Der Korruptionsskandal in der FIFA zieht immer weitere Kreise. Nachdem Sepp Blatter und sein ehemals vertrauter bin Hammam immer mehr in Verschwörungstheorien und Bestechungsvorwürfe verwickelt werden, tauchen nun neue Enthüllungen auf: Der serbische Funktionär Bernd W. soll angeblich von Kollegen aus der eigenen Liga erpresst werden: Angeblich geht es dabei um einen Lokalbesuch anlässlich einer Geburtstagsfeier. Dort soll Bernd W. im Vollrausch sämtliche Taktiken und Überlegungen von Roter Stern Belgrad ausgeplaudert haben, und
das im Beisein seiner SM-Kollegen. Dieses Wissen kann natürlich Gold wert sein, sollte es in die Hände der entsprechenden Gegner gelangen. Naheliegend also, dass Bernd W. mit diesem peinlichen Ausrutscher nun erpresst werden könnte. Ob es tatsächlich einen Erpresser gibt, und was seine seine Forderungen genau sind, darüber hüllt sich Bernd W. bislang in Schweigen. Jedenfalls ist er zu einer weiteren Schwachstelle im erpressbaren Sumpf der FIFA geworden. Wir bleiben dran, Bernd W. wird inzwischen wohl seine vollen Hosen wechseln müssen.
"Der serbische Fußball ist am Mittwoch wieder einmal negativ in die Schlagzeilen geraten. Die Spieler von Vojvodina Novi Sad traten im Cupfinale gegen Partizan Belgrad wegen fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen in der 80. Minute beim Stand von 1:2 ab.
Ein Novi-Sad-Treffer war in der 80. Minute von Schiedsrichter Slobodan Veselinovic aberkannt worden. Kurz zuvor hatte der Referee zudem den
Belgradern einen umstrittenen Elfmeter zuerkannt, den Zvonimir Vukic verwertete. Vojvodina-Coach Zoran Milinkovic (die meinen wohl schimi) ordnete seinem Team darauf an abzutreten und verweigerte auch die Teilnahme an der Pressekonferenz. Einen Grund, sich zu beschweren, hätte eigentlich das Team von Partizan, da die Partie aufgrund der Verspätung von Vojvodina-Fans 30 Minuten später angepfiffen worden war."
Trainer Schimi kommt in der laufenden Saison nach wie vor einfach nicht zum Zug. Seine Mannen machen einfach was sie wollen, und es scheint so als spielten sie nur zuause so richtig, bei Auswärtsfahrten bleiben sie lieber gleich zuhause. Kaum war der Trainer jedenfalls aus seinem aus Trotz angesetzten Während-Der-Sasion-Urlaub zurück, mit dem er seinen eigenen Spielern ursprünglich die eigene Bedeutung für den Verein klar machen wollte - was mit Platz 6 in der Tabelle ja bekanntlich nur
mittelprächtig funktioniert hat - da musste er sich auch schon wieder verabschieden, diesmal Richtung Spital. Unterkiefer-Operation, das bedeutet dass er für mehrere Wochen wohl eher keine allzu lauten Ansagen mehr machen wird können. Wie es genau zu diesem Unfall kam, ist derzeit noch etwas unklar. Unbeteiligten Zeugenaussagen zufolge dürfte sich das Ganze jedoch im Training zugetragen haben, man munkelt es wären gleich mehrere Spieler in die Affäre verwickelt. Wir bleiben am Ball...
Nach einigen Wochen der geistigen (es lebe der schottische Whisky!) und körperlichen (ja, die Trainerbank blieb leer, aufgefallen ist es aber keinem) Abstinenz, meldet sich auch Trainer Schimi in der Presse wieder einmal zu Wort: "Ich wollte meinen Jungs zeigen, dass es ohne taktische Finesse und harter Disziplin im Training einfach nicht geht. Darum hab ich ihnen gesagt: Spielt alleine, ihr werdet schon sehen was ihr davon habt, wenn ihr glaubt nicht auf mich hören zu müssen." Ja, das haben sie nun gesehen: Novi
Sad gurkt dort herum, wo sie sich scheinbar am wohlsten fühlen: Im Mittelfeld der SM, wo sie sozusagen von hinten und von vorne genommen werden, und sich sonst relativ unauffällig verhalten können. Scheinbar hat der Trainer keinerlei Einfluss auf das Spiel seiner traurigen Gestalten, er wiederum lässt sich aber diese Tatsache einfach nicht anmerken: "Nun bin ich zurück aus dem Urlaub, frisch gestärkt mit dem Wasser des Lebens. Ich nehem nun wieder das Ruder in die Hand und blase zum vollen Angriff!"
Autsch, das war ein tiefer Fall. Für Trainer Schimi und seine Novi Sade gings diese Woche tief hinunter. In der letzten lag Schimi mit gleichem Rückstand auf die spitze noch auf Rang drei, diesmal reicht es gerade mal für Rang 12! Eigentlich unglaublich, aber es zeigt wie knapp es diese Saison zugeht. Letzten Endes konnte kein Team so wirklich überzeugen und sich entscheidend absetzen, zuviele Patzer auf allen Seiten sorgten dafür, dass
theoretisch noch viele Manschaften Meister werden können. Selbst Abstiegskämpfer fenris kann nun mit 5 Siegen in den verbleibenden Spielen noch den Titel holen. Alle Trümpfe in der Hand hat dafür aber natürlich der Stumme. Masochist der Woche Schimi muss sich inzwischen entscheiden, ob er nun gegen den Abstieg, oder doch noch um einen Europacupplatz spielt. so genau weiß man das bei dieser Hochschaubahn in der Tabelle ja nicht wirklich.
Soso, im Umlauf 11 Vollkoffer. Naja, da könnte was dran sein, dachte sich Trainer schimi und kratzte sich verständnislos an den Eiern. Novi Sad schlingert schließlich seit Wochen eher planlos über den Fussballplatz. Aber was solls, schon ist man mit dem Kopf in der nächsten Saison, da soll dann schließlich alles GAAANZ anders werden. In erster Linie: Noch weniger nachdenken! Das hilft scheinbar. Ein
Neuling an der Spitze der Tabelle, ein stummer Psycho als Meisterschaftsfavorit, ein Ex-Schlammlochmeister, der scheinbar einen Rest-TK Rekord aufstellen will, ein Tankwart, der trotz wochenlanger Tabellenführung nie wirkliche Titalambitionen zeigt: All das soll also die härteste Liga der Welt sein?! Trainer schimi muss resignierend feststellen, dass er scheinbar noch nichts begriffen hat, und geht jetzt erstmal 11 Vollbier trinken.
Schon vor Wochen hat es Trainer Schimi gepredigt, aber keiner wollte auf ihn hören. Nun musste er eben selbst zur Tat schreiten: Tore schießen gegen Radnicki Jugopetrol, sonst marschiert TC völlig unangetastet zum Meistertitel. In einem hart umkämpften Spitzenduell kam es so schließlich zu einem 5:5, das letzten Endes beiden Trainer nur Schmerzen bereitet: Für Radnicki ist es der erste kleine Stolberstein, der den Meistertitel noch gefährden könnte, für Novi Sad wohl der letzte
Sargnagel für alle kleinen Fünkchen Hoffnung. Da tröstet auch die Tatsache TC ein Bein gestellt zu haben nicht wirklich, denn nun ist selbst der internationale Startplatz in Gefahr. Den hat hingegen der stumme W. nun so gut wie sicher in der Tasche. Der ist nämlich der lachende Dritte und lauert schon auf die Plätze 1-6 Wer weiß wie weit nach vorne er es mit seinem TK noch schafft? Wieder einmal kann Trainer Schimi nur an die Kollegen appelieren: Auch gegen Taubstumme hilft nur Tore schießen!
Pünktlich zu Ostern gesellt sich Trainer Schimi mit seinen Novi Sadern wieder zu all den anderen Losern aus der SM (oder war da nicht noch ein anderer in Europa verbliebener...?), die schon lange nicht mehr in den internationalen Bewerben vertreten sind: Außer Kräfteverschleiß war in der Europa League leider nichts zu holen, wurde man dort doch von einem amokgelaufenen Spanier mit in den Abgrund gerissen: Dort stand schon nach dem zweiten ZAT fest, dass man trotz 3er Siege wohl nicht mehr aufsteigen wird können, obwohl man eigentlich
alles richtig gemacht hatte: Der 6:4 Heimsieg wahr schließlich sowohl für den Spanier der Torero-Todesstoß, als auch für Novi Sad, dass auf Grund der bescheuerten Tordifferenzregel damit auch keine Chance auf den Aufstieg mehr hatte (außer einem der anderen Mitstreiter wäre noch ein wesentlicher Fehler unterlaufen). So ist man nun wieder zuhause auf sicherem Boden und kann schonmal Kräfte für das nächste Jahr sammeln: Der internationale Startplatz bleibt das Ziel, vielleicht hat man nächstes mal ja mehr Glück.
Ja, die parapsychologische Analyse der Tabellensituation hat im Falle von Novi Sad irgendwie schon Recht: Der Blick auf den TK verrät, dass sich da nach oben nicht mehr viel tun wird. So verwendet der Trainer "Punchingball" Schimanski seine Kräfte schonmal darauf ein dickes Steak auf sein blaues Auge zu legen und für den sich in geistiger Abwesenheit befindlichen Bernd Weh einzuspringen, und sich so richtig dem
Jammern und Sudern hinzugeben: Sad, Sader, Novi Sad. Auch das muss mal gesagt sein. Aber all das Raunzen bringt dann letzten Endes doch auch nicht soviel, schließlich muss man aufpassen nicht völlig durchgereicht zu werden, und so auch noch die letzten Saisonziele zu verpassen. Hinten lauert ja unter anderem schon der bereits angesprochen Verstummte, der selbst in dieser angenehmen Ruhe doch wieder unangenehm auffallen muss.
Der Herbstmeistertitel ist vergeben, und mann muss TC und seinen Öljunkies gratulieren: An der Spitze, und das mit einem beachtlichen Torkontingent von über 31, das lässt in Radnicki vor allem in Anbetracht der TKs der direkten Verfolger doch auf einiges hoffen: Eine Hand hat man bereits am heiß ersehnten Meisterteller. Erst im Mittelfeld der Tabelle finden sich nämlich jene Teams, die da TK-mäßig noch wirklich mithalten können, und die Sache nochmal spannend machen könnten. Trainer Schimi vom Noch-Tabellenzweiten Novi Sad gratulierte sportlich, stellte im Interview aber auch die entscheidende Frage: "Wie macht er das bloss?". Nun, so schwer ist diese allerdings garnicht zu beantworten: 21 Gegentore, das spricht doch für einige Hasenfüße auf der gegnerischen Seite des Spielfeldes. So gemütlich hatte es in der Rückrunde fast niemand, um einen Sieg nach dem anderen einzufahren. Mit Stehfussball zum Erfolg. In Belgrader Medien witzelt man bereits, die Jungs von
Jugopetrol hätten in der Hinrunde etwas Speck angesetzt. Da muss man ja fast eine Lanze brechen für den armen Ex-Meister, der ganze 18 Auswärtstore hinnehmen musste. Eine bittere Retourkutsche für das letzte Jahr? Verwunderlich auch ein Blick auf die Neuaufsteiger: Während der eine quasi nicht beachtet wird, und mit gerademal 19 Gegentoren still und heimlich auf Platz 4 der Tabelle klettert, wird über Mladost Apatin mit Rekordverdächtigen 50 Gegentreffern einfach drübergefahren. Gibt es hier etwa ein stillschweigendes Abkommen "Mladost sofort zurück in die Druga!"? Wie dem auch sei, so manchem Trainerkollegen sei angeraten sich genau zu überlegen, gegen wen es mehr Sinn macht, die eine oder andere Offensivkraft mehr aufs Feld zu stellen. Zu gut ist schließlich noch in Erinnerung, dass Borac Cacak letztes Jahr vielleicht den Gestank der vollen Hosen der Gegner ertragen musste, vor lauter Erfurcht aber nicht mehr angegriffen wurde. So hinten reinschieben sollte man Jugopetrol den Titel wohl nicht.
Eine Woche der Entscheidung steht an: National geht es um den Herbstmeistertitel, obwohl eigentlich Frühling sein sollte, draussen aber der Winter tobt. Und auch auf internationalem Boden geht es endlich wieder zur Sache. Bei den Novi Sadern richten sich alle Augen nach Europa, ist der Herbstmeister doch ohnehin ausser Reichweite, und der internationale Erfolg umso wichtiger. Nachdem sich alle anderen Vertreter der härtesten Liga der
Welt bereits frühzeitig aus der Europa League verabschiedet haben, liegt es nun an Trainerneuling Schimi die Ehre hochzuhalten: "Ist mir immer noch ein Rätsel, warum sich alle quasi aus dem Staub gemacht haben. Die Weicheier aus Belgrad wollten sich wohl erst garnicht auf die Doppelbelastung einlassen." weiß der Trainer da zu scherzen. "Auch gut, dann stehen wir eben allein da und probieren unser Glück."
Ja, die Luft ist dünn, da oben in der SM. Da muss sich auch Trainer Schimi erstmal daran gewöhnen, wie es nun jede Woche auf und ab geht, und man hin- und her gerüttelt wird. Zum Ausruhen, wie im gewohnt kuscheligen Mittelfeld gibt es da leider nichts. Und Zufriedenheit stellt sich da auch ganz selten ein. Jeder kleine vergebene Punkt ist schmerzhaft, jeder Fehler beschäftigt einen Tage. Ein beinharter Job eben, Trainer in der härtesten Liga der Welt. Aber hilft alles nichts, damit muss man wohl zurecht kommen. Derzeit befinden sich die Novi
Sader auf dem dritten Tabellenrang, der den Jungs aus der Vojvodina durchaus bekannt vorkommt. Nur die beiden oben an der Spitze sind andere. Apropo: Was wurde eigentlich aus Bernd W.? Fasst schmerzlich vermisst man sein gewohntes Jammern in den diversen einschlägigen Blättern. Alles ruhig beim roten Stern, nichteinmal auf Provokationen reagiert der alte Schwerenöter. Ob das die neue Taktik ist, einen auf Unauffällig machen? Oder hat sich der Trainer gar auf Urlaub abgesetzt und traut sich nun vor lauter Flugangst nicht mehr zurück nach Europa?
Ja, nach einigen Wochen ganz oben mussten Trainer schimi und seine Novi Sader (was übrigens soviel bedeutet wie "Die neue Traurigkeit") nun den Platz an der Sonne endgültig räumen. Nach vorne ging einfach nichts in den letzten beiden Partien, und wer keine Tore schießt, kann bekanntlich auch nicht gewinnen. So setzte es zwei Niederlagen und damit den Gang nach unten auf Platz 4. Besonders bitter: Man musste auch TC vorbei ziehen lassen, jenen Mann der mit seinen
erdölverschmierten Jungs schon einige auffällige Partien hinter sich hat, und dadurch einen stolzen TK von 40+ aufweisen kann. TC dürfte damit ein heißer Anwärter auf den Herbstmeistertitel sein. Trainer schimi nimmts jedenfalls gelassen: "Wir haben die Zeit auf Platz 1 schon genossen, aber so ehrlich muss man sein, in der Verfolgerposition fühlen wir uns doch wesentlich wohler." Ob die Sader auch mit der Doppelbelastung des internationalen Bewerbs fertig werden, bleibt abzuwarten.
"Die Dummen hams Glück" sagt man, oder auch die Volltrunkenen, wie wiederum eine alte SM Weisheit besagt. Vielleicht sind es aber auch die Neuen: Trainer schimi kommt sich sich jedenfalls etwas seltsam vor, plötzlich ganz alleine in der Europa League dazustehen: Als letzter Vertreter der SM muss er nun deren Ehre verteidigen, und wenigstens ein bisschen internationale Punkte ergattern. Die anderen Kollegen haben wohl doch
zu tief ins Glas geblickt, oder aber sie wollten einfach nicht mehr. Als gewohnt serbische Nationalisten konzentrieren sie sich lieber wieder auf die sichere Umgebung der Meisterschaft. Dort geht es mit schnellen Schritten dem Noch-Tabellenführer hinterher, der die gute Luft ganz oben wohl nicht mehr als zu lange genießen wird können. Die Doppelbelastung ist halt doch ein bisschen viel für die junge Mannschaft aus Novi Sad.
Tabellenführung schön und gut. So früh in der Saison ist das ohnehin nur eine Momentaufnahme, das weiß Trainer Schimi nur zu gut. Doch was da wirklich für Genugtuung in seiner noch so jungfräulichen SM-Seele sorgt ist etwas ganz anderes: Der 4:5 Auswärtssieg gegen Vizemeister Roter Stern Belgrad, der zaubert tatsächlich ein zartes Lächeln in das sonst so ernste Gesicht des Trainers. Denn schließlich kennt er Kollegen Bernd W. aus seinen
Jugend-Curling Zeiten noch zu gut: Ja, es war immer ein besonderes Gefühl, wenn Bernd W. vor lauter Ärger seinen Besen zerbrach. Und so kann sich schimi auch diesmal vorstellen, wie Weh bereits zu rechnen beginnt, und sich alle dann wieder anhören können, dass es sich auch diese Saison wieder knapp nicht ausgehen kann. Darum gibt es sogar aufmunternde Worte für den Kollegen: "Auch wenn du diesmal Sternchen gesehen hast, lieber W., is doch eh noch alles drin!"
Die neue Saison hat noch nichteinmal begonnen, da beginnt die Gerüchteküche der brutalsten Liga südlich der pannonischen Tiefebene schon wieder zu brodeln: Druga geschlossen? Druga doch nicht geschlossen? Was war da los, und wie war es möglich dass es zu diesem unerwarteten Umschwung kam? Da ist von Verschwörungen die Rede, von einem geheimen Wirtshaustreffen, von finanziellen Abmachungen, von spontanen Telefonaten, von hektischen Verhandlungen, gar von Erpressung! Trainer schimi kann dazu jedenfalls nichts sagen, er war nach eigenen Angaben zu dieser Zeit auf Urlaub, weit weg von allen Skandalen, irgendwo an der einsamen portugiesischen Küste... Hauptsache der Ball rollt wieder, und zwar ins Tor des Gegners.