... wagt sich in den Schlund der chilenischen Presse. War es die Sehnsucht nach der von Roquo stets angepriesenen Stille. Geheime Sehnsüchte nach dem Nichts? Eine geplante Aktion muss zumindest vorliegen. Eine Leserschaft der lokalen Verbalergüsse wird es doch nicht etwa geben. Es wird doch wohl nicht wirklich jemand lauschen, wenn ich meine Sehnsucht nach Luftballons, Pillen und Goleo hier hinausposaune. GOOOOOLEO, warum musstest du den Posten als Maskottchen verlassen!
Es
scheint zudem mehr und mehr üblich zu werden, das eigene Glücksgefühl über den Saisonverlauf kund zu tun. Dann schließen wir uns da auch mal an:"Ich bin froh, dass bald das Ende der Hinrunde erreicht ist, dann können wir in die Rückrunde starten und die Saison ist dann auch schon bald wieder vorbei und wir können wieder eine neue Hinrunde starten und dann wird der Herbstmeister der nächste Saison auch schon bald wieder feststehen und dann... GOOOOLEO!
Große Ereignisse rollen auf die Fußballwelt zu und werfen ihren Schatten voraus. Am Samstag ist es so weit: der Gewinner des BIER im Monat Mai wird auserkoren. Die Nominierung aus der Zeitungslandschaft Südafrika ist:
Massai Uno mit dem Artikel "24: 8:47 AM – 10:46 AM"
Ja, der ewig streitbare, selten erfolgreiche, auf sämtlichen Nebenkriegsschauplätzen stets mit viel Verve beteiligte, der Nomade, das Zahlenmonster, der
„Ich-war-so-stolz-auf-meine-tolle-Heimserie“, der Ex-Kolumnist, das Jurz-Mitglied… und so weiter und sofort. Eine Lobrede soll es ja erst bei tatsächlichem Wahlerfolg geben. Doch dieser bedarf einer objektiven Beurteilung der Qualität der Konkurrenz und einer Stimmabgabe! Die Wahl des COPA-Bleistift in Ehren erfolgt wie stets im Forum.
Ohne Wahl wurde bereits der COPA-OUZO verliehen. Gewinner ist: Thomas Wagner für seine Berichterstattung rund um die Copa-Weltrangliste!
"Chile, du und ich.", so und nicht anders sinkt Roquo des Nächtens zu Bette. Keine Stimmung, kein Getöse, eine einzige Ruhe, welch Wohltat. Einzig ein in seltenem Maße von sich überzeugter Dan Solo kreuzt noch die chilenische Genügsamkeit. Ein ausreichendes Maß an Toren, ein vernünftiges Maß an Worten, ein begrenztes Maß an zwischenmenschlicher Kommunikation... das chilenische Idyll!
Willkommen ihr Einzelgänger, kommt zu uns ihr ambitionierten Schweiger, habt teil an unserer Einsieldertum! Rosenzüchter, Hasenpfleger, Elfemterschützen, die chilenischen Trainerreihen sind für euch bestimmt!
Ein Satz mit x? Xanthippe war eine schöne Frau. Wie gewonnen... so begonnen. Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Dan Solo vorbei.
Wie schön, dass es Chile gibt. Das Leben wäre frisch, fromm, fröhlich frei. Ein unnötiges Ausscheiden auf internationaler Ebene, vergebliche Mühen in Asuwärtsspielen, leere Tristesse in der Medienlandschaft, danacht sehnt sich der ambitionierte Trainer, um seine Gefühlen freien Lauf zu lassen. Schönes Wetter... in Brasilien... eine unnötige Kolumne... in Argentinien... eine permanente Qual... in Chile! So lautet der wahrgenommen Dreiklang auf dem südamerikanischen Kontintent.
Die Pillen seien die Glücksmacher von Roquo, so war es der lokalen Presse vor wenigen Tagen zu entnehmen. Wahrlich infam diese Unterstellung. Nein, die Ödnis, das Nichts, die Stille, das sind die Glücksstimulanzien des dem Wahnsinn stets nahe stehenden Trainers aus der Mitte Chiles. Qualen resultieren nur bei zügellosen Freudenfesten, sinnlosen Sympathiebundungen und wahnwitzigen Gefühlsorgien. Eine Trainerkarriere außerhalb Chiles? Nicht vorstellbar! Ein reger Austausch mit südamerikanischen Begleitern? Ausgeschlossen! Wahnwitzige Versuche einer Kolumne mit wömglich gar innovativen Elementen ? Ein Graus! Chile soll der Ort der Schwermut und der Langatmigkeit bleiben!
Oft klingt es durch die Gassen, dass Chile die Langeweile gepachtet hat. Roquo, der Skandale und Heldengeschichten überdrüssig ist, genießt diese Atmopshäre nahezu. Kein Wunder deshalb, dass Roquo und dieses Land mehr und mehr auch eine Erfolgssymbiose eingehen. Ein prächtiger Start unter Mithilfe spätstartender Kollegen. Den Konditionsvorteil einer erfolgreichen Vorsaison. Das Ganze passt einfach. Und wehe hier kommt einer auf die Idee die Presselandschaft anzuheizen, gar eine Kolumne oder Zeitungsfehden anzuzetteln. Nein, dass wäre nicht mehr das gewohnte chilenische Klima. Die Anden und ihr Fußball sind nur in Ruhe zu genießen und von kleinen Erdstößen zu unterbrechen!
Strg + Druck ... und an die Verwandten verschicken!
Na, wenn die Entwicklung nicht überraschend kam. Gerade rechtzeitig zum Saisonfinale übernimmt Deportes Osorno die angestammte Position der letzten Saison. Platz Eins und nur noch zwei direkte Verfolger. Die Titelverteidigung zum Greifen nah? Wohl eher nicht, das schwarze Fliedervieh und der adelige Solist haben sich in ihrem wochenlangen Abtasten soviel Kraft gespart, dass wohl nur der ehrenwerte Bronzeplatz zu
erringen ist. Das eigene Restprogramm ist zudem mit dem bärtigen Mike, dem ehrenwerten fubini und einem der beiden mutmaßlichen Nachfolger auf dem Spitzenplatz renommiert bestückt. Was solls, der Tabellenstand ist ausgedruckt, an die Verwandschaft verschickt und die Feier der vorzeitigen Qualifikation für den internationalen Wettbewerb war beileibe nicht uninspiriert. Eine schöne Saison war es mal wieder in Chile!
Dienstags Peru, Mittwochs Tabu, Donnerstags Sudoku?
"Ja, ich habe mich beeindrucken lassen!", so Roquo auf die Frage eines Journalisten nach dem Wetter. "Ich wollte es eigentlich ein wenig ruhiger angehen lassen!", so Roquo auf die Frage nach der gestrigen Nachtruhe "Wenn die wenigstens nicht nur mit der dritten Mannschaft angetreten wären und wir mit der hochmotivierten A-Mannschaft! ", so Roquo auf die Frage nach seinen Gefühlen im Nachgang des Aufeinandertreffens
mit "Little Bluff" Powerkraut Jr..
Quo vadis Deportes OsornoUniversidad de Concepción? Wann habt ihr den Faden verloren? Keine Gegntore, aber trotzdem keine Punkte? Wie kommts? So die durchaus kritischen Fragen an den ehemaligen Titelkandidaten Nummer Eins. Doch wir wollen den Druck auch hier ein wenig rausnehmen? Ein gutes Buch in letzter Zeit gelsen, Don Solo? Die Krähe lauert, aber wir freuen uns trotzdem auf den Besuch!
Langweilig, weil lang und weilig, ist die laufende Saison in Chile. Eine Schwedenbomber in falschen Mänteln ist Dan Solo. Mit einer mehr als konservativen Strategie soll der zweite Meistertitel von Universidad de Concepción eingefahren werden. Fünf Tore hier, fün Tore da. Kein Gegentor hier, maximal zwei Gegentore da. Ja so wirds wohl was mit dem Titel, spannend und luststeigernd ist das nicht. Ab in die Andenschlucht mit ihm! Go Ovalle, go
Ovalle! Die Hoffnung der Verzagten, der Lichtblick der Betagten. Der Schweigsame mit der Taktik eines chilenischen Wanderarbeiters und nicht der einer Wanderhure. So sieht die Hoffnung des chilenischen Tagwerkers aus. Doch Vorsicht ist angebracht. Nicht nur CD Nublense, auch die weiteren chilenischen Erfolgsmannschaften im internationalen Geschäft, können nicht von einer Saison für die Erinnerung erzählen. Undank, Schmähungen, und so weiter und so weiter...
Emotionslos, phlegmatisch, uninspiriert. Das sind nur einige der Begriffe, die zuletzt über den amtierenden chilenischen Meister in der lokalen Presse verbreitet wurden. Deportes Osorno fehlt es eindeutig an Strahlkraft. Kein Wunder also, dass neue Wege in der Trainingsarbeit beschritten werden.
Dienstag, 13.00 Uhr: Bauchtanztraining. So steht es im Trainingsprogramm, der Mannen von Roquo.
“Beweglicher, Anmutiger, Sinnlicher.“ soll der Bewegungsablauf werden. So verspricht es Emre, das eigens aus der Türkei eingeflogene Bauchtanzwunder. Wenn da mal nicht die falsche Liga als Ort neuer Trainingsmethoden gewählt wurde. Chile, das Land der Alkoholiker, der Dauerraucher, der Männer. Und hier soll die Unsittlichkeit Einzug im Fußball finden? Anzüglichkeit, ja, aber Bauchfreiheit…?
"Feucht-Fröhlich, aber natürlich.", so sei die Abschlussfeier der zurückliegenden Saison gewesen nach Aussagen von Roquo, dem Trainer des chilenischen Erstligisten Deportes Osorno. Kein Wunder: Ein weiteres Jahr konnte man sich in der inoffiziellen Weltrangliste unter den ersten zehn Mannschaften platzieren. Wird der Erfolgsweg weiter beschritten, kann sogar die Führung der Vier-Jahres-Wertung in Angriff genommen werden. Neben einem dritten Platz in der Liga war hierfür insbesondere das Erreichen des Halbfinals auf internationaler Ebene verantwortlich. "Richtig tüchtig, aber flüchtig." deshalb auch nur die Vorbereitung auf die Gegner des kommenden Spieltags. Es wird schon irgendwie klappen.
"Schau an, schau an. Schon wieder ein Tabellenplatz verloren." Macht aber nichts. Lebts sich gut hier so im Mittelfeld. Nach unten ist man halbwegs abgesichert, also mit Risiko nach vorne! So denkt man es zumindest in Osorno.
Osorno, die Stadt der berühmten Eifestivitäten, die Stadt des goldenen Hasen, der Exerzierplatz der Sportkompanie. A und B gehören zu Ostern, C zur Realität. Na zumindest zu der hier gelebten, und die lebt sich nicht schlecht. Spannend wird es zumindest. Gut, der Meistertitel scheint vergeben, aber sonst ist alles möglich. Wenn die Mannschaften über und unter einem mitspielen. Und wenn es nur das ist...
Genug des Eigenlobes, dachte man sich eigentlich anfangs der Woche. Doch je näher der finale Spieltag in der zweiten Gruppenphase der Copa Libertadores rückt, desto mehr rückt wieder der Stolz in den Vordergrund. Deportes Osorno, chilenischer Meister des Vorjahres, hat diese Hürde vorzeitig genommen. Zu erwarten war dies nicht. Wenig Erfahrung auf internationalem Parkett, die chilenischen Misserfolge in der Historie. Viel sprach
nicht für die Truppe um Roquo. Vielleicht hat aber gerade die nedrige Erwartung zu den famosen Auswärtsgastspielen geführt. Zweimal vier Tore ergaben sechs Punkte. Warum dies alles Niederschlag in der nationalen Zeitung findet? a) Wie gesagt, Eigenlob muss sein. b) Ab nächster Saison entscheidet wieder die Fifa-Wertung über die Anzahl der internationaeln Startplätze je Liga. So für jeden, der es noch nicht wusste...
Lieber Trainerkollge und Mitstreiter auf internationalem Parkett Powerkraut jr.,
deine offenen Worte bedeuten mir viel. Sicher, ich bin traurig, war doch heute wieder einer der Tage an denen ich warten durfte. Warten, ob nicht heute (d)ein Gedicht in der Zeitung stehen würde. Doch du warst ehrlich. Bist auf mich eingegangen. Hast mir einen Ratschlag gegeben. Pralinen, Zucker, ich werde es versuchen. Versprochen!
Ganz ehrlich, ich bin sogar schon gespannt drauf was für Pralinen auf mich warten. Kreuzförmige, die Bunten oder die Kantigen. Himbeergeschmack oder sogar Biergeschmack? Wenn es noch nicht erfunden ist, ich
werde es erfinden. Wenn da mal nicht mehr rauskommt als das übliche, die Männlichkeit Chiles muss sich in der Pralinenwelt rumsprechen. Kaligraphie wird es sicherlich nicht, aber ein klein wenig kantige Virtuosität in den Taten und Worten sicherlich!
Doch klau ich nicht jetzt schon wieder eine Idee? Hast du das nicht gar auch getan? Die Wege sind doch manchmal undurchsichtig, deswegen stelle ich auch heute die Frage, wenn vielleicht auch ein letztes Mal: “Was schreibst du nächste Woche Powerkraut jr., vielleicht ein Gedicht?“
Mit dem Ausdruck meiner vorzüglichen Hochachtung
Roquo
Heute ist ein guter Tag. Ein guter Tag um ein Geständnis abzulegen: ich habe hemmungslos kopiert. Nein, nicht Eins zu Eins, sondern viel schlimmer, ich habe mich an der Ideenvorlage meines Kollegen aus Nublense vergriffen. Und das nicht mal gut! Gut, die Antwort “Wat läuft, dat läuft…“ auf sein “ Stand der Dinge: Es läuft!“, da steh ich dazu. Aber “Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage!“ auf “Einsatz fraglich“, wer soll das
verstehen!
Nichtsdestotrotz warte ich gar sehnsüchtig jeden Freitag auf die Überschrift meines Kollegen (denn er schreibt verlässlich jeden Freitagnachmittag!) und kann mich dann in einer Eigeninterpretation nicht zurückhalten. Mein Verlangen wurde sogar mir recht schnell ungeheuer, doch auch die sechs Tore gegen ihn schränkten es nicht ein. Sicher, wir steuern uns gemeinsam in die Bedeutungslosigkeit, doch zu halten bin ich nicht: “Was schreibst du heute Powerkraut jr., vielleicht ein Gedicht?“