Für den amtierenden Meister der australischen A-League, Adelaide United, geht es auf die Zielgerade Richtung Titelverteidigung zu. Selbst die in solchen Angelegenheiten äußerst zurückhaltende Institution der Neutralität, die Down-Under-Sports, rechnet fest mit einer Titelverteidigung, des Emporkömmlings der letzten Jahre.
Wie kam es denn dazu? Eigentlich wollte San Bango nach der verrückten 27. Saison, wo er als Platzhalter von Vinnie
Rehhagel-Jones begann und als Jörg Berger-Bango endete, nie wieder ins Fußballgeschäft zurückkehren. Zu groß war der Stress, zu zermürbend der Alltag als Trainer. Als dann aber ein neuseeländisches Team trainerlos auf Erstligakurs war, ließ sich San Bango die Möglichkeit natürlich nicht nehmen und feierte sich zwei Monate nach seinem Comeback als Zweitligameister. Der Rest davon ist Geschichte. Ihr wisst nun wer schuld an allem ist: Die Kiwis.
Noch ne stark Anderthalbstunde und San Bango ist wieder ein Stücken weiser. Obwohl ganz Australien, wenn nicht sogar die gesamte Copawelt davon ausgeht, dass Adelaide United die Meisterschaft verteidigen wird, ist er sich doch noch äußerst unsicher. Der Rekordmeister ist ihm auf den Fersen und hat sich zum größten Konkurrenten aufgetan. Nur drei Punkte beträgt der Vorsprung auf die Wolves.
Es wird schwierig diesen Vorsprung ins Ziel zu retten, das ist klar. Alles TK der Welt bringt einen nicht weiter, wenn man auswärts Woche für Woche ein halbes Dutzend Tore kassieren muss. So kann es sich dann durchaus zutragen, dass nach dem 30. Spieltag ein anderes Team als das jetzige an der Spitze stehen wird. Ich hab's euch schon jetzt gesagt. Den Spott und die Häme könnt ihr euch dann ja sparen.
So argwöhnt zumindest Dr No, dreifacher Meister, erster australischer Sieger der AFC Champions League und gefürchtete Nervensäge des fünften Kontinents. Da Dr No zwar bekanntermaßen ein Österreicher ist, aber dennoch über Verstand verfügt, muss man diese in für seine Verhältnisse in Watte verpackte Kritik schon beachten und auch analysieren.
In dieser Saison haben San Bango und Lobanowski, die Joko und Klaas der copamundialen Unterhaltungsbranche, gerade einmal sechs von zehn möglichen Ausgaben zu Papier gebracht. Ausgabe Nr. 7 ist aktuell in der Mache, wie wir es aus sicheren Quellen erfahren haben. Das ist für den Ottonormalaustralier eigentlich eine gute Quote. Er ist ja aus den Zeiten des Brühwürfels weit weniger gewohnt
(nämlich null von fünfzehn). Da frage ich mich dann als neutraler, unbeteiligter Ligamitspieler: Was soll das?
Wer sich beschwert, dass die Kolumne zu wenig erscheint oder, dass sie jede zweite Woche zu schlecht sei, der mag vielleicht grundsätzlich recht haben. Aber man muss sich hier auch an die eigene Nase fassen. Wenn die Liga keinerlei Reaktion noch Interesse an einer Kolumne zeigt, dann braucht sie sich auch nicht wundern, wenn die Lust und Motivation bei den Schreiberlingen spürbar nachlässt. Am Arsch geleckt! Das hier ist keine einseitige Beschallung wie einst bei Univorlesungen oder bei RTL. Wir wollen kommunikativ, investigativ und interaktiv sein. Das geht aber nur mit euch. Australien wird immer mehr zu einem Neuseeland. Und keiner merkt's.
Das größte TK der Liga, die meisten Punkte, das größte Anti-Schaf, den längsten in der Hose...
Eigentlich spricht alles für Adelaide United als kommenden Meister. Eigentlich. Faktisch sind schon aussichtsreichere Teams grandios gescheitert. Dafür muss man nur sich Teams von MaoMD oder von Horst Meier anschauen. Es kann immer irgendwas auf dem Weg zum ultmativen, größten Titel Asiens, nein ganz Copamundials schief laufen. Davon kann San Bango ein Lied singen. Die Saisons 33 und 34 sind im Gedächtnis hängen geblieben. Beide Male war es denkbar knapp, man machte sich Hoffnungen. Dieses Mal, na ja, es muss einfach klappen. Alles andere wäre... nun ja, reden wir besser nicht davon.
… folgt sicherlich irgendwann. Wenn nicht heute, dann morgen… oder vielleicht sogar am Wochenende. Dann mit den Analysen zum achten ZAT. Passt doch.
Das liegt sicherlich aber nur daran, dass Chefkolumnist Labernowski so beschäftigt nach dem Urlaub ist 1.286 unbeantwortete Mails zu lesen. Vvielleicht gibt’s ja wirklich mal ein gutes Schnäppchenangebot über eine Penisverlängerung, wer weiß? Oder 2 Viagra-Packungen zum Preis von 1 – da freut sich sicherlich auch Frau Lobanowski darüber! Und wenn mal der Diablo III-Account gehackt ist, tja, dann muss man ihn auch erstmal anlegen, damit man die Daten in dem Online-Formular eingeben kann. Ist doch logisch. Das alles frisst Zeit.
Und dann kommen noch die wahnsinnig intelligenten Fragen der wissbegierigen
Arbeitskollegen wie „Und wie war dein Urlaub?“ oder „Wieder gut erholt?“. Dieser Smalltalk muss natürlich sein. Dass das dann natürlich jeweils immer mindestens eine halbe Stunde dauert, ist auch klar. Selbst die Sekretärin des Facility Managers will wissen, wie der Urlaub auf Usedom war und wäre zutiefst beleidigt, wenn sie dies erst am Dienstag erfahren würde…
Das alles können wir natürlich verstehen. Zumindest so halb. Denn die Kolumne liegt jung und willig im E-Mail-Postfach. Einmal STRG und C, dann nochmal STRG und V und dann Absenden. Aber das braucht Zeit. Das geht mal nicht so eben. Vor allem nicht am ersten Tag nach einem längeren Kururlaub. Da braucht’s einfach ein bisschen länger bis man im Trott wieder drin ist. Erst recht in dem Alter.
Der Meister der vergangenen Saison steckt schwer in der Krise. International sowie national läuft es momentan überhaupt nicht wie am Schnürchen. An dem dritten Spieltag der zweiten Gruppenphase der AFC Champions League setzte es eine empfindliche 2:3-Heimniederlage gegen den AFC Cup-Sieger aus Singapur, dem Katong Football Club. Doch dies ist nur die Kirsche auf dem Schokoladenkuchen namens Krise.
Vor Allem das derzeitige Auftreten in der heimischen Liga gefällt dem Trainer San „Motzki“ Bango überhaupt nicht. „Mal ganz ehrlich.
Ich hab keinen Bock auf Champions League in der nächsten Saison. Damit versau ich mir doch nur meine gute Bilanz.“, so der Trainer des Titelverteidigers. Auch macht ihm die Frühform seines Teams sichtlich zu schaffen. Soviel Aufmerksamkeit sei nie gut. Es könne nicht das Ziel des Adele-Fanclubs sein, schon so früh in der Form als Meister fest zu stehen. Das erhöht nur den Druck und bringt den jeweiligen Spitzenreiter in eine Situation, in der man eigentlich nur verlieren kann. Aber wie haben wir es letzte Woche gelernt: Nur so entstehen Diamanten.
Eine verdammt gute Frage, über die wir jetzt gut achtzehneinhalb Wochen nachdenken dürfen. Kollege Lobanowski geht in den verdienten Herbsturlaub. Nach drei langen, intensiven, stressigen Arbeitswochen seitdem er aus dem Sommerurlaub gekommen ist, geht's nun also wieder fort. Irgendwas, das seinem Alter entspricht. Ein Badeurlaub auf Usedom oder ein Kuraufenthalt im Schwarzwald könnte anstehen. Keine Ahnung, wo. Der arbeitswütige San Bango, der nun endlich
wieder aus seinem Kreativitätsloch herausgekommen ist und seine Schreibblockade überwunden hat, würde nun zu gerne loslegen (bzw. muss es auch - Chef hat den Urlaub abgelehnt und dass obwohl er nur einen Tag für die Beerdigung seiner Oma gebraucht hätte). Ein paar unveröffentlichte Kolumnen liegen schon in der Schublade und sind bereit für die Entjungferung durch die Druckerpresse. Blöd nur, dass Lobanowski den Schlüssel zum Raum mit den Druckmaschinen mit in den Altherrenurlaub nach Thailand genommen hat.
San Bango hört sie schon alle laut aufschreien. "Boah, nicht DER schon wieder!" oder "Pah! Der wird's doch eh nicht." oder "Der kann doch nicht mal Kolumne warum sollte er dann Meister?" Mit einem sensationellen sechsten ZAT hat sich Adelaide United wieder auf den Rang geschoben, den sie letzte Saison nur am 30. Spieltag inne hatten. Aber so früh den ersten Tabellenrang in Anspruch zu nehmen schürt natürlich Unmut in der Liga. Die Reds von der Südküste peilen nicht mehr ganz so heimlich die Titelverteidigung an, munkelt man. Der Druck wird nun merklich größer. Jeder will dem Meister natürlich auf dem Weg dorthin ein Beinchen stellen. Aber das ist egal. Nur unter Druck entsehen Diamanten.
Selbstverständlich wird es noch eine neue Kolumne für diesen ZAT geben. Aktuell ist ja San Bango an der Reihe. Und der würde niemals, wirklich niemals nie Ausgabe nicht veröffentlichen. Lobanowski. Der ist ein Faulpelz. Der schreibt nie Kolumnen. Aber Bango? Ja, der macht das immer. Selbst wenn er Geburtstag hat. Wobei er sich da nicht mal sicher ist. Wie alt ist er eigentlich geworden? Wieviel mal gibt es ihn überhaupt? Warum haben seine multiplen Ichs nicht am gleichen Tag Geburtstag? Auf jeden Fall wird jetzt mit einem Jever Fun Alkoholfrei darauf angestoßen. Yummi. Ich bin Meister und ihr nicht.
Oja. Das ist echt ein ganz mieser Witz. Aber offenbar zieht er doch noch, wenn man den Blick mal nach Peru streifen lässt. Ok aber, dafür kann es mehrere Gründe geben. Erstens lebt der gewöhnliche Peruaner in einer harten Welt, in der er weiß Gott nichts zu lachen hat. Zweitens ist der Durchschnittsperuaner schon froh, wenn er es überhaupt bis zweitens schafft, bzw. so weit zählen
kann. Drittens erkennt man das vor Allem an dem normalen Account eines Peruaners: Er trainiert dazu noch in Schweden, Algerien und Neuseeland. Das sagt eigentlich schon alles aus. Viertens macht diese Aufzählung keinen Sinn. Fünftens macht der Artikel schon erst recht keinen Sinn. Sechstens ist mir das egal, weil siebtens schon lääääängst die fünfhundert Zeichen erreicht worden sind. Achtens, weil ich noch nie "Achtens" geschrieben habe.
Jaja. Irgendwo in einem Moloch aus Meisterschaftsfeierkater, DUS-Knechtschaft und Champions League-Vorfreude, die sich zugleich auch als schwere Bürde erweist, ist die violette Schreibfeder mit Einhormkopf des San Bango verloren gegangen. Und das ist, weiß Gott, nicht gut. Schließlich ist selbige synonym mit der Schreiblust des vierfachen australischen Meisters (2x 1., 1x 2., 1x 4.) gleich zu setzen. Was geschieht nun? Begibt er sich auf der Suche nach ihr? Oder bleibt er doch wie üblich auf seinem so gemütlich erscheinenden Sofa liegen, neben dem eine frische Flasche Bier aufgeköpft steht? Hmm, schwere Entscheidung. Wir bleiben am Ball bzw. um es in der Bildersprache der DUS zu halten: an den Bällen und berichten weiter darüber.
Eine wunderbare Saison ist für Adelaide United nun seit vergangenen Freitag Geschichte. In einem sensationellen Finish sicherte sich San Bango die zweite Erstligameisterschaft und darf sich nun voller Stolz seinen fünften Stern an Revers anpinnen. Mehr Grund zum Jubeln wird es wohl nicht geben. Das Lieblingshobby des streitbaren - und wohl nur für Rubio Deus sympathischen - Trainers, die DUS, wird nach ihrem Comeback wohl zuschauen müssen wie die beiden Konkurrenten aus der Elfenbeinküste und Argentinien den Titel unter sich ausmachen. Wir drücken die Daumen für, na, ihr wisst schon. Propaganda at it's best. ;-)
Es ist wie jede Saison. Egal, wie sich Adelaide United um ihren Startrainer San Bango streckt und sämtliche Leichen aus dem Keller holt: Es reicht einfach nicht. Ständig bekommen andere den Vorzug und dürfen sich über den blauen Stern freuen. Schon zum dritten Mal werden die Reds von der Südküste in die Annalen einer Saison als "aussichtsreicher Meisterschaftskandidat" eingehen. Für mehr wird es nicht reichen. Nicht mal Vizemeisterschaft. Oh, du grausame Welt! Warum können die Sydney Olympics, Central Coast Mariners usw. nicht allesamt gegen mich am letzten ZAT spielen? Wäre nur gerecht.
Interessante Kolumne. Mal wieder. Leider gibt es da irgendwie eine 50/50-Chance. Das eine Mal ist eine gute dabei, das andere mal kannst du sie bis aufm Kiwitz eigentlich nur zum Papierhut bauen gebrauchen. Aber gibt’s sonst noch was Interessantes?
Ja natürlich. Es ist nämlich sehr geschickt von der meinungsmachenden Presse gewählt, dass die Plätze 1 – 4 die größten Aspiranten auf den Titel sind. Eigentlich sind nur der Erste und Zweite richtige Favoriten auf den Titel. Aber dann hätte die Kolumne ja keinen Sinn mehr. Und es ist ja auch doof, wenn man nur über andere schreibt. Also 1 – 4. Bleibt eigentlich nur noch eine Frage offen: Warum kann dieser Bango nur noch Kolumne?
Schön wär’s. Alles muss man selber machen. Mittlerweile ist es fast schon wieder Dienstag, die Hälfte der Copa-Woche ist schon wieder rum und der Herr Co-Kolumnist hat es natürlich nicht geschafft eine neue DUS zu präsentieren… Tja, wenn San Bango nicht das Motto – unregelmäßig – lebt, dann wenigstens Lobanowski.
Und dabei gäbe es doch
so viel zu berichten! Man könnte so viele unerzählte Kiwitze zum Besten geben. Aber nein. Lieber macht man einen auf Lutscher, mag der gehässige Beobachter in dem Fall (bzw. wie immer eigentlich nur San Bango und Dr. No) behaupten. Oder man erwähnt mal, dass das eine Team des Co-Kolumnisten das andere Team grandios und vernichtend geschlagen hat. Aber besser wir verschweigen das mal wieder, gelle? ;-)