Nein, nicht den Kiwitz der DUS (haha). Auch nicht das teure Heimunentschieden gegen Heart, das wohl für Kollege Eigenrauch schmerzhafter sein wird als für uns. Aber was soll’s, wir sind Meister (und du, Lobanowski NICHT ;-) ). Da muss man schon mit so viel Gegenwehr rechnen, sonst wär’s komisch. Wir sind doch in keiner Operettenliga wie in Neuseeland. Aber egal. Meister als Aufsteiger. Das hört sich immer noch verdammt geil an. Und darum geht’s doch. Diese Saison wird einfach Party gemacht. Punkt. Aus. Basta. Schlussstrich. Alles Andere ist sekundär. Wir steigen auf, wir steigen auf, das geht ab, wir feiern die Meisterschaft und wir steigen wieder ab. Hey, hey, hey!
Das glaubt ihr doch selber nicht, oder? Sorry, Dr. No, so einfach wird das dann doch nicht. In meiner mittlerweile vierten Saison kann ich nur eins sagen: Australien ist meine neue große Liebe! Anfangs eher ein ungewollter One-Night-Stand, ein Ausrutscher, da war sich San Bango sicher. Wiederholen dürfte sich das nicht mehr. Doch der One-Night-Stand, nennen wir die Beischlafpartnerin einfach mal Rose, gab sich mit einer einzigen Nacht nicht zufrieden. Sie wollte mehr. Viel mehr. Den großen Wurf.
The big thing. Für San Bango, nennen wir ihn mal, so metaphorisch müssen wir heute sein, Charlie war es aber von vornerein klar: Einmal und nie wieder! Asien hatte andere sexy Ligen für ein schnelles Nümmerchen zu bieten. Die Rückkehr zu Rose wäre ein Rückschritt. Doch es erwies sich als falsch. Rose blieb hart, trieb Spielchen mit ihm und gewann ihn letztendlich. Sie waren zusammen. Der Anfang einer richtig großen Lovestory, von der ihr noch euren Kindern erzählen werdet.
San Bango wollte nicht Meister werden. Wirklich nicht. Seine Meisterschaft ist umstritten und seine Kritiker wollen nicht verstummen. Diverse Projekte im Internet laufen bereits auf Hochtouren, die unter anderem beweisen sollen, dass seine Meisterschaft von Vinnie Jones-Rehhagel abgeschrieben und er seinen Gegner stevefire abgehört hat. Nun also der neuste Vorwurf, der wieder mal absolut gerechtfertigt erscheint.
„Das hier ist doch alles gar nicht real!“, so der Chefkritiker an der überraschenden Meisterschaft von Adelaide United. „Wir befinden uns in einer surrealen
Zwischenwelt, wo Rechenmaschinen und Glasfaserkabel die Tore schießen und die Artikel schreiben! Die Maschinen haben die Macht übernommen!“, so weiter San Bango. In dieser Welt, wo nicht mal ganze Tore entstehen können, sondern nur 0,8 und 1,2 Tore, sei das falsche Team Meister geworden. Schließlich wird man feststellen, dass in der Wirklichkeit nicht Adelaide United sondern souverän Brisbane Roar Meister geworden ist! Ganz recht! Brisbane Roar! Ein Zweitligist! Hier stimme so einiges nicht, da ist sich San Bango sicher. Die Meisterschaft wurde zu Unrecht von den Reds aus Adelaide gewonnen.
Und da ist er schon, der nächste Skandal um den umstrittenen (Noch-)Meistertrainer San Bango: Wie aus internen, geheimen Quellen offensichtlich geworden ist, hat San Bango seinen Gegner im letztjährigen Meisterschaftsendspurt stevefire abhören lassen. Nur so, habe dieser zwielichtige Hallodri einen Titel gewinnen können, so ist sich San Bango sicher. San Bango gehört die Meisterschaft entzogen! Sofort. Der Vajante gehört in die Champions League. Der hat es verdient. Der ist doch immer so lieb. Und harmlos. Nach AustraLeaks, BangoPlagWiki und nun WatergAide ist San Bangos Image ramponiert, so San Bango.
Die Vorwürfe über die umstrittene Meisterschaft von Adelaide United werden immer lauter. Das letzte Woche von San Bango gegründete Online-Portal AustraLeaks, das beweisen soll, dass die Meisterschaft unrechtens war, hat seit gestern eine weitere Seite online gestellt: Das BangoPlagWiki. Hier soll bewiesen werden, dass San Bango auf eine liederliche, unehrenhafte Art und Weise seine Meisterschaft von Vinnie Jones-Rehhagel abgeschrieben hat. Er wurde vor genau zehn Saisons auch als Aufsteiger Meister. Nun ist Bango das ähnliche Kunststück gelungen? Ein Zufall? Nein, wenn es nach den Kritikern angeführt von San Bango geht. „Hier wurde jemand zu Unrecht Meister. Das muss bestraft werden!“, so der Chefkritiker.
Unverhofft wie die Jungfrau zum Kinde kam auch San Bango zur Meisterschaft. Eigentlich wollte er sie doch aber überhaupt nicht. Die makellose Zweitliga-Hui-Erstliga-Pfui-Bilanz ist versaut! Oh weh! Wo soll jetzt die Kloschüssel hin? In seiner Trainerhütte ist doch noch nicht mal Platz für einen Kühlschrank. Von einer Toilette ganz zu schweigen. Wo soll da jetzt noch eine Glasvitrine für die Kloschüssel
reinpassen? Das geht mal gar nicht. Außerdem sticht der blaue Stern auf dem Jackett irgendwie unter drei roten Sternen hervor. Farblich ist das gar nicht aufeinander abgestimmt. Nein, Bango wollte nie Meister werden. Eigentlich immer nur Zweitligameisterschaften sammeln, ja, das war sein Ziel. Aber jetzt? Was macht er jetzt bloß? Können wir hier nicht auch irgendein Skandal haben? Sowas wie Portugate? Nur irgendwie cooler muss es sich anhören. Wie wär’s mit AustraLeaks?
Ja, sie schwimmt davon und wird garantiert kein anderes Ufer erreichen. Die Meisterschaft ist in Seenot und will gerettet werden. Doch wer wirft ihr den Rettungsring zu ehe die gefräßigen Haie sie fressen?
Ist es das Megalodon?
Nein, sicherlich nicht. Die Tordifferenz ist zu schlecht um mit 52 Punkten Meister zu werden. Zurück auf Start, sorry steve. Aber der hat sie ja eh schon abgeschrieben.
Ist es die Wanderhure?
Nein, die hurt bekanntlich wieder herum und wird mit 50 bis 52 Punkten und einer mageren Tordifferenz eher unter ferner liefen laufen.
Bango will’s ja aber auch nicht werden.
Ist es die japanische Reisnudel?
Wer weiß. Zwei Siege müssen her, aber der will es ja bekanntlich nicht. Schade, er könnte es nämlich werden. Ist es der Irre aus Wollongong?
Der würde im Gegensatz zu den anderen dreien gerne, darf bzw. kann es aber nicht. Mit dem seit zig Spieltagen feststehende 6:6 zum Ende der Saison können es höchstens 52 Punkte werden. Die miese Tordifferenz verhindert es aber.
Wer dann?
Ganz klar, der Vajante! Der holt drei Siege und straft Paulo Lügen.
Zwanzig Spieltage lang zierten die wackeren Aufsteiger aus Adelaide die Tabellenspitze und begeisterten Australien mit eindrucksvollem, laufintensivem Fußball. Dass dies noch 21 Spieltage geschweige denn 22 Spieltage möglich ist, daran zweifelt gerade jedermann in Australien.
Zurecht. Der Emporkömmling wird demnächst wieder auf die Normalmaße zurückgestutzt und sich irgendwo zwischen Platz 3 und 5 am Ende der Saison einfinden (im Gegensatz zu einigen Ligakollegen
wissen wir, wie schwierig ein internationaler Platz sein wird). Alleine schon das wird eine Topleistung sein, da sind sich alle einig. Niemand hätte es Bango zugetraut auch einen Erstligisten zu einem Meisterschaftsanwärter machen zu können. Am Ende werden Details, Kleinigkeiten, Nichtigkeiten zum großen Wurf fehlen. Aber das ist egal. Wir freuen uns hier, dass wir überhaupt zwanzig phänomenale Spieltage lang die wohl geilste Liga Asiens anführen durften.
Die argentinische Starreporterin Karla Kolumna-Krause hat nun endlich ihre eigene TV-Show bekommen. Sie betreibt Ahnenforschung und besucht nacheinander die noch lebenden Verwandten von Graf Zahl, ihrem Interviewpartner aus Rosario. Mit ihm bildet sie ein so prominentes Duo wie einst Cindy und Bert, Sonny und Cher, Netzer und Delling, Olli Kahn und seine KMH. Heute ist sie in Australien, in Adelaide um genau zu sein, zu Besuch und trifft sich mit San Bango, dem untypischsten Vertreter des Zahlenclans.
KKK: Hallo und herzlich willkommen im wohl zweitschönsten Land der Welt, Australien. Es ist toll hier in Adelaide. Atemberaubende Strände, sexy Menschen und attraktiven Fußball. Und genau hier beginnt es schon nicht zu stimmen. Schließlich ist hier niemand Geringeres als ein entfernter Verwandter von Graf Zahl als Trainer tätig. Wie kann es also sein, dass jemand der so miserable Trainergene ins sich trägt, so erfolgreich sein kann und als Aufsteiger Tabellenführer ist? Dazu begrüße ich San Bango. Hallo!
SB: Wie charmant.
KKK: Jahrelange Übung mit dem Grafen. Wie geht es Ihnen? Sie sind auf dem besten Weg Meister zu werden.
SB: Nein, bin ich nicht.
KKK: Aha. Warum denn nicht? Sie sind doch drei Punkte in Führung? Tritt hier
schon das Zahlsche Versagergen auf?
SB: Nein.
KKK: Aha. Okay. Warum dann nicht?
...
KKK: Herr Bango?
SB (grummelt): Kein Heimsieg mehr..
KKK: Ok. Könnten Sie nicht auch noch Auswärtsspiele gewinnen? Und wer soll dann Meister werden?
SB: Schaun se mal genauer hin. Is’ doch offensichtlich.
KKK: Aha. Die Sharks etwa?
SB: Hundert Punkte in die Fußballprovinz.
KKK: Was springt für Sie dann am Ende raus?
SB: Ein warmer Handschlag als bester Aufsteiger der Saison.
KKK: Sehr nett. Würden Sie sagen, dass es am Ende an Ihnen persönlich liegt, dass Adelaide nicht Meister werden kann?
SB: Hörn se mal zu, Sie alte Schreibertrulla. Ich hab kein Bock und Zeit für Sie und Ihre bescheuerte Zeitung. Tschüß…
…
KKK: Aha. Ein Kollege namens Angaroo hatte mich ja schon vorgewarnt, dass das passieren könne. Offenbar ist Bango der pressescheue, mürrische, versoffene – wenn ich an seine Fahne denke – Vertreter des Zahlenclans. Und was eigentlich ein Widerspruch sein sollte: Der erfolgreichste momentan. Das sogenannte Magath-Phänomen. Fehlt nur noch, dass sie ihn Satan nennen.
Adelaide United ist auf dem besten Weg es den Oakleigh Cannons gleich zu tun und als Aufsteiger Nuri „The Man“ Sahin zu werden. Selbst die mittlerweile wieder geschätzte (weil Erwähnung) DUS schätzte die Chancen auf die Roman Weidenfellerschaft hoch ein. Doch nur einer will es nicht hören. Und hat seinen Spielern eingebläut nie niemals wieder das Wort Sven Bender zu erwähnen.
San Bango verwehrt sich jeden Kommentar zur Lucas „Welttorjäger“ Barriosschaft. Mehr noch, wer dieses Wort, das ab sofort verboten ist, jemals wieder in den Mund nimmt, wird in die zweite Mannschaft verbannt oder das Gehalt drastisch gekürzt. Im Zuge dieses Artikels wird nun das verbotene Wort, also Felipe Santana, durch Spieler von Borussia Dortmund ersetzt. Der BVB spielt dieses Spiel schon exzellent, das können wir auch. Nur im
Gegensatz zum BVB werden wir sicherlich nicht Neven Subotic, denn bei Adelaide ginge es nur um den Klassenerhalt. Und da fehlen noch ein paar Pünktchen. Die Vierzigpunkte-Marke soll wenn möglichst bald durchbrochen werden um Kevin „The Kernassi“ Großkreutzlich den Nichtabstieg feiern zu können. Das wäre auch eine grandiose Mario „The Wunderkind“ Götze-Leistung für San Bango. Damals, als er mit den Oakleigh Cannons schon mal Erstligist war, war an Marcel Schmelzerschaften nicht zu denken, der Klassenerhalt war in Gefahr. Daran hat sich jetzt trotz einer Saison Auszeit, zwei ZweitligaLukasz Piszczek (Copy&Paste sei Dank)schaften in Folge nichts geändert. Robert „Chancentod“ Lewandowski? Gerne jemand Anderes!
PS: Wer das verbotene Wort errät, erhält fünf Mark fürs Phrasenschwein!
Enttäuscht legt San Bango seine Lektüre für den allmorgendlichen Stuhlgang zur Seite auf den Stapel, wo er hingehört, zum recycelten Klopapier. Aber irgendwie hat er ja damit gerechnet. Mit dem Weggang von Lobanowski verliert die DUS auch noch den letzten Grund, warum man sie als lesenswert einstufen sollte. Denn, wo verdammt nochmal ist der Kiwitz geblieben?
Traurig. Einfach nur traurig. Aber San Bango wäre nicht San Bango, wenn er so gutmütig wie er nun mal ist, die Sportinteressierten Australiens mit einem neuen Kiwitz (Achtung: Auf Englisch! Sorry, Coach) versorgt:
A man stumbles up to the only other patron in a bar and asks if he could buy him a drink.
"Why of course," comes the reply.
The first man then asks: "Where are you from?"
"I'm from New Zealand," replies the second man.
The first man responds: "You don't say, I'm from New Zealand too!
Let's have another round to New Zealand."
"Of Course," replies the second man.
Curious, the first man then asks: "Where in New Zealand are you from?"
"Auckland," comes the reply.
"I can't believe it," says the first man. "I'm from Auckland too! Let's have another drink to Auckland."
"Of course," replies the second man.
Curiosity again strikes and the first man asks: "What school did you go to?"
"Saint Joseph's," replies the second man. "I graduated in '05."
"This is unbelievable!," the first man says. "I went to Saint Joseph's and I graduated in '05, too!"
About that time in comes one of the regulars and sits down at the bar.
"What's been going on?," he asks the bartender.
"Nothing much," replies the bartender. "The Raven twins are drunk again."
Kopf schüttelnd betrachtet San Bango das Treiben in Australien. Nicht nur, dass sein Team immer noch auf Platz Eins ist und sich damit weit von dem entfernten Saisonziel dem Wiederabstieg befindet (Saisonziel Klassenerhalt wurde nur zur Täuschung der Massen abgegeben), nein auch die drohende Meisterschaft der Oakleigh Cannons und der Wechsel im Kolumnistenamt der DUS bereitet ihm Unbehagen.
„Eigentlich wollte ich mich darüber freuen, dass diese Flachpfeife von Lobanowski jetzt endlich ersetzt worden ist. Die Kolumne war ja nicht mehr auszuhalten. Wichtige Ereignisse wie die vielen Siege von Adelaide United oder wichtige Personen wie San Bango wurden kaum in der Kolumne erwähnt. Da ist ja die Bunte schon informativer! Aber auch die Qualität war niedrigster BILD-Journalismus. Aber jetzt wird der Bium Kolumnist? Das ist doch genauso wie wenn man jungen Teenagermädels die grässlichen Alkopops verbietet und sie stattdessen einfach zum Joint greifen. High wird man immer, aber die Gesundheit leidet darunter. Ich meine, hallo? Jemand der Australien 1:0 in der WM besiegt hat. Ein Frevel, wenn sie mich fragen. Ich als finnischer WM-Trainer
versichere Ihnen schon jetzt, dass wir Australien Punkte schenken werden. Weil ich einfach so nett bin. Und dann schmeißt diese ranzige Glasnudel aus China noch den Kolumnistenjob in Finnland an den Nagel. Keine Lust mehr. Ja ne is klar. Ich hab morgens nach nem 12-Stunden-Suff auch keinen Bock aufzustehen und das Training zu leiten. Machen muss ich es trotzdem. Und wenn mich mal kurz die Übelkeit überfällt, dann gehe ich mal hinter die Büsche und gut is. Aber das ist lächerlich. Wir brauchen hier sicherlich keine Gute-Laune-Kolumnisten. Wir brauchen einen Mann mit Format und journalistischer Weltklasse. Traf auf Lobanowski wenigstens noch die Männlichkeit zu, bin ich mir bei Bium da nicht ganz so sicher. Ich meine, ich war mal Mitbewohner in der BIER-WG und habe ihn schon mal nach der Dusche gesehen. Und was ich da gesehen habe, lässt mich an so Manchem zweifeln. Aber nichts für ungut. Der Bium soll es nur ruhig versuchen. Solange er mindestens dreimal in der Kolumne mich oder mein Team erwähnt, bin ich schon zufrieden zu stellen.“, so das meckernde Waschweib Bango beim Interview im Adelaide-Vereinsheim nach den obligatorischen vier Weizen.
Ja, in was nun? Ist Adelaide United im Plan? Im Soll? Im Ist?
Wäre Adelaide United im Soll, müssten die angepeilten Punkte, die man sich zu Beginn der Saison als vorausschauender Taktiker erfüllt sein. Sind sie ja auch irgendwie. Im Plan bedeutet, dass man die Punkte, die man vor und während der Saison sich erhofft hat, auch erreicht hat. Verstehe ich nicht. Also auch irgendwie. Und im Ist? Ja soll man im War sein? Oder im Wird sein sein? Oder im Wird gewesen sein
sein? Im Arsch? Nee, dafür sind wir (noch) zu gut. Noch. Na was also? Macht die Formulierung "Im ..." überhaupt Sinn? Braucht man überhaupt einen Sinn? Macht dieser Artikel überhaupt irgendeinen Sinn außer eine schäbige Methode um 0,3 TK zu holen? Macht es Sinn über den Sinn dieses Artikel zu philosophieren? Und noch viel wichtiger: Hat es überhaupt Sinn gemacht sich über den Sinn der Sinnfrage dieses Artikel sein hübsches Köpfchen zu zerbrechen?
Er kommt nicht zu Ruhe. San Bango ist wie ein rollender Gallenstein, der sich im Dickdarm verirrt hat. Oder so.
Seitdem Rainer „Ich hab Uschi Obermeier flachgelegt, ihr Loser!“ Langhans wieder in die BIER-WG eingezogen ist, hat sich für San Bango zum letzten Mal der Einzug in die selbige WM erledigt. Keinesfalls würde man mit einem unzivilisierten, dumm schwafelnden, esoterisch veranlagten, schmutzigen Pseudohippie zusammen leben. Das geht nicht. Und dazu kommt ja auch noch der Altkommunarde Rainer Langhans. Nene, das reicht ihm. Nie wieder.
Nachfolgend wieder einmal ein Kiwitz der Woche (da die Kolumne häufiger ausfällt als Manly verliert):
Drei Schiffbrüchige, ein Australier, ein Neuseeländer und ein Inder
schwimmen zu einer einsamen Insel, werden von Eingeborenen aus dem Wasser
gefischt und zum Häuptling gebracht. der schaut sie an und sagt mit
strenger Stimme:
"wenn ihr hier bleiben wollt, müsst ihr in den Wald gehen und jeweils mit
zwei Früchten zurückkommen..."
Ohne lange nachzudenken, stürmen die drei los. Als erstes kommt der Inder
zurück, der eine Weintraube und eine Erdbeere in der Hand trägt. Er bringt
sie dem Häuptling, welcher spricht: "nun stecke dir beide
Früchte in
deinen A*****, doch wenn du lachst, bist du des Todes!"
Der Inder fängt mit der Weintraube an, muss aber ganz fürchterlich
kichern. Mit einem fürchterlichen Schlag seines Holzzepters schlägt ihm
der Häuptling daraufhin den Schädel ein. Kaum sind die sterblichen Überreste
beiseite geräumt, trifft auch schon der Australier ein, nichts ahnend und
stolz einen Apfel und eine Birne in der Hand tragend. Wieder spricht der
Häuptling: "Stecke dir diese Früchte in deinen A*****, doch wenn du lachst,
bist du des Todes!" Der Australier tut, wie ihm geheißen. Doch ganz plötzlich, als der Apfel
schon tief in seinem Hintern steckt und hart an der Versenkung der Birne
gearbeitet wird, bekommt er einen Lachanfall, dass ihm die Tränen in die
Augen schießen. Wutentbrannt schlägt ihm der Häuptling den Schädel ab.
Wie die beiden sich so vor dem Himmelstor treffen, fragt der Australier den
Inder: "Was war los, musstest du lachen?"
"Ja leider. Die Weintraube hat tierisch gekitzelt, und ich konnte mich
nicht beherrschen. Und du? Was war mit dir?"
"Der Apfel war kein Problem, aber dann kam der Neuseeländer mit der Melone und der Ananas ums Eck..."
Er wälzt sich. Er wendet sich. Er kommt nicht zur Ruhe. Seine Matratze ächzt. Irgendwas beklemmt ihn. Ist es der Artikel über die BIER-WG, den er nicht lesen will, kann, muss, soll bzw. darf? Ist es die abermalige Tabellenführung? Ist es das magere Zehn-Punkte-Polster auf die Abstiegsplätze? Ist es der Gestank der Kippen und Bierflaschen, der partout nicht aus der Hütte zu vertreiben ist? Sind es die Jugendlichen, die nachts mal wieder mit Getöse aufm Feld Fußball spielen? Oder ist es doch das schlechte Gewissen, dass noch ein Artikel zu schreiben ist? Er wacht auf. Zieht entnervt die letzte Feder aus seiner Matratze hinaus. Jetzt geht’s. Er schläft weiter.