Ole Gunnar Fidjestöl - Colegio Nacional de Iquitos (0.3 TK)
 
Americana dreams are free
„Kann nicht mal jemand diese bekloppte Musik von Wham ausstellen?“ Leicht genervt saß CNI-Übungsleiter Ole Gunnar Fidjestöl in seinem bekannten Stammlokal an einer belebten Ecke im westlichen Teil von Iquitos. Eigentlich wollte der Norweger nur in Frieden die Sportrubrik der größten Tageszeitung des Landes studieren. Aber mit der Ruhe war das so eine Sache, hatte doch der peruanische George-Michael-Fanclub sein Jahrestreffen mit Grillfest ausgerechnet im Biergarten des Strömsgödset Drammen angesetzt. Und dann hatte diese unsoziale Bande auch noch dafür gesorgt, dass als Hommage an ihr Idol nur englisches Bier ausgeschenkt wurde. Kein Ringnes Bayersk Lager, da konnte die

Stimmung selbst bei einem stoischen Norweger schnell in den Keller rutschen. Aber Moment mal, war das nicht Butters da draußen, der sich mit einem stattlichen Würstchen vergnügte? Na egal, Fidjestöl konzentrierte sich lieber auf die Fußballberichterstattung in der Zeitung. Sehr schön, da hatten doch tatsächlich alle vier peruanischen Clubs die nächste Gruppenphase erreicht, die „Operation Bonanzarad“ lief also weiter auf Hochtouren. Bei so guten Nachrichten bekam Fidjestöl dann doch wieder bessere Laune und natürlich auch Durst: „Camarero! Heute nehme ich mal einen Pfefferminztee… y un poco de Dimmu Borgir para mis amiguitos en la terraza... si, bien alto!”
13.06.2011 18:35 - Ole Gunnar Fidjestöl - Colegio Nacional de Iquitos (0.3 TK)
 
Neulich im Zett-Deh-Eff V
„Und hier ist er: 5x dabei, 1x die 1, 12x die 3, mit der Startnummer 2, bitte nicht wiederwählen, aus dem Norden, der Ole, der Gunnar... Was? Der ist krank? Na, dann geht es weiter mit Nummer 3: sie kennen ihn alle... aus dem Süden, der Wortakrobat, der Mann mit den bunt gemusterten langen Unterhosen, kurz: der Butters, mit dem Titel: „Ein bisschen Meister“, ich kann’s ja auch nicht ändern. Pepe, fahr das verdammte Band ab!“ (Licht aus, Spot auf den kleinen Mann mit der weißen Gitarre) „Wie Academia am Spielzeitbeginn / ziemlich weit vorne, doch dann geht’s dahin / Wie eine

Mannschaft, die keiner mehr mag / Fühl ich mich an manchem Tag / dann seh’ ich Alianza, die über uns stehen / und kann auch von Pepe, nur Rücklichter sehen / schnell ist man nur Achter und lacht über mich / Das will ich in Zukunft nicht!“ (Klaus Wowereit überreicht Butters eine rote Nelke und eine Flasche Nordhäuser Doppelkorn) „Ein bisschen Meister, ein bisschen Vorsprung / Für Real Lince, den FC Sporting / Ein bisschen Meister, ein Landestitel / Ein bisschen Hoffnung, das wünsch' ich mir.“ (Verhaltener Applaus des Publikums, Vorfreude auf den nachfolgenden Jürgen Drews)
31.05.2011 20:15 - Ole Gunnar Fidjestöl - Colegio Nacional de Iquitos (0.3 TK)
 
Rätselhaftes Griechenland
Zügigen Schrittes näherte sich CNI-Coach Ole Gunnar Fidjestöl seinem skandinavischen Stammlokal an der Ecke Calle Jilipollas, Avenida Anorthosis Famagusta. Aber nanu, gleich daneben hatte mit Stavros’ Metaxa Asador eine griechische Imbissbude eröffnet. An einem schäbigen Plastiktisch davor stand ein ihm bekanntes Gesicht, dessen Namen Fidjestöl aber partout nicht einfallen wollte, und murmelte sibyllinisch irgendetwas vom Friseur von Ralf Möller. Der Norweger stellte die Sprungskier an die aschgraue Betonwand des Lokals und lauschte den Nachrichten, die aus einem viel zu lauten

Kofferradio die Umgebung beschallten. Aber es gab nur unbedeutende Randnotizen zu hören: Walter Freiwald übernimmt „Wetten, dass?“, Warnmeldungen vor Eisenbahnfahrten in Rest-Jugoslawien und die peruanische Antwort auf die Erscheinung von Fátima (angeblich sollen einige Stumme plötzlich die Sprache wieder zurückerlangt haben). Voller Vorfreude auf ein gut gekühltes Lagerbier griff Fidjestöl zu seinen Sprungskiern, doch diese waren verschwunden. Neben einem verdutzten Norweger blieben nur einige Fahrradspuren und eine in deutscher Sprache verfasste Doktorarbeit auf dem staubigen Boden zurück.
23.05.2011 20:19 - Ole Gunnar Fidjestöl - Colegio Nacional de Iquitos (0.3 TK)
 


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